Deutschland 1740 - 1763

 

 

 

 

 

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Inhalt

 

Die Welt des späten Mittelalters (1250 - 1400)

Das Ende der Luxemburger und der Aufstieg der Habsburger Kaiserdynastie (1400 - 1517)

Die Reformation von Luthers Anschlag der 95 Thesen bis zum Wormser Reichstag (1517 - 1521)

Der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648)

Vom Westfälischen Frieden (1648) bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1740)

Der Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht (1740 - 1763)

Die Französische Revolution bis zum Ende der Diktatur Robespierres (1789 - 1794)

Deutschland in der Zeit der Französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons (1789 - 1815)

 Restauration und Revolution (1815 - 1830)

Monarchie und Bürgertum (1830 - 1847)

Die Revolution von 1848/49

Von der gescheiterten Revolution 1848 bis zur Gründung des Deutschen Reiches 1871

Die Innen- und Außenpolitik Bismarcks (1871 - 1890)

Das Deutsche Kaiserreich von 1890 bis zum Ausbruch der Ersten Weltkriegs 1914

Die Industrielle Revolution in England und Deutschland (1780 - 1914)

Europäischer Kolonialismus und Imperialismus (1520 - 1914)

Der Erste Weltkrieg (1914 - 1918)

Der Weg zur Weimarer Republik 1918 - 1919

Der Kampf um die Staatsgewalt in der Weimarer Republik (1919 - 1933)

Die Machtübernahme der NSDAP und die Errichtung der Diktatur Hitlers (1933 - 1939)

Der Zweite Weltkrieg (1939 - 1945)

Der Weg in die Teilung Deutschlands (1945 - 1949)

Der Kalte Krieg: Vom Kriegsende 1945  bis zum Bau der Berliner Mauer 1961

Die Ära Adenauer (1949 - 1963)

Die Kanzlerschaft Ludwig Erhards 1963 - 1966

Kalter Krieg Teil 2: Von der Kubakrise 1962 bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991

Die Zeit der Großen Koalition 1966 - 1969

Die Ära Brandt (1969 - 1974)

Die Kanzlerschaft Helmut Schmidts (1974 - 1982)

Die Kanzlerschaft Helmut Kohls von 1982 bis 1987

Die Kanzlerschaft Helmut Kohls von 1987 - 1989

Der Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands (Teil I: Die DDR von den siebziger Jahren bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989)

Vom Fall der Berliner Mauer bis zur deutschen Einheit (1989 - 1990)

 

 

 
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Das europäische Mächtesystem um 1740     Der österreichische Erbfolgekrieg 1740 - 1748      Der "Wechsel der Koalitionen" (1748 - 1763)     Der Siebenjährige Krieg     Die Folgen des Siebenjährigen Kriegs    Württemberg 1648 - 1750     Köngen 1648 - 1750 (exemplarisch für ein Dorf)    Literaturhinweise


Das europäische Mächtesystem um 1740


  • Die Rolle des Staates
 
  • Die Zielvorstellung aller Staaten ist einzig und allein auf Vermehrung von Macht, Ruhm und Landgewinn gerichtet.

Für den Soziologen Max Weber (1864 - 1920) ist Macht "die Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen durchzusetzen". Sinngemäß gilt dies auch für Staaten. Wann immer es ihnen für die Erreichung ihrer Ziele nützlich erschien, wurden Bündnisse ausgetauscht und Verträge gebrochen. 

 
Max Weber (* 1864, † 1920), deutscher Soziologe, Jurist und Nationalökonom 
 
  • Die meisten Fürsten stellen ihre Privatinteressen zugunsten des Staatsinteresses zurück.

Die Verfolgung der Privatinteressen hatte im 17. Jahrhundert zu Erbteilungen und damit zur Herrschaftszersplitterung geführt. Jetzt steht der Staat über den Fürsten: So bezeichnet sich Friedrich der Große als "erster Diener seines Staates". Die politische Entscheidungsgewalt liegt weiterhin beim Fürsten.

 
  • Die Legitimation und Weitergabe der Herrschaft erfolgt nach dynastischen Prinzipien.

Dies birgt die Gefahr in sich, dass dann, wenn eine Dynastie ausstirbt, das gesamte Staatswesen zur Disposition steht. Aus diesem Grund versuchten die Herrscher, Erbteilungen oder die Auflösung ihres Territoriums durch vorbeugende Verträge zu verhindern.

In der 'Pragmatischen Sanktion' von 1713 hatte Kaiser Karl VI., der keine Söhne hatte, die Erbfolge im Hause Habsburg auf weibliche Nachkommen ausgedehnt und  die Unteilbarkeit der von ihm beherrschten Länder festgelegt. Zur Absicherung der nur für das Haus Habsburg gültigen Regelungen wurden mit anderen europäischen Staaten bilaterale Verträge abgeschlossen, in denen die Pragmatische Sanktion anerkannt wurde. Beim Tode Karls VI. am 20.10.1740 sollte sich zeigen, dass diese Verträge keine politische Bindungskraft besaßen. 

 
  • Politische Entscheidungen werden nicht mehr - wie im 17. Jahrhundert - durch Glaubensbekenntnisse gerechtfertigt. Für die Entscheidungen ist die Staatsräson maßgebend: es wird gefragt, was für den Staat nützlich und zweckmäßig ist.

 
  • Die militärische Macht wird in allen Staaten stark ausgebaut. Das staatliche Heerwesen ermöglicht jederzeitige Kriegsführung. - In Preußen werden 2/3 aller Staatsausgaben für das Militär ausgegeben.

In Preußen standen soldatische Tugenden im Vordergrund. Gehorsam und Pflichterfüllung im Dienst des Staates waren oberste Gebote.

  • Die Beziehungen zwischen den Staaten
 
  • Die Gleichgewichtsdoktrin, die sich die europäischen Mächte gegeben haben, billigte das Machtstreben eines jeden Staates, wollte jedoch Auswüchse (z.B. Versuche eines Staates, eine hegemoniale Stellung in Europa zu erreichen) verhindern.
 
  • Falls eine 'größere Verteilungsmasse' (z.B. nach dem Aussterben einer Dynastie) anstand, so wurden Regelungen zur gleichgewichtigen Entschädigung der nicht begünstigten Staaten getroffen (Konvenienzprinzip). Meistens erfolgte diese Kompensation zu Lasten kleiner oder mittlerer Staaten. 

Das europäische Mächtesystem um 1740     Der österreichische Erbfolgekrieg 1740 - 1748      Der "Wechsel der Koalitionen" (1748 - 1763)     Der Siebenjährige Krieg     Die Folgen des Siebenjährigen Kriegs    Literaturhinweise

Der Österreichische Erbfolgekrieg 1740 - 1748


 

siehe Historischer Atlas: Europa 1740

  • Nach dem Tod Karls VI. am 20. Oktober 1740 wird seine Tochter Maria Theresia mit 23 Jahren Herrscherin über die Habsburger Territorien sowie über Ungarn und Böhmen.
  Maria Theresia, Königin von Ungarn und Böhmen sowie Erzherzogin von Österreich, (1740 - 1780)

Österreich war zu dieser Zeit ein Konglomerat von Staaten, das nur durch den Herrscher miteinander verbunden war (Herzogtümer Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krain, Schlesien, die Markgrafschaften Mähren und Istrien, Vorderösterreich, die österreichischen Niederlande, das Herzogtum Mailand u.a.).

Große und mittlere Staaten Europas vermuteten in dem dynastischen Übergang eine Schwächephase Österreichs. Ungeachtet der mit Karl VI. abgeschlossenen Verträge formierten sie sich, um eventuelle "Schwachstellen" für sich zu nutzen.

  • Der Kurfürst in Bayern, Karl Albrecht, meldete als erster Erbansprüche auf Territorien in Österreich an. Er hatte die Pragmatische Sanktion nicht unterzeichnet. Seine Ansprüche leitete er aus seiner Ehe mit Maria Amalie, einer Tochter des früheren Habsburger Kaisers Joseph I. (1705 - 1711), ab. Bayern war jedoch zu schwach, um Österreich alleine angreifen zu können und suchte deshalb in Frankreich einen Bündnispartner zu gewinnen - doch Frankreich (unter dem Einfluss des Kardinals Fleury) zögert, da es die Ambitionen Karl Albrechts, deutscher König und deutsch-römischer Kaiser zu werden, nicht unterstützen wollte.

  • Am 16. Dezember 1740 rücken preußische Truppen unter König Friedrich II. (Friedrich dem Großen) ohne Kriegserklärung in Schlesien ein. Der 'Erste Schlesische Krieg' beginnt. Bei dem Versuch, das besetzte Schlesien zurückzugewinnen, werden die österreichischen Truppen am 10. April 1741 bei Mollwitz besiegt. 

 
  • Friedrich II. hatte nach dem Tod seines Vaters, Friedrich Wilhelm I., (30. Mai 1740) die Herrschaft in Preußen übernommen. Bald nach der Übernahme zeigte sich, dass ihn sein Vater durchaus geprägt hatte. Friedrich Wilhelm I., der sein kleines, geographisch zersplittertes Land erhalten und schützen wollte, hatte stets intensiv an dem Aufbau eines stehenden Heeres gearbeitet und war von der Effizienz eines straff geführten Verwaltungsapparats überzeugt gewesen. Außerdem förderte er die Wirtschaft und hinterließ einen soliden Finanzhaushalt. Auch Friedrich schwor sich, Preußen mächtig und groß werden zu lassen. Er wollte mit den Mächtigen Europas in einer Reihe stehen.

  • Friedrichs Motiv, sich die Provinz Schlesien einzuverleiben, war machtpolitischer Art.  Er wollte die 'Gunst der Stunde' nutzen, um ohne großes militärisches Risiko in den Besitz des ökonomisch prosperierenden Schlesien zu kommen. Schlesien bereicherte ihn um das, was er nicht hatte: Bodenschätze, Landwirtschaft, Manufakturen und Städte.

  • Die anderen Mächte waren von dem Einmarsch Friedrichs in Schlesien überrascht. Sie hatten eher eine Arrondierung des geographisch stark zersplitterten preußischen Besitzes durch Aktionen am Niederrhein (Herzogtum Berg) erwartet.

  • Nach den Erfolgen Friedrichs des Großen wollten nun auch andere Staaten (Bayern, Frankreich, Spanien) Nutzen aus der offensichtlichen Schwäche des Habsburger Reiches ziehen. Friedrich wusste nun eine große europäische Koalition auf seiner Seite.  

  • Im Frühjahr 1741 gewinnt in Frankreich die Kriegspartei die Oberhand. Ihr Führer, Graf Belle-Isle, versucht ein anti-habsburgisches Zweckbündnis zustande zu bringen.  Am 15. März 1741 kommt es zu einer Allianz Frankreichs mit Bayern

  • Am 28. Mai 1741 wird ein Bündnis zwischen Bayern und Spanien geschlossen (Nymphenburger Vertrag)

Philipp V., der erste Bourbone auf dem spanischen Thron, wollte das in Habsburger Besitz befindliche Herzogtum Parma in Italien erobern. Dort sollte Don Philippe, der jüngere Sohn seiner aus Parma stammenden Ehefrau (Elisabeth Varnese) als Herzog eingesetzt werden.

  • Im Vertrag von Breslau (4. Juni 1741) verpflichtet sich Friedrich der Große auf der Seite Frankreichs, Spaniens und Bayerns die Österreicher in Deutschland anzugreifen. Der preußische König glaubte, mit seinem Eintritt in die Koalition eine politische Absicherung seiner schlesischen Eroberung erreichen zu können.

  • Großbritannien sah wegen der Bedrohung des mit dem englischen Königshaus verbundenen Kurfürstentums Hannover und wegen außereuropäischer Handelsinteressen von einer Unterstützung Österreichs gegen die bourbonischen Mächte (Frankreich und Spanien) ab. Es erklärt deshalb seine Neutralität.

Großbritannien hatte mit dem Kurfürstentum Hannover einen Vorposten auf dem Kontinent, der von der Insel aus schlecht verteidigt werden konnte. Ein Zusammengehen mit Österreich hätte den Einmarsch preußischer Truppen in Hannover bedeutet. Außerdem waren durch einen wegen Handelsinteressen (Zuckerrohr) geführten Krieg mit Spanien in der Karibik militärische Kräfte gebunden. - Die Gleichgewichtsdoktrin hatte in diesem Fall keine Geltung. Großbritannien verlegt sich auf die Vermittlerrolle zwischen Preußen und Österreich. - Maria Theresia war in ihrem Abwehrkampf auf sich allein gestellt.

  • Im Juli 1741 marschieren bayerische Truppen in Österreich ein. In Erwartung reicher Beute schließt nun auch Sachsen ein militärisches Bündnis mit Bayern (19.9.1741).

Der bayerische Kurfürst, Karl Albrecht, einigte sich vorab mit dem Kurfürsten von Sachsen über die Teilung der habsburgischen Länder. Als Gegenleistung für die Kurfürstenstimme Sachsens bei der Wahl des deutschen Königs ist Karl Albrecht zu Zugeständnissen bereit.

  • Friedrich der Große sieht durch Sachsen seinen Anspruch auf Schlesien gefährdet. Weil er außerdem ein Übergewicht des französischen Einflusses in Deutschland vermeiden will, nähert er sich Österreich an. Durch britische Vermittlung kommt es am 9. Oktober 1741 zu der Geheimkonvention von Klein-Schnellendorf, in der sich der preußische König gegen Überlassung der Festung Neisse zu einem Waffenstillstand mit Österreich bereit fand. In der Konvention beschränkte sich Friedrich II. auf Niederschlesien.

  • Der bayerische Kurfürst Karl Albrecht eroberte am 26. November 1741 zusammen mit französischen und sächsischen Truppen die Stadt Prag. Dort ließ er sich von den böhmischen Ständen als König huldigen.

Seit der Goldenen Bulle Kaiser Karls IV. im Jahre 1356 war es Gewohnheitsrecht, dass der König von Böhmen einen legitimen Anspruch auf den Kaiserthron besitzt. Tatsächlich wurde er am 14.1.1472 in Frankfurt von den Kurfürsten zum Kaiser gewählt und von seinem Bruder Clemens August, dem Erzbischof von Köln, zum Kaiser Karl VII. gekrönt (12.2.1742). Kaiser Karl VII. aus der Dynastie der Wittelsbacher war seit fast 300 Jahren der erste Kaiser, der nicht aus dem Hause Habsburg kam.

  • Maria Theresia nutzt den Waffenstillstand mit Friedrich dem Großen um mit Hilfe der ungarischen Stände ein starkes Heer zusammenzustellen. Im Juni 1741 war sie zur Königin von Ungarn gekrönt worden. Mit der Unterstützung Ungarns gelingt es der österreichischen Regentin, die bayrischen und französischen Truppen aus Böhmen zu vertreiben. Das habsburgische Heer dringt sogar nach Bayern vor; am Tage der Kaiserkrönung (12.2.1742) wird München erobert. Im Frühjahr 1742 ist ein großer Teil Bayerns okkupiert.

  • Anfang 1742 kündigt Friedrich der Große den Waffenstillstand mit Österreich, da er einer drohenden Aufteilung Böhmens unter die anderen Mächte zuvorkommen möchte. Aus seinem  neuen Operationsgebiet in Mähren muss er sich bald wieder zurückziehen, da ihm die dortige Landbevölkerung die Versorgung seiner Truppen mit Nahrungsmitteln verweigert.

  • Am 13. Mai 1742 schließen Großbritannien und die Generalstaaten der Niederlande einen Bündnisvertrag mit Österreich ab. 

  • Großbritannien unter dem neuen Leiter der Außenpolitik, Lord Carteret, gab die Neutralität auf und schwenkte wieder auf die anti-bourbonische Linie ein. Eine Machtverschiebung  auf dem Kontinent zugunsten Frankreichs und Spaniens sollte vermieden werden. Der Kampf der Österreicher um den Erhalt der 'Österreichischen Niederlande' wurde durch Subsidien (Hilfsgelder) unterstützt. In das Ringen der Habsburger um ihren Besitz in Italien (die Herzogtümer Mailand und Toskana) griffen die Briten aktiv ein.

  • Durch die Bindung französischer Kräfte auf den Schlachtfeldern Europas erwartete Großbritannien bei seinen Bemühungen, französische Besitzungen in der Karibik  zu erwerben, eine geringere militärische Gegenwehr Frankreichs. 

  • Am 17. Mai 1742 schlägt Friedrich II. die Österreicher bei Chotusitz. Die 'schlesische Beute' soll in einem Separatfrieden mit Österreich gesichert werden. Nicht ohne Druck Großbritanniens tritt Maria Theresia im Frieden von Berlin (28.7.1742) Schlesien, mit Ausnahme von Troppau, Teschen und Jägerndorf an Preußen ab. Preußen sagt Neutralität zu.

  • Maria Theresia hoffte nach dem Ausscheiden Preußens sich der anderen Gegner besser erwehren zu können. Ihr Ziel war nun, durch den Erwerb Bayerns einen Ausgleich für den Verlust Schlesiens zu erreichen. Der 'Erste Schlesische Krieg' war beendet, nicht jedoch der 'Österreichische Erbfolgekrieg'.

  • Mitte 1742 war die Zerschlagung der österreichischen Erblande gebannt. Durch die gegen die bourbonischen Mächte (Frankreich, Spanien) gerichtete Allianz Großbritanniens mit dem Hause Habsburg bekommt der Krieg einen gesamt-europäischen Charakter. 

  • 1742/43 gewinnen die Österreicher Böhmen zurück, Bayern wird erneut besetzt.

  • Am 27. Juni 1743 besiegt die so genannte 'Pragmatische Armee' (zusammengesetzt aus Engländern, Hannoveranern, Holländern und Hessen) unter Georg II. von England die Franzosen bei Dettingen am Main. Karl von Lothringen überschreitet mit einem österreichische Heer den Rhein und beginnt mit der Rückeroberung des Elsass. Am 17.9. 1742 scheidet Sachsen aus der Allianz gegen Österreich aus.

Österreich war auf dem Weg, wieder europäische Bedeutung zu erlangen. Friedrich der Große erwartete, dass das wieder erstarkte Österreich nicht zögern würde, bei günstiger Gelegenheit seinen soeben erworbenen schlesischen Besitz  wieder zurückzuerobern. Friedrich II. plant deshalb, in einem Präventivkrieg einen Teil Böhmens zu besetzen. Mit der Errichtung eines Brückenkopfes an der böhmisch-schlesischen Grenze soll Schlesien militärstrategisch gesichert werden. Das französisch-preußische Militärbündnis wird erneuert.

  • Am 14. August 1744 marschieren die preußischen Truppen (140.000 Mann) unter Friedrich dem Großen in Böhmen ein. Der 'Zweite Schlesische Krieg' beginnt. Am 16.9.1744 wird Prag eingenommen. Danach zieht Friedrich nach Ostböhmen.

  • Franz Stephan von Lothringen , der Ehemann Maria Theresias, der die Reichsarmee im Elsass anführt, vereinigt sich in der Oberpfalz mit österreichischen Truppen und zieht nach Böhmen. Sachsen, das nicht daran interessiert ist, Preußen noch stärker zu machen, verbündet sich mit Österreich. Wirtschaftlich gesehen ist Sachsen gegenüber Preußen im Vorteil.

Maria Theresia und und Franz Stephan hatten am 12. Februar 1736 geheiratet. Weil Frankreich den habsburgischen Konkurrenten nicht vor der eigenen Haustür haben wollte, musste Franz Stephan sein angestammtes Herzogtum Lothringen aufgeben. Als Ausgleich erhielt er das Großherzogtum Toskana. In ihren ersten Regierungsjahren traute Maria Theresia ihrem Ehemann mehr als den Ministern ihres Vaters.  Am 20. November 1740 machte ihn Maria Theresia zum Mitregenten. Franz Stephan war ein hervorragender Wirtschafts- und Finanzfachmann und hatte auch in Personalfragen eine glückliche Hand. Weniger erfolgreich war auf militärischem Gebiet. Ein Versuch, ihn als Oberbefehlshaber im Österreichischen Erbfolgekrieg die österreichischen Truppen führen zu lassen, schlug fehl. Maria Theresia behielt auch in militärischen Frage das letzte Wort. Im Jahr 1745 wurde Franz Stephan zum Kaiser gewählt. Protokollarisch stand er nun im Reich über seiner Frau, aber er besaß außer der Toskana und einer kleiner Grafschaft in der Pfalz, weiterhin kein einziges Fürstentum. Am 18. August 1765 starb Franz Stephan. Für den Rest ihres Lebens zeigte sich Maria Theresia nur noch in Wittwenkleidung.

  • Eine Entscheidung fällt zunächst nicht, da die Österreicher eine Schlacht vermeiden. Friedrich der Große wurde wegen Versorgungsschwierigkeiten, Krankheiten und Desertion seiner Söldner zum Rückzug aus Ostböhmen genötigt. Er muss Prag aufgeben und nach Schlesien zurückkehren.

  • Maria Theresia widerruft die Abtretung Schlesiens. Im Januar 1745 vereinigen sich die Niederlande und Großbritannien mit Österreich und Sachsen-Polen in der so genannten 'Warschauer Quadrupel-Allianz', um den Kampf gegen Preußen anzutreten.

  • Am 20. Januar 1745 stirbt Kaiser Karl VII. Am 22. April schließt sein Sohn, Max III. von Bayern, mit dem 'Vertrag von Füssen' Frieden mit Maria Theresia. Bayern anerkennt die österreichische Suprematie im Reich. Max III. verspricht dem Ehemann Maria Theresias bei der Kaiserwahl seine Kurstimme zu geben.

    Da Bayern sich zurückzog, die Franzosen am Rhein verharrten und die Großmächte Russland und Großbritannien den Frieden forderten, geriet Preußen in eine bedenkliche Isolation und in die Gefahr, Schlesien zu verlieren.

  • Wider Erwarten wendet sich das Blatt zugunsten Preußens: In der Schlacht bei Hohenfriedberg am 4. Juni 1745 wird das das zahlenmäßig stark überlegene österreichisch-sächsische Heer von Friedrich dem Großen geschlagen.

  • Es ist ein Sieg der Feldherrnkunst Friedrichs des Großen. Es kommt hinzu, dass durch die Doppelfunktion Friedrichs II. als König und Feldherr Reibungsverluste in der Kommunikation wegfielen. 

  • Großbritannien will einen Sonderfrieden zwischen Österreich und Preußen erreichen. Es droht Österreich sogar mit dem Entzug der Subsidien. Maria Theresia will nicht - wie 1742 - nachgeben. Schlesien soll mit der Unterstützung Sachsens wieder gewonnen werden.

  • Am 13. September 1745 wird Franz I. Stephan (der Ehemann Maria Theresias) als Franz I. in Frankfurt zum Kaiser gewählt. Sieben von neun Kurfürsten stimmen für ihn (ohne Brandenburg und Pfalz).

  • Am 30. September 1745 siegt die preußische Armee in der Schlacht bei Soor. Friedrich der Große bekommt die Aura der Unbesiegbarkeit. In der Schlacht bei Großheinersdorf  (in der Nähe von Leipzig) am 23.11.1745 werden die sächsischen Truppen besiegt. Karl von Lothringen mit der österreichischen Reichsarmee unterliegt Leopold von Anhalt-Dessau (dem 'alten Dessauer').

 

 

Friedrich II., der Große, König von Preußen (1740 - 1786)

Gemälde von Anton Graff (Ausschnitt)

Aus: Geschichte und Geschehen, Stuttgart 2003

  • Mit dem Separatfrieden zwischen Österreich und Preußen am 25. Dezember 1745 in Dresden ist der 'Zweite Schlesische Krieg' beendet. Der Frieden im Reich wird garantiert. Preußen anerkennt Franz I. als Kaiser.

  • Der "Österreichische Erbfolgekrieg" geht - ohne die Beteiligung von Preußen - in Italien und in den "Österreichischen Niederlanden" weiter.

  • In der Lombardei vermochten Österreich, Großbritannien, die Niederlande, Sardinien-Piemont dem Druck der Gegner (Spanien, Frankreich, Herzogtum Modena) zunächst keinen wirksamen Widerstand entgegenzusetzen. Die Spanier unter Don Philippe zogen im September 1745 in Parma, im Dezember sogar in Mailand ein. Don Philippe ruft sich zum König der Lombardei aus.

  • In den österreichischen Niederlanden unterlag am 11.5.1745 die "Pragmatische Armee" (bestehend aus Engländern, Holländern und Österreichern) den französischen Truppen unter dem Marschall Moritz von Sachsen bei Fontenoy. 

  • Die im Sonderfrieden zwischen Österreich und Preußen (Dresdner Friede vom 25.12.1745) erreichte Entlastung für Maria Theresia wirkte sich im Frühjahr 1746 in der Lombardei aus. Mailand wurde zurückerobert und am 15.6.1746 gelang bei Piacenza ein entscheidender Sieg über die spanisch-französische Hauptmacht. Rund 1/3 der bourbonischen Streitmacht von 41.000 Mann geht verloren. 

  • Das Schwergewicht der Auseinandersetzungen verlagerte sich nun auf die "Österreichischen Niederlande". In der Schlacht bei Rocoux am 11.10.1746 standen sich 120.000 Franzosen und 83.000 Mann der "Pragmatischen Armee" gegenüber. Die Schlacht endete mit leichten Vorteilen des in französischen Diensten stehenden Moritz von Sachsen.

  • Am 18. Oktober 1748 wurde in Aachen jener Friede unterzeichnet, der das achtjährige Ringen um das österreichische Erbe beendete. Frankreich musste die besetzten österreichischen Niederlande wieder herausgeben. Der preußische Besitz von Schlesien wurde garantiert. Österreich behielt die Lombardei, musste jedoch Parma und Piacenza an Don Philippe, dem jüngeren Sohn der spanischen Königin, abgeben.

Im 18. Jahrhundert gab es noch keinen Friedenskongress. Die Bestimmungen des Aachener Friedens wurden durch Geheimverhandlungen vorbereitet und durch bilaterale Verträge abgesichert.

Für den Kampf zwischen Großbritannien und Frankreich sollte der Aachener Frieden nur ein kurzer Waffenstillstand bedeuten.

 
 

Nebenbei bemerkt (1):  Am 6. April 1748 werden in Süditalien am Golf von Neapel Überreste der antiken Stadt Pompeji ausgegraben, die am 24. August 79 nach einem Ausbruch des Vesuv verschüttet wurde.

 

Nebenbei bemerkt (2): Der  Astronom, Kartograph, Geograph Tobias Mayer, 1723 in Marbach am Neckar geboren und im Alter von 39 Jahren in Göttingen gestorben, war noch im 19. Jahrhundert und weit darüber hinaus  berühmt. Mit 16 Jahren zeichnete er den ersten Stadtplan von Esslingen und mit 18 Jahren veröffentlichte er ein Buch zur Anwendung der analytischen Geometrie. 1745 entstanden ein ‚Mathematischer Atlas‘ und ein Buch zur Fortifikation (Befestigungslehre). Von 1746 bis bis 1751 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Landkartenverlages in Nürnberg. In dieser Zeit zeichnete er unter anderem auch eine Mondkarte mit einer bis dahin unbekannten Genauigkeit.  Für die genauen Berechnungen der Mondbewegung erfand er spezielle Instrumente. Mit deren Hilfe gelang es ihm, Mondtabellen zu erstellen, in denen er die wechselnden Positionen zu den Sternen verzeichnete.  Dies diente der Berechnung der geographischen Länge,  deren Kenntnis der Seefahrt eine bessere Orientierung ermöglichte. Grundlage waren seine Mondbeobachtungen, die er zwischen 1748 und 1750 als Kartograph angestellt hatte. 1751 erhielt Tobias Mayer einen Ruf als Professor an die Universität Göttingen.  Dort wurde er Leiter der Sternwarte und veröffentlichte trotz des Siebenjährigen Krieges weitere Arbeiten zur Astronomie, Geophysik, Mathematik, zum Erdmagnetfeld und zur Farbenlehre. Tobias Mayer starb 1762 mit gerade 39 Jahren an Typhus.


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Der "Wechsel der Koalitionen" (1748 - 1763)


  • Der Kolonialkrieg zwischen Großbritannien und Frankreich

  • Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es handelspolitische Spannungen zwischen beiden Großmächten in Indien, in der Karibik und in Nordamerika, die häufig zu kleineren kriegerischen Auseinandersetzungen mit wechselseitigem Erfolg führten. Der Aachener Friede von 1748 (er hatte den Zustand vor dem Krieg wieder hergestellt) brachte nur eine kurze Unterbrechung der Kriegsereignisse. 1755 war der See- und Kolonialkrieg bereits wieder in vollem Gange.

Die handelspolitischen Spannungen in Übersee und in Indien beeinflussten die außenpolitischen Entscheidungen der beiden Großmächte in Europa und werden an dieser Stelle kurz beschrieben.

  • In Indien prallen die Handelsinteressen Großbritanniens und Frankreichs aufeinander. Die Handelgeschäfte beider Länder werden nicht vom Staat, sondern von kapitalistisch orientierten Handelsgesellschaften geführt. Für Großbritannien agiert die 'East Indian Company'.

    Trotz des Friedensschlusses in Europa kommt es immer wieder zu Reibereien zwischen den Handelsgesellschaften, die ständig bestrebt waren, ihre Positionen auf dem indischen Subkontinent auszubauen.

  • Frankreich, Großbritannien und auch Spanien besaßen Teile der Karibik. Die Karibik war Anbaugebiet des Zuckerrohrs. Aus Konkurrenzsituationen heraus kam es immer wieder zu Konflikten. Zunehmende Handelsanteile Großbritanniens.

  • In Nordamerika eskalierten die Konflikte zwischen Großbritannien und Frankreich zuerst. Das französische Einflussgebiet, von Lousiana im Süden durch das Tal des Mississippi mit dem ebenfalls französischen Kanada (außer Neufundland) verbunden, drohte die englischen Kolonien von der Ausdehnung nach Westen abzuriegeln.

Eine Kette von Forts mit dem Fort Duquesne in der Gegend des heutigen Pittsburgh als wichtigstem Stützpunkt, sollte das französische Einflussgebiet sichern.  In den Jahren 1754 und 1755 gelang es den Franzosen, mehrere Angriffe der englischen Kolonisten abzuwehren.

  • Die Kooperation zwischen Großbritannien und Russland

  • Russland war das einzige Land, mit dem Großbritannien einen Handelsvertrag abschloss.

Russland lieferte Holz, Hanf, Flachs, Pech, Teer, - kurz, alles, was für den Schiffsbau verwendet werden konnte. Großbritannien exportierte Tee, Gewürze, Tuch und Eisenwaren nach Russland.

  • Im September 1755 wurde ein politischer Vertrag zwischen Großbritannien und Russland aufgesetzt, jedoch nicht unterzeichnet. Großbritannien versprach darin Subsidien für den Aufbau eines russischen Heeres von 50.000 Mann, das an der litauisch-lettischen Grenze stationiert werden sollte.

  • Das Bündnis zwischen Großbritannien und Preußen

  • In der 'Konvention von Westminster' vom 16. Januar 1756 schlossen Großbritannien und Preußen ein Defensivbündnis für den Fall, das Deutschland bedroht werden sollte. Gegen ein angreifendes Land sollte gemeinsam vorgegangen werden.
Großbritannien war durch die immer noch überlegenen französischen Landstreitkräfte auf dem europäischen Kontinent verwundbar. Das galt vor allem für Hannover, das Stammland des englischen Königs. Als Kurfürst von Hannover musste der englische König bestrebt sein, die bedeutendste Militärmacht Norddeutschlands, Preußen, auf seiner Seite oder zumindest nicht als Gegner an der Seite Frankreichs zu wissen.

Die preußische Garantie für Hannover eröffnete Friedrich II. die Möglichkeit, zusammen mit Großbritannien auch dessen Verbündeten Russland aus der Front seiner Gegner heraus zu brechen.

  • Ein Angriff auf die 'Österreichischen Niederlande' ist in dem Vertrag ausgenommen. Frankreich sollte freie Hand gelassen werden.
  • Die Annäherung zwischen Österreich und Frankreich
  • Österreich fühlte sich durch die Bestimmungen des Aachener Friedens benachteiligt und machte Großbritannien dafür verantwortlich.

  • 1753 wird Graf Kaunitz Staatskanzler in Österreich. Sein Ziel ist es, eine große Koalition gegen Preußen zustande zu bringen. Insbesondere bemüht er sich um die Unterstützung Frankreichs.

 

Fürst Wenzel Anton Kaunitz (1711- 1794), Staatskanzler Maria Theresias von 1753 - 1793

 

 

Das Ziel einer solchen Koalition war nach den Worten von Kaunitz, "die gesetzlosen, ruhestörerischen, den Frieden bedrohenden Ausschweifungen des preußischen Königs in engere Schranken zu verweisen". 
  • Im Vertrag von Versailles (1. Mai 1756) sagen sich Frankreich und Österreich zu, bei einem Angriff auf ihre Territorien, gemeinsam gegen den Gegner vorzugehen.
  • Die Erneuerung des Bündnisses zwischen Österreich und Russland
  • Der österreichische Staatskanzler Graf Kaunitz gewann auch die Zarin Elisabeth von Russland, mit der seit 1746 ein gegen Preußen gerichtetes Bündnis bestand, zu einer gemeinsamen Front gegen Preußen. 

  • Das noch nicht unterzeichnete Bündnis zwischen Großbritannien und Russland wurde von russischer Seite aufgehoben.

Die Bündnisse, die sich so bildeten, wirkten für Preußen wie eine gewaltige Einkreisung. Österreich, Russland und Frankreich schlossen gleichsam einen Ring um Preußen. Friedrich II. sah sein Heil in der "Flucht nach vorne", im überraschenden Angriff auf seine Gegner. Seine Absicht war, durch Eroberungen Faustpfänder in die Hand zu bekommen und damit einen für ihn günstigen Frieden zu erzwingen, ehe die gesamte Streitmacht der Koalition kampfbereit war.

Ohne den Zwang durch das feindliche Bündnis hätte Friedrich der Große den Krieg wohl nicht eröffnet. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass er jetzt auch die Gelegenheit sah, neue Gebiete zu erobern und seinen eigenen Ruhm zu vergrößern. Sachsen hatte in den Träumen des Königs immer einen besonderen Platz gehabt.


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Der Siebenjährige Krieg


  • Am 29. August 1756 marschierten preußische Truppen in Sachsen ein. 

  • Der überfallartige Einmarsch in dem mit Russland und Österreich verbündeten Sachsen und ein Vorstoß in Böhmen sicherte der preußischen Armee bis zum Jahresende 1756 die Ausgangsposition für eine Offensive gegen Österreich.

  • Am 10. Januar 1757 beschloss die Reichstagsmehrheit (ohne Hannover, Braunschweig-Wolfenbüttel, Hessen-Kassel) den  Reichskrieg gegen Preußen. Das Bündnis zwischen Österreich und Russland wird am 22. Januar 1757 offiziell erneuert. Schweden schloss sich diesem Bündnis an. Das österreichisch-französische Bündnis wurde am 01.05.1757 zu einem Offensivbündnis erweitert. 

  • Am 18. Juni 1757 erlitt Friedrich der Große bei Kolin gegen den österreichischen Feldherrn Leopold Joseph Graf von Daun die erste militärische Niederlage seines Lebens. Der Nimbus der Unbesiegbarkeit war ihm dadurch genommen.

Die Preußen mussten Böhmen räumen und sich unter hohen Verlusten nach Sachsen zurückziehen. Nach der Niederlage von Kolin war die strategische Gesamtkonzeption Friedrichs II. zerstört, der Überraschungseffekt verpufft und die Initiative auf die Gegner übergegangen. 

  • Am 26. Juli 1757 siegten die Franzosen über englisch-hannoversche Truppen bei Hastenbeck (Hannover musste an die Franzosen übergeben werden). Am 30. August drangen die Russen in Ostpreußen ein und siegten bei Großjägersdorf. Mitte September fielen die Schweden in Pommern ein. Eine österreichische Armee stieß in Böhmen vor, deren Spitze vorübergehend Berlin erreichte (16. Oktober.). Die Übermacht der Gegner Preußens schien schon zu diesem Zeitpunkt zu groß zu sein.

  • Dank einer Reihe von Siegen, wie dem am 5. November 1757 errungenen Sieg bei Roßbach (in der Nähe von Merseburg) über die Franzosen und die Reichsarmee, dann dem Sieg von Leuthen über Österreich am 5. Dezember desselben Jahres, vermochte Friedrich der Große seine Lage vorübergehend zu verbessern.

  • Ermutigend war für Friedrich dem Großen die intensiver werdende Unterstützung durch Großbritannien. Der neue Leiter der britischen Außenpolitik, William Pitt der Ältere, ließ nach den Misserfolgen des Sommers 1757 ein neues britisch-hannoversches Heer unter Herzog Ferdinand von Braunschweig aufstellen, das nun die Franzosen vom österreichisch-preußischen Kriegsschauplatz fernhielt. Auch die Hilfsgelder für Preußen flossen nun reichlicher.

  • Friedrich stellte unter Beweis, dass er ein talentierter Feldherr mit eigenwilligen Strategien wie etwa der schiefen Schlachtordnung war. Die Strategie der Überraschung, die geschickt geführte Wendigkeit seiner rund 180.000 Mann starken Armee sowie der Vorteil, König und eigener Feldherr zu sein, waren seine Pluspunkte. Dazu kam ein wesentliches Moment: Vor dem Tod hatte er keine Angst. In den Schlachten war er an vorderster Front dabei, lebte wie seine Soldaten monatelang im Feldlager - wobei er auf sein tägliches Flötenspiel nie verzichtete.

William Pitt d. Ä., Earl of Chatham (1708 - 1778), 1756 bis 1761 Leiter der britischen Außenpolitik

 

  • Zu Beginn des Jahres 1758 entschloss sich Friedrich der Große zu einem Angriff auf Mähren. Der österreichische Feldherr Graf von Daun ging jedoch einer entscheidenden Schlacht aus dem Wege. Der Rückzug war für die Preußen angesichts der Bedrohung durch russische Truppen, die vor Küstrin (an der Oder) erschienen, dringend erforderlich. Dem preußischen König gelang es, den neuen Gegner am 25. August bei Zorndorf zu schlagen; der Sieg war durch hohe Verluste teuer erkauft. Am 14. Oktober 1758 erlitt Friedrich II. bei Hochkirch in der Gegend von Bautzen (Sachsen) eine weitere Niederlage gegen die Österreicher.

Der Krieg nahm immer mehr den Charakter eines Abnutzungs- und Erschöpfungskrieges an. Unter diesen Umständen musste Preußen über kurz oder lang der an Ressourcen weit überlegenen Koalition erliegen.

  • Das Ende Preußens schien gekommen, als es im Sommer 1759 den russischen und österreichischen Kräften gelang, sich an der Oder zu vereinigen und Friedrich dem Großen bei Kunersdorf am 12. August eine schwere Niederlage beizubringen. Der preußische König dachte an Selbstmord.

Die Mark Brandenburg und der Weg nach Berlin standen den Siegern offen. Aber die verbündeten Heere trennten sich, da es zu Unstimmigkeiten kam. Der entscheidende Stoß - vielleicht der Todesstoß für Preußen - unterblieb. 

  • Am 21. November 1759 kapitulierte das von österreichischen Truppen eingeschlossene preußische Heer (10.000 Mann) unter General Finck bei Maxen. Eine Gegenwehr hatte nicht stattgefunden, eventuell ein Zeichen dafür, dass die Disziplin zerfiel. 

  • Das Jahr 1760 brachte wechselnde Ergebnisse für Friedrich II, darunter eine Niederlage bei Landeshut in Schlesien und einen Sieg bei Liegnitz. Am meisten erschütterte die kurze Besetzung Berlins durch Russen und Österreicher. Auch der Sieg Friedrichs II. über den österreichischen Feldherrn Daun bei Torgau am 3. November 1760 befreite Preußen noch nicht von der drohenden Gefahr des Untergangs, zumal sich das Bündnis mit Großbritannien nach dem Tod Georgs II. (25.10.1760) zu lockern begann.

Um das Verhalten Großbritanniens verstehen zu können, muss an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die Entwicklung des Kolonialkriegs zwischen Großbritannien und Frankreich seit 1756 gegeben werden. 

Als William Pitt d.Ä. 1756 die Leitung der britischen Außenpolitik übernahm, konzentrierte er sämtliche Kräfte des Staates auf den Kampf um Nordamerika. Dort waren den englischen Siedlern die Zugänge zu den Territorien des Westens, nach Kanada und Lousiana durch eine Reihe französischer Festungen (Forts) versperrt. Erste große Erfolge, diesen Festungsgürtel zu sprengen, erzielten die Briten mit der Eroberung von Fort Duquesne. Dem britischen Angriff auf Kanada konnten die Franzosen bald keinen Widerstand mehr entgegensetzen. Am 18.9.1759 fiel die Festung Quebec, am 8.9.1760 wurde Montreal eingenommen - das französische Kolonialreich in Kanada hatte aufgehört zu existieren.

In Indien zielte Robert Clive, der im Dienst der 'Ostindischen Handelskompagnie' stand, mit seinen Aktionen auf Kalkutta und damit auf das reiche Bengalen. 1757 wurde Kalkutta von den Engländern eingenommen und im gleichen Jahr gegen Franzosen und Bengalen in der Schlacht von Plassey verteidigt. - Damit begann die britische Herrschaft auf dem indischen Subkontinent.

Nach den überwältigenden Erfolgen Großbritanniens in den Jahren 1759 und 1760 war der Krieg gegen Frankreich praktisch zu Ende. Die Kämpfe auf dem europäischen Kontinent waren nur eine zweite Front der sich bekämpfenden, weltweit ihr Kolonialreich ausbauenden 'Weltmächte' gewesen. Solange der Krieg in Nordamerika und in Indien fortgesetzt wurde, flossen englische Hilfsgelder an Preußen, dessen König mit seinem Krieg einen Teil der französischen Macht auf sich zog. William Pitt hat recht, wenn er später schreibt, dass Kanada auf den Schlachtfeldern Schlesiens erobert wurde. - Nach dem dem Regierungsantritt Georgs III. (1760) begann die Stellung William Pitts zu wanken; die Bereitschaft, Preußen die Unterstützung zu versagen, nahm zu.

  •  Die Rettung für Preußen brachte vor allem der Tod der Zarin Elisabeth am 5. Januar 1762. Ihr Nachfolger, Peter III., beeilte sich, mit dem von Kindheit an bewunderten Preußenkönig zuerst unter gegenseitigem Verzicht auf Erwerbungen am 5. Mai einen Frieden, dann am 19. Juni ein Bündnis zu schließen.

Peter III. aus der deutschen Dynastie Holstein-Gottorf wünschte sich nichts sehnlicher als den preußischen 'Schwarzen-Adler-Orden'.  Er erhielt ihn.

  • Peter III. wurde bald darauf ermordet und seine Gemahlin bestieg als Katharina II. den Zarenthron. Friedrich der Große benutzte die Atempause, die ihm die kurze Regierungszeit Peters III. verschafft hatte, um seine militärische Position zu verbessern. Katharina anerkannte nur den Frieden, nicht jedoch das Bündnis mit Preußen. Auch die Koalition mit Frankreich und Österreich stellte sie nicht wieder her - sie schied einfach aus dem Krieg aus.

Katharina II. die Große (1729 - 1796), russische Kaiserin von 1762 bis 1796

 

Nebenbei bemerkt: Am 14. Oktober 1762 erließ die Zarin Katharina II. (die Große) ein Einladungsmanifest für ausländische Kolonisten zur Niederlassung in Russland. Die Einladung hatte konkrete ökonomische und politisch-strategische Ziele. Brachliegende Gebiete sollten durch Einwanderer urbar gemacht werden, um die Versorgungssituation zu verbessern. Außerdem sollte die Besiedlung von Grenzregionen den Schutz vor noch nicht unterworfenen Nachbarvölkern erhöhen. In einem weiteren Manifest (22. Juli 1763) wurden den Kolonisten Privilegien und Vergünstigungen garantiert. Dazu gehörten kostenlose Landzuteilung, Religionsfreiheit, Befreiung vom Militärdienst, dreißig Jahre Steuerfreiheit und kommunale Selbstverwaltung. Angesichts der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage im Gefolge des Siebenjährigen Krieges wanderten bis 1767 8.000 Familien (27.000 Personen), vorwiegend aus Deutschland, nach Russland aus. Besonders Deutsche aus Hessen, Baden und der Pfalz folgten der Einladung der Zarin. Nicht alle Versprechen Katharinas wurden gehalten. So durften die Auswanderer aus Deutschland ihren Aufenthaltsort im Zarenreich nicht frei wählen, sondern wurden in dafür festgelegten Gebieten angesiedelt. In den Jahren von 1764 bis 1773 wurden im Wolgagebiet 104 deutsche Kolonien gegründet.

  • Die preußischen Kriegserfolge des Jahres 1762 bei Burkersdorf und Freiberg in Sachsen lähmten den ohnehin schwindenden Kriegswillen Österreichs und der Reichsfürsten. Schweden trat aus der Koalition aus. Die kriegführenden Kontinentalstaaten waren kriegsmüde und erschöpft, allen voran Österreich, das auf der Seite der Koalition die Hauptlast des Kampfes getragen hatte.

  • Im November 1762 kamen Großbritannien und Frankreich überein, den Krieg zu beenden; am 10. Februar 1763 wurde in Paris der Friede geschlossen.

Im Frieden von Paris erhielt Großbritannien von Frankreich Kanada und Cape Breton, von Spanien Florida, wofür Spanien von Frankreich mit Louisiana entschädigt wurde. In Westindien verlor Frankreich an Großbritannien die Inseln St. Vincent, Dominica und Tobogo, in Afrika Senegal. In Indien blieben nur fünf Hafenplätze in französischer Hand.

  • Für Deutschland wurde durch sächsische Vermittlung am 15. Februar 1763 auf Schloss Hubertusburg bei Ochatz in Sachsen der Frieden unterzeichnet ('Friede von Hubertusburg'). Der territoriale Besitzstand Preußens und Österreichs blieb unverändert, Maria Theresia musste sich mit dem Verlust Schlesiens abfinden. Friedrich sagte, "aus Gefälligkeit und um die Gemüter zu besänftigen", seine Kur-Stimme zur Wahl des Erzherzogs Joseph zum römischen König zu.


Das europäische Mächtesystem um 1740     Der österreichische Erbfolgekrieg 1740 - 1748      Der "Wechsel der Koalitionen" (1748 - 1763)     Der Siebenjährige Krieg     Die Folgen des Siebenjährigen Kriegs    Literaturhinweise


Die Folgen des Siebenjährigen Krieges


  • Preußen

  • Preußen sah sich innerhalb des Reiches als zweite Großmacht bestätigt (wie bereits nach den beiden 'Schlesischen Kriegen', die den deutschen Dualismus begründeten). Auch innerhalb des europäischen Mächtesystems wurde Preußen als neue Macht von Rang anerkannt.

Hinter dem Glanz der militärischen Siege verblassten  die verheerenden Niederlagen. Bald wurde auch vergessen, das Preußen vor allem durch den unerwarteten Tod der Zarin Elisabeth vor dem drohenden Untergang gerettet wurde. Vielmehr wurde aus der 'Errettung' abgeleitet, dass zähes Ausharren eine Wendung des Schicksals herbeizwingen kann. (Im ersten und zweiten Weltkrieg hat diese Auffassung eine verhängnisvolle Rolle gespielt.) Doch - das Verlangen der Menschen nach Heldenverehrung hat  in Friedrich dem Großen ein ideales Objekt gefunden. Friedrich Schiller lehnte es ab, den Preußenkönig zu charakterisieren: "Ich kann diesen Charakter nicht lieb gewinnen; er begeistert mich nicht genug, die Riesenarbeit der Idealisierung an ihm vorzunehmen."

  • Friedrich der Große hat selbst den Zustand seines Landes nach dem Krieg geschildert. Hier einige Auszüge:

"Um sich einen Begriff von der allgemeinen Zerrüttung zu bilden, in die das Land gestürzt war ... muss man sich völlig verwüstete Landstriche vorstellen. ... Von dreizehntausend Häusern gab keine Spur mehr Kenntnis, es gab keine bestellten Felder, kein Korn zur Nahrung für die Einwohner, sechzigtausend Pferde fehlten den Bauern zur Feldarbeit, und in den Provinzen hatte die Bevölkerung, verglichen mit dem Jahre 1756, um fünfhunderttausend Seelen abgenommen, was für eine Bevölkerung von viereinviertel Millionen Seelen beträchtlich ist. ... keine Polizei in den Städten; dem Rechts- und Ordnungssinn waren schnöder Eigennutz und anarchische Unordnung gefolgt; Gerichts- und Verwaltungsbehörden waren ... zur Untätigkeit genötigt; das Verstummen der Gesetze zeitigte im Volke die Gier nach unlauterem Gewinn. "

 

Nebenbei bemerkt: Im Jahr 1767 veröffentlicht der Dichter und Kritiker Gotthold Ephraim Lessing (* 1729, 1781) das Lustspiel „Minna von Barnhelm“. Es ist das erste Mal in der deutschen Literatur, dass aktuelle Zeitgeschichte auf die Bühne gebracht wird. Den Hintergrund des Theaterstücks bilden die Wirren nach dem Ende des Siebenjährigen Kriegs. Lessing war einer der einflussreichsten Schriftsteller des 18. Jahrhunderts und entscheidender Wegbereiter der deutschen Klassik. Er vertrat die Ideen der Aufklärung, doch bewahrte ihn sein freier und vielseitiger Geist vor nüchternem Rationalismus. Lessing wähnt sich nie im Besitz der Wahrheit. Worauf es ihm immer ankommt, ist die „aufrichtige Mühe“, die aufzuwenden ist, um „hinter die Wahrheit zu kommen“. Widersprüche und Irrtümer, die sich zwangsläufig aus der begrenzten Erkenntnisfähigkeit des Menschen ergeben, sind für ihn verzeihlich und weniger schlimm als das Beharren auf dogmatischen Positionen – sei es in religiösen, politischen oder wissenschaftlichen Fragen.

  • Österreich

  • Die Ziele Maria Theresias und ihres Staatskanzlers Kaunitz, die Rückgewinnung Schlesiens und die Verhinderung des Aufstiegs Preußens zur Großmacht, wurden nicht erreicht.

  • Mit der Zustimmung Friedrichs des Großen wurde der älteste Sohn Maria Theresias im Frühjahr 1764 als Joseph II. zum Römischen König gekrönt.  Die Nachfolge im Reich war dadurch für das 'Haus Österreich' sichergestellt. - Nach dem Tod seines Vaters, Kaiser Franz I., wurde Joseph II. im August 1765 Römischer Kaiser und Mitregent in der Österreichischen Monarchie. 

  • Die Stellung Österreichs als Großmacht in der Mitte Europas blieb - nicht zuletzt durch die weiterhin bestehenden guten Kontakte zu Russland und Frankreich - erhalten.

  • Großbritannien

  • Unter europäischem und weltgeschichtlichem Aspekt war Großbritannien der eigentliche Gewinner des Siebenjährigen Krieges. Großbritannien wurde konkurrenzlose Macht auf den Weltmeeren und legte den Grundstock seines Weltreichs in Nordamerika und in Indien. 

Da die Kämpfe zwischen Franzosen und den Truppen der deutschen Verbündeten Großbritanniens in den letzten Jahren des Krieges keine Entscheidung brachten, gaben die Siege Großbritanniens in Amerika und in Indien den Ausschlag für den 'Gesamtsieg'. - Es war die bedeutungsvollste Folge des 'Wechsels der Koalitionen'.

  • Der spätere Abfall der nordamerikanischen Kolonien ist ebenfalls eine Auswirkung des Siebenjährigen Krieges (und der Kolonialkriege): die britischen Siedler hatten den Schutz des Mutterlandes nach der Niederlage der Franzosen nicht mehr nötig; dies erweckte den Wunsch nach Selbständigkeit.

  • Frankreich

  • Eindeutiger Verlierer des Siebenjährigen Krieges war Frankreich in seinem Kolonialreich, zur See und auch in Europa. 

  • Der 'Wechsel der Koalitionen' hat sich nicht ausbezahlt: durch die Allianz mit Österreich wurden die französische Militärmacht zersplittert und die Finanzen ruiniert.

  • Russland

  • Russland gilt als einer der Sieger des Siebenjährigen Kriegs. Die Russen hatten als wesentlicher Faktor des Krieges auf deutschem Boden gekämpft und schließlich durch ihr Ausscheiden aus der Koalition die Rettung Preußens bewirkt.

  • Ein territorialer Gewinn wurde nicht erzielt. Trotzdem wurde die Stellung Russlands im europäischen Staatensystem endgültig durch den Siebenjährigen Krieg gesichert. Nicht zuletzt konnte der Dualismus Österreichs und Preußens von Russland diplomatisch ausgenutzt werden. Ein weiterer Machtgewinn Russlands wurde durch den inneren Verfall der traditionellen Gegenspieler - Schweden, Polen, Türkei - bedingt.


Literaturhinweise


Duchhardt, Heinz

Balance of Power und Pentarchie. Internationale Beziehungen 1700 - 1785 (Handbuch der Geschichte der Internationalen Beziehungen, Band 4). Paderborn 1997.

Duffy, Christopher

Friedrich der Große. Augsburg 1994.

Groehler, Olaf

Die Kriege Friedrichs II. Berlin 1986.

Kunisch, Johannes (Hrsg.)

Aufklärung und Kriegserfahrung. Klassische Zeitzeugen zum Siebenjährigen Krieg. Frankfurt/Main 1996.

Kunisch, Johannes

Friedrich der Große. Der König und seine Zeit. München 2004.

Kunisch, Johannes

Staatsverfassung und Mächtepolitik. Zur Genese von Staatenkonflikten im Zeitalter des Absolutismus. Berlin 1979.

Neugebauer, Wolfgang

Die Geschichte Preußens. Von den Anfängen bis 1947. München 2006.

Schieder, Theodor

Friedrich der Große. Ein Königtum der Widersprüche. Frankfurt u.a. 1978.

Schilling, Heinz

Höfe und Allianzen. Deutschland 1648 - 1763. Berlin 1989.


Das europäische Mächtesystem um 1740     Der österreichische Erbfolgekrieg 1740 - 1748      Der "Wechsel der Koalitionen" (1748 - 1763)     Der Siebenjährige Krieg     Die Folgen des Siebenjährigen Kriegs     Württemberg 1648 - 1750     Köngen 1648 - 1750 (exemplarisch für ein Dorf)    Literaturhinweise


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