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Württemberg im Späten
Mittelalter (1250 - 1400)
Württemberg vom Späten
Mittelalter bis zur Reformation (1400 - 1520)
Württemberg von der Reformation
bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges (1520 - 1618)
Württemberg in der Zeit des
Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648)
Württemberg in der Zeit des
Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648)
Württemberg in der Zeit
vom Westfälischen Frieden bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts (1648 -
1750)
Württemberg von der
Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs
Deutscher Nation (1750 - 1806)
Württemberg in der
ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (1806 - 1850)
Württemberg von der
Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gründung des Deutschen Reiches
(150-1871)
Württemberg als
Bundesstaat des Deutschen Reiches
Württemberg in der Zeit
der Weimarer Republik
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Württembergische Geschichte
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Deutschland 1648 - 1740
Deutschland 1740 - 1763
Köngen 1648 - 1750 (exemplarisch für ein Dorf)
Literaturhinweise
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Württemberg vom Westfälischen Frieden bis zur Mitte des 18.
Jahrhunderts
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- Die Lage nach dem Dreißigjährigen
Krieg
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- Württemberg behauptet seine
Landesgrenzen
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Dem
württembergischen Gesandten
Johann Konrad von
Varnbühler ist es zu verdanken, dass im
Westfälischen Frieden 1648 die territoriale
Wiederherstellung des Herzogtums gelungen ist.
In seinen Bemühungen wurde er von den Schweden
unterstützt. |
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- Nach der
katholischen
Restauration in Bayern und in der Oberpfalz
werden die Protestanten im Süden Deutschlands
isoliert.
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- Starke
Reduzierung der
Bevölkerung in Württemberg durch
Kriegsereignisse, Gewalttaten und Seuchen. Vor allem
der Pest, die 1626 und dann wieder von 1634 bis 1639
wütete, fielen viele Tausende zum Opfer.
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- Abnahme der
landwirtschaftlichen Nutzfläche. Noch 1652 war
ein Drittel des zuvor genutzten Bodens verwildert.
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- Schwächung von
Handel und
Gewerbe durch fehlende Kaufkraft.
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- Der wirtschaftliche Wiederaufbau
Württembergs
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- Durch Zusicherung kostenloser
Übergabe von nicht mehr bewirtschaftetem Boden und
mehrjähriger Steuerfreiheit gelang es,
Neusiedler
aus der Schweiz und Tirol heranzuziehen.
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- Zur
Rekultivierung der
Landwirtschaft wurden die Steuern gesenkt.
Schulden und Zinslasten wurden um ein Drittel
reduziert.
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- Das heimische
Gewerbe
wurde durch staatliche Eingriffe (z.B.
Importbeschränkungen) gefördert und gelenkt
(merkantilistische Wirtschaftspolitik).
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- Charakteristisch für
diese Zeit des wirtschaftlichen
Wiederaufbaus ist die gute
Zusammenarbeit zwischen der Regierung
Eberhards III. und den Landständen -
trotz mancher gegensätzlicher Interessen.
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Eberhard III. von Württemberg
(*1614, † 1674), Regent von 1628 bis
1674 |
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- Der Aufbau eines
stehenden Heeres wurde allerdings von den
Landständen verhindert. Die militärische
Schwäche führte wenige Jahrzehnte später
dazu, dass französische Einfälle nicht
abgewehrt werden konnten und Württemberg
erneut in schwere Not geriet.
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- Der Wiederaufbau der Landeskirche und
des Schulwesens
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- Auf Betreiben des Stuttgarter
Hofpredigers und Mitglieds der Kirchenleitung
Johann Valentin Andreä (1586 - 1654) hatte man
schon 1644 im ganzen Herzogtum so genannte
Kirchenkonvente eingerichtet, die für die
"Ausrottung der Laster" zuständig waren.
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In den
Amtsstädten traf sich im Kirchenkonvent der
evangelische Dekan mit dem herzoglichen Vogt, um
nachzuforschen, ob "dem Christentum und der
Ehrbarkeit zuwider" gehandelt wurde. Ein
präziser "Sündenkatalog" diente als
Maßstab für richtiges bzw. unrichtiges
Verhalten. Um die Sünder (z.B. einen Ehebrecher)
ausfindig zu machen, bediente man sich "geheimer
Aufpasser". |
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- In der
Synodalordnung von
1648 wird die Schulpflicht für alle Kinder
gesetzlich verankert.
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Die
Schulaufsicht gehörte zu den Pflichten der
Geistlichen. Sie wurden deshalb von der
Kirchenleitung aufgefordert, beim Ausbau des
Schulwesens mitzuwirken. |
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- Beitritt Herzog
Eberhards III. von
Württemberg zum
Rheinischen Bund im Jahr 1660
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- Im Westfälischen Frieden war
jedem Reichsstand das Recht zuerkannt worden, mit
anderen Reichsständen oder mit anderen Staaten
Bündnisse abzuschließen, vorausgesetzt, dass sie
sich nicht gegen Kaiser und Reich richteten.
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- Der Rheinische Bund war ein
Bündnis zwischen Frankreich, Schweden und einigen
deutschen Fürsten, darunter die Kurfürsten von
Mainz, Köln und Trier). Im Grunde war der Bund ein
Instrument Frankreichs, das gegen die Vorherrschaft
der Habsburger gerichtet war und insofern ein
Vorläufer des napoleonischen Rheinbundes
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- Herzog Eberhard III. stirbt 1674. Sein
Sohn, Herzog Wilhelm Ludwig, stirbt nach dreijähriger
Regierungszeit (1674 - 1677). Wilhelm Ludwig hinterließ den
einjährigen Sohn Eberhard Ludwig. Dieser stand bis 1693
unter der Vormundschaft seines Onkels
Friedrich Carl von
Württemberg-Winnental.
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- Württemberg unter der Verwaltung von
Herzog Friedrich Carl von Württemberg-Winnental (1677 -
1693)
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- Unter
König Ludwig XIV.
betrieb Frankreich ab 1670 eine aggressive Politik.
Mit militärischer Gewalt kämpfte er um die
Vormachtstellung in Europa (siehe unter
Deutschland 1648 - 1740
). Die politische
Zersplitterung in Südwestdeutschland mit
unterschiedlichen Interessen begünstigten das
Vorgehen Frankreichs. Jahrelang fielen die Franzosen
in Deutschland ein, auch in das lange Zeit neutrale
Württemberg.
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Ludwig XIV.
(*1638, † 1715), König von Frankreich 1643 -
1715, bis 1651 unter der Regentschaft seiner
Mutter Anna von Österreich. |
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- Bereits im
'Holländischen
Krieg' (1672-1678) wird der württembergische
Schwarzwald und der untere Neckarraum in
Mitleidenschaft gezogen. 1677: Die Franzosen
besetzen das vorderösterreichische Freiburg.
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- Gleich zu Beginn des
'Pfälzischen Erbfolgekriegs'
(1688-1697) brechen
französische Truppen ohne Kriegserklärung in das
völlig verteidigungslose Württemberg ein. Von
zwei französischen Armeekorps rückte das eine über
Mergentheim und Nördlingen gegen Ulm vor, das andere
unter Mélac
zwang im Dezember Esslingen, den
Asperg, Tübingen und Stuttgart zur Übergabe.
Schorndorf konnte sich dank des Widerstands seines
Kommandanten Peter Krummhaar und der ihn
unterstützenden "Weiber von Schorndorf" halten.
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Für den
zweiten Türkenkrieg (1682-1689) hatte der
'Schwäbische Kreis' einige Regimenter nach
Ungarn abgestellt, die jetzt bei der
Verteidigung Süddeutschlands fehlten. Zum
Beitritt zu der von
Kaiser Leopold I.
1686 in Augsburg geschlossenen Allianz mit dem
Fränkischen, Bayerischen und Oberrheinischen
Kreis gegen die Bedrohung durch Frankreich
konnte sich der Administrator Württembergs,
Herzog Friedrich Carl, während der
Minderjährigkeit Eberhard Ludwigs nicht
entschließen. |
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- Durch die
Rückkehr der vier
Kreisregimenter aus Ungarn Ende1688 konnten die
französischen Truppen zum Rückzug gezwungen werden.
Abgesehen von hohen Kontributionszahlungen, die an
die Franzosen geleistet werden mussten, war
Württemberg bei dieser ersten Invasion mit relativ
geringen Kriegsschäden davongekommen. Anders dagegen
das obere Rheintal und die Pfalz. Diese Gebiete
wurden 1689 von den Franzosen vollkommen verwüstet.
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- 1689:
Erklärung des
Reichskriegs
gegen Frankreich. Der "Schwäbische Kreis"
(Württemberg, Baden sowie 31 Reichsstädte) stellt
eigene Truppen.
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Der Vormund
Eberhard Ludwigs, Herzog Friedrich Carl,
wandelte die Landmiliz des Herzogtums in
Soldtruppen um. Trotz des
Widerstands der
Landstände wurden weitere Truppen
ausgehoben. Im März 1691 trat Württemberg dem
Bund zwischen dem Kaiser, England und Holland
mit einem eigenen Heer bei. |
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- 1692:
Niederlage der württembergischen Armee gegen die
Franzosen bei Ötisheim
(südlich von
Maulbronn).
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Herzog Friedrich
Carl war vom Führer der Reichsarmee mit
ungenügenden Kräften vorausgeschickt worden. Der
französischen General de Lorge
zersprengte sein schwaches Korps und nahm ihn
selbst gefangen. Als er 1693 aus der Haft
zurückkehrte, war die Vormundschaft aufgehoben
und Eberhard Ludwig mit siebzehn Jahren
für mündig erklärt. Das Herzogtum wurde nun von
einem unerfahrenen Herrscher regiert. |
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- Im
Juni 1693 stieß die
französische Armee unter de Lorge bis nach Heilbronn
vor, wurde jedoch durch den kaiserlichen
Markgraf
Ludwig Wilhelm von Baden, genannt "Türkenlouis",
zum Rückzug gezwungen. Auch ein zweites Heer, das im
Juli von Süden anmarschierte, stoppte Ludwig Wilhelm
in einer guten Verteidigungsstellung ebenfalls bei
Heilbronn. Doch sanken Marbach, Backnang,
Großbottwar, Beilstein, Winnenden, Vaihingen an der
Enz und zahlreiche andere Orte in Asche. Die
württembergische Regierung musste im August mit
harten Zugeständnissen Schonung für das Land
erkaufen. Die Franzosen zogen sich Anfang September
über den Rhein zurück.
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- Württemberg unter der Regentschaft von
Herzog Eberhard Ludwig (1693 - 1733)
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- Herzog Eberhard Ludwig war
der Sohn des 1677 im Alter von dreißig Jahren
verstorbenen Herzogs Ludwig Wilhelm und seiner
Ehefrau Magdalena Sibylla. Zum Zeitpunkt des
Todes seines Vaters war Eberhard Ludwig ein Jahr
alt.
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Magdalena
Sibylla war 1652 als Tochter des Landgrafen
Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt zur Welt
gekommen. Nach dem Tod ihres Mannes bemühte sie
sich als "Obermitvormünderin" gegenüber dem als
"Obervormund" und Administrator eingesetzten
Schwager Herzog Friedrich Carl von
Württemberg-Winnental nicht nur um Einfluss auf
die Erziehung des künftigen Herzogs, sondern
auch um politische Mitsprache. Der 18-jährige
Herzog Eberhard Ludwig stellte seiner Mutter
neben einer jährlichen Leibrente die Zahlung von
5.000 Gulden in Aussicht, sobald sie ihren
Witwensitz in Kirchheim unter Teck bezogen
hätte. Dieses Geld erhielt Magdalena Sibylla zum
Dank für ihre "ruhmreiche Rettung des
Vaterlandes" während der Franzoseneinfälle, als
sie in Abwesenheit von Friedrich Carl "die ganze
Regierungslast allein auf sich gehabt." |
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- Wie für seinen einstigen Vormund
Friedrich Carl war für Herzog Eberhard Ludwig
die Schaffung eines stehenden Heeres
ein
wichtiges Ziel. Den finanziellen Unterhalt eines
solchen Heeres konnte er erst nach heftigen
Auseinandersetzungen mit dem Landtag durchsetzen.
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Herzog Eberhard Ludwig von
Württemberg (* 1676, † 1733), unter
Vormundschaft bis 1693, Regierung 1693 - 1733)
Bildquelle: Hofkunstanstalt
Martin Rommel, Stuttgart 1905 in: Geschichte der
Stadt Stuttgart, herausgegeben von den
Bürgerlichen Kollegien im April 1905.
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In seinen
politischen Entscheidungen zeigte sich der
Herzog stark beeinflussbar, so dass nicht er,
sondern der 'Geheime Rat' und Kreise des Hofes
letztendlich die Politik des Landes bestimmten.
Einzig das Militär und die standesgemäße
Betätigung als Offizier erregten sein
dauerhaftes Interesse. Auch die Jagd und
höfische Festivitäten zogen seine Aufmerksamkeit
auf sich. Als Erbauer des
Ludwigsburger
Schlosses (eines der größten deutschen
Barockschlösser) und der barocken
Stadt
Ludwigsburg ging er in die Geschichte ein. |
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- 1694:
Der Führer der Reichsarmee,
Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden (1652-1698),
legt vom Nordrand des Schwarzwalds bis zum unteren
Neckar eine Verteidigungslinie an (die sog.
Eppinger Linien); die französischen Angriffe
können nun abgewehrt werden.
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- Spanischer Erbfolgekrieg 1701
- 1714
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- Bei dem Streit zwischen
Österreich (Kaiser Leopold I.) und
Frankreich (Ludwig XIV.) stehen nahezu alle
deutschen Fürsten auf der Seite Österreichs
(Haager Allianz). Im März 1702 tritt auch
der "Schwäbische Kreis" der Allianz bei. An
dem nun beginnenden
Reichskrieg
hatten die schwäbischen Kreistruppen
einen erheblichen Anteil.
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- Die mit den Franzosen
verbündeten Bayern richteten 1702 ihr
Hauptquartier in
Ehingen an der Donau.
ein. Ulm fiel durch eine List in die
Hand des Gegners und wurde Ausgangspunkt für
zahlreiche Plünderungszüge auf die
Schwäbische Alb. Am 7. Mai 1703 vereinigten
sich in Tuttlingen die Bayern und
Franzosen zu einem 55.000 Mann starken Heer.
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- Im
Mai 1704
versammelte sich in
Ulm ein Heer mit
60.000 Franzosen und Bayern. Ein weiteres
französisches Heer unter
Marschall
Tallard sollte noch hinzukommen.
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Retter in
der Not wurde
Prinz Eugen von Savoyen,
"des Kaisers großer Feldherr" mit
kaiserlich-österreichischen Truppen. Er
vereinigte sich am 31.Mai 1704 bei
Munderkingen (an der Donau) mit den
Truppen von Ludwig Wilhelm, Markgraf von
Baden. Von Holland kommend, kam auch
der Herzog von Marlborough mit
ca. 20.000 Mann englisch-holländischen
Truppen als Bündnispartner hinzu.
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Prinz Eugen
von Savoyen-Carignan, (*1663, †
1736)
Bild: Jacob
van Schuppen, Rijksmusem
Amsterdam
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- Im
August 1704
besiegen die Truppen der Allianz die
Franzosen bei Donauwörth. Ein
französisch-bayerisches Heer wird bei
Dillingen im Donautal vernichtet. Im
September 1704
wird Ulm zurückerobert.
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- 1707:
Erneuter Einfall von französischen Truppen
in Württemberg.
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Herzog
Eberhard Ludwig wurde 1707 Feldmarschall
der schwäbischen Reichstruppen. Fünf
Jahre später war er als
General-Reichsfeldmarschall ranghöchster
Feldherr des Deutschen Reiches. |
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- 1714:
Im
Frieden von Baden
(im Aargau) wird die Bedrohung Württembergs
durch Frankreich gemindert; das Gewicht
Vorderösterreichs innerhalb des Reiches der
Habsburger geht zurück.
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- Nach Eberhard Ludwigs Tod 1733
fiel die Regierung an seinen Vetter
Herzog Carl
Alexander (1733-1737)
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- Württemberg unter der Regentschaft von
Herzog Carl Alexander (1733 - 1737)
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- Herzog Carl Alexander war während
des Spanischen Erbfolgekrieges und den nachfolgenden
Türkenkriegen in österreichischen Diensten
gestanden. Während dieser Zeit war er zum
katholischen Glauben übergetreten. In Württemberg
regierte er im Geist des Absolutismus. Wegen
des katholischen Glaubens des Herzogs wurden die
landesbischöflichen Rechte und damit die Wahrung der
evangelischen Landesreligion auf den
'Geheimen
Rat' übertragen.
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Herzog Carl
Alexander von Württemberg
(* 1684 † 1737,
reg. 1733 - 1737.
Bildquelle: Hofkunstanstalt
Martin Rommel, Stuttgart 1905 in: Geschichte der
Stadt Stuttgart, herausgegeben von den
Bürgerlichen Kollegien im April 1905.
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- Polnischer Erbfolgekrieg
(1733-1735)
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- Der reichs- und
kaisertreu gesinnte
Herzog Carl Alexander
von Württemberg stellt ein Heer für
Kaiser Karl VI. auf.
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Die
Finanzierung des Heeres überließ der
Herzog weit gehend dem jüdischen
Finanzmann Süß Oppenheimer; sie
erfolgte sowohl durch merkantilistische
Wirtschaftspolitik als auch durch
Ämterhandel und Münzverschlechterung.
Wegen des Widerstands der Landschaft
plante der Herzog, die Macht der
Landstände zu brechen und der
katholischen Kirche gleiche Rechte wie
der evangelischen einzuräumen. Er starb
1737 bevor er diesen Plan verwirklichen
konnte. |
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- Gefahr einer
französischen Invasion wird durch
Prinz
Eugen von Savoyen
abgewehrt.
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- Der Pietismus in Württemberg
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- Der in vielen Teilen Württembergs
Landes buchstäblich 'verheerende'
Pfälzer Erbfolgekrieg
(1688 - 1697) dezimierte - vier Jahrzehnte nach dem Ende
des Dreißigjährigen Krieges - erneut die Bevölkerung
durch direkte Kriegseinwirkung, Hunger und Seuchen. Das Elend setzte sich zu
Beginn des 18. Jahrhunderts mit dem Spanischen
Erbfolgekrieg fort. Viele Menschen empfanden die
Schrecken des Krieges als Strafgericht Gottes. Da
sie mit dem zu geringen Grad der Frömmigkeit, den
sie in der Landeskirche zu registrieren glaubten,
nicht zufrieden waren, bildeten sie eigene Gruppen.
Im allgemeinen werden alle diese Gruppen unter dem
Sammelbegriff "Pietisten" oder
"Pietismus" eigeordnet.
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Der Begriff
"Pietismus" kam aus Mitteldeutschland
und war dort zunächst der Bewegung des im Elsass
geborenen Theologen Philipp Jakob Spener
(*1636, † 1705)zugedacht. Als junge Bewegung,
welche die Reformation vollenden und dem
mündiger werdenden Laien sein Recht in der
Kirche verschaffen wollte, fand der Pietismus
Eingang im Herzogtum Württemberg. Seit etwa 1680
traf man sich in der "Stunde". Dort wollte man
selbst die Bibel studieren und die Frömmigkeit
im Alltag praktizieren. |
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- Der Theologe Johann
Albrecht Bengel (* 1687, † 1752) wurde mit
seinen tiefsinnigen Auslegungen der Heiligen Schrift
und insbesondere durch die Übersetzung des Neuen
Testaments zum Herold des Pietismus. Für Bengel gab
es keinen Zweifel, dass der rechte Glaube und das
Gottverständnis die "Treue im Kleinen" - also im
täglichen Leben - erfordere. "Sorgfalt,
Pünktlichkeit und Ehrlichkeit" sollten, so Bengel,
zu den wesentlichen Tugenden der Menschen gehören.
Die Ausstrahlung seiner Lehre ist in Württemberg bis
heute zu spüren. Weitere Pietisten mit prägendem
Einfluss waren in Württemberg: Friedrich Christoph
Oettinger, Philipp Matthäus Hahn, Michael Hahn,
Philipp Friedrich Hiller, Immanuel Gottlob
Brastberger, Johann Friedrich Flattich.
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Johann Albrecht
Bengel (*1687, † 1752), Theologe, einer
der Hauptvertreter des Pietismus |
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Literaturhinweise
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| Bauer, Ernst W. /
Jooß, Rainer, Schleuning, H. (Hrsg.) |
Unser Land
Baden-Württemberg. Theiss-Verlag 1986. |
| Bölcke, Willi A. |
Handbuch
Baden-Württemberg. Politik, Wirtschaft, Kultur von der
Urgeschichte bis zur Gegenwart. Kohlhammer-Verlag 1982 |
| Borst, Otto |
Geschichte und Gestalt
eines Landes. Stadler-Verlag 1978 |
| Dieterich, Susanne |
Württembergische
Landesgeschichte für neugierige Leute. Band 1: Von den
Kelten zu den Württembergern bis zur Reformation.
DRW-Verlag 2002. |
| Dieterich, Susanne |
Württembergische
Landesgeschichte für neugierige Leute. Band 2: Vom
Dreißigjährigen Krieg bis 1952. DRW-Verlag 2003. |
| Grube, Walter |
Der Stuttgarter Landtag
1457 - 1957. Stuttgart 1957 |
| Kommission für
geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg |
Handbuch der
Baden-Württembergischen Geschichte, Band 3: Vom Ende des
Alten Reichs bis zum Ende der Monarchien. 1992. |
| Kommission für
geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg |
Handbuch der
Baden-Württembergischen Geschichte, Band 4: Die Länder
seit 1918.. |
| Landeszentrale für
politische Bildung Baden-Württemberg (Hrsg.) |
Baden-Württemberg. Eine
kleine politische Landeskunde. Landeszentrale für
politische Bildung. Stuttgart 2002. Neuausgabe 2007 |
| Lorenz, Sönke /
Mertens, Dieter / Press, Volker (Hrsg.) |
Das Haus Württemberg. Ein
biographisches Lexikon. Kohlhammer-Verlag 1997. |
| Raff, Gerhard |
Hie gut Wirtemberg
allewege. Band 2: Das Haus Württemberg von Herzog
Friedrich I. bis Herzog Eberhard III. DVA 1994 |
| Raff, Gerhard |
Hie gut Wirtemberg
allewege.Band 3: Das Haus Württemberg von Herzog Wilhelm
Ludwig bis Herzog Friedrich Carl. DVA 2002 |
| Rinker, Reiner /
Setzler, Wilfried (Hrsg.) |
Die Geschichte
Baden-Württembergs. Theiss-Verlag. 2. Auflage 1987 |
| Waßner, Manfred |
Kleine Geschichte
Baden-Württembergs. Theiss-Verlag 2002 |
| Weber, Reinhold /
Wehling, Hans-Georg |
Geschichte
Baden-Württembergs. Beck Wissen. 2007 |
| Weller, Karl / Weller,
Arnold |
Württembergische
Geschichte im südwestdeutschen Raum. Theiss-Verlag. 10.
Auflage 1989. |
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Deutschland 1648 - 1740
Deutschland 1740 - 1763
Köngen 1648 - 1750 (exemplarisch für ein Dorf)
Literaturhinweise
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Stand:
10. Jan. 2010
Copyright ©2010 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
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