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Die Welt des späten
Mittelalters (1250 - 1400)
Das Ende der Luxemburger
und der Aufstieg der Habsburger Kaiserdynastie (1400 - 1517)
Die Reformation von
Luthers Anschlag der 95 Thesen bis zum Wormser Reichstag (1517 - 1521)
Der Dreißigjährige Krieg
(1618 - 1648)
Vom Westfälischen Frieden
(1648) bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1740)
Der Aufstieg Preußens zur
europäischen Großmacht (1740 - 1763)
Die Französische
Revolution bis zum Ende der Diktatur Robespierres (1789 - 1794)
Deutschland in der Zeit der
Französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons (1789 - 1815)
Restauration und
Revolution (1815 - 1830)
Monarchie und Bürgertum (1830
- 1847)
Die Revolution von
1848/49
Von der gescheiterten
Revolution 1848 bis zur Gründung des Deutschen Reiches 1871
Die Innen- und Außenpolitik
Bismarcks (1871 - 1890)
Das Deutsche Kaiserreich
von 1890 bis zum Ausbruch der Ersten Weltkriegs 1914
Die Industrielle
Revolution in England und Deutschland (1780 - 1914)
Europäischer
Kolonialismus und Imperialismus (1520 - 1914)
Der Erste Weltkrieg (1914 -
1918)
Der Weg zur Weimarer
Republik 1918 - 1919
Der Kampf um die Staatsgewalt
in der Weimarer Republik (1919 - 1933)
Die Machtübernahme der NSDAP
und die Errichtung der Diktatur Hitlers (1933 - 1939)
Der Zweite Weltkrieg (1939
- 1945)
Der Weg in die Teilung
Deutschlands (1945 - 1949)
Der Kalte Krieg: Vom
Kriegsende 1945 bis zum Bau der Berliner Mauer 1961
Die Ära Adenauer (1949 -
1963)
Die Kanzlerschaft Ludwig
Erhards 1963 - 1966
Kalter Krieg Teil 2: Von
der Kubakrise 1962 bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991
Die Zeit der Großen
Koalition 1966 - 1969
Die Ära Brandt (1969 - 1974)
Die Kanzlerschaft Helmut
Schmidts (1974 - 1982)
Die Kanzlerschaft Helmut
Kohls von 1982 bis 1987
Die Kanzlerschaft Helmut
Kohls von 1987 - 1989
Der Weg zur
Wiedervereinigung Deutschlands (Teil I: Die DDR von den siebziger Jahren
bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989)
Vom Fall der Berliner
Mauer bis zur deutschen Einheit (1989 - 1990)
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Kolonialismus in Mittelamerika und der Karibik 1520 - 1760
Kolonialismus in Asien 1520 - 1760
Europäische
Territorialherrschaft 1770 - 1880
Europäischer Imperialismus 1880 - 1914
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Erläuterung von Begriffen
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- 'Kolonialismus' setzt die Begriffe
'Kolonie' und
'Kolonisation' voraus.
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- Als
'Kolonie'
bezeichnet
man ein unselbständiges Gebiet, in dem eine fremde
Staatsmacht die direkte Herrschaft über die
einheimische Bevölkerung ausübt. Die landfremden
Herrschaftsträger stehen dabei in dauerhaften
Abhängigkeitsbeziehungen zu dem räumlich entfernten
"Mutterland", welches Besitzansprüche auf das
(meistens durch Gewalt erworbene) Territorium
erhebt.
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- 'Kolonisation'
bedeutet
die Errichtung von Kolonien.
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- 'Kolonialismus'
ist ein
von 'Kolonie' abgeleiteter Begriff für die
Übernahme der Herrschaft in Gebieten mit einer
anderen Kultur durch militärisch überlegene Mächte.
Die Gesellschaft des eroberten Gebiets wird ihrer
historischen Eigenentwicklung beraubt und auf die
Bedürfnisse und Interessen der neuen Herren hin
umgepolt.
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Bei der
kolonialen Herrschaft üben die Vertreter der
Kolonialmacht die zentralen Hoheitsfunktionen
wie Besteuerung, Rechtsprechung sowie Polizei-
und Militärgewalt aus. |
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- Zum
'Imperialismus' gehören der
Wille und die Fähigkeit eines Landes, die eigenen
nationalstaatlichen Interessen
weltweit geltend
zu machen. Alle Kräfte und Aktivitäten eines Volkes, die zum
Aufbau und zur Erhaltung von größtmöglicher Macht über
andere Länder und zum Erwerb der Weltherrschaft betragen
können, werden gebündelt.
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- Der Imperialismus ist darauf
gerichtet, durch koloniale Erwerbungen und
militärische Unterwerfung sowie durch politische,
wirtschaftliche und kulturelle Einflussnahme andere
Länder und ihre Bewohner abhängig zu machen,
auszubeuten und direkt oder indirekt zu beherrschen.
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- Zum Begriff des Imperialismus
gehört nicht nur Kolonialpolitik, sondern
Weltpolitik. Die Kolonien sind jetzt auch
Objekte in globalen Machtspielen, d.h., sie
können zum Beispiel durch Tausch oder durch
Anerkennung von Ansprüchen anderer Länder zum
Austarieren der internationalen Machtbalance
eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu ist der
Kolonialismus auf den dauerhaften Erwerb von
Kolonien ausgerichtet.
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- Im eigentlichen Sinne bezeichnet
Imperialismus die Politik der industrialisierten
europäischen Mächte, der USA und Japans seit dem
letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
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Begriffe
Kolonialismus in Asien 1520 - 1760
Europäische
Territorialherrschaft 1770 - 1880
Europäischer Imperialismus 1880 - 1914
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Der frühe Kolonialismus in Mittelamerika
und in der Karibik (1520 - 1760)
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- Um das Jahr 1500 lag Westeuropa noch an
der Peripherie der zivilisierten Welt. Es war überschattet
vom chinesischen Ming-Reich, dem mächtigsten und modernsten
Staat jener Zeit, sowie vom aufstrebenden Osmanischen Reich
und vom persischen Safwiden-Reich im Mittleren Osten. Mit
den Entdeckungsreisen zur See ab ca. 1480 begann die
Expansion Europas und die Ausbreitung der
europäischen Zivilisation über die ganze Erde.
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- Die erste Phase des modernen
Kolonialismus der Europäer setzte im 16. Jahrhundert mit den
spanischen und portugiesischen Eroberungen in Süd-
und Mittelamerika ein. Damit begann die globale Ausdehnung
des Handelskapitalismus.
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- In dem im Jahr 1494
abgeschlossenen Vertrag von Tordesillas
teilten Portugal und Spanien die
außereuropäische Welt in eine portugiesische und
eine spanische Einflusszone. Unter Vermittlung von
Papst Alexander VI. versuchten die beiden
katholischen Mächte, ihre bisherigen kolonialen
Streitigkeiten beizulegen.
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- Ende des 15. Jahrhunderts wurde
in zwei Serien von Reisen versucht, vom europäischen
Kontinent aus einen Seeweg nach Südasien zu
finden, um einen direkten Handel mit Gewürzen
zu ermöglichen.
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- Die eine Serie ging von
Portugal aus, benutzte eine
südöstliche Route, nahm im Osten eingeborene
Seefahrer in ihre Dienste und erreichte bald
ihre Ziele: den Zugang zum Indischen Ozean
(1488), Malabar (1498), Malakka (1511) und
die Molukken (1512).
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- Die zweite Serie startete
in Spanien, benutzte eine westliche
oder südwestliche Route und war hinsichtlich
ihres unmittelbaren Zwecks weniger
erfolgreicher, aber durch
zufällige
Entdeckungen effektiver.
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-
Christoph
Kolumbus (* 1451, † 1506) sollte
im Auftrag der spanischen
Königspaars
Isabella I. von
Kastilien und
Ferdinand II.
von Aragon einen westlichen Weg
nach Indien und China finden. Bei
seiner ersten Entdeckungsreise
(1492/93) entdeckte er Inseln in der
Bahamas-Gruppe und erforschte die
Nordküsten Kubas und Hispaniolas.
Seine zweite Reise (1493/94) führte
ihn an die Südküste Kubas. Auf
seiner dritten Reise (1498)
entdeckte er Trinidad und erkannte
die Küste Venezuelas als Festland.
Bis zu seinem Tod glaubte Kolumbus,
Indien erreicht zu haben.
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Christoph Kolumbus (*
1451, † 1506), italienischer
Seefahrer, Entdecker
Mittelamerikas |
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- Die Spanier
stießen auf die Westindischen Inseln
(1492) und das südamerikanische
Festland (1498). Schließlich
erreichten sie auch Südostasien,
doch auf einer Route, die für
Handelszwecke zu lang und zu
beschwerlich war. Um den Pazifik zu
erreichen, mussten sie eine riesige
Landmasse umfahren.
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Der italienische
Seefahrer Americo Vespucci
(* 1451, † 1512) erkundete
1499 und 1500 im Auftrag
Spaniens die Nordküste
Südamerikas. Im Jahr 1501 brach
er unter portugiesischer Flagge
an die brasilianische Küste auf.
Erst auf dieser zweiten Fahrt
machte Vespucci die Entdeckung,
dass er es nicht mit der
Ostküste Asiens, sondern mit
einer ‚Neuen Welt’ zu tun
hatte. Nach seinem Vornamen
benannte der deutsche Kartograph
Martin Waldseemüller auf
seiner Weltkarte von 1507 die
Neue Welt ‚America’.
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- Etwa 100 Jahre lang hinderten
Spanier und Portugiesen andere Europäer daran, die
von ihnen entdeckten Verbindungswege zu
benutzen. Bei der dritten großen Serie von Reisen,
die hauptsächlich von England,
Frankreich
und den
Niederlanden ausgingen, suchte
man deshalb in der nördlichen Hemisphäre
einen Seeweg nach Asien. Nach 1632 wurde die Suche
nach dem nördlichen Seeweg erfolglos aufgegeben. Zu
dieser Zeit hatten Engländer und
Niederländer das iberische Monopol gebrochen und
den Asienhandel über die südöstliche Route eröffnet.
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Bezüglich des
Hauptziels erfolglos, führten diese Reisen
jedoch zur Entdeckung einer weiteren
kontinentalen Landmasse mit einer fortlaufenden
Küste von der Karibik bis zur Arktis. Damit
wurde der Weg für die Erforschung und Besiedlung
des östlichen Teils von Nordamerika durch
Mittel- und Nordeuropäer geöffnet. |
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- Eine weitere Phase der
Entdeckungsgeschichte begann im 18. Jahrhundert. Sie
wurde der Hoffnung auf wirtschaftlichen Gewinn,
aber auch von wissenschaftlichem Erkenntnisdrang
ausgelöst. Neu war, dass die Reisen statt von
privaten Anlegern von Regierungen organisiert
wurden. Ziel war vor allem die Erforschung des
Pazifiks. Viele, bisher unbekannte Inselgruppen
wurden entdeckt. So wurde festgestellt, dass
Neuseeland eine Insel ist. Die Ostküste Australiens
wurde erforscht und kurz darauf besiedelt.
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- Die
Frühzeit des Kolonialismus war
gekennzeichnet durch die Gründung von
Handelsniederlassungen an den Küsten. Nur langsam
drangen die neuen Siedler in das Landesinnere vor. Die
Herrschaft über die Eingeborenen übten sie
im Auftrag
ihrer heimischen Fürsten aus.
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- Die Regierungen
Spaniens und
Portugals begannen rasch damit, die von ihnen entdeckten
Gebiete auszubeuten.
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- Die Besiedlung von
Hispaniola
(zweitgrößte der 'Westindischen Inseln') begann
1493, teils in der Hoffnung, Gold zu finden, teils
in der Absicht, einen Stützpunkt für den Handel mit
dem vermeintlich nahe gelegenen China zu errichten.
Die Entdeckung der Festlandküste (des Nordens von
Südamerika) eröffnete die Möglichkeiten zum
Sklavenhandel und zum Erwerb von Perlen und
Goldschmuck.
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- Die spanische Bevölkerung in der
'Neuen Welt' war vorwiegend in größeren
Siedlungen konzentriert und lebte am Anfang
ausschließlich von der Ausbeutung der
indianischen Gesellschaft. Etwas später
betrieben die Spanier Viehzucht und Bergbau, wobei
indianische Arbeitskräfte eingesetzt wurden. Um 1540
wurden in Mexiko und Peru ergiebige Silberminen
entdeckt. Um 1560 war Silber das Hauptexportgut nach
Spanien. Weitere Exportgüter waren Koschenille
(Bezeichnung für getrocknete, zu Pulver zermahlene
Koschenilleläuse, aus denen der Farbstoff Karmin
gewonnen wurde), Häute, Talg und Zucker.
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- Die Portugiesen gingen um 1530 an
die Besiedlung Brasiliens, angetrieben von der
Furcht, die Franzosen könnten ihnen zuvorkommen. Um
1570 wurden die ersten Zuckerrohrplantagen
mit Sklavenarbeit errichtet. Zwischen 1575 und 1600
wurde das brasilianische Küstenland zum führenden
Zuckererzeugungsgebiet der westlichen Welt.
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- Den Spaniern und Portugiesen
gelang es im 16. Jahrhundert, die Erzeugnisse der
kolonisierten Gebiete (Edelmetalle, tropische
Agrargüter wie z.B. Zuckerrohr) arbeitsteilig in
ihre internationalen Handelsstrukturen
einzubinden. Häufig wurden die exportorientierten
Produktionssektoren erst geschaffen. Daneben wurde
die Sklavenarbeit perfektioniert.
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- Die Expansion von
Holländern, Engländern und Franzosen in die
zunächst von Spanien dominierte karibische
Inselwelt hatte ihre Ursache in dem
Bestreben, am wirtschaftlichen Erfolg der
Zuckerproduktion teilzunehmen.
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- Bis 1700 waren ca.
450.000 Afrikaner unter Zwang in die
nicht-spanische Karibik transportiert
worden. Dazu kamen noch 600.000 afrikanische
Sklaven in Brasilien. Im 18. Jahrhundert
wurden etwa 3,3 Millionen Sklaven auf die
britischen, französischen und holländischen
Karibikinseln gebracht.
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Der Portugiese
Diogo Cão hatte 1482 die Mündung
des Kongo in Afrika erreicht. Die
dort errichteten Handelstationen
dienten ab 1510 dem Sklavenhandel
mit dem unter portugiesischer
Herrschaft stehenden Brasilien.
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- Die 'Eroberer' wurden von Priestern
begleitet, welche die Ausbreitung des Christentums
betrieben. Häufig bewirkte die Missionstätigkeit die
Loslösung der Eingeborenen von ihren eigenen Kulturen.
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- Spaniern und Portugiesen gelang es,
effiziente koloniale Territorialverwaltungen
aufzubauen. Die um 1570 geschaffenen Herrschaftsstrukturen
hatten mehr als zwei Jahrhunderte Bestand.
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- Zur
Rechtfertigung einer territorialen
Expansion hatte schon das Mittelalter eine komplizierte
Lehre vom "gerechten Krieg"
gegen Nicht-Christen
entwickelt. Diese Lehre spielte im 16. Jahrhundert wieder
eine Rolle, als die Eroberungen in der Karibik, in Mexiko
und Peru Kritiker auf den Plan riefen, die an das
Gewaltverbot des Neuen Testaments erinnerten. Es stellte
sich die Frage, wie sich aus Recht und Religion die
Zerstörung von Staaten und die wirtschaftliche Ausbeutung
der Völker Amerikas rechtfertigen ließen. Die Debatte wurde
auf hohem Niveau geführt, hatte jedoch keinerlei Auswirkung
auf die Kolonialpolitik.
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- Im 17. Jahrhundert zeigten die
Spanier
Zeichen politischer und wirtschaftliche Schwächen. Außerdem
erlitten sie mehrere militärische Niederlagen. Zwischen 1620
und 1640 unterbrach eine Offensive der
'Niederländischen
Westindischen Kompanie' gegen die spanische Schifffahrt
in der Karibik den Silbertransport nach Spanien. In der
Folge wurden einige Inseln in den Kleinen Antillen durch
Engländer und Franzosen besiedelt. Diese Siedlungen wurden
innerhalb weniger Jahre zu wohlhabenden Zuckerrohrplantagen.
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- Einige bisher spanischen Inseln
wechselten den Besitzer. Am Ende des 17.
Jahrhunderts zog sich eine lange Kette von kleinen
Kolonien der Engländer, Franzosen und Holländer von
Barbados bis Quebec die amerikanische Küste entlang.
Viele von ihnen waren ihrerseits Streitobjekte
zwischen den Regierungen in den Mutterländern
geworden. Jeder größere Krieg in Europa führte auch
zu Kämpfen in Amerika.
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- Die wichtigsten spanischen
Kolonien in Mittel- und Südamerika waren nicht
ernsthaft bedroht. Ihre Sicherheit beruhte zum
großen Teil auf der wachsenden Furcht französischer
Vorherrschaft, die Engländer und Holländer dazu
veranlasste, sich durch ein Arrangement mit Spanien
abzusichern.
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Neuschottland,
in französischer Hand, wurde als ernste
Bedrohung Neu-Englands empfunden. Die Kette der
französischen Handelsniederlassungen an den
'Großen Seen' und in den Tälern des Ohio und des
Mississippi beunruhigte die Regierung im
Mutterland, weil sie die Expansion nach Westen
zu blockieren drohte. |
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- Im Jahr 1700 starb
Karl II. von
Spanien kinderlos. Vor seinem Tod hatte er, wie von
England, Holland und Österreich befürchtet, seine Krone und
sein Reich an Frankreich vermacht. Da die drei Länder nicht
bereit waren, das riesige Kolonialreich und die damit
verbundene Machtkonzentration zu akzeptieren, die sich aus
der Vereinigung der beiden Königreiche ergäben hätten,
verbündeten sie sich zum 'Spanischen Erbfolgekrieg'.
Dieser dauerte zwölf Jahre und endete mit der Zusage
Frankreichs, dass der neue Bourbonenkönig von Spanien nie
die französische Krone tragen würde.
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Begriffe
Kolonialismus in Mittelamerika und der
Karibik 1520 - 1760
Europäische Territorialherrschaft 1770 - 1880
Europäischer Imperialismus 1880 - 1914
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Der frühe Kolonialismus in Asien (1520
- 1760)
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- Nach der Entdeckung des Seewegs nach
Indien durch Vasco da Gama
(1498) bemühten sich die
Portugiesen, die Gewürzlieferanten für Europa zu
werden. Rasch errichteten sie Handelsposten und befestigte
Stützpunkte an der Ostküste Afrikas, im nördlichen Indischen
Ozean und im Malaiischen Archipel. Mitte des 16. Jahrhunderts
besaßen sie mehr als 50 Stützpunkte und Handelsposten. Das
arabische Monopol im Handel mit Indien wurde
gebrochen.
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Vasco da Gama (*1468 oder 1469,
† 1524), portugiesischer Seefahrer, Entdecker des
Seewegs nach Indien.
Gemälde von Gregorio Lopes, um 1524
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- 1557 nehmen die Portugiesen
Macao,
eine Insel vor der Küste Chinas, ein. Von dort aus trieben
sie Handel mit Japan, wo sie mit chinesischen Waren
willkommen waren, da die chinesische Regierung ihren
Untertanen den Handel mit den Japanern verbot. Dieser
Fernosthandel brachte Einnahmen zur Bezahlung der
Ladungen von Pfeffer und anderen Gewürzen, die jedes Jahr
von Goa (heute indischer Bundesstaat) nach Lissabon
verschifft wurden.
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- Der
Handel in Asien wurde von den
Europäern von Anfang an (ca. 1505) mit dem 'Gewehr im
Anschlag' betrieben. Sowohl die Portugiesen in der Phase
ihrer kommerziellen Vorherrschaft als auch die Holländer,
die sie seit etwa 1620 ablösten, und schließlich auch die
Engländer, die ab ca. 1740 zur wichtigsten europäischen
Handelsmacht in den östlichen Meeren aufstiegen, schalteten
sich als 'Kaufmannskrieger' in bestehende asiatische
Handelsverbindungen ein. Nur in wenigen Fällen (Ceylon,
Westjava, auf der Insel Luzon) entstand vor dem letzten
Drittel des 18. Jahrhunderts eine territoriale
Kolonialherrschaft der Europäer.
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- Am Anfang des 17. Jahrhunderts begannen
die Staaten Nord- und Mitteleuropas neben der
Gründung von eigenen ständigen Kolonien in Amerika auch
einen eigenen Fernosthandel
zu entwickeln. In der
Konkurrenz mit Portugal und Spanien hatten sie gewichtige
Vorteile: leichteren Zugang zu Schiffbaumaterialien,
besonders in der Ostsee, und differenzierte Methoden zur
Konzentration von Investitionskapital und zur Absicherung
von finanziellen Risiken.
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Die am häufigsten
benutzte Organisationsform für Fernhandel und / oder
Besiedlung war die staatlich privilegierte
Aktiengesellschaft, die in Spanien und Portugal
praktisch unbekannt war. Diese Gesellschaften konnten
das Recht erhalten, zu erobern, zu siedeln, zu verwalten
und zu verteidigen. |
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- Die mächtigste europäische Gesellschaft
im Fernen Osten war während des 17. Jahrhunderts die 1602
gegründete 'Niederländische Ostindische Kompanie'.
Die Gesellschaft konnte, indem sie Stützpunkte an
strategischen Orten errichtete, Druck auf lokale Herrscher
ausüben. Eine größere Territorialmacht war sie jedoch noch
nicht.
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- Die 'Niederländisch Ostindische
Kompanie' errichtete 1619 in Batavia (heute:
Jakarta) auf Java ihr östliches Handelszentrum und
wurde zum weltweit erfolgreichsten Unternehmen ihrer
Zeit und wurde von den Niederlanden als politische
und militärische Waffe gegen Spanier und Portugiesen
eingesetzt.
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- Vorrangiges Ziel der Gesellschaft
war die Beschaffung von Gewürzen und anderen
Luxusartikeln, mit denen auf den europäischen
Märkten sehr hohe Gewinnspannen zu erzielen waren,
im Malaiischen Archipel vor allem Pfeffer,
Gewürznelken, Muskatnuss und Mazis (Muskatblüte).
Neben den Pfeffer produzierenden Inseln Sumatra und
Borneo gerieten die Molukken in das Zugriffsfeld der
Niederländer.
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- Die
'Englische Ostindische Kompanie',
im Jahr 1600 gegründet, trieb vor allem Handel mit
Baumwollwaren und Pfeffer aus Indien. Stützpunkte waren die
Städte Madras, Bombay und Kalkutta. Ab 1685 begann die
Gesellschaft einen Chinahandel, indem sie Tee und Porzellan
in Amoy und später in Kanton kaufte. Seit 1698 bekam sie
Konkurrenz von der französischen 'Compagnie der Chine'.
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Diese beiden
Gesellschaften zogen den Handel zwischen Europa und
Asien immer mehr an sich. Als Ergebnis ihres
Konkurrenzkampfes schrumpften territorialer Besitz und
Gewinn der portugiesischen 'Estado da India'
immer mehr zusammen. |
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- Während des
'Österreichischen
Erbfolgekrieges' (1740 - 1748) kam es zwischen den
französischen und englischen Handelskompanien an der Küste
Indiens zu einem bewaffneten Konflikt. Mit dem Tod des
dortigen Herrschers entwickelte sich ein offener Krieg (1744
- 1763), der mit einem britischen Sieg endete.
Robert
Clives Sieg bei Plassey verschaffte der
'Englischen
Ostindischen Kompanie' die Herrschaft über die Provinzen
Bihar, Orissa und Bengalen.
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Robert Clive (*
1725, † 1774), Begründer der britischen Macht in Indien.
Ölgemälde von N. Dance (Ausschnitt),
National Portrait Gallery London
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Begriffe
Kolonialismus in Mittelamerika und der
Karibik 1520 - 1760
Kolonialismus in Asien 1520 - 1760
Europäischer Imperialismus 1880 - 1914
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Europäische
Territorialherrschaft (1770 - 1880)
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- Schon vor der Zeit um das Jahr 1770 waren
die europäischen Länder in vielen Einzelheiten von der
Überlegenheit der eigenen Zivilisation überzeugt.
Allerdings glaubten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass
sie in jeder denkbaren Hinsicht erfolgreicher und wertvoller
seien als der Rest der Welt. Die Europäer respektierten
andere Kulturen als im Prinzip gleichrangig.
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- In der Zeit zwischen etwa 1770 und 1830
änderte sich die Auffassung der Europäer von ihrer Stellung
in der Welt fundamental. Der "Westen", wie es nun
immer häufiger hieß, marschiere an der
Spitze des
historischen Fortschritts. Die Revolutionen in
Nordamerika (also die Entstehung der USA) und Frankreich
sollten beweisen, dass nur die westliche Zivilisation
dazu fähig war, die 'ewigen Kreisläufe der Geschichte' zu
durchbrechen und ein völlig neues Zeitalter von Freiheit
beginnen zu lassen. Die Industrialisierung, die, von
England ausgehend, nach 1820 auch den europäischen Kontinent
und Nordamerika erfasste, vergrößerte den
materiellen
Abstand zum Rest der Welt und stärkte zunehmend das
Selbstbewusstsein (bzw. die Überheblichkeit) des
Westens.
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Das Selbstbewusstsein der
Europäer gegenüber den Bewohnern anderer Kontinente
erreichte im 19. Jahrhundert eine Dimension, die im 18.
Jahrhundert undenkbar war. Es erschien fast allgemein
als unzweifelhaft, dass die Europäer die
außereuropäischen Völker weit überragten. So stellte zum
Beispiel der nationalliberale deutsche Historiker
Heinrich von Treitschke
(1834 - 1896) in seiner oft
gehalten Vorlesung "Politik" lapidar fest, die schwarze
Rasse sei von jeher eine dienende gewesen. Der Wiener
Forschungsreisende Karl Scherzer (1821 - 1903)
spricht davon, dass "schiefäugige Mongolen,
halbvertierte Äthiopier" dazu bestimmt seien,
"beherrscht oder zermalmt zu werden" (Wanderungen durch
... Nicaragua, 1857, 5.4). |
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- Die sechs Jahrzehnte nach 1770 war eine
Periode beispielloser globaler Kräfteverschiebungen
und Strukturwandlungen.
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- Vor 1770 war der politische
Einfluss der Europäer auf die Staaten in Mittel- und
Südamerika, in Asien und in Afrika noch sehr gering.
Eine Ausnahme bildeten lediglich die zerstörten
Reiche der Azteken und der Inkas. In Indien wurden
die Europäer 250 Jahre lang nach der Entdeckung des
Seewegs nach Indien auf Distanz gehalten. Ebenso wie
in Westafrika und Südostasien war die europäische
Präsenz auf Handelsplätze an der Küste beschränkt.
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- Im spanischen wie im britischen
Amerika bewirkte eine größere Einflussnahme der
Kolonialstaaten erfolgreiche
Unabhängigkeitsbestrebungen kreolischer
Kolonialeliten. Die Bildung neuer Nationalstaaten
verhinderte nicht oder kaum ihre Einbindung in die
Weltwirtschaft. Allerdings beendeten die Revolution
der Sklaven in St. Domingue, die 1806 zur Gründung
des Staates Haiti führte, sowie die schrittweise
Abschaffung von Sklavenhandel und Sklaverei im
atlantischen Raum, das goldene Zeitalter der
spanischen Zuckerinteressen auf den Westindischen
Inseln.
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Das nicht mehr
koloniale Lateinamerika wurde als
Exportproduzent enger denn je in die
Weltwirtschaft eingebunden. |
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- Der
'Siebenjährige Krieg'
(1756 - 1763) hatte zum Zusammenbruch der
französischen Position sowohl in Kanada als auch in
Indien geführt. Aus dem kolonialen Wettlauf mit
Frankreich ging Großbritannien mit
Territorialgewinnen hervor: Seit 1788 wurde
Australien besiedelt, zunächst als
Sträflingskolonie. Die Eroberung und Besiedlung
Neuseelands begann 1840.
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- Etwa seit der
zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts wurde die Herrschaft in den Kolonien von
den Kolonialmächten direkt übernommen. Ihre
Herrschaft stützte sich auf militärische Präsenz.
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- Die Formen der territorialen
Expansion hatten sich gewandelt. Zuvor waren es
meist einzelne Siedlergruppen oder
Kaufleute gewesen, die - oftmals sogar gegen den
Willen ihrer Staatsführung - Länder in Besitz
nahmen. Nun ergriffen die
Regierungen selbst
die Initiative zur zielgerichteten und
systematischen Durchdringung, Erschließung und
Ausbeutung von militärisch eroberten Gebieten.
Eigene staatlich Kolonialverwaltungen werden
errichtet.
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- Über die
Triebkräfte für
den Erwerb von Kolonien durch die Regierungen wurde
viel wissenschaftlicher Streit ausgetragen. Jedes
Motiv für sich allein erklärt die Wirklichkeit nicht
hinreichend. Vieles wirkte zusammen, auch gibt es
nationale Besonderheiten im Groß- und
Weltmachtstreben. Wirtschaftliche Motive
spielten für alle Mächte eine Rolle: 1. die
Erschließung und Sicherung neuer Rohstoffgebiete zur
krisenunabhängigen, kontinuierlichen und
preisgünstigen Versorgung der inländischen
Verarbeitungsindustrie, 2. die Öffnung neuer Märkte
zum profitablen Absatz des eigenen
Produktionsüberschusses. 3. das Bestreben, die
sozialen und wirtschaftlichen Konflikte im eigenen
Land durch die Schaffung neuer
Produktionskapazitäten und Absatzchancen zu
entschärfen.
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- Der Ausbau der britischen Position in Indien (1770 -
1880)
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- Anders als die Spanier in
Mittelamerika verfolgten die Engländer in Indien
zunächst keine Eroberungspolitik. Die
'Englische
Ostindische Kompanie'
betrieb ihren Handel von
den Hafenstützpunkten aus. Militärische Vorteile der
Engländer gegenüber den indischen Staaten gab es
nicht.
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- Während der Niedergangsphase des
indischen Mogulreiches, die von den
Auseinandersetzungen zwischen den regionalen Mächten
geprägt war, mischte sich die Kompanie immer mehr in
die indische Innenpolitik ein. In Bengalen
arrangierte man sich zum gegenseitigen Nutzen mit
dem regionalen Fürsten. Der Zusammenbruch dieser
"Kollaboration" ließ den
Gedanken an
Territorialherrschaft aufkommen. Ab 1755
verfolgten die Briten innerhalb des indischen
Staatensystems eine Strategie der Unterwerfung.
Hunderte von schein-autonomen Fürstenstaaten blieben
bestehen, doch seit 1818 konnten sich die Briten als
"paramount power", als unbestrittene
Vormacht, auf dem Subkontinent fühlen.
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- Die
'Englische Ostindische
Kompanie" fungierte in ihrer Doppelrolle als
Geschäftsunternehmen und Staatsmacht. Der
militärischen Ausweitung ihres Herrschaftsbereichs
folgten im Wesentlichen folgende Schritte:
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- Sicherung des
Handelsmonopols und der militärischen
Vorherrschaft
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- Sicherung der
Steuereinnahmen und Festlegung eines
'rechtlichen Regelwerks'
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- Aufbau einer
bürokratischen Verwaltung, Eingriffe in die
indische Gesellschaftsordnung.
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- Die englische Kolonialpolitik in
Indien blieb nicht ohne Kritik. In den 1770er Jahren
prangerte der anglo-irische Publizist und
Parlamentarier Edmund Burke (1729 - 1797) die
Willkürherrschaft der Ostindischen Gesellschaft an.
Aus einer konservativen Grundhaltung heraus
verteidigte er die historischen Rechte gewachsener
Aristokratien
und machte dabei keinen Unterschied zwischen dem
englischen Hochadel und den Fürsten Indiens. Die
Befürworter der britischen Expansion in Indien und
anderswo hatten den Argumenten Burkes wenig
entgegenzusetzen.
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Edmund Burke
(*1729, †1797), englischer Staatsmann und
Philosoph |
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- Im 19. Jahrhundert wurde in
England die Debatte um die
Rechtfertigung des
Kolonialismus weitergeführt. Eine breite Front,
die auf eine permanente Ausweitung des englischen
Imperiums hinwirkte und dies auch theoretisch
begründete, gab es nicht. Ebenso wenig gab es die
Bereitschaft, auf den gegenwärtigen Besitz Verzicht
zu leisten.
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- Als in den Jahren um 1820 die
Interessen Russlands an Asien sichtbar wurden,
bekam das Problem der Sicherheit Indiens
und
damit einer wesentlichen Quelle des britischen
Reichtums neue Bedeutung. Die politische Publizistik
forderte die Errichtung einer britischen
Sicherheitszone vor Indien.
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Nachdem die
Bereitschaft zu expansiver Kolonialpolitik in
Asien durch die beginnende russische Konkurrenz
geweckt worden war, sah eine Gruppe von
radikalen Publizisten zwingende Gründe für eine
aktive Kolonialpolitik in den
inneren
Verhältnissen Englands. So sah zum Beispiel
Edward Gibbon Wakefield (1796 - 1862) in
einer organisierten Auswanderung die Lösung zur
Behebung der Armut im Inland. Diesen Aspekt
verband er mit der Feststellung, dass in
Großbritannien stets mehr Kapital vorhanden war,
als sich gewinnbringend anlegen ließ. Die
Überschüsse an Arbeitsangebot und Kapital
müssten, so forderte Wakefield, ins Ausland
gehen. Das im Inland überflüssige Kapital müsse
neben der Ausweitung des Handelsimperiums auch
neue Siedlungskolonien schaffen. Nur dadurch
könnte, so Wakefield, die "drohende soziale
Katastrophe" im Innern verhindert werden.
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- Die Expansionspolitik
Großbritanniens unter Premierminister Benjamin
Disraeli (reg. 1868/69 und 1874-1880) nahm
systematische und umfassende Formen an.
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- Die deutsche Kolonialpolitik
1871 - 1884
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- Nach der Gründung des Deutschen
Reichs 1871 spielte die Kolonialpolitik in
Deutschland zunächst nur eine geringe Rolle.
Reichskanzler Otto von Bismarck sah einerseits
in dem Erwerb von Kolonien nur geringe
wirtschaftliche Vorteile, andererseits erwartete er
eine Gefährdung seiner Friedenspolitik.
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Otto Fürst von Bismarck
(*1815, † 1898), 1871 bis 1890
deutscher Reichskanzler.
Foto: pa/MAGNO
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Bismarck ging es
bei seiner Bündnispolitik darum, Kriege in
Europa zu vermeiden, in die Deutschland
hineingezogen werden konnte. Deshalb musste er
die gegensätzlichen Machtinteressen in Europa
durch ein System von Gewichten und
Gegengewichten in den Griff bekommen. Vor
allem sollte Frankreich keine Gelegenheit
bekommen, Bündnisse gegen das Deutsche Reich zu
schließen. Im Prinzip machte er die
europäischen Mächte unmittelbar oder mittelbar
vom Deutschen Reich abhängig. |
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- Im Laufe der 70er Jahre wurde die
Frage, ob Kolonien erworben werden sollen oder
nicht, öffentlich diskutiert. 1873 wurde die
"Afrikanische Gesellschaft in Deutschland"
gegründet, die sich die geographische Erkundung
Afrikas zum Ziel setzte. 1882 kam es zur Gründung
des "Deutschen Kolonialvereins", der den
Erwerb von Kolonien propagierte. Die 1884 gegründete
"Gesellschaft für Deutsche Kolonisation"
setzte sich aktiv für einen Kolonialerwerb ein.
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Schon Mitte des
19. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine
Vielzahl von Autoren, die sich darüber ärgerten,
dass die umfangreiche
deutsche Auswanderung
ausschließlich den USA zugute kam. Daneben wurde
die Expansion mit wirtschaftlichen
Notwendigkeiten begründet. Für den deutschen
Politiker Julius Fröbel (*1805, † 1893),
1848 Abgeordneter der Frankfurter
Nationalversammlung, war eine
Expansion
Deutschlands unbedingt erforderlich
("Theorie der Politik", 1864). Einen Staat, der
seine Stellung in dem "ökonomischen Weltsystem"
nicht zu behaupten wusste, hielt er für
verloren. |
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Begriffe
Kolonialismus in Mittelamerika und der
Karibik 1520 - 1760
Kolonialismus in Asien 1520 - 1760
Europäische
Territorialherrschaft 1770 - 1880
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Die Epoche des europäischen
Imperialismus (1882 - 1914)
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- Das Besondere an der Epoche des
Imperialismus war, dass sich neben den
traditionellen
Kolonialmächten Großbritannien, Frankreich, Spanien,
Portugal und Russland auch neue, aufstrebende Mächte
(die USA, das Deutsche Reich, Belgien, Italien, Japan) am
Wettlauf um die - wie man glaubte -
endgültige Aufteilung
der Welt beteiligten. Um der Konkurrenz gewachsen zu
sein, glaubten die Großmächte, große Teile der Erde als
Rohstofflieferanten und / oder Absatzmärkte für die
heimische Industrie beherrschen zu müssen.
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- Imperialismus - das war
die Ausweitung der Machtsphäre eines Staates über
seine Grenzen hinaus. Der Besitz von Kolonien sollte
dazu dienen, die Stellung des eigenen Landes im
Konkurrenzkampf mit den anderen Mächten zu stärken.
Die imperialistische Politik wurde als
nationale
und wirtschaftliche Notwendigkeit
zielbewusst
verfolgt.
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- Die Sicherung der nationalen
Existenz, die Wahrung der nationalen Interessen, der
"Platz an der Sonne" wurden zu Parolen der
Außenpolitik. Das nationale Prestigestreben
spielte insbesondere bei den jungen europäischen
Nationalstaaten eine große Rolle.
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- Wirtschaftlicher
Konkurrenzkampf und
nationales
Prestigestreben ließ der jeweiligen Bevölkerung
eines Landes ihren Staat als eine Schicksals-,
Schutz- oder Kampfgemeinschaft erscheinen, die in
ihrem Ringen um Selbstbehauptung keine
Andersdenkenden dulden konnte. In den "nationale
Kreisen" geriet jede Form von Opposition in den
Verdacht, das Vaterland zu gefährden. Der
Nationalismus entwickelte sich zu einer
Ideologie, welche die bestehende Ordnung um jeden
Preis erhalten wollte. Konflikte wurden als Übel
angesehen, die für den nationalen Machtstaat
lebensbedrohlich schienen. So nahm der Nationalismus
autoritäre, undemokratische Züge an.
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- Als weitere Ursache der
imperialistischen Ausdehnung wird auch die Strategie
der europäischen Staaten angesehen, von sozialen und
politischen Problemen im Innern abzulenken und diese
durch außenpolitische Erfolge zu kompensieren (Sozialimperialismus).
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- Die Zeit zwischen 1882 und 1914 wird als
klassische Epoche des Imperialismus
bezeichnet. In
diesem Zeitraum breiteten sich die westlichen, militär-,
industrie- und kapitalstarken Staaten über die weniger
entwickelten Regionen fast ganz Afrikas und Ozeaniens aus
und festigten gleichzeitig ihre teilweise ältere Herrschaft
in Asien. Der 'Imperialismus' setzte in Großbritannien ein
und erfasste wie in einem Rausch die Großmächte der Welt.
Der Kolonialbesitz erreichte 1914 seine größte Ausdehnung:
er umfasste die Hälfte der Erdoberfläche mit mehr als einem
Drittel der Weltbevölkerung.
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- Die
Voraussetzungen zum Imperialismus
wurden durch den technischen Fortschritt in den
Industrieländern des Westens geschaffen. Bessere Waffen
(Maschinengewehr), stärkere Transportsysteme (Eisenbahn und
Stahlschiff) und bessere Kommunikationssysteme (Telegraphie)
ermöglichten die Beherrschung großer Räume sowie die Nutzung
und den Abtransport von Ressourcen. In fast allen Ländern
Europas wuchs die Bevölkerung. So stieg die deutsche
Bevölkerung von der Gründung des deutschen Kaiserreichs 1871
bis 1900 von 41 auf 56 Millionen.
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Der technische Vorsprung
bewies in den Augen der Weißen ihre Überlegenheit. Der
dadurch entstehende Rassendünkel, der Rassismus,
zerstörte alte Moralvorstellungen und enthemmte sie, die
Schwächeren blutig zu unterdrücken. |
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- Die
kolonialistischen Ziele wurden
um 1900 gerechtfertigt durch die
sozialdarwinistische
Lehre von der Überlegenheit der weißen Rasse und ihrer
Mission, Zivilisation, Gerechtigkeit, Ordnung und Wohlstand
über die ganze Welt zu verbreiten.
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Die sozialdarwinistische
Interpretation der internationalen Politik (das Recht
des Stärkeren) war nur für wenige Jahre populär. Viele
Politiker - und auch viele Gelehrte - in Europa und den
USA - unterschieden zwischen den
vitalen Nationen
des modernen Westens und den
schwachen Völkern
der übrigen Welt und leiteten daraus einen
"natürlichen Herrschaftsanspruch" ab. 'Geschichte'
wurde als Kampf der Völker und Nationen um Vorherrschaft
und Überleben verstanden. |
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- Das Eröffnungssignal für den
Imperialismus war das Vorgehen der
Franzosen in Tunesien
(1881). Tunesien wurde französisches Protektorat. Nun ging
es nicht mehr nur um eine indirekte, sondern um eine direkte
politische und militärische Kontrolle des Territoriums.
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- Ein neuer Mitspieler im Konzert der
Kolonialmächte war der belgische König Leopold II.,
der aus Gründen der internationalen Anerkennung und Mehrung
seines persönlichen Reichtums nach Kolonien Ausschau hielt
und deshalb im Jahr 1879 den englischen Forscher
Sir
Morton Stanley in das afrikanische Kongobecken schickte.
Was zunächst als geographisch-wissenschaftliches Interesse
verbrämt war, endete Januar 1884 in der
Gründung des
belgischen Kongo-Freistaats.
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Großbritannien und
Portugal schlossen umgehend einen Vertrag um
portugiesische Ansprüche am unteren Kongo gegen Belgien
und Frankreich durchzusetzen und den Kongo-Freistaat vom
Mündungsgebiet des Flusses abzuschneiden. Dagegen
protestierte das Deutsche Reich, das 1884
Deutsch-Südwestafrika, Togo und Kamerun unter seinen
"Schutz" gestellt hatte. Dabei wurde es von Frankreich
unterstützt. |
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- Der britische Imperialismus
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- Viele Briten waren von der
Überlegenheit ihrer Zivilisation überzeugt und
von dem Sendungsbewusstsein geprägt, dass
eine britisch dominierte Weltordnung - die
Pax
Britannica - der beste Garant für Frieden,
Stabilität und Gerechtigkeit auf Erden sei. Der
wichtigste Baustein der britischen Weltordnung war
Indien. Da die Briten angesichts der veränderten
politischen Situation in Europa nach 1871 ihre
Vormachtstellung in der Welt gefährdet sahen,
glaubten sie, dieses "Kronjuwel" sichern zu
müssen. Die Macht auf dem Subkontinent sollte
gefestigt und die Sicherung der Seewege dorthin
weiter ausgebaut werden.
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Die
Ziele der
britischen Politik waren die Erhaltung des
europäischen Gleichgewichts und die Eindämmung
der aufstrebenden Konkurrenz Russlands und der
USA. Mit militärischen Interventionen
(Großbritannien war die größte Seemacht!)
sollten wirtschaftliche Interessen abgesichert
und neue Gebiete erworben werden. |
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- Erst sechs Jahre nach der
Eröffnung des Suezkanals im Jahr 1869 erkannte
Großbritannien dessen tatsächliche Bedeutung. Unter
Premierminister Benjamin Disraeli
erwarb die
britische Regierung 1875 44 Prozent der
Aktienanteile. In der Folge verstärkte die britische
Kolonialpolitik die Kontrolle über Ägypten. Die
Besetzung Ägyptens im Jahr 1882 diente der
Sicherung des Seewegs nach Indien. Bereits im selben
Jahr fuhren 80 Prozent der Schiffe, die den
Suezkanal passierten, unter britischer Flagge.
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Der
Suezkanal
war am 17. November 1869 von der
französischen Kaiserin Eugénie und dem
ägyptischen Vizekönig Ismail Pascha
eröffnet
worden. Die 164 km lange Wasserstraße von Port
Said nach Suez verband das Mittelmeer mit dem
Roten Meer und verkürzte den Seeweg nach Asien
erheblich. Finanziert wurde das Projekt zu zwei
Dritteln durch europäische Anleger, den Rest
steuerte Ismail Pascha und die ägyptische
Regierung bei. Großbritannien hatte sich an der
Erstfinanzierung nicht beteiligt.
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Ferdinand Marie Vicomte de Lesseps
(*1805, † 1894), französischer Diplomat
und Ingenieur, organisierte und leitete
den Bau des Suezkanals. |
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- Den offiziellen Höhepunkt der
Einrichtung der 'Pax Britannica' auf dem
indischen Subkontinent bildete 1876 die
Krönung
Königin Viktorias zur Kaiserin von Indien. Das
Versprechen Königin Viktorias, den Indern gleiche
Rechte und Chancen wie ihren anderen Untertanen
einzuräumen, blieb in der Praxis bedeutungslos. Die
entscheidenden Positionen im Staatsdienst blieb den
Briten vorbehalten.
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An der Spitze der
Verwaltung stand der Generalgouverneur, der als
Vertreter der Krone den Titel "Vizekönig"
führte. Ihm zur Seite stand der
'Imperial
Legislative Council', in dem vom Vizekönig
ausgewählte indische Honoratioren an der
Gesetzgebung mitwirken durften. |
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- Auf dem Papier war Indien ein
Teil des Weltmarkts. Tatsächlich aber blieb es eine
abhängige, ausgebeutete Kolonie.
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- Unter dem Vorwand der
"Grenzsicherung" gegenüber dem russischen Vordringen
nach Mittelasien, versuchte Großbritannien, sich
Afghanistan als abhängigen Pufferstaat zu
unterwerfen. Nach einer schweren militärischen
Niederlage im Jahr 1880 mussten sich die Briten
zurückziehen. Mehr Glück hatten sie östlich des
indischen Reichs, wo sie in zwei Schritten (1852 und
1885/86) Birma annektierten. 1903/04 wurde
Tibet dem britischen Einfluss unterworfen.
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- Gegen Ende des 19. Jahrhundert
entwickelte sich unter den gebildeten Indern ein
Nationalbewusstsein und ein gewisser kultureller
Nationalstolz. Die Vertreter dieses
indischen
Nationalismus wandten sich zunehmend gegen die
Kolonialherrschaft. Sie kritisierten vor allem "die
Auszehrung des Landes durch das Abschöpfen seiner
Reichtümer" (Dadabhai Naoroji).
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Das Sprachrohr
des neuen Nationalismus war der
"Indian
National Congress", der erstmals 1885 in
Bombay zusammentrat. Er forderte die Erweiterung
der gesetzgebenden Gremien unter Beteiligung
indischer Abgeordneter und einen leichteren
Zugang zum Staatsdienst. In der
britisch-indischen Verfassungsreform von 1892
wurden diese Forderungen nur zum Teil erfüllt. |
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- Als der konservative Vizekönig
Lord Curzon 1905 die Provinz Bengalen teilte,
kam es im Nationalkongress zu Protesten. Eine
Teilung des Kongresses in einen liberal-gemäßigten
und einen national-revolutionären Flügel konnte 1907
nicht mehr vermieden werden.
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- Das britische Imperium
beinhaltete um 1900 neben Indien auch Kanada,
Australien und Teile Afrikas.
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- Der französische Imperialismus
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- Frankreichs Imperialismus
konzentrierte sich auf Afrika und Indochina.
Eingeleitet wurde die imperiale Politik in den 80er
Jahren des 19. Jahrhunderts von Ministerpräsident
Jules Ferry. Den Ausgangspunkt bildete der
bereits vorhandene Kolonialbesitz in Nordafrika
(Algerien) und Cochinchina (Saigon). 1881 nahm
Frankreich Tunesien und Teile des Kongo in Besitz,
1884 Guinea und anschließend große Teile Westafrikas
und der Sahara. Marokko wurde 1911 zwischen
Frankreich und Spanien aufgeteilt.
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- 1910 verfügte Frankreich über ein
geschlossen zusammenhängendes Gebiet in West- und
Zentralafrika. Differenzen mit Großbritannien
konnten 1904 mit der 'Entente cordiale'
beigelegt werden.
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- Der deutsche Imperialismus
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- Deutschlands "Platz an der Sonne"
(Diktum des Außenministers Bernhard von Bülow)
begann 1884/85 Gestalt anzunehmen, als
Kanzler
Otto von Bismarck, eigentlich dem Kolonialbesitz
gegenüber skeptisch, mehrere Besitzungen deutscher
Kaufleute unter den Schutz des Deutschen Reiches
stellte.
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- April 1884: Besitzungen
der Bremer Kaufmanns Adolf Lüderitz (Deutsch-Südwestafrika).
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- Juli 1884:
Togoland
sowie Besitzungen von Adolf Woermann in
Kamerun
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- Februar 1885: von Carl
Peters und dessen "Gesellschaft für deutsche
Kolonisation" erworbenes Gebiet in
Ost-Afrika (Deutsch-Ostafrika).
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- April 1885:
Wituland
der Gebrüder Denhardt.
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- Mit der Übernahme von
pazifischen Gebieten, Nord-Neuguinea
(Kaiser-Wilhelm-Land) und der davor
gelegenen Inselgruppe (Bismarck-Archipel) im
Mai 1885 war die erste Phase deutscher
Kolonialpolitik abgeschlossen.
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- Das wesentliche Motiv Bismarcks,
in die Kolonialpolitik einzusteigen, war sein
Bestreben, die kolonialfreundliche
'Nationalliberale Partei'
bei der Reichstagswahl
im Herbst 1884 für sich zu gewinnen und damit seine
eigene Position zu stärken. Außerdem verschafften
ihm die Spannungen zwischen Großbritannien,
Frankreich und Russland einen größeren
außenpolitischen Spielraum. Wirtschaftliche, soziale
und nationale Motive hatten für ihn einen
niedrigeren Stellenwert.
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- Bismarcks politisches Ziel,
privaten Organisationen durch die staatlichen
Schutzbriefe den Handel und die Verwaltung der
jeweiligen 'Schutzgebiete' zu übertragen,
scheiterte. Die in Togo und Kamerun etablierten
Handelsgesellschaften weigerten sich, Hoheitsrechte
auszuüben. Aufgrund der schlechten finanziellen
Situation in fast allen 'Schutzgebieten' sowie der
teilweise prekären Sicherheitslage waren Bismarck
und seine Nachfolger gezwungen, alle Kolonien direkt
und formell der staatlichen Verwaltung des
Deutschen Reiches zu unterstellen.
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- Mit dem
"persönlichen
Regiment" Kaiser Wilhelms II. trat Deutschland
1890 in die imperiale Politik ein. Der Satz von der
"zu spät gekommenen Nation" machte die Runde.
Deutschland glaubte etwas zu versäumen, wenn es sich
nicht rechtzeitig am Wettlauf um die Aufteilung der
Welt beteilige.
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Wilhelm II. (*1859,
† 1941), Deutscher Kaiser von 1888 bis 1918
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- Deutschland sollte
Weltmacht
werden. "Weltpolitik als
Aufgabe, Weltmacht als Ziel, Flotte als
Instrument", so lauteten die Zielvorgaben
Kaiser Wilhelms II.
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Die
imperialistischen Agitationsverbände
'Alldeutscher Verband" und der
Flottenverein
nährten den
übersteigerten Nationalismus und trugen
zur fortschreitenden Isolierung des als
überheblich geltenden Deutschen Reiches
bei. |
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- Die tatsächliche
Bedeutung der kolonialen Erwerbungen, vor
allem in Afrika, standen in keinem
Verhältnis zum proklamierten
"Griff nach
der Weltmacht". Im Wettlauf um einen
"Platz an der Sonne" - um die
Kolonialisierung der noch nicht
unterworfenen Gebiete - blieben die Erfolge
gering.
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- Das von Bismarck geschaffene
Bündnissystem wurde nicht mehr erneuert. Es kam zu
einer französisch-russischen Allianz, die der
alte Reichskanzler immer hatte verhindern wollen.
Auch Großbritannien "versöhnte" sich mit
seinem weltpolitischen Rivalen Frankreich. Das
forsche "Alles-oder-nichts" des deutschen
Kaisers führte das Reich in die Isolation. Nicht
eine Einkreisung durch die anderen Mächte geschah,
vielmehr eine Art von Selbstauskreisung
Deutschlands, das sich umso stärker an
Österreich-Ungarn band.
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Das
Aneinanderrücken des späteren Entente-Mächte
Großbritannien, Frankreich und Russland war
nicht nur der Bereinigung ihrer kolonialen
Streitigkeiten zu verdanken, sondern auch
der seit Bismarcks Abgang wankelmütigen, wenig
Vertrauen erweckenden deutschen Auenpolitik. |
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- Die vertragliche Festlegung des
freien Zugangs für Handel und Mission in Afrika war
das offizielle Ziel der Afrikakonferenz, die
vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 unter
dem Vorsitz von Reichskanzler von Bismarck in Berlin
stattfand. Dreizehn europäische Staaten, die USA und
das Osmanische Reich waren auf der Konferenz
vertreten.
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- Mit der Erklärung der
freien Schifffahrt auf den Flüssen Kongo und
Niger für alle Nationen, der Schaffung einer
Freihandelszone im Kongogebiet und der
Missionsfreiheit in Afrika wurde die
politische Zielsetzung auch erreicht.
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- Die bei der Konferenz
geäußerten Absichten des
"Zivilisationsauftrags" und der
"Verbesserung der sittlichen und materiellen
Wohlfahrt der eingeborenen Völkerschaften"
waren so gut wie nichts wert. Die
Souveränitätsrechte der afrikanischen
Staatswesen, deren Vertreter man gar nicht
erst zur Konferenz eingeladen hatte, wurden
schlicht übergangen.
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- Tatsächliches Ergebnis
der Konferenz war der
Beschluss der
kolonialen Aufteilung Afrikas. Der
"unabhängige"
Kongo-Freistaat
wurde
als persönlicher Besitz des belgischen
Königs bestätigt und in seinen Grenzen
bestimmt. Gleichzeitig wurden die Kriterien
der "effektiven Besetzung" eines
Gebiets als Voraussetzung der
völkerrechtlichen Anerkennung von
Kolonialbesitz festgelegt. Damit begann der
Wettlauf der europäischen Mächte in
Afrika um die noch nicht besetzten
Gebiete und die endgültige Abgrenzung der
bisherigen Besitzungen.
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Der
Kongo-Freistaat wurde in der
Folgezeit gnadenlos ausgebeutet. Im
Mittelpunkt stand die Gewinnung von
Naturprodukten wie Elfenbein, Palmöl und
Gummi. Nach vielen internationalen
Protesten über die Art und Weise der
Zwangsarbeit der Eingeborenen, sah sich
der König 1908 gezwungen, die Kolonie an
den belgischen Staat abzutreten. |
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- Afrika wurde zum hauptsächlichen
Austragungsort des europäischen Konkurrenzkampfes.
Im Jahr 1876 waren erst zehn Prozent des Kontinents
in europäischen Händen, um 1900 hatte man den
Kontinent fast vollständig aufgeteilt. Bis zum
Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 hatten außer
Äthiopien und
Liberia (einem von
Amerikanern 1822 gegründeten Staat ehemaliger
Sklaven) alle afrikanischen Gebiete ihre
Unabhängigkeit verloren. Den Franzosen und Briten
gehörte nun je ein Drittel des Erdteils, den Rest
teilten sich Deutschland, Portugal, Belgien, Spanien
und Italien.
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Am Vorabend der
Aufteilung Afrikas waren allein Südafrika (seit
1652) und Algerien (seit 1830) europäische
Kolonisationsgebiete. Punktuelle Einflüsse der
Portugiesen (Angola, Mozambique), den Franzosen
(Senegal) und Briten (Sierra Leone, Lagos) kamen
hinzu. Die Stützpunkte an den Küsten bestanden
teilweise seit dem 15. Jahrhundert und hatten
bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts dem
Sklavenhandel gedient. |
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- Die Aufteilung Afrikas war nicht
ohne schwere Konflikte unter den europäischen
Mächten abgelaufen. "Vom Kap bis nach Kairo", so
lautete das von Cecil Rhodes
propagierte
britische Interesse, also eine durchgängige
Verbindung der südafrikanischen Besitzungen mit
Ägypten. Dieses Interesse kollidierte mit dem
französischen Bestreben, einen Ost-West-Gürtel von
Dschibuti bis Dakar zu schaffen. In der
Faschoda-Krise
von 1898 eskalierte der Konflikt bis an die
Schwelle des Krieges.
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In
Faschoda,
einer kleinen sudanesischen Ortschaft am Weißen
Nil, war am 18. September 1898 ein französisches
Expeditionskorps mit einer anglo-ägyptischen
Streitmacht aneinander geraten. Im November zog
Frankreich seine Soldaten (zumeist
Westafrikaner) wieder zurück. Politisch gesehen
hatte die Faschoda-Krise weit reichende Folgen.
Im Sudanvertrag von 1899 grenzten Großbritannien
und Frankreich ihre Interessengebiete ab.
Frankreich anerkannte die britische
Vorherrschaft in Ägypten, im Gegenzug
unterstützte Großbritannien Frankreichs
Interessen in Marokko. |
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- Die Unterwerfung Afrikas durch
den europäischen Imperialismus bedeutete einen
großen Einschnitt in der Geschichte dieses
Kontinents. Die lang andauernde Unterdrückung hat
die afrikanischen Gesellschaften bis an ihre
Grundfesten erschüttert. Einen Respekt von den
Völkern Afrikas gab es nicht; die Kolonialisierung
war brutal und ihre Nachwirkungen verheerend.
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- Die letzten Jahre vor dem Ersten Weltkrieg
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- In den letzten Jahren vor dem
Ersten Weltkrieg befand sich Europa auf dem
Höhepunkt seiner Vorherrschaft in der Welt,
wenngleich die prosperierenden USA und Japan sich
anschickten, eigene Interessensphären abzustecken.
Allein im britischen Kolonialreich lebten 400
Millionen Menschen.
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Die starke
Betonung der Kriegs- und Kampfbereitschaft, die dem
nationalen Machtstaat
eigen war, führte zu
einer Militarisierung des gesamten Lebens.
Ein verbissener Rüstungswettlauf setzte ein und
gewann bald eine gewisse Eigendynamik. Die
Anforderungen an die eigene militärische Sicherheit
wurden immer größer, aber zugleich wuchs auch die
Kriegspsychose.
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- Bis auf Österreich-Ungarn waren
alle anderen Staaten in Europa mehr oder weniger
gegen Deutschland verbündet. So sah Kaiser Wilhelm
II. nur noch in einem Krieg die Chance, die
Umklammerung Deutschlands aufzubrechen und sein
Ziel, Weltmacht zu werden, zu erreichen. Den Anlass
für einen Krieg bot die Ermordung des
österreichischen Thronfolgers.
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- Typisch für das Zeitalter des
Imperialismus, dass sich an den Rändern Europas -
vor allem in Südosteuropa - Konflikte ausbildeten,
die immer mehr zu sich verhärtenden Gegensätzen im
Zentrum des alten Kontinents führten. Der Erste
Weltkrieg, der am Ende der Epoche steht, war jedoch
nicht unvermeidlich oder ein zwangsläufiges Resultat
des Imperialismus. Mit dem großen Krieg endete ein
ganzes Zeitalter: 1914 war der Anfang vom Ende des
alten Europa.
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Begriffe
Kolonialismus in Mittelamerika und der
Karibik 1520 - 1760
Kolonialismus in Asien 1520 - 1760
Europäische
Territorialherrschaft 1770 - 1880
Europäischer Imperialismus 1880 - 1914
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Allen Schülern und Studenten, die gerade eine Prüfung zu
bestehen haben, wünschen wir viel Erfolg. Wir drücken auch die
Daumen für diejenigen, die eine Klausur schreiben müssen oder
eine Hausarbeit bzw. Referat anzufertigen haben. Hat Euch unsere
Seite bei der Vorbereitung oder bei der Informationssammlung
geholfen? Wir freuen uns über jeden Eintrag in
unser Gästebuch,
der uns über eine erfolgreiche Nutzung unserer Homepage
berichtet. Selbstverständlich nehmen wir auch Hinweise und
Verbesserungsvorschläge entgegen. |
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Stand:
10. Jan. 2010
Copyright ©2010 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
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