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Allen Schülern und Studenten, die gerade eine Prüfung zu bestehen haben, wünschen wir viel Erfolg.  Wir drücken auch die Daumen für diejenigen, die eine Klausur schreiben müssen oder eine Hausarbeit bzw. Referat anzufertigen haben. Hat Euch unsere Seite bei der Vorbereitung oder bei der Informationssammlung geholfen? Wir freuen uns über jeden Eintrag in unser Gästebuch, der uns über eine erfolgreiche Nutzung unserer Homepage berichtet. Selbstverständlich nehmen wir auch Hinweise und Verbesserungsvorschläge entgegen.
 
 
Über jede Zuschrift freuen wir uns. Hier unsere E-Mail-Adresse.

Artikel in der Esslinger Zeitung vom 09.01.2008

Täglich eine Ration Geschichte

KÖNGEN:  Dieter Griesshaber füllt die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins mit Inhalt - Rettungsanker für Schüler und Studenten

Wenn es um deutsche Geschichte geht, ist die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen spitze. Die Internet-Suchmaschine Google nennt sie als erste Adresse für dieses Schlagwort. Dass die Seite zu den beliebtesten und besten Informationsquellen für historische Themen zählt, ist Dieter Griesshaber zu verdanken: Der 71-Jährige arbeitet täglich daran, den Inhalt zu erweitern.

Von Karin Ait Atmane

 
Dieter Griesshaber hat schon vielen Schülern und Studenten das Leben erleichtert. Das Internet-Gästebuch mit fast 1000 Einträgen ist voll von lobenden und dankenden Kommentaren. Anna aus Fulda empfindet die Homepage als einen „6er im Lotto“ für ihr Geschichtsabitur, andere loben die „super Zusammenfassung“ und „geniale Übersichtlichkeit“ und finden, dass sich Lehrer davon eine Scheibe abschneiden könnten. Griesshaber hat schon im Studium und Berufsleben gerne umfangreiche Themen strukturiert und Zusammenhänge übersichtlich dargestellt. Im Beruf als Volkswirt bei einer großen Computerfirma blieb ihm nur wenig Freizeit, zum Geschichts- und Kulturverein stieß er erst nach seiner Pensionierung: Der Vereinsvorsitzende Bernd Weigel hatte ihn angesprochen und gefragt, ob er eine Homepage für den Verein erstellen wolle. Griesshaber machte sich an die Arbeit und als die Struktur stand, ging er zum Inhalt über: Er sichtete die Ortsgeschichte, nahm sich dann, nach Epochen gegliedert, die württembergische und die deutsche Geschichte vor, schließlich das römische Reich. Für jeden Abschnitt holt er sich einen Stapel Bücher aus Stuttgarter Bibliotheken, studiert rund drei Monate lang die Quellen, fasst zusammen und verdichtet. Zwei bis drei Stunden täglich sind schnell vorbei: „Mir vergeht die Zeit am Computer, wenn ich mich mit der Materie beschäftige, unheimlich schnell.“ Wichtig ist dem 71-Jährigen, eine knappe Übersicht zu bieten und gleichzeitig Hintergründe und Bezüge zur Gegenwart aufzuzeigen. Geschichte sei wichtig, um die heutige Zeit zu verstehen und einen eigenen Standpunkt zu finden, sagt er. Den Lesern ermöglicht er durch seine Textgestaltung mit Einzügen, gezielt weiter in die Tiefe zu gehen oder aber nur die nackten Daten durchzulesen. Würde man den aktuellen Inhalt der Homepage in ein Buch fassen, wäre das an die 600 Seiten dick, schätzt der Verfasser. Das wissenschaftliche Arbeiten macht ihm Spaß, regelmäßig hört er Vorlesungen an der Universität Stuttgart. Er hat sich Wissensdurst und Neugier bewahrt, seine Frau lässt ihm die Freiräume fürs Studieren und Bücherwälzen.
 
Fast zwei Millionen Zugriffe
 
Ein Glück sei es, an den Köngener Geschichts- und Kulturverein geraten zu sein, sagt Griesshaber: Da werde zwar lebhaft diskutiert, aber man komme harmonisch zu einem Ergebnis. Demnächst will er Literatur und Philosophie, seine anderen Steckenpferde, in Bezug zur deutschen Geschichte setzen, zunächst am Beispiel Heinrich Heines: „Das war einer der ersten politischen Schriftsteller, die genau ihre Zeit reflektiert haben.“
 
Fast zwei Millionen Mal wurde die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins aufgerufen, seit sie im Mai 2001 ans Netz ging. 2007 kam die Hälfte der Zugriffe aus dem Inland, der Rest aus 144 anderen Ländern. Bei den ausländischen Gästen liegt Österreich vor der Schweiz, Frankreich, den USA und Polen.
 

 

Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 28.04.2006:

 

Das Rad nicht erfunden, aber verständlich beschrieben

Von Thomas Schorradt

Internetseite des Geschichts- und Kulturvereins Köngen gilt als Perle im weltweiten Netz - Mehr als eine Million Aufrufe bisher

KÖNGEN/FUNAFUTI. "Die Welt klickt sich auf Köngen", sagt Dieter Griesshaber. Tuvalu auch. Auf der Südseeinselgruppe greift ein Internetsurfer regelmäßig auf die Seiten des Geschichts- und Kulturvereins Köngen zu. Im Netz genießt Griesshabers Geschichtsstunde schon Kultstatus.

In seinem Berufsleben hat der gelernte Computeringenieur Griesshaber der Geschäftsführung von IBM als Chefberater zugearbeitet. Jetzt, im Ruhestand, arbeitet er der weltweiten Internetgemeinde zu. Als Plattform dient ihm die Homepage des Geschichts- und Kulturvereins Köngen. Vor beinahe genau fünf Jahren, am 1. April 2001, hat Griesshaber dort die erste Seite ins Netz gestellt. Inzwischen sind es 86 Dokumente, die Griesshaber den Nutzern kostenlos zur Verfügung stellt. 

Die Bandbreite der Themen reicht von den römischen Kämpfen gegen die Germanen im ersten vorchristlichen Jahrhundert über "Weltbild und Gesellschaftsordnung des späten Mittelalters" bis hin zur deutschen Wiedervereinigung. Allein der deutschen Geschichte von 1250 bis 1989 sind 30 Aufsätze gewidmet. Jeder von ihnen nimmt ausgedruckt rund 14 DIN-A4-Seiten in Anspruch.

Die Begeisterung, mit der sich die Netzgemeinde durch die Köngener Geschichtsseiten klickt, lässt sich messen. Täglich wird die Adresse http://www.geschichtsverein-koengen.de/ bis zu 2000-mal aufgerufen. Seit die Geschichtsreise im Netz begonnen hat, ist die Seite des Geschichts- und Kulturvereins mehr als eine Million Mal aufgerufen worden. Spitzenreiter sind die Aufsätze über die Innen- und Außenpolitik Bismarcks, die Weimarer Republik und die Deutsche Teilung.

Das Interesse an der Deutschen Geschichte ist weltweit. "Die Aufrufe kommen aus 80 Ländern der Erde", sagt Griesshaber. Tuvalu, eine Inselgruppe nördlich von Neuseeland, zählt seit einem halben Jahr regelmäßig zu den Top 30 in der Nationenwertung. Wer sich vom Südseeparadies aus auf Köngen durchklickt, ist Griesshaber bisher allerdings verborgen geblieben.

Nicht verborgen geblieben sind ihm allerdings die begeisterten Kommentare, die ihm beinahe täglich ins virtuelle Gästebuch geschrieben werden. Er habe das Rad zwar nicht erfunden, aber es verständlich beschrieben - so lässt sich zusammenfassen, was dem Internetautor massenhaft als Dankesadresse zufliegt. Vor allem Schüler, Lehrer und Studenten greifen gerne auf das gesammelte und gut verdaulich aufbereitete Geschichtswissen Griesshabers zu. Der Anspruch, Zusammenhänge ideologiefrei und verständlich aufzubereiten, ist für den Computerfachmann die Leitlinie jeder Veröffentlichung. "Da profitiere ich noch von meiner beruflichen Erfahrung. Bei den Geschäfts- und Marktanalysen, für die ich verantwortlich war, wird der Blick für das Wesentliche geschärft", sagt Griesshaber. 

Neben den geschichtlichen Abläufen kommen auf seinen Seiten auch die gesellschaftliche und die kulturelle Entwicklung nicht zu kurz. Jüngstes Ergebnis des griesshaberschen Forschergeistes ist eine Abhandlung zum Thema "Die Entstehung und Ausbreitung des Christentums". Wie bei den anderen Aufsätzen auch hat sich Griesshaber dazu zwei bis drei Monate in alle greifbare Literatur vertieft, die Fakten gesammelt und auf den Punkt gebracht.

Nicht nur gemessen an der Zahl der Zugriffe ist die Köngener Seite ein Renner. Auch qualitativ gehört http://www.geschichtsverein-koengen.de/ zu den Perlen im Netz. "Das hessische Kultusministerium empfiehlt unsere Seiten im Rahmen des Projekts Lehrplan online sowohl den Lehrern als auch den Schülern zum Studium", sagt Griesshaber. Wer die Internet-Suchmaschine Google mit dem Stichwort "Deutsche Geschichte" füttert, stößt gleich an zweiter Stelle auf die Köngener Seite - nur getoppt vom Deutschen Historischen Museum Berlin.


Artikel in der Esslinger Zeitung vom 3.6.2006

Internet-Surfer in der Südsee studiert die Römer

KÖNGEN: Geschichts- und Kulturverein vermittelt Historie pädagogisch wertvoll - Engagement für die Sanierung des Schlosses

Weshalb ist die Revolution von 1848 in Deutschland gescheitert? Auf diese und andere Fragen liefert der Köngener Geschichts- und Kulturverein Antworten im Internet. Wissensdurstige aus der ganzen Welt - von einer Südseeinsel bis in die USA - nutzen die Internet-Seite, die der Köngener Dieter Griesshaber mit viel Sorgfalt gestaltet. "Ich staune manchmal selbst, wer unsere Seite besucht", sagt der historisch interessierte Webmaster.

Von Elisabeth Maier

Mehr als eine Million Internet-Nutzer haben die Seite bisher aufgerufen. Vor genau fünf Jahren startete Griesshaber das Projekt. Selbst ein Internet-Surfer von der Südseeinsel Tuvalu klickt sich regelmäßig auf die Seiten ein und will mehr über römische Geschichte oder die Französische Revolution wissen. Darauf ist der Computerfachmann Griesshaber besonders stolz.

Und auch die pädagogische Qualität seines Internet-Auftritts ist ihm schon von berufener Stelle bestätigt worden. Das hessische Kultusministerium empfiehlt die Seite des Köngener Geschichts- und Kulturvereins den Lehrern und Schülern zur Lektüre. Dass man auf der Köngener Website gut über historische Fakten informiert wird, hat sich inzwischen in ganz Deutschland herumgesprochen.

Geschichtskurs mit der Maus

Ihn habe es manchmal schockiert, wie wenig selbst Abiturienten über die deutsche Geschichte wissen. "Da haben wir uns im Verein überlegt, trockene historische Fakten für alle verständlich aufzubereiten." Mit der Maus können junge und ältere Internet-Nutzer quer durch die deutsche Geschichte surfen. "Das ist ein Medium, das gerade junge Leute anspricht", sagt Griesshaber.

Entsprechend lang ist die Dankesliste, die dem Mitglied des Geschichts- und Kulturvereins immer wieder ins elektronische Gästebuch flattert. Franziska Schütt aus Grömitz in Schleswig-Holstein hat die Internet-Seite sehr geholfen: "Hallo, ich muss zugeben, dass ich so eine bin, die sich auf eine Klausur vorbereitet und ich bin sehr dankbar, dass es diese Seite gibt, denn ich hatte schon befürchtet, dass es schief gehen würde. Vielen Dank. Es ist toll, dass ihr eine solche Seite auf die Beine gestellt habt."

Der Internet-Auftritt ist nur eine der vielen Aktivitäten, die der Köngener Geschichts- und Kulturverein seit Jahren initiiert. "Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, die Sanierung des Köngener Schlosses finanziell zu unterstützen", sagt der Vorsitzende Bernd Weigel. Mit dem Verkauf von Postkarten, Publikationen und mit den Mitgliedsbeiträgen unterstützen die rührigen Bürger die Sanierung des historischen Gebäudes. Den Einbau eines stilgerechten Kachelofens im Renaissance-Rittersaal haben sie mit 18 500 Euro finanziert. Ebenso ließen sie über dem Nordportal ein Wappen der Ritter von Thumb und Neuburg anbringen. Das sind die ursprünglichen Besitzer des Köngener Schlosses. Derzeit legt der Restaurator Hans Cabanis aus Esslingen eine weitere Wandzeichnung im Rittersaal frei. Auch seinen Einsatz unterstützt und begleitet der Köngener Geschichts- und Kulturverein. "Noch ist nicht viel zu sehen", sagt der Restaurator bei der Arbeit im Rittersaal. "Aber ich ahne schon, was da hinter der weißen Farbe auftauchen könnte", meint er verschmitzt. Mehr möchte der Kunstexperte jetzt allerdings noch nicht verraten. Das Freilegen von Wandzeichnungen ist "eine sehr filigrane Arbeit, die immens viel Zeit kostet", erklärt Cabanis.

Werbetrommel für Sanierung

Die Hobby-Historiker wollen aber mehr sein als Sponsoren: "Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, den Köngenern zu vermitteln, wie wichtig der Erhalt ihres Schlosses ist", sagt Bernd Weigel. Selbst wenn das die Kommune einiges koste, müssen man das als eine Investition in die Zukunft sehen. In Gesprächen mit Gemeinderäten und Bürgern rührt der Ingenieur, der an der Technischen Akademie Esslingen tätig ist, die Werbetrommel für das Sanierungsprojekt. Ein Kulturdenkmal wie das Schloss muss aus seiner Sicht für spätere Generationen erhalten werden. "Das gehört zur Identität einer Gemeinde."

Das größte Vergnügen bereitet den Vereinsmitgliedern, selbst in Geschichtsbüchern zu schmökern. In etlichen Publikationen haben sie Köngener Geschichte für ein breites Publikum aufbereitet. "Das Schönste ist, wenn wir dann über historische Themen diskutieren können", findet Bernd Weigel.


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Stand: 29. Jun. 2009                         Copyright ©2009 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.                         Autor: Dieter Griesshaber