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Die Welt des späten
Mittelalters (1250 - 1400)
Das Ende der Luxemburger
und der Aufstieg der Habsburger Kaiserdynastie (1400 - 1517)
Die Reformation von
Luthers Anschlag der 95 Thesen bis zum Wormser Reichstag (1517 - 1521)
Der Dreißigjährige Krieg
(1618 - 1648)
Vom Westfälischen Frieden
(1648) bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Großen (1740)
Der Aufstieg Preußens zur
europäischen Großmacht (1740 - 1763)
Die Französische
Revolution bis zum Ende der Diktatur Robespierres (1789 - 1794)
Deutschland in der Zeit der
Französischen Revolution und der Herrschaft Napoleons (1789 - 1815)
Restauration und
Revolution (1815 - 1830)
Monarchie und Bürgertum (1830
- 1847)
Die Revolution von
1848/49
Von der gescheiterten
Revolution 1848 bis zur Gründung des Deutschen Reiches 1871
Die Innen- und Außenpolitik
Bismarcks (1871 - 1890)
Das Deutsche Kaiserreich
von 1890 bis zum Ausbruch der Ersten Weltkriegs 1914
Die Industrielle
Revolution in England und Deutschland (1780 - 1914)
Europäischer
Kolonialismus und Imperialismus (1520 - 1914)
Der Erste Weltkrieg (1914 -
1918)
Der Weg zur Weimarer
Republik 1918 - 1919
Der Kampf um die Staatsgewalt
in der Weimarer Republik (1919 - 1933)
Die Machtübernahme der NSDAP
und die Errichtung der Diktatur Hitlers (1933 - 1939)
Der Zweite Weltkrieg (1939
- 1945)
Der Weg in die Teilung
Deutschlands (1945 - 1949)
Der Kalte Krieg: Vom
Kriegsende 1945 bis zum Bau der Berliner Mauer 1961
Die Ära Adenauer (1949 -
1963)
Die Kanzlerschaft Ludwig
Erhards 1963 - 1966
Kalter Krieg Teil 2: Von
der Kubakrise 1962 bis zur Auflösung der Sowjetunion 1991
Die Zeit der Großen
Koalition 1966 - 1969
Die Ära Brandt (1969 - 1974)
Die Kanzlerschaft Helmut
Schmidts (1974 - 1982)
Die Kanzlerschaft Helmut
Kohls von 1982 bis 1987
Die Kanzlerschaft Helmut
Kohls von 1987 - 1989
Der Weg zur
Wiedervereinigung Deutschlands (Teil I: Die DDR von den siebziger Jahren
bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989)
Vom Fall der Berliner
Mauer bis zur deutschen Einheit (1989 - 1990)
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Geschichte
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Südwesten
Deutschlands
Habsburger Monarchie
Preußen
Nationalversammlung
Literaturhinweise
Württemberg 1806 - 1850
Köngen 1806 - 1850 (exemplarisch für ein Dorf)
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Die Revolution 1848 in Frankreich
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- Verhältnisse vor der Revolution
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- Der König war in Frankreich
Oberhaupt des Staates und Inhaber der
exekutiven
Gewalt. Das
Recht zur Gesetzesinitiative
teilte er mit der Pairs-Kammer und der
Abgeordnetenkammer.
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- Die
Pairs-Kammer
bestand aus den vom König auf Lebenszeit
ernannten Personen. Die Mitglieder der
Abgeordnetenkammer wurden nach einem
durch Zensusbestimmungen stark
beschränkten aktiven Wahlrecht gewählt. Im
Jahr 1846 gab es bei 35 Millionen Einwohnern
ca. 240.000 Wahlberechtigte.
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- Die Verbindung von
politischem Einfluss und wirtschaftlicher
Macht in der Hand einer
kleinen Schicht
des Besitzbürgertums sorgte in der
Bevölkerung für Unzufriedenheit. Deshalb
wurden Forderungen nach einer Reform des
Zensuswahlrechts, im zweiten Halbjahr 1847
sogar nach einem allgemeinen und gleichen
Wahlrecht erhoben.
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- Wirtschaftliche Notlage
breiter Bevölkerungsschichten
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- Infolge der schlechten
Ernten 1845 und 1846 war ein großer Teil
des Kleinbauerntums
nicht mehr in der
Lage, selbst den eigenen Bedarf an
Lebensmitteln zu decken. Von den
Preiserhöhungen für Kartoffeln und Getreide
profitierten in der Landwirtschaft nur
wenige Großbetriebe.
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- Die wirtschaftliche Not
der städtischen Bevölkerung
war
besonders groß, weil die Preiserhöhungen für
Nahrungsmittel mit der Absatzkrise von
Gewerbe und Industrie zusammenfielen. Diese
Absatzkrise war für
Lohndruck
und
Arbeitslosigkeit verantwortlich. Die
höheren Preise für Nahrungsmittel waren die
Ursache dafür, dass die privaten Haushalte
den Kauf handwerklicher Produkte stark
einschränken mussten. Dies bedeutete
wiederum eine Notlage des Handwerks.
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Die
wirtschaftliche Notlage des größten
Teils der Bevölkerung ließ den Unmut
über die Selbstbereicherung der
kleinen bürgerlichen Oberschicht
steigen. Dabei kam es zu einer Allianz
von Pariser Intellektuellen mit dem
Kleinbürgertum. |
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- Die Pariser Februarrevolution 1848
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- Im Verlauf des Februars kam es in
Paris immer wieder zu Massendemonstrationen
von Arbeitern und Studenten. Am 22. Februar gab es
erste Zusammenstöße mit der
Nationalgarde.
Barrikaden wurden gebaut.
Da die
Nationalgarde nicht bedingungslos hinter der
Regierung stand, wurde am nächsten Tag das
Militär
eingesetzt. Bei einem Zusammenstoß des
Militärs mit den Demonstranten gab es 52 Tote. Dies
gab den Anstoß zum allgemeinen Aufstand des
Kleinbürgertums
und der
"Unterschichten".
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- Die aus dem gehobenen Bürgertum
rekrutierte Nationalgarde solidarisierte sich mit
den Aufständischen und sorgte für einen relativ
unblutigen Sieg der Revolutionäre.
König Louis
Philippe dankte am 24. Februar zugunsten seines
Enkels ab, doch die Massen erzwangen die
Proklamation der Republik und die Bildung einer
provisorischen Regierung. Am 2. März wurde das
allgemeine Wahlrecht eingeführt.
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Louis Philippe
(*1773, †1850), König der Franzosen (Ludwig
XIX.) von 1830 bis 1848, genannt der
"Bürgerkönig" |
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- In der 'Provisorischen
Regierung' waren sowohl gemäßigte
Liberale - wie zum Beispiel der romantische
Dichter Lamartine - als auch
Sozialisten wie der sozialistische
Theoretiker Louis Blanc vertreten.
Dies führte zur inneren Widersprüchlichkeit
dieser Regierung.
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- Louis Blanc erließ
das Dekret über das
Recht auf Arbeit.
Unter seiner Führung wurden noch im Februar
zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
"Nationalwerkstätten"
eingerichtet, in
denen 10.000 Arbeitslose auf Staatskosten
mit öffentlichen Aufgaben beschäftigt
wurden.
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Louis
Blanc (*1811, †1882), französischer
frühsozialistischer Theoretiker und
Politiker |
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- Die
Landbevölkerung
hat
sich der Pariser Revolution nicht angeschlossen, da
sie sich vor kommenden sozialistischen Maßnahmen
- wie zum Beispiel vor einer Enteignung ihres
Landbesitzes zugunsten der eigentumslosen Pariser
Unterschichten -, fürchtete.
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- Am 23. April 1848 fanden nach
allgemeinem Wahlrecht die Wahlen zu einer
'Verfassungsgebenden Nationalversammlung' statt.
Die gemäßigten Liberalen, die ihren Wahlkampf mit
konservativen Parolen geführt hatten, gewannen 600,
die Sozialisten lediglich 100 der 900 Sitze im
Parlament. Die Royalisten gewannen 200 Mandate.
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Die Bevölkerung
in den Provinzen hatte fast ausschließlich
die großbürgerliche Schicht gewählt, die vor
der Revolution das politische Leben Frankreichs
geprägt hatten. - Die bisherigen Honoratioren
hatten vor der Wahl ihre lokale Machtstellung
zur Beeinflussung der kleinen Leute ausgenutzt.
Das von den Republikanern (den linken Liberalen
und den Sozialisten) durchgesetzte allgemeine
Wahlrecht hatte sich letztlich zu ihren
Ungunsten ausgewirkt. |
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- Am 5. Mai 1848 setzte die
Nationalversammlung ein kollektives Staatsoberhaupt
in Gestalt einer fünfköpfigen
"Kommission für die
Exekutivgewalt" ein, in der auch das
Kleinbürgertum und die Arbeiterschaft vertreten war.
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- Die "Pariser Junischlacht"
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- Der
linke Flügel der Liberalen
und die Sozialisten waren nicht bereit, die
Wahlniederlage hinzunehmen. Die Not, der Hunger und
das Elend unter den Arbeitern und Gesellen, den
kleinen Handwerkern und Ladenbesitzern in Paris
hatte nach der Februarrevolution eher noch
zugenommen. Als am 21. Juni das
staatliche
Arbeitsbeschaffungsprogramm (die Arbeit in den
Nationalwerkstätten) nicht mehr erweitert wurde,
verursachte dies einen revolutionären
Flächenbrand. Sogar der sich in einer
Existenzkrise befindliche untere Mittelstand
beteiligte sich jetzt an der Erhebung,. Eine
einheitliche Leitung des Aufstandes gab es nicht!
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- Die Regierung setzte Militär
gegen die Aufständischen ein. Ende Juni bricht der
Aufstand zusammen. Auf der Seite der Aufständischen
gab es mehr als 3000, beim Militär 1600 Tote. Der
Niederlage folgte ein Strafgericht mit höchster
Grausamkeit.
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- Große Teile der Bevölkerung in
den Provinzen hatten während des Aufstandes ihr
Eigentum in Gefahr gesehen. So wurde dessen
Niederschlagung allgemein begrüßt.
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Die
Reaktion, bestehend aus dem Finanz- und Großbürgertum,
hatte also gesiegt!
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- Das 'Kommunistische Manifest'
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- Kurz vor der Februarrevolution in
Paris im Jahr 1848 veröffentlichen
Karl Marx
und Friedrich Engels in London die
Programmschrift des 'Bundes der Kommunisten' das
'Kommunistische Manifest'. Marx und Engels
beschreiben die moderne Welt als eine Bühne für den
Klassenkampf zwischen der herrschenden
Bourgeoisie (den Kapitalisten) und dem
unterdrückten Proletariat (den
Lohnarbeitern).
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Karl Marx (*1818, †1883),
deutscher Sozialökonom und sozialistischer
Theoretiker
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- Das 'Kommunistische
Manifest' ist nicht nur eine populäre
Darstellung der wichtigsten Thesen von Karl
Marx, sondern auch eine Kampfansage an die
bürgerliche Gesellschaft.
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- Auf der Suche nach immer
größerem Profit verbessert die
Bourgeoisie laufend die
Produktionsmittel
und setzt damit, ohne es zu wollen,
gesellschaftliche und geschichtliche Kräfte
in Gang, die sie nicht länger beherrschen
kann. Indem die Zahl der
Proletarier
immer größer wird und ihr politisches
Bewusstsein wächst, werden die
Klassengegensätze eine Revolution und
den Untergang der Bourgeoisie und des
Kapitalismus auslösen.
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-
Karl Marx
erkennt, dass die
bürgerlich-kapitalistische
Gesellschaft mit ihrem
Privateigentum (zum Beispiel an
Fabriken) eine Klasse "produziert",
die zu ihr "im Widerspruch" steht:
das Proletariat. Die
Proletarier (Lohnarbeiter) sind bei
ihrer Arbeit vom Eigentum an den
Produktionsmitteln getrennt. Sie
leben im Elend und müssen ihre
Arbeitskraft als "Ware" verkaufen.
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-
Das Proletariat
hat, so stellt Marx fest, keinerlei
aktiven oder schöpferischen Einfluss
auf die Art der Produktion.
Mit anderen Worten: der Arbeiter
bestimmt nicht mehr, was und wie er
etwas macht, sondern der
Produktionsprozess diktiert ihm, was
er tun muss. Der Arbeiter ist also
nicht Herr über seine Arbeit und
deren Produkt, sondern er ist ihnen,
wie Marx sagt,
"entfremdet".
Durch seine
Entfremdung von der
Arbeit verkümmert im Menschen
jene schöpferische Kraft, die ihn
erst zum Menschen macht.
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-
Marx und Engels betonen die Notwendigkeit
der Abschaffung des Privateigentums
als Voraussetzung eines grundsätzlichen
Wandels in der materiellen Existenz des
Menschen. Nach dieser Revolution wird
die wirtschaftliche Produktion in den Händen
des als herrschende Klasse organisierten
Proletariats liegen. Mit dem Gemeineigentum
verschwinden auch die Klassenunterschiede.
Am Ende des 'Kommunisten Manifestes' rufen
Marx und Engels zur Einheit auf:
„Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!“
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Unter
'Klassenkampf' und
'Revolution'
verstehen Marx und Engels die
weltweite Erhebung der Lohnarbeiter
gegen die Kapitalistenklasse. |
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- Vom 'Kommunistischen Manifest"
werden zunächst nur tausend Exemplare gedruckt,
obgleich sein Erscheinungsdatum zu Beginn des
Ausbruchs der bürgerlichen Revolution fast überall
in Europa denkbar günstig ist. Trotz Hunger und
Arbeitslosigkeit, trotz Ausbeutung des Proletariats
ist der Aufstand gegen die verkrustete Obrigkeit vor
allem eine Aktion des liberalen Bürgertums,
bei dem die Arbeiter nur teilweise
mitkämpfen. Grundsätzlich geht es bei der Revolution
von 1848 um die bürgerliche und nicht um die
proletarische Freiheit.
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- Im Sinne der Theorie von
Karl Marx ist der
Bürgeraufstand
historisch notwendig, damit die letzte, die
sozialistische Revolution überhaupt
stattfinden kann. Die Bourgeoisie kann den
Kampf gegen die feudale Klasse nur
gewinnen, wenn das ganze Volk hinter ihr
steht. Aus diesem Grund ruft Karl Marx in
der 'Neuen Rheinischen Zeitung'
alle
Bürger auf, sich an der Revolution zu
beteiligen.
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- Die meisten
Lohnabhängigen können sich nicht
entschließen, den bürgerlichen Aufstand zu
unterstützen. Die Arbeiter begreifen sich
noch nicht als selbstständige Kraft
mit eigenen - der Bourgeoisie entgegengesetzten - Interessen und sehen deshalb
auch zwischen ihrer speziellen Not und dem
Bürgeraufstand keinen richtigen
Zusammenhang. Sie sind entweder schlecht
oder gar nicht organisiert und haben
überdies, wie Marx es nennt, ein "falsches
Bewusstsein".
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- Als die
Gegenrevolution,
als Adel, Militär und Polizei die Macht wieder fest
in der Hand haben, muss Karl Marx Deutschland
verlassen. Über Frankreich emigriert er nach London.
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Frankreich
Habsburger Monarchie
Preußen
Nationalversammlung
Literaturhinweise
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Die Märzbewegung im deutschen Südwesten
und im Rheinland
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- Die Situation vor dem Ausbruch der revolutionären
Erschütterungen
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- Bürokratische Bevormundung der
Bürger, Beschränkung der politischen
Mitspracherechte, Vorrang des Adels, politische
Macht in der Hand einer kleinen bürgerlichen
Oberschicht.
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Die
"Untertanenschaft" war zwar an der
politischen Willensbildung beteiligt, aber
nach Besitz und Bildung gestaffelt; die Mehrheit
der Bevölkerung besaß kein Recht zur
Mitgestaltung der Politik. |
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- Die
Rechte des Parlaments
(der Kammern) und aller anderen
Repräsentativkörperschaften waren so beschränkt,
dass sich ein immer größerer Gegensatz zwischen dem
Vorgehen der Monarchen und den
politischen
Vorstellungen der Abgeordneten
(den
Repräsentanten) herausbildete. Die liberalen und
demokratischen Forderungen in den Kammern wurden
zunehmend durch die politische Öffentlichkeit
unterstützt (Publizistik, politische Vereine)
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- Aufbrechen
gesellschaftlicher
und sozialer Konflikte. Der soziale Wandel
war von der 'Industriellen Revolution' ausgelöst
worden.
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- Forderungen nach Reformen
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- Ende Februar 1848 greift die von
Frankreich ausgehende revolutionäre Unruhe der
Bevölkerung auf den deutschen Südwesten und das
Rheinland über. Der Unmut der Bevölkerung über die
politische und soziale Situation
äußerte sich
in Volksversammlungen, Massendemonstrationen und
Straßentumulten.
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- Am 27. Februar fordert der
radikale Demokrat Gustav von Struve in einem
Manifest an den badischen Landtag Wohlstand,
Bildung und Freiheit für alle Klassen der
Gesellschaft. Im Einzelnen verlangt er: 1. Aufbau
von Volksmilizen (Abschaffung der stehenden Heere),
2. Pressefreiheit 3. Schwurgerichte nach dem
Vorbilde Englands, 4. Sofortige Herstellung eines
deutschen Parlaments.
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Gustav von Struve (*1805,
1870), deutscher Politiker und Revolutionr
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Insgesamt ist der
Inhalt des Manifests gemäßigt. Die
sozialpolitischen Forderungen des
Offenburger Programms
vom 12. September
1847 und auch die Forderung nach Einführung des
allgemeinen Wahlrechts wurden zu diesem
Zeitpunkt nicht wiederholt. - Auch für die
Forderungen in den anderen südwestdeutschen
Staaten und im Rheinland sind in den
Anfangstagen der Bewegung gemäßigt. |
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- Der Umfang der erhobenen
Forderungen erhöhte sich bald. Auf Antrag des
radikalen Demokraten (Republikaners)
Friedrich
Hecker wurde der Forderungskatalog Struves um
folgende Punkte erweitert: Aufhebung der
Reaktionsgesetze des Deutschen Bundes, die
Vereidigung des Heeres auf die Verfassung,
Gleichberechtigung der Konfessionen, Aufhebung der
Reste des Feudalwesens, gerechte Verteilung der
öffentlichen Lasten. Der badische Landtag selbst
verlangte die Umbildung der Regierung durch die
Ernennung von Ministern, die das "Vertrauen des
Volkes" genießen.
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Friedrich Hecker
(*1811, †1881), deutsche Politiker und
Revolutionär
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- Der
Kölner Bund der
Kommunisten forderte: Gesetzgebung und
Verwaltung durch das Volk, allgemeines gleiches
Wahlrecht auf allen Ebenen des öffentlichen Lebens,
Rede- und Pressefreiheit, freies Vereinigungsrecht
sowie "Schutz der Arbeit und Sicherstellung der
menschlichen Bedürfnisse für alle, vollständige
Erziehung aller Kinder auf öffentliche Kosten".
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- In den
Städten
erschöpfte
sich die Märzbewegung weitgehend in
Volksversammlungen, Demonstrationen und
Massenpetitionen
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- In einigen
ländlichen Gebieten
im Süden Deutschlands (Südschwarzwald, Odenwald)
kam es zu massiven Bauernunruhen. Ursache
dafür war, dass die "Standesherren" noch
immer ein erhebliches Maß hoheitlicher Rechte in
Justiz und Verwaltung hatten und aufgrund ihrer
privilegierten Stellung Jagd- und Fischereirechte
besaßen. Auch den Zehnten konnten sie noch
einfordern.
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- Die Bauern versuchten,
die Grundherren zum Teil mit Gewalt zu einer
Befreiung von den unerträglich gewordenen
Lasten zu bewegen. Außerdem verlangten sie
ein Mitspracherecht in
Angelegenheiten der Gemeinde. Eine
allgemeine Umverteilung des Eigentums wurde
jedoch nicht gefordert.
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- In Baden reagierte die
Regierung auf Bauernunruhen dadurch, dass
sie am 10. März 1848 den Kammern einen
Gesetzesentwurf über die endgültige
Aufhebung feudaler Lasten vorlegte. Unter
dem gewaltsamen Druck der Bauern fanden sich
auch die Standesherren zu erheblichen
Zugeständnissen bereit.
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- Das
Besitzbürgertum zeigte
sich von den sozialen und republikanischen
Untertönen erschreckt und forderte von der Regierung
eine möglichst rasche Unterdrückung der
revolutionären Bewegung.
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- Die
Märzbewegung verlief
in den meisten deutschen Klein- und Mittelstaaten
ähnlich. Die Proteste veranlassten die Regierungen
zum Zurückweichen. Mit Ausnahme von Bayern wurden
die Märzforderungen ohne nennenswerten
Widerstand von den Herrschern bewilligt. Wortführer
der liberalen Opposition wurden in die neuen
Regierungen (Märzministerien)
aufgenommen.
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Die Märzbewegung
hatte innerhalb von gut zwei Wochen Politiker an
die Macht gebracht, die bereit waren, die
"Märzforderungen"
auf dem Wege der
Reformpolitik zu erfüllen, zugleich aber
entschlossen waren, allen republikanischen und
sozialrevolutionären Bestrebungen
entgegenzutreten. |
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- Das politische Programm der Märzministerien
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- In der Zeit des Vormärz waren
sich Länderregierung und Abgeordnetenkammer quasi
als Gegner gegenüber gestanden. Jetzt änderte sich
der Stil des politischen Umgangs miteinander.
Eine parlamentarische Regierungsweise entstand:
Minister konnten sich nur so lange in der Regierung
halten, als ihre Maßnahmen von dem Willen der
Mehrheit der Abgeordneten getragen wurden.Die
Verfassung selbst hatte sich nicht geändert!
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- Liberale Reformpolitik auf
dem Boden der bestehenden Verfassungen. In enger
Zusammenarbeit mit den Kammern wurden Gesetze
verabschiedet über die Presse-, Vereins- und
Versammlungsfreiheit, die Einsetzung von
Bürgerwehren, die Einsetzung von
Geschworenengerichten, den Ausbau der kommunalen
Selbstverwaltung, die Befreiung der Kirchen von
staatlicher Aufsicht. Feudale Herrenrechte, wie zum
Beispiel das Jagdrecht auf bäuerlichem Besitz, wurde
aufgehoben.
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- Zu den
Zielen der
Märzministerien gehörte die Umwandlung des
Deutschen Bundes in einen
deutschen Nationalstaat
mit freiheitlicher Verfassung.
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Der
Bundestag
wollte die Führung im Prozess der
nationalstaatlichen Einigung Deutschlands
übernehmen. Schon am 8. März hatte er "eine
Revision der Bundesverfassung auf wahrhaft
zeitgemäßer und nationaler Grundlage" für
notwendig erklärt. |
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Frankreich
Südwesten Deutschlands
Preußen
Nationalversammlung
Literaturhinweise
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Die Revolution in der Habsburger
Monarchie
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- Revolutionäre Bewegungen in Wien
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- In Wien waren es neben der
Opposition der niederösterreichischen Stände
zunächst die gesellschaftlichen und
gewerblich-industrielle Vereinigungen der Stadt,
welche die Einberufung einer
Volksvertretung
für den Gesamtstaat Österreich verlangten. Die
gemäßigten Forderungen dieses
liberalen Bildungs-
und Besitzbürgertums wurden am 11. März 1848 den
Ständen übergeben. Zur gleichen Zeit stellten die
Studenten die "Märzforderungen" zusammen (sie
sind im Allgemeinen mit den oben beschriebenen
Forderungen der revolutionären Bewegung in den
deutschen Klein- und Mittelstaaten vergleichbar).
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- Am 13. März veränderten die aus
den Wiener Vorstädten herbeiströmenden
Handwerksgesellen und Arbeiter das Bild der bis
dahin sehr gemäßigt ablaufenden (sog. "mondänen")
Revolution. Als sie das Ständehaus plünderten, gab
das Militär die ersten Schüsse ab. Dies war das
Signal zum allgemeinen Aufstand
und zur
Errichtung von Barrikaden.
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Fürst
Metternich war für hartes militärisches
Vorgehen zur Niederschlagung des Aufstandes,
konnte sich jedoch gegen Erzherzog Johann nicht
durchsetzen, der für die Bewilligung der
Anliegen des Volkes eintrat. Metternich tritt am
13. März zurück. |
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- Unruhen und eine förmliche
Belagerung der Wiener Hofburg erzwangen am 15. März
eine kaiserliche Proklamation, in der eine
konstitutionelle Verfassung für den
österreichischen Staat verbindlich zugesagt wurde.
Am 25. April wurde diese Verfassung verkündet und
ohne Mitwirkung einer gewählten Volksvereinigung
durch einseitigen Regierungsakt in Kraft
gesetzt.
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- Mitte Mai erzwangen
neue
Unruhen in Wien (der Kaiser verließ am 17. Mai
seine Hauptstadt) die Aufhebung der oktroyierten
Verfassung und die Ausschreibung von Wahlen für
einen verfassungsgebenden Reichstag. Der
erste
österreichische Reichstag wurde am 22. Juli von
Erzherzog Johann, dem vom Kaiser während der
Zeit seiner Abwesenheit die Regentschaft übertragen
worden war, eröffnet.
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Wegen
unterschiedlicher Rechtsverhältnisse
in den
einzelnen Ländern der Monarchie und auch wegen
Verständigungsschwierigkeiten (rund ein Viertel
der Abgeordneten verstand die deutsche Sprache
nicht!) gestaltete sich der Gesetzgebungsprozess
äußerst langsam. |
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- Anfang Oktober 1848 bricht
die Revolution in Wien erneut aus. Teile der
Nationalgarde und der Wiener Garnison verbündeten
sich mit den aufständischen Arbeitern und
Handwerksgesellen. Am 28. Oktober beginnt der Sturm
der kaisertreuen Truppen
unter Fürst
Windischgrätz auf Wien. Am 31. Oktober war die Stadt
erobert. Durch den Einsatz des Militärs hatte die
Gegenrevolution gesiegt!
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- Der Erhebung der Nationalitäten
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- Unter der Herrschaft der
Habsburger lebten mehr als zehn Nationalitäten
unterschiedlicher Sprachen und Konfessionen. Das
"System Metternich" ignorierte die nationalen
Kollektivrechte und hielt mit Pressezensur, Polizei-
und Spitzelwesen das gesamte Staatswesen in einem
trügerischen Ruhezustand.
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- Unter dem Einfluss der
Französischen Revolution hatte der Genuese
Giuseppe Mazzini
schon 1834 die
Selbstbestimmung der Völker propagiert.
Der Ausbruch der Februarrevolution 1848 in
Paris wurde auch von den Völkern des
Kaiserreichs Österreich als Signal zu einer
Erhebung gegen das "ancien régime"
verstanden.
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- Das Recht auf
Selbstbestimmung der Völker verband sich
mit dem Ziel der
Errichtung von
Nationalstaaten. Für den Vielvölkerstaat
Österreich hätte dies eine Aufsplitterung in
mehrere Staaten bedeutet. Andererseits
sollten Staaten, die als Teile einer Nation
galten, vereinigt werden. Wenn man bedenkt,
dass beispielsweise das im Gesamtverband der
Habsburger Monarchie stehende Königreich
Ungarn auch wieder aus verschiedenen
Nationalitäten bestand, so häufte sich
ungeheures Konfliktpotential (z.B. über die
Zugehörigkeit eines Territoriums) an. An den
entstehenden nationalen Konflikten
sollte der Traum vom "Völkerfrühling" 1848
zerbrechen. In Ungarn geschah dies
gründlicher als in jedem anderen
europäischen Staat.
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- Im
Königreich Ungarn
verlangte Lajos Kossuth
am 3. März für alle
Länder der Habsburger Monarchie die
Verantwortlichkeit der Minister gegenüber der
Volksvertretung. Nach dem Rücktritt Metternichs am
12. März wurde eine allgemeine Nationalbewegung
ausgelöst, deren Ziel eine Demokratisierung der
ungarischen Staats- und Gesellschaftsordnung wurde.
Anfang April sah sich die österreichische Regierung
gezwungen, die fast vollständige
Selbständigkeit
des Königreichs Ungarn zuzugestehen.
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Lajos Kossuth (*1802,
†1894), Führer der ungarischen
Unabhängigkeitsbewegung
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- Träger der
böhmischen
Nationalbewegung waren die Bildungsbürger in der
Hauptstadt Prag sowie Kleinbürger und Studenten.
Nach Zugeständnissen der Wiener Regierung befand
sich auch Böhmen auf dem Weg zu einem
unabhängigen multinationalen Staat, der nur noch
locker über das gleiche Herrscherhaus mit Österreich
verbunden sein würde.
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- Am 2. Juni 1848 wurde in Prag der
Slawenkongress eröffnet, bei dem die Slawen
der Habsburger Monarchie Gleichberechtigung für alle
Nationalitäten forderten und die
Eingliederung in
einen deutschen Nationalstaat ablehnten.
Gleichzeitig betonten sie ihre Loyalität zum
österreichischen Kaiserhaus.
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Unter dem
Eindruck des Kongresses verstärkten die Prager
Demokraten, zu der viele Studenten gehörten,
ihre tschechisch-nationalistische Agitation
unter den Kleinbürgern und Arbeitern. Am 13.
Juni brach in Prag ein Aufstand aus, der nach
drei Tagen durch die von
Fürst Windischgrätz
geführten Truppen niedergeschlagen wurde.
Die Unterwerfung Prags war der erste Sieg der
Gegenrevolution in Mitteleuropa! |
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- Die Einheit Italiens
sollte aus dem
Zusammenschluss von Einzelstaaten
entstehen, die mit Ausnahme Piemonts
nicht-nationalen Dynastien unterstellt waren. So war
die italienische Nationalbewegung darauf angewiesen,
die österreichische Herrschaft in Oberitalien zu
beseitigen. Der oberitalienische Aufstand wurde
durch das Königreich Piemont militärisch
unterstützt. Auch Papst Pius IX., der Großherzog von
Toskana und der König von Neapel schickten
Truppenkontingente für den Kampf gegen die
Habsburger. Mit Ausnahme eines kleinen
Festungsgürtels an der Etsch brach die
österreichische Herrschaft in Mailand und in Venedig
Ende März 1848 zusammen. Im weiteren Verlauf des
Jahres gewannen die Österreicher wieder die
Oberhand. Am 25. Juni 1848 siegte der
österreichische Feldmarschall Radetzky bei
Custozza über die Italiener. Am 6. August wird
Mailand, das Zentrum des Aufstandes, zurückerobert.
Durch Einsatz des Militärs hatte die
Gegenrevolution gesiegt!
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- Der
ungarische Aufstand
wird erst im August 1849 durch einen
russisch-österreichischen Zangenangriff
niedergeworfen (Kapitulation von Világos).
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Frankreich
Südwesten Deutschlands
Habsburger Monarchie
Nationalversammlung
Literaturhinweise
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Die Revolution in Preußen
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Vorbemerkung:
Die liberalen,
demokratischen und nationalen Strömungen in Deutschland sowie
die politischen Ereignisse in Preußen, die zur Revolution
führten, haben wir auf der vorangehenden
Seite beschrieben!
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- In Berlin spielte sich die Unruhe in der
Bevölkerung auf zwei verschiedenen Ebenen ab, die sich
jedoch zunehmend ineinander verschoben: 1. die
soziale
Erregung unter den in der wirtschaftlichen Krise
arbeitslos gewordenen Arbeiter und Handwerksgesellen 2. die
politische Erregung im Streit um die Rolle und Funktion
des 'Vereinigten Landtags'.
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König Friedrich
Wilhelm IV. glaubte an seinem historisch-romantisch
begründeten Ständeparlament festhalten zu können,
zeigte sich jedoch verhandlungswillig. |
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- Unter dem Eindruck der Februarrevolution
in Paris und ersten Unruhen in der Bevölkerung Berlins
bewilligt der König am 6. März 1848 die lange verweigerte
regelmäßige Einberufung des 'Vereinigten Landtags'. Aber
es ist bereits zu spät: die öffentliche Meinung lehnt die
ständische Vertretung ab. Die allgemeinen
'Märzforderungen'
(siehe oben) werden gebilligt. Am 8.
März wurde die Aufhebung der Pressezensur angekündigt. Doch
die Unruhe der Berliner Bevölkerung war nicht zu
besänftigen. Staatliche Stellen notierten mit Sorge "die
veränderte, herausfordernde, beinahe freche Haltung" der
unteren Schichten, insbesondere der Handwerksgesellen.
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- Massenentlassungen
in der Berliner
Industrie und Panikkäufe an der Börse bildeten den
Hintergrund für die zunehmende öffentliche Unruhe. Am
13. März erscheint ein Flugblatt, in dem Abhilfe gegen Not
und Arbeitslosigkeit, Schutz vor Wucher und Ausbeutung sowie
die Einrichtung eines Sozialministeriums gefordert wurden.
Am Abend desselben Tages kommt es bei einer
Massenversammlung in Berlin zu Zusammenstößen zwischen
Demonstranten und dem Militär zu den ersten Verwundeten.
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Unter dem
Eindruck des Sturzes von Fürst Metternich in Österreich (12.
März 1848) verkündete der Kronrat am
18. März die
Einberufung des 'Vereinigten Landtags' für den 2. April zu
Beratungen über eine neue preußische Verfassung.
Darüber hinaus wurden Zugeständnisse an die liberalen und
nationalen Bewegungen in ganz Deutschland gemacht
(man fragt sich, mit welchem Recht!): Umwandlung
Deutschlands in einen Bundesstaat, Reform der
Bundesverfassung im Einvernehmen von Regierungen und
Völkern, sofortige Einberufung einer vorläufigen
Nationalvertretung aus Mitgliedern der einzelstaatlichen
Landtage, Verkündung konstitutioneller Verfassungen
in Österreich und Preußen.
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Trotz aller
Zugeständnisse hielt die preußische Regierung an dem
Grundsatz fest, dass den bestehenden
Verfassungsorganen die Ausarbeitung einer neuen
Verfassung übertragen werden sollte. Ein prinzipieller
Neubeginn durch Wahlen für ein - preußisches und
deutsches - Parlament wurde abgelehnt. |
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- In den Augen der Bevölkerung Berlins
wurden die Zugeständnisse des Königs dadurch entwertet, dass
es keine Zusicherung über den Rückzug des Militärs
aus Berlin gab, dessen Vorgehen große Empörung ausgelöst
hatte. Bei einer Demonstration vor dem Berliner Schloss am
18. März (also an dem Tag, an dem die Zugeständnisse gemacht
wurden) wurde der Abzug der Soldaten offen gefordert. Der
König beantwortete dies mit dem Befehl, den Platz vor dem
Schloss durch das Militär räumen zu lassen. Dabei fielen
Schüsse, die Menge strebte auseinander und innerhalb von
Stunden entstanden in Berlin Hunderte von Barrikaden.
Barrikadenkämpfe folgten.
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Die aus
allen
Bevölkerungsschichten zusammengesetzte revolutionäre
Bewegung in Berlin hatte das
gemeinsame Ziel, die
Herrschaft des Militärs zu brechen. Dadurch
sollte der Weg zur Liberalisierung des Staates
freigemacht werden. |
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- Am 19. März 1848 erfolgt die Proklamation
des Königs "An meine lieben Berliner": Der Rückzug der
Truppen aus der Hauptstadt wird zugesagt. Friedrich Wilhelm
IV. stellt sich an die Spitze der
nationalen Reform (der
Reform Deutschlands). In einem weiteren Aufruf ("An mein
Volk und die deutsche Nation" vom 21. März) steht der Satz
"Preußen geht fortan in Deutschland auf". Der König
flieht nach Potsdam.
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Friedrich Wilhelm IV.,
(*1795,
†1861), König von Preußen von 1840 bis 1861
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Die preußische
Revolution soll durch die
deutsche
Nationalstaatsbewegung überwunden werden. Doch
Preußen blieb der Schauplatz einer
eigenen
Entwicklung. |
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- Am 29. März 1848 wird eine
Regierung
mit liberalen Ministern (Camphausen, Hansemann)
eingesetzt. Zeitgleich mit der deutschen Nationalversammlung
(siehe unten!) tritt am 22. Mai eine nach nahezu allgemeinem
und gleichem Wahlrecht aber in einem indirekten
Wahlverfahren gewählte 'Preußische Nationalversammlung'
zusammen.
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- Eine Aufgabe der 'Preußischen
Nationalversammlung' bestand darin, eine
Verfassung für
Preußen zu verabschieden. Die Demokraten (ca.120 der
insgesamt 402 Abgeordneten) legten unter anderem einen
Entwurf zu einer allgemeinen Gemeindeordnung vor,
welche sowohl die bisherigen Unterschiede zwischen den
Provinzen als auch die Unterschiede zwischen Stadt und Land
aufgehoben hätte. Ständische Privilegien wären
aufgehoben worden. Der Entwurf sollte eine konstitutionelle
Monarchie auf breiter demokratischer Basis begründen. Der
König sollte uneingeschränkt Inhaber der ausführenden Gewalt
bleiben.
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- Der König stand den demokratischen
Entwürfen der 'Preußischen Nationalversammlung' von
vornherein ablehnend gegenüber. Zusammen mit seinen engsten
konservativen Beratern, der 'Kamarilla' entwickelte
er ein regelrechtes Kampfprogramm. Danach wären
Gesetze zur Einschränkung von Versammlungs-, Vereinigungs-
und Pressefreiheit erlassen worden. Stattdessen sollte eine
Verfassung auf ständischer Grundlage vorgelegt und im
Falle eines Widerstandes der Nationalversammlung
oktroyiert werden.
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- Das Zusammentreten der
'Preußischen
Nationalversammlung' ließ die Unruhen in Berlin nicht
abflauen. Die katastrophale Wirtschaftslage
führte
zum Zusammenbruch zahlreicher Fabriken und Handelshäuser und
damit zum weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahl.
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und die Ausgabe von Brotmarken
seitens der Stadtverwaltung zeigten kaum Erfolg. Aufgrund
der sozialen Unzufriedenheit
kam es immer wieder zu
Massendemonstration und gewaltsamen Ausschreitungen.
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- Den
Aufruhr vom 31. Oktober 1848
in Berlin nahm Friedrich Wilhelm IV. zum Vorwand, um
die 'Preußische Nationalversammlung' am 9. November zu
vertagen und für Anfang Dezember in die kleine Provinzstadt
Brandenburg einzuberufen. Die protestierenden Abgeordneten
mussten sich der angedrohten Gewalt beugen. Am 5. Dezember
löste die neue Regierung (die liberalen Minister waren
entlassen worden!) die Versammlung auf und verkündete
gleichzeitig eine neue Verfassung.
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Die
oktroyierte
Verfassung beschnitt nur wenige Grundrechte. Auch
das allgemeine Wahlrecht wurde - zunächst - übernommen.
Eine Bestimmung in der Verfassung erlaubte es der
Regierung, Verordnungen mit Gesetzeskraft zu erlassen,
wenn das Parlament nicht versammelt war. Im Mai 1849
wurde unter Berufung auf dieses Notverordnungsrecht das
Dreiklassenwahlrecht eingeführt. |
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Frankreich
Südwesten Deutschlands
Habsburger Monarchie
Preußen
Literaturhinweise
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Die Frankfurter
Nationalversammlung
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- Die
'Frankfurter Nationalversammlung'
war neben den Staaten des 'Deutschen Bundes' ein weiterer
Schauplatz der Revolution.
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- Die Erfolge der Märzrevolution im
Südwesten Deutschlands und im Rheinland führten dazu, dass
vom 31. März bis 3. April 1848 in Frankfurt eine sehr
ungleich zusammengesetzte, ihr Mandat nur aus der Revolution
ableitende Versammlung, das Vorparlament,
zusammentrat. Das Vorparlament beschließt die
Einberufung einer von der ganzen Nation zu wählenden
Versammlung, die kraft ihrer Wahl eine Reichsverfassung
schaffen sollte.
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- Im Vorparlament kam es zu ersten
Auseinandersetzungen zwischen den
gemäßigten
Liberalen und den
Demokraten. Die
radikalen Demokraten
(Friedrich Hecker, Gustav
von Struve) bestanden auf allgemeinen Wahlen und
eine sofortige Ausrufung einer Republik. Die
gemäßigte Mehrheit schreckte vor dem revolutionären
Akt, sich als permanenten Aktionsausschuss zu
konstituieren, zurück. Die Entscheidung für die Wahl
der Nationalversammlung sollte nur im
Einvernehmen mit dem Deutschen Bundestag gefasst
werden.
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- Friedrich Hecker und
Gustav Struve riefen am 12. April 1848 in
Konstanz die Republik aus. Einen Tag später zogen
sie los, um mit gerade mal vier Dutzend schlecht
bewaffneter Idealisten eine revolutionäre Armee zu
bilden. Immerhin wuchs die Armee auf mehrere hundert
Leute an. Doch am 20. April sahen sie sich bei
Kandern
der Übermacht von 2000 Mann der
Bundestruppen gegenüber - eine ausweglose Situation.
Die Truppe Friedrich Heckers erlitt eine
vernichtende Niederlage. Hecker gelang es, in die
Schweiz zu entkommen.
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- Am 1. Mai 1848 wurde die
Frankfurter
Nationalversammlung in allen Staaten des 'Deutschen
Bundes' gewählt. Die Wahl der einzelnen Abgeordneten
erfolgte nach den Grundsätzen der Persönlichkeitswahl.
Unter den ca. 800 Abgeordneten befanden sich zahlreiche
bekannte Persönlichkeiten (Arndt, Jahn, Dahlmann, Jakob
Grimm, Ludwig Uhland, Ketteler, Döllinger und andere). Die
Eröffnung der Nationalversammlung erfolgte am 18. Mai in der
Paulskirche. Heinrich von Gagern, der hessische
"Märzminister", wurde zum Präsidenten gewählt.
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Das
Wahlrecht
zur Nationalversammlung war Sache
der Einzelstaaten des Deutschen Bundes und wurde
unterschiedlich gehandhabt. Während in Württemberg,
Holstein, dem Kurfürstentum Hessen sowie den vier
Freien Städten direkt gewählt wurde, wählten die
meisten Staaten ein indirektes Procedere,
bei dem die Wähler typischerweise Wahlmänner
bestimmten, die in einem zweiten Wahlgang den
eigentlichen Abgeordneten erwählten. Auch die
Wahlberechtigung wurde unterschiedlich geregelt, da
lediglich die allgemeine und
gleiche Wahl der volljährigen
selbständigen Männer vorgegeben wurde. Die
Definition der Selbständigkeit wurde je nach Staat
unterschiedlich gehandhabt und war oft Gegenstand
heftiger Proteste. In der Regel bedeutete dies, dass
Bezieher von Armenunterstützung ausgeschlossen
waren, teilweise schloss die Definition aber auch
alle Personen ohne eigenen Hausstand aus, darunter
auch die beim Meister wohnenden Handwerksgesellen.
Schätzungsweise hatten 85% der Männer das Wahlrecht.
In Preußen wird die Quote aufgrund der Definition
auf über 90% geschätzt, während die Wahlgesetze
Sachsens, Badens und Hannovers erheblich
restriktiver waren.
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- Da es noch keine Parteien gab,
setzten sich die Abgeordneten im Parlamentssaal je
nach ihrer politischen Einstellung auf eine
bestimmte Seite (wie in Frankreich üblich!). Ganz
rechts - vom Präsidenten aus gesehen - saßen die ca.
40 Konservativen, die keine Veränderung der
bestehenden Verfassung anstrebten (die Rechte). Ganz
links hatten die ca. 50 radikalen Demokraten
ihre Sitze, welche neben einem allgemeinen Wahlrecht
für eine Ausrufung einer einheitlichen deutschen
Republik (Abschaffung der Monarchie, gegen
föderalistische Bestrebungen) plädierten. Zur
'Linken' gehörten auch die
55 gemäßigten
Demokraten (für allgemeines Wahlrecht auch unter
der Staatsform der Monarchie).
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- Zwischen der rechten und linken
Seite des Parlaments nahmen die
290 Liberalen
Platz. Entsprechend ihrer politischen Einstellung
zum Umfang und Ausgestaltung der Grundrechte, zum
Wahlrecht (harte oder moderate Zensusbestimmungen)
und zur Einrichtung eines Bundesstaates
(Mitspracherecht der Einzelstaaten bei einer
monarchischen Staatsgewalt in Deutschland) gab es
innerhalb der Liberalen verschiedene Gruppierungen:
die gemäßigten Liberalen
(120 Sitze,
möglichst viele monarchische und föderalistische
Elemente in einer Reichsverfassung), das
rechte
Zentrum der Liberalen (40 Sitze), die
fortschrittlichen Liberalen (130 Sitze, den
gemäßigten Demokraten nahe stehend.) - Daneben gab
es eine große Zahl von Abgeordneten, die nicht
bereit waren, sich einer Gruppierung anzuschließen
und damit festzulegen.
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- Zwei Drittel der Abgeordneten
gehörten dem akademischen Bürgertum an. Der
Adel und das Besitzbürgertum stellte etwa 15
Prozent der Parlamentarier. Die Handwerker hatten
nur wenige, die Arbeiter gar keinen Vertreter.
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- Die Regierungen der deutschen Staaten
hatten ihre Zustimmung zur Wahl und Einrichtung der
Frankfurter Nationalversammlung gegeben, als sie den
revolutionären Ereignissen hilflos ausgesetzt waren. Mit der
Festigung der Stellung der Monarchen zeigte sich,
dass die Regierungen nicht mehr gewillt waren, mit dem
Parlament zusammenzuarbeiten. Auch in allen Fragen der
Schaffung einer gesamtdeutschen Zentralgewalt stieß die
Nationalversammlung auf den Widerstand der Regierungen.
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- Das nationale Reich sollte ein
nationaler Bundesstaat werden. Das Verhältnis des
Vielvölkerstaates Österreich zu einem nationaldeutschen
Reich war das entscheidende Problem. Lösungen wie die
Verbindung eines engeren, nur 'Deutsch-Österreich'
einbeziehenden und eines weiteren, alle
habsburgischen Länder umfassenden Bundes hätten die Einheit
der Monarchie zerstört. So schien im September 1848 als
einzige realisierbare Möglichkeit für Österreicher wie
Nationaldeutsche der Verzicht auf den Anschluss der
Gesamtmonarchie und die Konstituierung eines
„kleindeutschen“ Reiches zu sein.
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- Über die
Beratung der Grundrechte
zerrann die Zeit, in der die Bildung einer
nationalen
Gesamtstaatsgewalt noch möglich gewesen wäre. Die
provisorische Reichsgewalt mit dem Reichsverweser
Erzherzog Johann von Österreich
konnte ihren Anspruch
auf eine nationalstaatliche Souveränität über die erstarkten
Einzelstaaten nicht mehr durchsetzen.
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Erzherzog Johann von Österreich
(*1782, †1859), von der Frankfurter Nationalversammlung
zum Reichsverweser gewählt, Rücktritt Ende 1849
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- Ziel der auf das Besitz- und
Bildungsbürgertum gestützten Liberalen in der
Nationalversammlung war es nun, einer
einzelstaatlichen
Großmacht die dauerhafte Führungsrolle in einem
nationalen Bundesstaat zu übergeben. Am 27./28. März 1849
einigten sich 'kleindeutsche Demokraten'
und 'kleindeutsche Liberale' auf ein Erbkaisertum und
darauf, dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die
deutsche Kaiserkrone anzubieten. Beide Gruppierungen hatten
erhebliche Zugeständnisse gemacht: die Demokraten hatten für
ein Erbkaisertum gestimmt, die Liberalen hatten ein
allgemeines Wahlrecht hingenommen.
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Friedrich Wilhelm IV.
lehnt die Kaiserkrone ab. Ihre Annahme hätte fast
mit absoluter Sicherheit einen
machtpolitischen
Konflikt mit Österreich und Russland bedeutet, die
gerade gemeinsam die nationale Erhebung der Ungarn
niedergeschlagen hatten. Außerdem hasste der preußische
König die Revolution; er wollte diesen "imaginären Reif
nicht", der "aus Dreck und Letten gebacken", an dem "der
Ludergeruch der Revolution klebte", die von
Volkssouveränität und Parlamentarismus sprach. |
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- Die Ablehnung Friedrich Wilhelms IV. ist
das Signal zum Austritt der meisten Abgeordneten aus
der Frankfurter Nationalversammlung und zur Erhebung der
radikalen Demokraten.
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Die radikalen Demokraten
fanden zunächst im "Rumpfparlament" in Stuttgart
ihren Stützpunkt und gingen nach dessen Auflösung in
Sachsen, in Baden und in der Pfalz zur offenen
Revolution über. Preußische Truppen unter dem Prinzen
Wilhelm unternahmen einen förmlichen Feldzug gegen die
Heere der Revolution. Die Reste der Revolutionäre werden
in Rastatt eingeschlossen, belagert und zur Aufgabe
gezwungen wurden. Die Anführer, soweit sie in
Gefangenschaft geraten, werden erschossen. |
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| Viele der im Grundgesetz der
Bundesrepublik Deutschland verankerten Grundrechte gehen
auf die Revolution von 1848 zurück. Vielfach heißt es, die
Revolution von 1848 sei gescheitert. Richtig ist, dass die
damals beschlossene Verfassung nie in Kraft trat. Richtig ist
auch, dass die Berliner Reichsverfassung von 1871 keinen
Grundrechtskatalog enthielt. Doch schon die
Weimarer
Nationalversammlung von 1919 und noch stärker der
Bonner
Parlamentarische Rat von 1948/49 übernahmen viele
Formulierungen von der Frankfurter Paulskirchenversammlung. Darf
man etwas gescheitert nennen, was heute geltendes Recht ist?
Muss man nicht von einem späten Triumph sprechen? Der heutige
Rechtsstaat Deutschland hat alte Wurzeln in der
eigenen
Geschichte! |
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| Allen Schülern
und Studenten, die gerade eine Prüfung zu bestehen haben,
wünschen wir viel Erfolg. Wir drücken auch die Daumen für
diejenigen, die eine Klausur schreiben müssen oder eine
Hausarbeit bzw. Referat anzufertigen haben. Hat Euch unsere
Seite bei der Vorbereitung oder bei der Informationssammlung
geholfen? Wir freuen uns über jeden Eintrag in
unser Gästebuch,
der uns über eine erfolgreiche Nutzung unserer Homepage
berichtet. Selbstverständlich nehmen wir auch Hinweise und
Verbesserungsvorschläge entgegen. |
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Literaturhinweise
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| Botzenhart, Manfred |
1848/49: Europa im
Umbruch, Uni-Taschenbücher, 2061. Paderborn, München,
Wien 1998 |
| Dipper, Christof /
Speck, Ulrich (Hrsg.) |
1848, Revolutionen in
Deutschland. Frankfurt/M. 1998 |
| Frei, Albrecht Georg |
Wegbereiter der
Demokratie. Die badische Revolution 1848/49, Karlsruhe
1997 |
| Freitag, Sabine
(Hrsg.) |
Die 40er. Lebensbilder
aus der deutschen Revolution 1848/49, München 1997 |
| Heuss, Theodor |
1848. Die gescheiterte
Revolution. 1998 |
| Jaworski, Rudolf /
Luft, Robert (Hrsg.) |
Revolutionen in
Ostmitteleuropa, München 1996 |
| Koch, Rainer |
Deutsche Geschichte
1815-1848. Restauration oder Vormärz? Stuttgart 1985 |
| Langewiesche, Dieter |
Europa zwischen
Restauration und Revolution 1815-1849 (Oldenbourg
Grundriss der Geschichte, Bd. 13). München 1993 |
| Mick, Günter |
Die Paulskirche. Streiten
für Einigkeit und Recht und Freiheit. Frankfurt/M. 1997 |
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Frankreich
Südwesten Deutschlands
Habsburger Monarchie
Preußen
Nationalversammlung
Literaturhinweise
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Württemberg 1806 - 1850
Köngen 1806 - 1850 (exemplarisch für
ein Dorf)
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Geschichte
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Stand:
10. Jan. 2010
Copyright ©2010 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
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