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Die Römer in
Südwestdeutschland
Der Untergang der römischen
Republik und die Regierungszeit des Kaisers Augustus (44 v.Chr. - 14 n.
Chr.)
Römische Geschichte zur
Zeit der Kaiser Domitian, Nerva und Trajan (81 - 117 n. Chr.)
Römische Geschichte zur
Zeit der Kaiser Hadrian und Antoninus Pius (117 - 161 n.Chr.)
Römische Geschichte zur
Zeit der Kaiser Marc Aurel und Commudus (161-192 n.Chr.)
Der Aufbau des römischen
Staats
Das Heer während der römischen
Kaiserzeit
Römische Religion und
Philosophie
Römische Literatur
Entstehung und Ausbreitung
des Christentums
Entwicklung des
Christentums von Kaiser Konstantin I. bis zum Untergang des
weströmischen Reiches (306 - 476)
Römische Medizin
Münzsystem und Fernhandel im
Römischen Reich
Das Weiterleben der
römischen Kultur
Römische Sprichwörter
und Lebensregeln
Das Geheimnis um den Ort
Grinario
Das römische Kastell in
Grinario
Das Dorf Grinario
Die Menschen im Dorf
Grinario
Ausgrabungen im heutigen
Köngen
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Kaiser Nerva Kaiser
Trajan
Kaiser Augustus 27 - 14 n.Chr.
Römische Kaiser 117 - 161
Römische Kaiser 161 -192
Literaturhinweise
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Kaiser Domitian (81 - 96 n. Chr.)
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- Jüngerer Sohn des Kaisers
Vespasian (69 - 79). Während Vespasian seinen
älteren Sohn Titus als Nachfolger aufbaute
und an den Regierungsgeschäften sowie an den
Feldzügen beteiligte, wurde Domitian von allen
wichtigen zivilen und militärischen Ämtern
ferngehalten.
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- Als Vespasian im Jahre 79 starb,
übernahm Titus die alleinige Herrschaft - für
Domitian war dies eine ungerechte Zurücksetzung. Er
entwickelte sich zum Einzelgänger mit Hang zur
Melancholie, oftmals misstrauisch, dabei von hoher
Intelligenz und rascher Auffassungsgabe. Tendenz zur
Überhöhung seiner Person.
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Titus Flavius Domitianus,
kurz Domitian genannt, (* 51, † 96),
römischer Kaiser von 81 bis 96 n. Chr.
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- Nach dem Tod von Titus im Jahre
81 erfolgte der dynastische Übergang auf Domitian
regelkonform (Akklamation der Prätorianer und
Ernennung durch den Senat).
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- Domitian regierte betont
autokratischer als Titus, dessen Streben nach
Harmonie er als Schwäche verachtete. Gegenüber dem
Senat war er misstrauisch und beschnitt dessen
Kompetenzen.
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Nach der
Auffassung der Senatoren war der Kaiser einer
von ihnen, wenn auch derjenige mit der größten
Autorität und dem größten sozialen Ansehen.
Dementsprechend hatte er auf die Würde
(gravitas) und das Verdienst
(dignitas)
der Senatoren Rücksicht zu nehmen.
Vespasian
und Titus hatten formell diese
Empfindlichkeit beachtet. Domitian sah sich
nicht als Erster unter Gleichen, sondern als den
Senatoren übergeordnet - und zeigte dies auch. |
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- Konsulat
und Tribunat, die wichtigsten Ämter,
bekleidete Domitian - darin anders als seine
Vorgänger - ununterbrochen. Im Jahr 85 nahm er noch
das Amt des Zensors hinzu, das ihm
ermöglichte, die Zusammensetzung des Senats zu
kontrollieren.
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- Förderung des Kaiserkults
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Wenn Domitian den
Senat betrat, trug er nicht die senatorische
Toga, sondern das purpurne Triumphalgewand des
siegreichen Feldherrn, darin Jupiter, nicht den
Senatoren gleich. Ihm voran schritten
24
Liktoren statt der bescheidenen 12, mit
denen sich alle Kaiser seit Augustus begnügt
hatten. Außerdem gab er sich den Titel 'Dominus
et deus' (Kaiser und Gott).
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- Die
Armee als die
Herrschaft stabilisierender Faktor
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- Die Armee brachte
Domitian auf seine Seite, indem er bei
seinem Herrschaftsantritt den Sold der
Legionäre, der seit sechzig Jahren nicht
erhöht worden war, um ein Drittel
aufstockte.
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- Als sich um die
Jahreswende 88/89
Saturninus, der
Statthalter Obergermaniens, zum Imperator
ausrufen ließ, zeigte sich, dass sich der
Kaiser auf den größten Teil der Armee
verlassen konnte. Bevor die Strafexpedition
unter dem Befehl des späteren Kaisers Trajan
beginnen konnte, war die Gefahr beseitigt:
Niedergermanische Truppen hatten sich für
Domitian erklärt und Saturninus geschlagen.
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Bei
dieser Gelegenheit wurde auch deutlich,
dass der rebellische Statthalter einer
Oppositionsbewegung zugehörte,
die von führenden Mitgliedern des
Senats ausging. |
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- Durch wiederholte
Geldspenden, aber auch durch die
Veranstaltung glänzender Spiele, wusste
Domitian die Unterstützung des römischen
Volks zu gewinnen.
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Glanzvoll
waren die Säkularspiele des Jahres 88,
mit denen ein Jahrhundert des Friedens
und des Wohlstands für das Reich
eröffnet werden sollte. |
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- Domitian hatte
politische
Konzepte und Strategien. In ihrer Ausführung war
er äußerst konstruktiv.
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- Effiziente
Verwaltung,
sorgfältige
Rechtsprechung. Der römische
Historiker Sueton lobt: "Nie gab es
maßvollere und gerechtere Beamte". Allerdings kam es
auch zu einer drastischen Eintreibung der Steuern.
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- Ansätze einer staatlichen
Wirtschaftspolitik
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Da vor allem aus
Spanien jährlich bis zu zwanzig Millionen
Amphoren Wein nach Italien exportiert wurden,
erließ Domitian zum Schutz des römischen
Weinanbaus ein Gesetz, wonach in den Provinzen
die Hälfte der Weinberge vernichtet werden
sollte. In Italien selbst sollte der Anbau von
neuen Weinstöcken zugunsten des Getreideanbaus
verboten werden. Dieses Verbot wurde zwar nicht
streng eingehalten, jedoch erst zweihundert
Jahre später durch Kaiser Probus aufgehoben.
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- Spektakuläres Bauprogramm
für die durch den Brand von 64 n. Chr. und den
Bürgerkrieg der Jahre 68 und 69 stark beschädigte
Stadt Rom (z.B. Wiederaufbau des Jupitertempels auf
dem Kapitol, Palast auf dem Palatin).
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- Fürsorge für die Angelegenheiten
in den Provinzen. Korrupte Statthalter wurden
ohne Ansehen der Person von ihren Posten entfernt.
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- Neuorientierung der Politik
gegenüber den Germanen
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Domitian richtete
sein Augenmerk auf die rechtsrheinischen
Germanen, besonders auf die
Chatten, die
das Taunusgebiet bedrohten. Um sie von weiteren
Einfällen abzuhalten und um gleichzeitig das von
keinen natürlichen Grenzen gesicherte Land
zwischen Rhein und Donau (vor allem das Gebiet
des heutigen Baden-Württemberg) zu schützen,
beginnt er mit dem Bau einer Grenzbefestigung,
dem Limes. Damit machte Rom deutlich,
dass es auf weitere Eroberungen in Germanien
verzichten wollte. |
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- 83 - 89: Siege über die
Chatten (germanischer Stamm bei Fulda) und
Daker (Stamm im heutigen Rumänien).
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- Die Ermordung Domitians im September 96
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- Drahtzieher des von einem
Hofangestellten sowie von Prätorianern ausgeübten
Mordes waren die führenden Köpfe aus der Umgebung
Domitians: sein Kämmerer, der Leiter der Hofkanzlei
und der Kommandeur der Palastwache; zugestimmt
hatten die Prätorianerpräfekten, deren Truppen Rom
kontrollierten. Eingebunden war auch die
senatorische Opposition. Auch die Kaiserin,
Domitia Longina, hatte ihr Einverständnis gegeben.
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- Das Verhängnis Domitians war,
dass er auf Oppositionsbewegungen, vor allem im
Senat, überreagierte. Jeder, der nach seiner Meinung
seine Stellung angriff - also seine Würde
(maiestas) - verletzte, wurde angeklagt und hart
bestraft. Prozesse wegen
Majestätsbeleidigung
dezimierten den Senat. Mit jedem Angeklagten wuchs
der Widerstand, was wiederum das Misstrauen des
Kaisers steigerte. Schließlich reagierte er auf
jeden wirklichen oder vermeintlichen Angriff auf
seine Person meistens mit Todesurteilen. Der
Charakter Domitians ist wohl auf seine
Lebensumstände vor seiner Ernennung zum Kaiser
zurückzuführen.
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Hingerichtet
wurde ein Konsul, der aus Versehen auf der Jagd
einen Löwen erschossen hatte, denn den König der
Tiere zu jagen, stand nach der Auffassung
Domitians allein dem Kaiser zu. Das Todesurteil
traf auch eine Frau, die sich vor der Statue des
Kaisers, also seinem Bildnis, entkleidet und ihn
damit persönlich beleidigt hatte. |
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- Anders als seine Vorgänger wurde
Domitian nach seinem Tode nicht unter die Götter
aufgenommen, seine Gesetze und Verordnungen wurden
für null und nichtig erklärt und alle seine
Inschriften und Bildnisse getilgt
(Damnatio
Memoriae). Die Armeen in den Provinzen
reagierten allerdings gereizt auf die Ermordung des
Kaisers.
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- Beurteilung Domitians durch zeitgenössische
Historiker
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- Weitgehend
negatives Bild,
doch nicht vorurteilsfrei (größtenteils waren sie
Mitglieder des von Domitian vernachlässigten
Senats).
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- Plinius der Jüngere
nennt ihn den schlechtesten Kaiser von allen, einen
Tyrannen, dessen Unmenschlichkeit er genauso beklagt
wie seine Willkür.
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- Sueton
charakterisiert ihn als 'Wüterich', räumt allerdings
ein, dass er in vielen Bereichen eine vernünftige
und erfolgreiche Politik betrieben habe.
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- Für
Tacitus war Domitian
"grausam, niederträchtig und dem Jähzorn verfallen".
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- Ein positives Bild Domitians
zeichnen Martial - der bedeutendste
lateinische Epigrammatiker - und
Quintillian,
der gefeierte Rhetoriklehrer seiner Zeit.
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Kaiser Domitian
Kaiser Nerva Kaiser
Trajan
Römische Kaiser 117 - 161
Römische Kaiser 161 -192
Literaturhinweise
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Kaiser Nerva (96 - 98 n. Chr.)
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- Sofort nach der Ermordung Kaiser
Domitians ernannte der Senat den 65jährigen
Nerva zum
Kaiser. Ein potentieller Nachfolger aus der Kaiserfamilie
war nicht vorhanden.
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- Die politische Initiative für die
Ernennung des neuen Kaisers ging also vom
Senat,
nicht vom Militär aus. Nach dem Willen des Senats
sollte Nerva lediglich Übergangskaiser sein.
Nerva war ledig und hatte auch keine Kinder
(wahrscheinlich ausschlaggebend für den Senat, der
die Gründung einer neuen Kaiserdynastie verhindern
wollte).
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- Nerva, der letzte Vertreter
altrömischen Adels, der die Kaiserwürde erlangte,
vertrat die Auffassung, dass der Kaiser der "erste
Diener" des Volkes sein müsse.
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Marcus Cocceius
Nerva (* 30, †
98), römischer Kaiser von 96 bis 98 n. Chr.
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- Mit der Ernennung Nervas kommt es zu
einem Konsens zwischen Kaiser und Oberschicht. Der
Senat wurde wieder eine anerkannte Institution innerhalb
der römischen Gesellschaft. Seine Rolle war weniger
politisch als formal-symbolisch. Die Sicherheit der
Senatoren wird gewährleistet. Ein absolutes Kaisertum, wie
es Domitian mit der Missachtung des Senats angestrebt hatte,
war nicht zeitgemäß; erst die politischen und
sozialen Umstände des dritten Jahrhunderts n. Chr. sollten
einen absoluten Führungsstil des römischen Kaisers
ermöglichen.
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Das römische Kaisertum
war fast immer zeitgemäß, d.h. es orientierte
sich an der sozialen und politischen Umwelt.
'Unzeitgemäße Kaiser', wie Nero und Domitian, wurden
beseitigt. Die Anlehnung Nervas an den Zeitgeist - das
stoische Gedankengut
legte eine Harmonie zwischen
Staat und Kaiser nahe - war eine notwendige
Maßnahme
zur Herrschaftserhaltung.
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- Durch ein
rigoroses
Sparprogramm wurde der Staatshaushalt wieder in
Ordnung gebracht.
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- Rückholung der von Domitian
verbannten Angehörigen der Oberschicht; Herstellung
der alten Eigentumsverhältnisse.
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- Verteilung von Land an die ärmere
Bevölkerung.
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- Reaktivierung von vielen Gesetzen
und Verordnungen, die von Domitian erlassen und nach
seiner Ermordung für ungültig erklärt worden waren.
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- Verbesserung der
Wasserversorgung Roms.
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Nerva bestellte
Sextus Julius Frontinus, ehemals Konsul
unter Kaiser Vespasian und Statthalter in der
Provinz Britannien, zum Curator für die zehn
Wasserleitungen Roms (Gesamtlängen 404 km, davon
47 km auf Arkaden). Frontinus verfasste das Werk
'De Aquis urbis Romae', dem wir die
Kenntnis des Wasserversorgungssystems der
antiken Stadt Rom verdanken. |
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- Die Adoption Trajans, des
römischen Statthalters in Obergermanien, im Oktober
97 - und damit praktisch die Nominierung des
nächsten Kaisers - sollte Nerva die Gewogenheit der
Provinzarmeen und der
Prätorianergarde
einbringen.
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Noch ein Jahr
nach der Ermordung Domitians war die Erbitterung
des Militärs so groß, dass sie Nerva zwangen,
sich für den gewaltsamen Tod Domitians zu
entschuldigen; vor seinen Augen wurden zwei
Verschwörer hingerichtet. Als die
Prätorianergarde die Hinrichtung sämtlicher
Verschwörer verlangte, war dies eine offene
Kampfansage an Nerva und den Senat. |
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- Die Adoption Trajans war kein
Produkt einer neuen Ideologie, sondern entsprang
einer Notlage Nervas (Gefährdung seiner
physischen Existenz).
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- Die Ideologie, dass der
jeweils regierende Kaiser den möglichst
besten Mann als seinen Nachfolger adoptiert,
wurde nachträglich entwickelt. Die
auf Nerva folgenden
'Adoptivkaiser'
hatten - es war eine biologische
Zufälligkeit - keine Söhne. Die
Notwendigkeit der Adoption wurde
nachträglich zum Prinzip erhoben. Erst
Marc Aurel
(161 - 180 n. Chr.) hatte
wieder Söhne; durch ihn wurde wieder eine
Dynastie aufgebaut.
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- Für das Jenseits brachte
Nerva die Wahl Trajans zum Gott ein, denn,
wie Plinius schrieb: "Für die Göttlichkeit
eines Herrschers, der einen Thronerben
adoptiert, gibt es keinen schlagenderen
Beweis als die Klugheit seiner Wahl."
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Kaiser Domitian
Kaiser Nerva Kaiser
Trajan
Römische Kaiser 117 - 161
Inhaltsverzeichnis Römer
Literaturhinweise
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Kaiser Trajan (98 - 117 n. Chr.)
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- Marcus Ulpianus Traianus
wurde am 18.9.53 n. Chr. als Sohn einer in Spanien lebenden
Familie römischer Abstammung geboren. Als ihn Kaiser Nerva
zum Mitregenten ernannte, war er Statthalter von
Obergermanien.
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Marcus Ulpius Traianus, kurz
Trajan oder
Traian genannt, (* 53, † 117),
römischer Kaiser von 98 bis 117 n. Chr.
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- Einen Einblick in die
Persönlichkeit
und die Fähigkeiten Trajans gewinnen wir u.a. aus dem
Briefwechsel, den der römische Schriftsteller C. Plinius
Caecilius Secundus - Plinius der Jüngere (61 - 113 n.
Chr.) - in seiner Eigenschaft als Legat in Bithynien mit
dem Kaiser führte. Kaiser Traian steht auch im Mittelpunkt
des ebenfalls erhaltenen "Panegyricus", einer
Lobrede, die Plinius im Jahr 100 im Senat gehalten hatte und
in der er Leistungen und Vorzüge Trajans preist. Aus den
Quellen ergibt sich folgendes Bild: Rasche Erkenntnis der
Lage (politisch und militärisch), knappe und präzise
Anordnungen, durchführbare Entschlüsse, Sinn für
Unparteilichkeit und Gerechtigkeit, humane Ausübung der
Herrschaft, kraftstrotzend, Inbegriff für Frömmigkeit und
Tugend. Kurzum, eine Ansammlung von Superlativen.
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- Als Kaiser
Nerva zu Beginn des
Jahres 98 starb, blieb Trajan zunächst in Obergermanien. In
Rom gab es keinerlei Opposition gegen seine
Alleinherrschaft. Erst im Sommer 99 kehrte er nach Rom
zurück.
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Trajan führte die am
Rhein und an der Donau begonnenen Arbeiten am
Limes
zu Ende und baute das Straßennetz dieser Regionen
weiter aus. Zur Sicherung des besetzten Gebiets ließ er
Kolonien
wie Ulpia Traiana (Xanten) und
Städte
wie Ulpia Noviomagus (Nymwegen) anlegen. |
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- Trajan zeigte dem
Senat den
Respekt, den sie von einem Kaiser erwarteten. Er vermittelte
den Senatoren den Eindruck, in ihrem Einvernehmen zu
regieren. Bei seinen politischen und militärischen
Unternehmungen wurde er nicht nur vom Militär, sondern auch
vom Senat unterstützt.
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- Wandel in der Verwaltung des Reiches
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- In Rom wurden die
'kaiserlichen Freigelassenen' immer mehr
durch Mitglieder des Ritterstandes
ersetzt. Von den Rittern erwartete Trajan
mehr Entschlusskraft und Disziplin. So wurde
zum Beispiel die kaiserliche
Finanzverwaltung einem Ritter übertragen.
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- Bessere Kontrolle über
die Beamten: Den
höheren Beamten, die meistens Mitglieder des
Senats waren, wurden niedere Beamte - zum
großen Teil Ritter - zur Entlastung
beigeordnet; die Untergebenen hatten die
Pflicht, ihre Vorgesetzten zu überwachen und
Unregelmäßigen an den Kaiser zu melden.
Dieses "Überwachungssystem" wurde
sowohl in den Städten als auch in den
Provinzen eingesetzt.
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- Die
Eintreibung von
Steuern wurde in staatliche Regie
übernommen.
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- "Wirtschaftspolitische
Maßnahmen"
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- Trajan traf eine Reihe
von Maßnahmen, die mit der
Förderung des
"Kernlandes" Italien zu tun hatten. (Mit
der Ausweitung des römischen Imperiums
hatten sich ökonomische, politische und
militärische Schwerpunkte außerhalb Italiens
gebildet.)
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- Viele der Bauten Trajans
hatten einen betont
wirtschaftlichen
Charakter.
Zahlreiche Inschriften legen
Zeugnis von der regen Bautätigkeit ab.
So wurde die Versorgung mit Getreide durch
den Umbau des Hafens in Ostia
sichergestellt.
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- Der durch Kaiser
Claudius (41 - 54 n. Chr.)
angelegte, mit Molen geschützte
Hafen, wurde durch Trajan durch ein
sechseckiges Becken ergänzt und
erweitert.
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- Um die etwa
zweiwöchige Reise auf der 'Via
Appia' von Rom nach der Hafenstadt
Brundisium um einen Tag zu
verkürzen, beschloss Kaiser Trajan,
für Handel und Truppentransporte von
der Stadt Benevent aus eine rund 300
km lange Parallelstrecke zu bauen.
Die Arbeiten begannen im Jahr 108
und wurden vier Jahre später
abgeschlossen. Die 'Via Traina'
zeugt von hoher römischer
Ingenieurkunst.
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-
Der berühmte
griechische Arzt
Galenos
- auch Galen oder Galenus
genannt - (129 - 199 n.
Chr.) schreibt fast hundert
Jahre später, dass es Trajan
war, dem die
Instandsetzung des
Straßensystems in Italien
zu verdanken ist.
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-
Kuriere,
Güterverkehr,
Truppentransporte - Straßen
verbanden jetzt fast jeden
Winkel des Römischen Reichs.
Das
Straßensystem
trug dazu bei, das römische
Imperium zusammenzuhalten.
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- "Sozialpolitische Maßnahmen"
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- Schaffung eines
staatlichen Etats für den
Unterhalt von
Waisenkindern (alimenta).
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- Zwei Inschriften geben
Auskunft über ein
Kreditverfahren,
mit dem permanente Ausgaben für einen
bestimmten Zweck (z.B. Unterstützung von
Waisenkindern, Förderung der Landwirtschaft)
gewährleistet waren.
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- Die kaiserliche
Regierung vergab an die Städte
Darlehen, die mit einem jährlichen
Zinssatz von 5% zurückbezahlt werden
mussten. Die Städte verliehen das
Geld wiederum an die Grundbesitzer,
die Darlehen bis max. 8,25% des
Wertes ihres Besitzes aufnehmen
konnten. Die Zinsen für dieses Geld
konnten die Städte für einen
bestimmten Zweck ausgeben.
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- Das System der
Sozialfürsorge war für antike
Verhältnisse äußerst
fortschrittlich. In seinen
Grundzügen war es bereits von Kaiser
Nerva entworfen worden. Die
'alimenta' war auf das römische
Kernland beschränkt.
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- Der Kaiser schuf mit den
'equites singulares' eine neue
Leibwache aus einer Kavallerieeinheit. Die
Mitglieder dieser zunächst 500, dann 1000
Mann starken Truppe wurden aus den in den
Provinzen beheimateten Auxiliareinheiten
(Hilfstruppen) ausgewählt. Sie bildeten ein
Gegengewicht zur italienisch geprägten
Prätorianergarde.
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- Während der Kriege gegen
die Daker (101/102 und 105) führte
Trajan Spezialtruppen mit, die in
'numeri' bezw. 'symmacharii'
gegliedert waren. Sie stellten den Versuch
dar, die besonderen Eigenschaften und
Fähigkeiten von
Volksgruppen
gebündelt zum Einsatz zu bringen.
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- Häufig ist die
Bedrohung
des römischen Imperiums durch einen anderen Staat
Ursache für den Kriegsausbruch.
Konkrete
Anlässe zum Eingreifen Roms sind immer vorhanden
(manchmal sind sie auch willkommen, um aktiv werden
zu können!). Es handelt sich jedoch nicht um
Imperialismus!
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- Kennzeichnend für die
Eroberungskriege ist, dass sie alle mit
hohem
militärischem Aufwand betrieben wurden. Eine
diplomatische Lösung der Probleme wurde sehr
selten versucht.
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- Als erster römischer Kaiser aus
einer Provinz unterlag Trajan einem besonders großen
Zwang, erfolgreich zu sein. Erfolge waren also zu
seiner Herrschaftssicherung notwendig.
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- Andere Gründe mögen außerdem eine
geringfügige Rolle gespielt haben: persönliche
Vorliebe Trajans für das Soldatenleben, Ablenkung
von innenpolitischen Krisen, "Beschäftigung" der
Soldaten, materielle Gründe (z.B. Gold - und
Silbervorkommen in Dakien).
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- Dakien
= Gebiet nördlich und östlich der Donau, bis zu den
Karpaten reichend, ungefähr dem heutigen Rumänien
entsprechend.
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- Gegen Ende des 1. Jahrhunderts
nach Chr. bedrohten die Daker die römischen Grenzen.
Schon Kaiser Domitian hatte in den Jahren 85
bis 89 n. Chr. gegen sie gekämpft. Der 89
geschlossene Friede wurde von den Dakern mehrmals
gebrochen: sie überfielen die Provinzen Moesia und
Thracia, vernichteten Truppeneinheiten, töteten
Statthalter.
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- Kaiser Trajan bereitete nach
mehreren Niederlagen systematisch den Kampf gegen
die Daker unter König Decebalus vor. Er ließ
Straßen anlegen und zwei Pontonbrücken über die
Donau schlagen.
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- 101 / 102
zwingt Trajan die Daker zu formeller Unterwerfung,
doch schon 105 flammte der Krieg erneut auf.
Diesmal erobert Trajan die dakische Hauptstadt
Sarmizegtusa.
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- Das eroberte Königreich Dakien
wurde zur Provinz Dacia des römischen
Imperiums. Stationierung von drei Legionen.
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- Die
reiche Beute der Römer
(das Königreich Dakien besaß mehrere Gold- und
Silberminen) wurde für Bauten (u.a. für das
Trajan-Forum in Rom) sowie für Sozialprogramme
verwendet.
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Zum Gedenken an seinen Sieg
gegen die Daker benutzte Trajan einen Teil
seiner Kriegsbeute um ein eindrucksvolles Forum in Rom zu schaffen.
Es war fünfmal so groß wie das von Augustus.
Eine riesige Säule mit Szenen aus der Eroberung
Dakiens wurde erbaut. Der Komplex umfasste eine
Basilika, zwei Bibliotheken und einen Tempel. An
der Spitze der Säule stand der Kaiser.
Baumeister war Apollodoros von Damaskus. |
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- Die Daker und die anderen
Balkanvölker fügten sich in den
römischen
Reichsverband ein und erlebten einen
wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Mehrere
spätere Kaiser stammen aus dem Balkanraum: Aurelian,
Diokletian, Justin, Justinian.
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- Die
Nabatäer
kontrollierten die Karawanenwege, die vom Roten Meer
bis nach Syrien verliefen. Seit der Mitte des 1.
Jahrhunderts n. Chr. wurde auf diesen Wegen der
Handel der Römer mit Indien (u.a. Import von
Luxusgütern) abgewickelt (Anschluss an den Seeweg
nach Indien).
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- Im Jahr
106
wurde das
Königreich der Nabatäer von den Römern annektiert
und als Provinz 'Arabia'
eingerichtet.
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- Eine eigentliche Bedrohung durch
das Nabatäerreich lag nicht vor; römische Münzen aus
dieser Zeit sprechen auch eher von
'Erwerb'
als von 'Eroberung' ('Arabia adquisita' und
nicht 'Arabia capta').
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- Der Krieg mit den Parthern
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- Vorgeschichte:
Seit dem 1. Jahrhundert vor Christus gab es immer
wieder Konflikte zwischen dem Reich der
Parther
und dem römischen Reich. Parthische Heere hatten des
Öfteren römische Legionen besiegt. Von der
Regierungszeit Kaiser Neros (54 - 68 n. Chr.) bis
zum Jahr 113 verlief die Beziehung zwischen Römern
und Parthern relativ friedlich.
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- Unmittelbarer Anlass für
den Krieg zwischen Römern und Parthern war, dass
parthische Truppen in das Königreich Armenien
einmarschierten und einen ihnen genehmen König
einsetzten. Die Römer sahen dadurch das empfindliche
Gleichgewicht der Kräfte im Osten gestört. Außerdem
fürchteten sie den Verlust an Prestige.
|
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- Im Jahr 114
besetzte
Trajan Armenien, stürzte die Monarchie und machte
das Gebiet zur römischen Provinz.
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- 116
weitete Trajan sein
Operationsgebiet aus und eroberte
Mesopotamien
mit der parthischen Hauptstadt Ktesiphon (unweit von
Bagdad). Auch Assyrien wurde besetzt.
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Durch die
Einbeziehung von Armenien, Mesopotamien und
Assyrien gelangte das Römische Imperium zur
größten Ausdehnung seiner Geschichte.
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- Ende 116
erhoben sich die Einwohner
Südmesopotamiens gegen die Besatzungsmacht; der
Aufstand konnte nur mit Mühe niedergeschlagen
werden.
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Kaiser Hadrian,
der unmittelbare Nachfolger Trajans, verzichtete
wieder auf die eroberten parthischen Gebiete, da
er in ihnen einen ständigen Unruheherd sah. |
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- In den Jahren
116 und
117
erhoben sich die Juden in Mesopotamien und
die Diasporajuden im Osten des Reiches. Sie fühlten
sich unter den Römern in ihrer religiösen Freiheit
bedroht.
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Der Aufstand
wandte sich zunächst nicht gegen die Römer,
sondern gegen die griechischen Mitbewohner. Die
Erhebung wurde grausam niedergeschlagen. |
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- Die Unruhen griffen auf
Zypern
und Ägypten über. Die Feindseligkeiten
zwischen Juden und Griechen wurden von den Römern
unter großen Schwierigkeiten und Opfern
niedergerungen.
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|
- Kaiser Trajan starb am
9. August 117 in der Stadt Selinus in Kleinasien.
Sein Leichnam wurde zur Einäscherung nach Rom überführt.
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Kaiser Nerva Kaiser
Trajan
Kaiser Augustus 27 - 14 n.Chr.
Römische Kaiser 117 - 161
Römische Kaiser 161 -192
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Stand:
20. Jan. 2010
Copyright ©2010 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
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