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Werkstattführung in der Restauratoren-Gemeinschaft Esslingen

Donnerstag, 06.04.2017, Neckarstraße 64/1 in Esslingen, Beginn der Führung: 16:00 Uhr, Dauer: 1,5 Stunden, Fahrgemeinschaften sind möglich, Treffpunkt: 15:15 Uhr Schlossgut Köngen, Kosten: 8,- €  / Person

Frau Schrade, Textilrestauratorin, Herr Schrempf und Frau Becker, Restauratoren für Papier, Buch und Grafik, geben Einblick in die aktuelle Arbeit in ihrer Werkstatt.

Programmvorschau 2017

Donnerstag, 04.05.2017

Frau Dr. Köhle-Hezinger, Vortrag zum Thema Reformation, Beginn: 20:00 Uhr

Dienstag, 27.06.2017

Tagesausfahrt nach Ulm. "Ulm Geschichte und Moderne". Führung: Barbara Honecker

Freitag, 06.10.´2017

Vortrag / Buchpräsentation "Köngener Münzfund". Dr. Ohm, Römermuseum Köngen, Beginn 18:30 Uhr.


Historischer Rundgang durch Köngen 

 Der Rundgang ist kostenlos. Im Rathaus Köngen ist ein Flyer erhältlich, in dem die historischen Orte der Gemeinde beschrieben sind. Auch auf unserer Homepage finden Sie die Beschreibung des Rundgangs.

Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. bietet jedes Jahr im Oktober für Neubürger, Alteingesessene und alle Interessierte aus Nah und Fern einen historischen Rundgang durch Köngen an. Falls sich eine Gruppe aus mindestens 8 Personen zusammenfindet, so ist ein Rundgang auch auf Anfrage möglich. Ansprechpartner ist Herr Detlef Rothfuß (Tel. 07024 - 81708). Besichtigt und erläutert werden folgende Sehenswürdigkeiten: das Schloss mit seinem Rittersaal, die Zehntscheuer, die Alte Vogtei, die Peter- und Paulskirche, der Alte Friedhof, die Alte Ziegelei und das Römerkastell. Die Führung durch Herrn Rothfuß, einen der besten Kenner der Geschichte Köngens, dauert ca. 2,5 Stunden. Der Rundgang ist auch mit Kinderwagen möglich.
 
       
  Die Teilnehmer des 'Historischen Rundgangs' im Oktober 2011  

Archiv

Besuch der Ausstellung ' Hinterm Horizont geht's weiter - Riesenparty für zwei Tiger: Udo Lindenberg und Janosch' in der Nürtinger Kreuzkirche

Samstag, 04.02.2017, Kreuzkirche Nürtingen, Beginn der Führung: 13:00 Uhr, Treffpunkt: 12:50 Uhr vor der Kirche, Anmeldung an der Rathauspforte Köngen, Kosten für Eintritt und Führung: 11,- €

Die Kunsthistorikerin Barbara Honecker, die uns schon mehrfach geführt hat, wird uns durch diese außergewöhnliche Ausstellung führen.

In der Ausstellung werden zwei außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten präsentiert: Udo Lindenberg und Horst Eckert alias Janosch. Beide Künstler drücken sich in mehreren Kunstformen aus, Lindenberg in Musik, Text, Film und Maler, Janosch in Radierung, Aquarell und Illustration. Sowohl der malende Rockmusiker Lindenberg als auch der schreibende Illustrator Janosch interessieren sich für das aktuelle Zeitgeschehen und übersetzen dieses in ihre jeweils eigene Bildsprache. Beiden gelingt es in unnachahmlicher Weise - auch bei einem ernsten Hintergrund - den Witz hervorzuheben.


Europa als kulturelle Herausforderung

Sonntag, 15. Januar 2017. Vortrag von Herrn Prof. Dr. Werner Mezger, Universität Freiburg.  Veranstaltung der Köngener Kulturtage. Ort: Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13). Beginn: 20:00 Uhr. Eintritt: 8 €. Vorverkaufsstellen: Rathaus Köngen, Bücherei Köngen, Bücherecke Rehkugler, Wendlinger Zeitung. Nur in der Bücherei können Eintrittskarten reserviert werden (Tel. 07024 - 983500). Saaleinlass ist eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung.


Der Vortrag beginnt mit Fragen nach den geistigen Wurzen Europas, zeichnet die verschiedenen Europavorstellungen von der Antike bis in die Gegenwart nach und bilanziert den aktuellen Befund. All dies wird anhand von konkreten Beispielen und mit vielen Bildern kritisch erörtert, wobei es neben dem geschichtlichen Rückblick und der Beschreibung der momentanen Verhältnisse auch um Europas Zukunft geht. Durch Migration, Globalisierung, digitale Vernetzung und ökonomische Extremlagen macht Europa derzeit einen dramatischen Kulturwandel durch. Da Heimat und Welt aufs Engste zusammenhängen, bleibt unser eigener Lebensraum von diesen Entwicklungen nicht unberührt.

Bei der derzeitigen Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen eines vereinigten Europa geht es fast immer um ökonomische und politische Aspekte. Die kulturelle Dimension spielt kaum eine Rolle. Die Befürworter eines vereinigten Europas befinden sich zunehmend in der Minderheit.

Prof. Werner Mezger  

Ausstellungsbesuch / Führung 'Augen. Blicke. Impressionen'

Freitag, 21.10.2016, Staatsgalerie Stuttgart. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Führung mit Frau Barbara Honecker. Beginn der Führung: 11:15 Uhr. Kosten für Führung und Eintritt: 12,- €.  Treffpunkt 10:45 Uhr im Foyer der Staatsgalerie. Fahrgemeinschaften sind möglich. Anmeldung und Bezahlung in der Bücherei Köngen.

Die Ausstellung ist eine Hommage an die Meister des Französischen Impressionismus. Neben namhaften Künstlern dieser Epoche wie Claude Monet oder Auguste Renoir sind mit Armand Guillaumin und Théodule Ribot auch seltener gesehene Impressionisten vertreten.

Zur Vorbereitung auf die Ausstellung bietet die Bücherei Köngen bei ihrem 'Lesetreff'  am Dienstag, den 18.10.2016, um 19:30 Uhr mit der Besprechung des Buches 'Die Frau im grünen Kleid' von Stephanie Cowell  eine umfassende Biographie des Malers Claude Monet sowie seiner Muse und Lebensliebe Camille.

Ausstellungsbesuch / Führung 'Die Schwaben - Zwischen Mythos und Marke'

Sonntag, 06.11.2016, Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Beginn der Führung: 11:00 Uhr. Voraussichtliche Kosten: 15,- €.  Weitere  Einzelheiten werden noch bekanntgegeben.

Das Landesmuseum Württemberg präsentiert die berühmt-berüchtigten Bewohner des „Ländles“ in all ihren Facetten – Klischees und Widersprüche inklusive. Vor dem Hintergrund von fast 2.000 Jahren Kulturgeschichte wird der Wandel vielfältigster Schwabenbilder erkennbar, der sich bis heute fortsetzt. Von den Alamannen und Sueben über die Kultur der Stauferzeit und die Blütezeit des Barock in Oberschwaben bis ins heutige „Schwabenland“ untersucht die Ausstellung die Kulturgeschichte Schwabens anhand herausragender  Objekte. Mit bedeutenden Kunstwerken vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart wird die Geschichte der Schwaben-Metropolen Konstanz, Ulm, Augsburg und Stuttgart beleuchtet. In Kombination mit Ikonen der Alltagskultur, schwäbischen Persönlichkeiten und Eigenheiten entsteht so ein faszinierendes Mosaik schwäbischer Kultur. Trotz des Wandels durch die Jahrhunderte, trotz aller Widersprüche, trotz der Flüchtigkeit des Begriffs „schwäbisch“: Es gibt Dinge und Personen, die heute als schwäbisch empfunden werden – die Ausstellung würdigt und präsentiert sie: Spätzlespressen und Kehrwochenschilder, Kaiser Barbarossa und Gottlieb Daimler, Fastnacht - und nicht zuletzt der schwäbische Dialekt. 

Die Sieben Schwaben   © H.Zwietasch, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart   
 
Sommerkunstaustellung in der Stadthalle Balingen / Ernst Ludwig Kirchner: Modelle, Akte & Kokotten

Sonntag.10.07.2016, Stadthalle Balingen, Führung: Frau Barbara Honecker. Führungsbeginn: 10:30 Uhr. Kosten: Eintritt und Führung 18,- € (bei 20 Pers. 14,- €).  Abfahrt der Fahrgemeinschaften: 9:00 Uhr ab Rathaus Köngen. Anmeldung: Rathauspforte Köngen, bitte angeben, ob Mitfahrgelegenheit gewünscht wird oder angeboten werden kann. Bitte auch angeben, ob ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant "Hirschgulden" gewünscht wird. Bitte bis zum 05.07. anmelden!

Erstmals konzentriert sich eine Ausstellung von Ernst Ludwig Kirchner, des bedeutendsten expressionistischen Malers, auf das spannende Thema "Modelle, Akte und Kokotten". Sie führt den Betrachter von der Welt der Künstlerbohème in Dresden und Berlin bis zum Ausdruckstanz in der Davoser Bergwelt in den 1920er Jahren. Die große Sommerausstellung präsentiert mehr als 100 hochkarätige Werke aus dem Berliner Brücke-Museum.

Ernst Ludwig Kirchner: Artistin Marcella
Bildquelle: Kirchner-Bild © Brücke-Museum Berlin
 

Bauhistorische Führung durch Esslingen

Freitag, 03.06.2016. Bauhistorische Führung durch Esslingen mit dem Bauhistoriker Tillmann Marstaller. Treffpunkt: 16:00 Uhr Marktplatz Esslingen. Abfahrt Fahrgemeinschaften 15:15 Uhr im Schlossgut Köngen. Kosten: 10,- €, Schüler/Studenten 5,- €. Dauer: ca. 2,5 Stunden. Anmeldung: Rathaus Pforte

Die Esslinger Altstadt ist in verschiedener Hinsicht ein bauhistorisches Eldorado: Von Stadtbränden nur teilweise betroffen, von Kriegen nahezu vollständig verschont, hat sich hier die Struktur einer mittelalterlichen Stadt erhalten, wie sie nur noch an ganz wenigen Orten anzutreffen ist. Zahlreichen kunsthistorisch interessanten Kirchen steht ein unfassbar vollständig erhaltenes Bürgerhausensemble gegenüber, zu dem viele der bundesweit ältesten Fachwerkbauten zählen. Durch die bauhistorische und archäologische Brille betrachtet, erzählen die Gebäude nicht nur von der einstigen Bedeutung der Reichsstadt, der baugeschichtlichen Entwicklung der Häuser, sondern auch von der Vielfalt der Wohn- und Lebenskultur einer schwäbischen Stadt.


Führung im Schlosspark Hohenheim

Dienstag, 24.05.2016. Führung durch "Des Herzogs grünes Eldorado" mit Frau Gerlinde Gebhart. Treffpunkt um 16:00 Uhr in Hohenheim (Ecke Garbenstraße / August-von Hartmann-Straße. Es können Fahrgemeinschaften gebildet werden. Anmeldung: Rathaus Pforte. Kosten: 12 €. Da die Führung etwa 2,5 Stungen dauert, sollten die Teilnehmer gut zu Fuß sein.
 

Herzog Carl Eugen von Württemberg (1744-1793) schenkte im Jahr 1772 seiner Mätresse und späteren zweiten Gemahlin Franziska von Leutrum das Schloss- und Landgut Hohenheim und begann mit dem Ausbau des alten kleinen Wasserschlosses und der Gartenanlagen. Im Jahr 1776 wird die Sommerresidenz des Herzogs vom Schloss Solitude nach Hohenheim verlegt. Im gleichen Jahr beginnen Carl Eugen und Franziska auf dem Gelände des Schlossguts mit der Gestaltung des Dörfles“, dem berühmten Englischen Garten mit über sechzig teilweise „antiken“ Bauwerken, bei denen das Rathaus ebenso wenig fehlte wie ein Wirtshaus, eine Meierei oder eine Köhlerhütte. Der Herzog und die im Jahre 1774 zur Reichsgräfin von Hohenheim erhobene Franziska  lebten in ihrem neuen Domizil im Stil einer Gutsherrschaft.

 


Die drey Säulen des donnernden Jupiters in Hohenheim, 1800

eines der antiken Bauwerke im "Dörfle"

Victor Heideloff, (Architekt, Mitstudent und Freund Friedrich Schillers): 
 
     

Exotischer, Botanischer und Landschaftsgarten, die innerhalb des Schlossparks Hohenheim entstanden, sind ein besonderer Anziehungspunkt im Stuttgarter Süden. Im Spielhaus vermittelt das Modell der Englischen Anlage einen Eindruck von der Größe des Exotischen Gartens und der Vielfalt der Baulichkeiten, die Herzog Carl Eugen von Württemberg und seine Mätresse und spätere Ehefrau Franziska in nahezu 20 Jahren errichten ließen. Beim Lustwandeln durch die Gärten begegnen wir auf einer Zeitreise den Erbauern der Schlossanlage, den zahlreichen Besuchern des "Dörfles" im 18. Jahrhundert und Persönlichkeiten der Zeitgeschichte. Auf dem Universitätscampus sehen wir hochmoderne Wissenschaftseinrichtungen, historische Institutsgebäude und pulsierendes Leben.


Tagesausfahrt nach Herrenberg

Samstag, 02.04.2016. Stadtführung, Kosten: 12 €  (Fahrt VVS und Führung).  Anreise mit der S-Bahn ab Wernau (kostenlose Parkplätze). Fahrgemeinschaften nach Wernau 10:30 Uhr ab Rathaus Köngen. Um 12:00 Uhr Gelegenheit zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel "Hasen". Wir werden von dort um 15:00 Uhr zur Führung abgeholt. Der Fußweg durch die Stadt dauert etwa eineinhalb Stunden. Anmeldung im Rathaus Köngen (bitte angeben, ob Mittagessen gewünscht).

Nur wenige deutsche Städte besitzen heute noch ein so vollständig erhaltenes Ensemble stolzer Fachwerkhäuser, enger Gassen und Winkel, malerischer Treppen und Brunnen wie Herrenberg. Die Altstadt steht als Gesamtanlage seit 30 Jahren unter Denkmalschutz. Für den Geschichts- und Kulturverein macht sie auch die Tatsache besonders interessant, dass der bedeutende Baumeister Heinrich Schickhardt dort geboren ist, - ist doch unsere diesjährige Daniel-Pfisterer-Preisträgerin die Vorsitzende des Vereins 'Heinrich Schickhardt-Kulturstraße des Europarats'. Bei unserer Stadtführung darf natürlich sein Elternhaus nicht fehlen. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten, nicht zuletzt die Stiftskirche, denen wir einen Besuch abstatten werden. Zum Abschluss können wir noch das Glockenkonzert hören, das nur einmal im Monat um 17:00 Uhr stattfindet. Die ganz Sportlichen können dazu über eine Wendeltreppe in den Turm der Stiftskirche steigen und dabei auch noch kurz in das Glockenmuseum schauen. Die anderen können das Konzert vom Marktplatz aus genießen, - bei schönem Wetter vielleicht sogar in einem der Straßencafés!


Studienreise nach Straßburg und Colmar vom 30.-31. März 2016

Preis: 215,- € im DZ, 245,- € im EZ (Fahrt, Eintritte, Abendessen, Frühstück). Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 25 begrenzt. Leitung: Pfarrer Steinhart.


Das Elsass steht seit einem Jahrtausend in der vermittelnden Position zwischen West und Ost, Nord und Süd, zwischen Frankreich und Deutschland, aber auch zwischen den Niederlanden und Italien. Den Beleg für den Austausch zwischen Frankreich und Deutschland bietet das Straßburger Münster. Französische Kathedralenarchitektur kommt an den Rhein und strahlt dann aus bis in unsere Gegend, z. B. nach Esslingen und Ulm. Doch Johann Wolfgang von Goethe sieht im Münster den Ausdruck deutscher Baukunst schlechthin – und vermacht auf diese Weise der deutschen Romantik  d e n  Musterbau des Mittelalters. 

Die Reise gibt Gelegenheit, das Münster zu sehen, von seinen romanischen Anfängen an. Doch ebenso wichtig wird in Straßburg der Besuch der ehemaligen Münsterbauhütte sein. Sie beherbergt in den spätmittelalterlichen Gebäuden eines der reizendsten Museen, das trotzdem kaum jemand kennt, das Musée de l’Oeuvre de Notre-Dame. In ihm finden sich die Originale der wichtigsten Skulpturen des Münsters, auch Synagoga und Ecclesia. Doch neben vielen anderen schönen Dingen auch Plastiken von Nikolaus Hagenauer, dem Bildhauer des Isenheimer Altars. Und Bilder von Konrad Witz, Hans Baldung-Grien und Sebastian Stoskopff, - von ihm unvergessliche Stillleben ganz eigener Art. 

Damit sind wir schon bei der Vermittlung zwischen den Niederlanden und Italien. Sie kann man auch aufzeigen in Colmar an der ›Madonna im Rosenhag‹ von Martin Schongauer in der Dominikanerkirche und am Isenheimer Altar Matthias Grünewalds im Unterlindenmuseum. Flämische Art, mit Farben umzugehen, Detailgenauigkeit, deutsche Mystik und italienische Auffassung des Raums. Der Oberrhein ist die erste Gegend nördlich der Alpen, in dem das Denken der italienischen Renaissance Platz gewinnt. Dafür steht u. a. die Humanistenbibliothek in Schlettstadt, die wir wenigstens von außen sehen können, - ihr Inneres wird zur Zeit renoviert. Uraltes Kulturland, Ursprungsland der Staufer – dafür stehen die romanischen Kirchen von Schlettstadt, Murbach, Otmarsheim.


Vortrag: 'Unsere Flurnamen - ein Kapitel Köngener Heimatkunde'

Donnerstag,17.03.2016, 19:30 Uhr. Referent: Dr. Gustav Schöck, ehemaliger Leiter der Landesstelle für Volkskunde. Zehntscheuer Köngen. Abendkasse: 8 € / Schüler und Studenten: 4 €

Im Straßennetz nahezu aller Städte und Gemeinden finden sich Straßennamen, die auf alte Flurbezeichnungen zurückgehen. Auch die Gemeinde Köngen macht da keine Ausnahme. Was es mit diesen - manchmal altertümlich anmutenden - Namen, aber auch mit den Köngener Flurnamen überhaupt für eine Bewandtnis hat, wird uns Dr. Schöck in seinem Vortrag kenntnisreich erläutern.


"Kirchheimer Kunstweg" in Kirchheim/Teck

Sonntag, 28.02.2016, 14:00 Uhr. Führung mit der Kunsthistorikerin Frau Barbara Honecker. Dauer ca. 2 Std., Fußweg durch die Stadt. Kosten: 8 € / Schüler und Studenten 4 €. Treffpunkt: Kreiskrankenhaus Haupteingang. Anmeldung: Rathauspforte Köngen. Bei Schnee- und Eisglätte kann die Führung kurzfristig abgesagt werden.

Der Skulpturenweg "Kirchheimer Kunstweg - Moderner Kunst auf der Spur' ist 2004 durch eine Initiative der Werkgruppe 'Attraktive Kernstadt' entstanden. Er verbindet verschiedene Elemente der Stadt. Beginnend in einer Wohnstraße durchquert er den historischen Kernbereich. Über Plätze, Brunnen, Park- und Grünflächen, führt er vorbei an der gotischen Kirche, dem Fachwerk-Rathaus und am Renaissance-Schloss zum Teckzentrum, der Stadthalle, zum Krankenhaus und endet bei der Schule eines Vororts.

Erklärtes Ziel des Kirchheimer Kunstwegs ist es, die zeitgenössischen Skulpturen deutscher und internationaler Bildhauer ins Bewusstsein zu rücken. Bei unserer zweistündigen Führung werden wir natürlich nicht den gesamten Weg zurücklegen können, so dass Frau Honecker eine sinnvolle Auswahl für uns treffen wird. Allerdings handelt es sich nicht um einen Rundweg, sondern die Führung wird woanders enden, als sie beginnt, nämlich in der Dreikönigsstraße. Deshalb könnte man im Vorfeld einige PKWs am Schlusspunkt der Führung abstellen, damit am Ende die Fahrer der anderen Fahrzeuge zum Anfangspunkt zurückgebracht werden können


Daniel-Pfisterer-Preis 2016 an Denise Rietsch, der Präsidentin des Vereins "Heinrich Schickhardt Kulturstraße des Europarats e.V."

17. Januar 2016 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13). Beginn: 18:00 Uhr. Die Laudatio hält Frau Nicole Kayser. Musikalisch umrahmt wird die Feier von der Musikschule Köngen-Wendlingen. Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. vergibt den Daniel-Pfisterer-Preis an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das kulturelle Leben verdient gemacht haben.

  Daniel Pfisterer, Pfarrer von 1699 bis 1728 in Köngen, schuf in dieser Zeit eine einmaliges Bilder- und Gedichtbuch mit Aquarellen von Pflanzen, Tieren und Szenen aus dem Alltagsleben der einfachen Menschen. Die Zeichnungen kommentierte er mit originellen Reimen.
   

Heínrich Schickhardt (1558 - 1635)

Der geniale Renaissancebaumeister Heinrich Schickhardt verbindet Köngen mit Städten wie Freudenstadt, Bad Boll, Horbourg-Wihr und 19 anderen. Seine Spuren hinterließ er hier mit der Ulrichsbrücke, aber auch im Schloss und in der Peter- und Paulskirche.

Im Jahr 1998 wurde auf die Initiative von Denise Rietsch der Verein "Heinrich Schickhardt Europäische Kulturstraße" gegründet, der im Jahr 2004 zur "Kulturstraße des Europarats" erhoben wurde und dem inzwischen 23 Mitgliedstädte angehören, darunter auch Köngen.

Denise Rietsch wurde am 28. Mai 1935 in Colmar geboren. Beruflich war sie Mathematiklehrerin sowie in der Lehrerfortbildung tätig. Ihr Heimat- und Wirkungsort ist die Gemeinde Horbourg-Wihr. Als Gemeinderätin und Beigeordnete war Denise Rietsch über einen langen Zeitraum insbesondere verantwortlich für den Bereich "Kultur, Tourismus und Denkmalschutz". Eine weitere interessante Vereinsgründung geht schon vorher auf ihre Initiative zurück. Denise Rietsch gehörte im Jahr 1991 zu den Gründungsmitgliedern des Geschichts- und Altertumsvereins in ihrem Heimatort und ist seit 2007 dessen Präsidentin.

Auch als (Mit-)Herausgeberin und Autorin hat sich Denise Rietsch einen Namen gemacht. Beiträge von ihr sind in dem zweisprachigen Standardwerk "Heinrich Schickhardt, Baumeister der Renaissance" von Sönke Lorenz und Wilfried Setzler - im Jahr 1999 herausgegeben - zu finden. Auf ihre Anregung hin und unter ihrer Leitung wurde das Buch "Heinrich Schickhardt Inventarium 1630-1632" in drei Sprachen herausgegeben. Dieses Werk erhielt im Jahr 2014 in Paris eine besondere Preis-Auszeichnung. Des Weiteren sind Artikel von Denise Rietsch zu finden in der jährlich erscheinenden deutsch-französischen Zeitschrift "Un Pont - eine Brücke".

Kompetent und engagiert organisierte Denise Rietsch auch Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Ausstellung "Heinrich Schickhardt - ein schwäbischer Leonardo?", die konzipiert wurde vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart und der Leitung von Dr. Robert Kretzschmar, war aufgrund der Initiative von Denise Rietsch als Wanderausstellung von 1999 bis 2003 in den Schickhardt-Städten zu sehen.

Des Weiteren war Denise Rietsch tätig im Kirchengemeinderat und als Vizepräsidentin der Musikschule in ihrem Heimatort. Auch als Bauleiterin hat sie fungiert bei Restaurierungsarbeiten der evangelischen Kirche in Horbourg-Wihr im Hinblick auf deren 100-jähriges Jubiläum. Denise Rietsch organisiert Vorträge, Kulturreisen und Konzerte. Ihr wurden zahlreich Ehren-Mitgliedschaften verliehen und sie hat mehrere bemerkenswerte Auszeichnungen erhalten - darunter den Orden der Ehrenlegion, den höchsten französischen Verdienstorden, sowie zuletzt den Heinrich-Schickhardt-Preis der Hohenstaufenstadt Göppingen.

Denise Rietsch hat sich in vielfältiger Weise mit großem Sachverstand und hohem persönlichem Engagement der Erforschung und Bewahrung der Bauwerke Heinrich Schickhardts gewidmet. Dessen technische Innovationen ist Denise Rietsch ein Anliegen, dafür setzt sie sich unermüdlich ein. Einen kulturellen Austausch grenzüberschreitend zu fördern und die deutsch-französischen Beziehungen zu pflegen, das ist ihre Herzensangelegenheit.

Denise Rietsch
Bildquelle: Südwest Presse
 

Besuch der Ausstellung "Christoph (*1515 †1568"), ein Renaissancefürst im Zeitalter der Reformation" im Alten Schloss in Stuttgart

Samstag, 14.11.2015. Beginn der Führung durch Dr. Ohm um 14:00 Uhr. Kosten: 6,- €. Anmeldung in Köngen an der Rathauspforte.

Die Ausstellung findet vom 24. Oktober 2015 bis zum 03. April 2016 anlässlich des 500. Todestages von Herzog Christoph im Alten Schloss Stuttgart statt. Dr. Ohm, der Kurator dieser Ausstellung, wird uns exclusiv durch diese Ausstellung führen. Zu den Exponaten der Ausstellung zählen unter anderem Gemälde von Lucas Cranach.

Herzog Christoph von Württemberg in Köngen

Donnerstag, 05.11.2015. Vortrag von Dr. Ohm im Rittersaal des Köngener Schlosses. Beginn: 19:00 Uhr.  Eintritt 8.- € an der Abendkasse. Im Anschluss an den Vortrag findet noch ein kleiner Empfang statt. Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit der VHS statt.

Herzog Christoph lenkte die Geschicke Württembergs von 1550 bis 1558. Während seiner Regierungszeit etablierte er die Reformation. Christoph brachte dem Land eine Zeit des Friedens und des wachsenden Wohlstands.

Der Sohn des württembergischen Herzogs Ulrich und dessen Frau Sabina von Bayern wurde 1515 geboren und an den Höfen in Innsbruck und Wien erzogen. Sein Vater hatte das Land 1519 an die Habsburger verloren. Erst 1534 gelang es Herzog Ulrich, das Land wieder in Besitz zu nehmen. Danach führte er sofort die Reformation ein. Seinen Sohn Christoph ernannte er zum Statthalter von Mömpelgard. Nach dem Tod Herzog Ulrichs 1550 übernahm Christoph die Herrschaft in Württemberg. Während seiner Regierungszeit führte er keinen einzigen Krieg und gilt als einer der bedeutendsten Reformationsfürsten der zweiten Generation. Unter anderem erließ er 1559 die große württembergische Kirchenordnung.

Der Ort Köngen war in der Regierungszeit Herzog Christophs nicht württembergisch, sondern war reichsunmittelbar, d.h. der Ortsherr unterstand unmittelbar dem Kaiser.

Dr. Ohm stellt in seinem Vortrag die gewaltigen Umbrüche im Zeitalter der Reformation, die Herzog Christoph entscheidend mitbestimmte, ebenso vor wie die Lebenswelt der Renaissancefürsten: das politische Netzwerk, in dem er agierte, die Ausstattung seiner Schlösser und die Feste, die er feierte.

Einen Überblick über die Regierungszeit von Herzog Christoph erhalten Sie auch auf die Homepage! Klicken Sie hier!

Herzog Christoph von Württemberg (*1515, † 1568) reg. 1550 - 1568

Bildquelle: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg 

 

Stadtführung in Bad Urach

Samstag, 24.10.2015. Beginn der Führung um 14:00 Uhr, Dauer 2 Stunden. Abfahrt Bahnhof Wendlingen um 12:50 Uhr, Rückfahrt möglich um 17:30 Uhr oder 18:30 Uhr - Ankunft Wendlingen 18:09 / 19:09 Uhr. Kosten: 7  €  + VVS + VVS ca. 8 €.  Anmeldung: Rathaus Köngen. Eigene Anreise ist auch möglich, bitte bei der Anmeldung angeben.

Das geschichtliche Panorama Urachs beginnt vor langer Zeit. Bereits in der Jungsteinzeit ist die Alb besiedelt gewesen. Vor diesem Hintergrund schrieb David Friedrich Weinland seinen Roman "Rulaman". Die Schauplätze dieses Buches können Sie heute noch zum Teil besichtigen.

Um das Jahr 1260 wurde Urach württembergisch. Knapp 100 Jahre später, in der Zeit, da Württemberg geteilt war, wurde die südliche Landeshälfte von Bad Urach aus regiert. Damit entstand in "Württembergs heimlicher Hauptstadt" das Uracher Stadtschloss, in dem Graf Eberhard im Bart geboren wurde. Er war Württembergs erster Herzog, der zwar ein karges Land regierte, aber der Erzählung nach sein Haupt unbesorgt in den Schoß eines jeglichen Untertanen betten konnte. Unter Graf Eberhard im Bart machte die bauliche Entwicklung Urachs beträchtliche Fortschritte. Bad Urach präsentiert sich heute als Kleinod württembergischen Fachwerkbaus. Sein Marktplatz ist einer der schönsten Plätze Süddeutschlands, das Haus am Gorisbrunnen ist ein Beispiel für ein schönes Fachwerkhaus. Beliebtes und unverwechselbares Fotomotiv ist der spätgotische Marktbrunnen.

Heilung und Genesung haben in Bad Urach große Bedeutung. Die Bad Uracher Therme strömt aus 769 Meter Tiefe und ist mit 61 Grad Celsius eine der wärmsten des Landes.


Führung durch die Ausstellung 'Focus Open 2015 - Internationaler Designpreis Baden-Württemberg' in Ludwigsburg

Sonntag, 18.10.2015. Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. führt diese Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köngen durch. Ausstellungsort: MIK Museum-Information-Kunst, Eberhardstr. 1, 71634 Ludwigsburg. Beginn der einstündigen Führung: 14:00 Uhr (Treffzeit: 13:50 Uhr). Kosten: 5,- EURO pro Person. Begleitende Person ist Dagmar Weber vom VHS Köngen.


Der Internationale Designpreis 'Focus Open 2015' wurde vom Design Center Baden-Württemberg ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet am 16.10.2015 statt. Die prämierten Produkte werden im Original in den Räumen des MIK Museum-Information-Kunst in Ludwigsburg präsentiert. Der Designjournalist Armin Scharf führt durch die Ausstellung und erläutert, wie Produktdesign dem Nutzer dient, warum es ein Wirtschaftsfaktor ist und wieso Design mehr ist als die schöne Form. Dabei stellt er die wichtigsten ausgezeichneten Produkte vor und erläutert die Beweggründe der Jury für die Preisvergabe. Die Produkte reichen von Tableware (Geschirr)  über Werkzeuge und Leuchten bis zu Fahrzeugen.


Führung durch die Fabrikanlagen der Textilfirma Otto in Unterboihingen und Wendlingen

Samstag, 26.09.2015. Beginn der Führung (mit Hartmut Otto) um 10:00 Uhr. Treffpunkt: Portierhaus Unterboihingen (Heinrich-Otto-Straße 60). Kosten je Person: 6 €.  Anmeldung an der Rathauspforte Köngen.

Schon im Jahr 1815, also zur Zeit des Beginns des frühindustriellen Zeitalters, gründete Immanuel Friedrich Otto in Nürtingen eine Garnfärberei, die er seit 1817 zu einer Spinnerei erweiterte. Zusammen mit der verschwägerten Familie Melchior wurde dieses Unternehmen über Nürtingen hinaus ausgedehnt. Zwischen 1861 und 1911 entstanden an weiteren Orten entlang des Neckars, darunter in Unterboihingen und in Wendlingen, weitere Webereien und Spinnereien, die insgesamt 3000 Arbeiter, darunter viele Heimarbeiter, beschäftigten. Allen Betrieben gemeinsam war es, dass sie die vorhandene Wasserkraft und das Wissen der heimischen Garnspinner und Weber nutzten.

Als 1861 Heinrich Otto, der Sohn Immanuel Friedrichs, in Unterboihingen an der Eisenbahnlinie  eine große Fabrikanlage bauen ließ und zugleich arbeitsteilige Produktionsverfahren einführte, gelang auch der Durchbruch gegen die starke englische Konkurrenz. Als Heinrich Otto im Jahr 1906 starb, waren die von ihm gegründeten Firmen hinsichtlich der Anzahl der Spindeln und der Webstühle die größten in Württemberg. Allerdings hatte er die Firmen 1873 geteilt: Den Betrieb in Nürtingen erhielt sein Schwiegersohn Albert Melchior, das Werk in Unterboihingen sein ältester Sohn Robert. 1877 gründete er für seinen jüngeren Sohn Heinrich eine Firma in Reichenbach.

Auf dem Fabrikgelände in Unterboihingen sind mehrere Gebäude zu sehen, die heute in der Industrie- und Architekturgeschichte als Kulturdenkmale gelten. So wurde das alte Hauptgebäude, ein Travertin-Backsteinbau mit reicher Gliederung, nach den Plänen des renommierten Stuttgarter Baurats Otto Tafel errichtet. Das neuere Gebäude mit Turm wurde durch Philipp Jacob Manz, der als wichtigster Industriearchitekt dieser Zeit in Südwestdeutschland gilt, im Stil der Renaissance erbaut.

Robert Otto war es, der das Textilwerk in Wendlingen als Ergänzung zur bestehenden Spinnereiproduktion im Werk Unterboihingen gründete. Unter Federführung von Otto Tafel wurden neben der Weberei (1886/1892) ein Maschinenhaus für Wasserturbinen (1886), zwei Wohngebäude (1887/88), die Spinnerei (1889/1902), das Baumwollmagazin (1889) und der Speisesaal (1893) erbaut. Philipp Jacob Manz war für den Bau des Abfallmagazins (1897), für das Maschinenhaus mit Dampfturbine (1910), die Ausrüstungshalle (1925), das Kesselhaus (1927) sowie dem neuen Verwaltungsbau (1928) verantwortlich. Das Gebäudeensemble ist gestalterisch und funktional hervorragend konzipiert. Das bis heute vollständig überlieferte Industriedenkmal stellt ein in Württemberg einzigartiges Beispiel für Textilwerk dieser Zeit dar.

Wie sehr die Unternehmen Otto von der großen Politik abhängig blieben, belegt auch die Zeit des Nationalsozialismus. Der Firmenchef Fritz Otto, Sohn von Robert Otto, war ein entschiedener Anhänger der Bekennenden Kirche. Ihn ereilte ein Verbot, seine eigenen Betriebe betreten zu dürfen. Während des Krieges bekam die Daimler-Benz AG Fertigungsgebäude der Firma Otto in Wendlingen zugewiesen und stellte dort Schnellbootmotoren her.

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste ein schwieriger Neuanfang bewältigt werden. Die über viele Jahre zurückstehenden Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung und der heimatvertriebenen Neubürger erzeugten eine große Nachfrage an Textilien. Die Boomjahre nach der Währungsreform 1948 mündeten zu Beginn der 60er Jahre in einer Rezession. Auch die Firma Otto kam in schwere Bedrängnis, meisterte jedoch die Krise mit einem Team aus Vertretern der Eigentümerfamilien um den neuen geschäftsführenden Gesellschafter Armin Knauer. Es gelang sogar, Textilfirmen in Offenburg und in Wangen im Allgäu zu übernehmen.

Heute verbirgt sich unter der denkmalgeschützten Fassade die Otto-Textil GmbH, eine hochmoderne Spinnerei, deren Schwerpunkt in der Herstellung von Spezialgarnen zur Weiterverarbeitung vor allem im Nähfadenbereich liegt. Aber auch Webereien, Strickereien und Stickereien zählen zum Abnehmerkreis. Neben den synthetischen Spezialgarnen ist die Otto-Textil GmbH auch auf die Produktion hochwertiger Mischgarne mit Seide, synthetischen und zellulosischen Fasern spezialisiert, die hauptsächlich in der Damenoberbekleidung  sowie im Wäschesektor verarbeitet werden. Die Otto-Textil GmbH ist Teil des Wendlinger Unternehmens HOS Anlagen und Beteiligungen GmbH & Co.


Kulturhistorische Studienreise nach Mitteldeutschland (25.07. - 31.07.2015)

  Unter der bewährten Leitung von Frau Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Esslingen führt der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. vom 25.07. bis 31.07.2015 eine weitere kulturhistorische Studienreise in die Mitte Deutschlands durch.

Wir werden am Samstag, 25.07.2015 morgens in Köngen zeitig starten, um in Berkach an der alten Zonengrenze eine Synagoge, eine Schule und einen jüdischen Friedhof zu besuchen. Dort werden uns Pläne für ein "Zentrum Francojudaicum" präsentiert. Nach einem vegetarisch-koscheren Imbiss (im Reisepreis nicht enthalten) geht die Fahrt weiter über den Rensteig, Thüringer Wald nach Erfurt ins Augustiner Kloster, welches für drei Nächte unser Quartier wird. Neben bedeutenden Sehenswürdigkeiten werden wir auch besondere Schätze der Stadt besuchen können.

Eingebaut in die Unternehmungen ist der Besuch eines medizinischen Labors, zu dem eine Mitreisende (Frau Dr. Bergmann) eingeladen hat.

Weitere Orte unserer Reise werden Bad Tennstedt und Bad Langensalza sein. In Bad Tennstedt, einer reichen Stadt aus dem 13. Jahrhundert, wurde eine in Europa einzigartige Wandmalerei ("Esther") entdeckt, die viele Rätsel aufgibt. Bad Langensalza bietet ein einmaliges kleines Ensemble mit der Gottesackerkirche St. Trinitas (Travertinstein), der Bergkirche St. Stephanie, dem Kloster und dem Schloss sowie reichen Bürgerhäusern und dem Apothekenmuseum.

Über Sangershausen und Nordhausen am Rande der Kyffhäuser geht es über den nördlichen Harzrand zum Kloster Drübeck, welches unser zweiter Quartier wird. Von dort besuchen wir Kloster Ilsenburg, Thale, Wendhusen und Kloster Michaelstein. Wir bewegen uns in einer geschichtsträchtigen Kulturlandschaft im Königs- und Kaiserland, streifen die Straße der Romanik und den Naturpark Harz.

Reisepreis Doppelzimmer 845,- pro Person, Einzelzimmer 925,- €. Anzahlung bis 06.03.2015: 200,- € pro Person zuzüglich 33,- € pro Person für Reiserücktrittsversicherung.

  Prof. Dr. Köhle-Hezinger  

Busfahrt nach Pforzheim zum Besuch des 360º-Panoramas der Stadt Rom im Jahr 312

Samstag, 11. Juli 2015. Abfahrt am Rathaus Köngen um 13:00 Uhr, Rückkehr ca. 18:30 Uhr. Kosten: 30 € für Busfahrt und Führung. Teilnehmer: max.  50 Personen. Anmeldung an der Rathauspforte Köngen. Anmeldeschluss ist der 26. Juni 2015


Konstantin I., der Große, römischer Kaiser (306-337), *um 285, † 337

Fragment einer Kolossalstatue, heute am Palazzo dei Conservatori in Rom (um 314)

Das 360º - Panorama der Stadt Rom des Künstlers Yadegar Asisi befindet sich im umgebauten Gasometer in Pforzheim.

Bisher waren die atemberaubenden Riesenrundbilder in Berlin (Pergamon) und Dresden (Dresden) zu sehen, nun können wir eines in unserer Nähe erleben! Dieses Panorama mit 30 m Höhe und 100 m Umfang entführt uns auf eine Zeitreise in das spätantike Rom im Jahr 312 n.Chr. Über dicht bebaute Hügel, die berühmten Tempel, Thermen, Basiliken und Triumphbögen schweift der Blick des Betrachters bis hin zu den Bergen und der Küstenregion. Das Panorama zeigt auch den Wendepunkt von der Antike zum christlichen Abendland. In einem Triumphzug ist Kaiser Konstantin der Große mit seinem Gefolge nach der siegreichen Schlacht gegen seinen Rivalen Maxentius zu sehen. Der Legende nach war ihm am Vorabend der Schlacht ein Kreuzzeichen erschienen, daraufhin ließ er Schilde und Feldzeichen mit dem Kreuz versehen und besiegte Maxentius. Wenige Jahre zuvor waren die frühen Christen noch grausam verfolgt worden. Wer jemals die antiken Ruinen Roms besucht hat, wird von dieser Darstellung der römischen Kapitale, in der das Leben pulsiert, besonders fasziniert sein. Eine ausführliche Beschreibung der Herrschaftszeit Kaiser Konstantins des Großen finden Sie hier.

Seit Anfang 2013 wurde der Gasometer in Pforzheim, der bis 2006 in Betreib war, für diese Ausstellung umgebaut. Die genietete Stahlkonstruktion besteht aus einem Führungsgerüst, einem Bassin, zwei Teleskopringen sowie einer Hubglocke und hatte ein Fassungsvermögen von ca. 40.000 Kubikmetern. Der Künstler Yadegar Asisi, der erstmals 2003 mit „Everest“ ein Massenpublikum begeisterte, übergibt sein Panoramakunstwerk in die Hände eines Teams von engagierten Pforzheimer Unternehmern unter der Führung Wolfgang Scheidtweilers. Sie können durch diese Umnutzung den über 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Industriebau erhalten.

Diese Fahrt findet bequem mit dem Bus statt. Sie ist  ev. auch für gehbehinderte Personen geeignet, denn es gibt einen Lift zu den verschiedenen Ebenen des Panoramas. Außerdem besteht die Möglichkeit zum Kaffeetrinken oder zu einem Spaziergang im ehemaligen Gartenschaugelände an der nahe gelegene Enz.

   

Wanderung über den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen

Sonntag, 28. Juni 2015. Abfahrt: 9:00 Uhr. Treffpunkt für Fahrgemeinschaften ist um 9:00 Uhr am Schlossgut. Kosten: 10 €. Anmeldeschluss: Freitag 19.06.2015. Anmeldung: Rathauspforte Köngen.

Vom Parkplatz Panzerbrücke in Münsingen-Auingen wandern wir mit der TrüpGuide Frau Rita Goller vorbei am Friedhof des Gutsbezirks zu den Gefangenenfriedhöfen Gänsewag. Weiter über den dortigen Aussichtspunkt mit einer tollen Weitsicht über den ehemaligen Truppenübungsplatz.  Es geht nun weiter zum aufgegebenen Dorf Gruorn mit seinen ehemals 600 Einwohnern. Erhalten geblieben ist noch das Schulhaus und die Kirche. Stärken werden wir uns im Schulhaus für die Rückwanderung. Die Wege sind asphaltiert, die Strecke beträgt ca. 10 km.  
Kirche in Gruorn    

Historischer Rundgang durch Neuhausen / Fildern

Samstag, 25. April 2015. Führung: Herr Bayer. Führungsbeginn ist um 14:00 Uhr vor dem Rathaus in Neuhausen. Kosten: 6 , Schüler und Studenten 3 €. Der Rundgang dauert ca. 2 Stunden. Parkmöglichkeiten bestehen hinter der Neuhauser Bank. Anmeldung an der Rathauspforte Köngen. Eigene Anreise.

Herr Karl Bayer, stellvertretender Vorsitzender der 'Gemeinschaft für Heimatgeschichte' in Neuhausen, wird uns zu den geschichtlich interessanten Orten dieser Gemeinde führen.

Funde belegen, dass schon vor 4000 Jahren Menschen auf der heutigen Gemarkung Neuhausen siedelten. Um 500 v. Chr. entstand ein großes Keltendorf. Die erste alemannische Siedlung, der Ursprung des heutigen Ortskerns, entstand im 5. Jahrhundert nach Christus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Neuhausen im Jahr 1153 über das adelige Geschlecht der Herren von Neuhausen. Im 14. Jahrhundert kam Neuhausen unter österreichische Herrschaft. Während der Reformation wurden alle Dörfer in unmittelbarer Nachbarschaft evangelisch. Neuhausen selbst wurde dadurch zur vorderösterreichisch-katholischen Insel, die im Volksmund "Katholisch Nuihausa" genannt wurde. An die Herrschaft der Habsburger schloss sich ab 1769 die Zugehörigkeit zum Fürstbistum Speyer an, so dass es durch die napoleonische Neuordnung ab 1802 zunächst dem Großherzogtum Baden zugeschlagen wurde. 1806 wurde Neuhausen dann in das neu errichtete Königreich Württemberg eingegliedert. Bei der Gemeindereform 1973 blieb Neuhausen selbständig.

Die neugotische Basilika St. Petrus und Paulus (1850 - 1852) gilt als die größte Dorfkirche Europas. Neben der Orgel von Eberhard Friedrich Walcker aus dem Jahr 1854 befindet sich seit 1977 auch die denkmalgeschützte Orgel von Hieronymus Spiegel in dieser Kirche. Das im Jahr 1518 erbaute 'Obere Schloss' (Alte Schloss)  ist seit 1822 Schulhaus. Das in den Jahre 1561 bis 1567 entstandene 'Untere Schloss" (Neue Schloss) mit reich gegliedertem Renaissancegiebel dient seit 1843 als Rathaus; 1959/62 wurde es umgebaut und modernisiert.


Besuch der Ausstellung "Fastnacht der Hölle - Der Erste Weltkrieg und die Sinne" im Haus der Geschichte in Stuttgart

Donnerstag, 28. Februar 2015. Beginn der Führung: 10:00 Uhr. Kosten: 11,- €, Schüler und Studenten 5,50 €. Fahrgemeinschaften VVS oder individuelle Anreise. Anmeldung an der Rathauspforte Köngen. Abfahrt Bus am Rathaus 8:14 Uhr / Abfahrt S 1 Wendlingen 8:29 Uhr - Ankunft Stuttgart Hbf 9:05 Uhr, Fußweg ca. 500 m bis zum Haus der Geschichte.  Rückfahrt Stuttgart Hauptbahnhof 12:25 12:25 Uhr S 1 Kirchheim - Wendlingen 13:01 Uhr / Köngen 13:14 Uhr

Der Besuch der Ausstellung muss leider wegen mangelnder Teilnehmerzahl abgesagt werden!

     
Der Erste Weltkrieg sprengte alle Maßstäbe der Wahrnehmung: Mit infernalischem Lärm von Explosionen und Geschützfeuer an der Front. Mit Kampfgas, das in Mund und Nase kroch. Mit Gerüchen von Verwesung und Exkrementen in den Schützengräben. Mit unermesslichem körperlichen und seelischem Leid. Mit Hungersnöten in der Heimat. Aber auch mit neuen technischen Möglichkeiten wie der Luftaufklärung oder der massenhaften Verbreitung der Fotographie. Propaganda manipulierte zudem die Wahrnehmung durch Auge und Ohr.

Die Ausstellung im Haus der Geschichte führt den Ersten Weltkrieg vor Augen, bringt den Krieg zu Ohren, macht ihn fühlbar, veranschaulicht seinen Geschmack und Geruch.


Bundesarchiv, Bild 183-R05923
Foto: ohne Angaben
 
Flandern, deutsche Soldaten in Gasangriff  

Herzog Ulrich von Württemberg und Hans von Hutten - Politische Folgen eines Mordfalls

Donnerstag, 05. März 2015. Vortrag von Dr. Georg-Wilhelm Hanna. Ort: Rittersaal, Schloss Köngen. Beginn: 19:30 Uhr. Kosten: 8,- €, Schüler und Studenten 4,- €. Eintrittskarten nur an der Abendkasse.

   
Der Vortrag befasst sich mit dem Mord Herzog Ulrichs von Württemberg an seinem Stallmeister Hans von Hutten und der Bedeutung dieser Tat für die württembergische Geschichte. Hintergrund des Mordes war eine zwar geleugnete, aber offensichtliche Liebesaffäre des Herzogs mit der Gattin Hans von Huttens, Ursula, der Tochter des Köngener Ortsherrn, Erbmarschall Konrad Thumb von Neuburg. Die Ermordung Hans von Huttens sorgte, zusammen mit anderen Ereignissen, für größte politische Unruhen. Der Humanist und Dichter Ulrich von Hutten, ein Verwandter des Ermordeten, brandmarkte die Schandtat des Herzogs in Flugschriften im ganzen Reich. Der Leichnam Hans von Huttens ruhte vier Jahre in der Köngener Peter- und Paulskirche, bis er schließlich in seine Heimat überführt wurde.

Vortragender ist Dr. Georg-Wilhelm Hanna, der viele Jahre Leiter der Heimatstelle / Kreisarchivs des Main-Kinzig-Kreises war und nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben promovierte. Die wesentlichen Inhalte und seine Erkenntnisse seiner Magisterarbeit trägt er an diesem Abend vor.
  Herzog Ulrich von Württemberg im Jahr 1520 (*1487, † 1550), reg. 1498 - 1519 und 1534 - 1550

Besuch der Ausstellung im Landesmuseum Württemberg: "Ein Traum von Rom. Römisches Stadtleben in Südwestdeutschland"

Samstag, 07. Februar 2015. Beginn der Führung: 13:30 Uhr. Treffpunkt um 13:15 Uhr am Eingang des Landesmuseums. Kosten für Eintritt und Führung: 13,- €. Anmeldung an der Rathauspforte Köngen.

 

Wer kennt sie nicht - die ewige Stadt Rom, das Zentrum der antiken Welt. Von hier aus wurde das riesige Reich regiert, das die Römer im Laufe der Zeit erobert hatten und das von Portugal bis nach Syrien sowie von England bis nach Nordafrika reichte. Als die Gebiete nördlich der Alpen unterworfen wurden, gelangte die römische Lebensweise auch in Teile des heutigen Deutschlands: Man legte Straßen an und gründete Städte und Siedlungen, die nach römischem Standard organisiert und verwaltet wurden. Rom diente als Vorbild für alle Städte im römischen Reich, d.h., deren Bewohner versuchten, der Hauptstadt in allen Belangen möglichst nahe zu kommen. Die Ausstellung zeigt genau dieses Streben, sich ein Stückchen Rom in die Provinz zu holen.


Köngener Kulturtage - Köngener Geschichte im Spiegel großer Komponisten

Sonntag, 18. Januar 2015. Ort: Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13). Beginn: 19:00 Uhr. Kosten: 14.- €.  Der Vorverkauf läuft über die Gemeinde Köngen. Vorverkaufsstellen sind: Bücherei Köngen, Rathaus Köngen, Bücherecke Rehkugler, Wendlinger Zeitung. Saaleinlass eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung.

  Die Künstler der Köngener GRINIO Akademie präsentieren an diesem Abend Stationen der Köngener Geschichte im Spiegel klassischer Kompositionen. In dem speziell auf Köngen abgestimmten Programm wird in Musik und Moderation Geschichte hörbar lebendig.


Eve-Marie und Joachim Ulbrich, Violinen
Gundula Peyerl, Sopran
Joachim Hess, Violoncello
Polina Jakovleva, Piano
  von links nach rechts: Joachim Ulbrich, Gundula Peyerl, Polina Jakovleva, Eve-Marie Ulbrich, Joachim Hess  

Führung durch die Große Landesausstellung "Oskar Schlemmer. Visionen einer Neuen Welt" in der Staatsgalerie Stuttgart

Dienstag, 2. Dezember 2014. Ort: Staatsgalerie Stuttgart (Konrad-Adenauer-Str. 30-32).  Treffpunkt Foyer Staatsgalerie: 15:30 Uhr. Führungsbeginn: 15:45 Uhr, Ende 16:45 Uhr. Fahrgemeinschaft VVS: Abfahrt Rathaus Köngen: 14:14 Uhr. Kosten: 20 € (10 € Eintritt + 10 €  Führung). Anmeldung: Rathaus Pforte.

 

Oskar Schlemmer (1888 – 1943), ohne Zweifel einer der  bedeutendsten Künstler der Klassischen Moderne, ist uns heute vor allem eines: ein geheimnisvoller Visionär. Sein berühmtes „Triadisches Ballett“, dessen Originalkostüme in der Staatsgalerie Stuttgart zu sehen sind, erscheint uns aufgrund fehlender Filmdokumente und seltener Tanzrekonstruktionen als das vielleicht bekannteste unbekannte Meisterwerk des 20. Jahrhunderts.

Die Große Landesausstellung 2014 würdigt das facettenreiche Werk des Stuttgarter Bauhauskünstlers, das alle Varianten der Malerei ebenso wie Skulptur und Bühnenkunst umfasst. Seit 37 Jahren sind die Arbeiten Schlemmers, die in ihrer unvergleichlichen Bandbreite und gedanklichen Tiefe einmalig sind, nicht mehr so umfassend in Deutschland zu sehen gewesen.

Neben rund 250 Gemälden, Skulpturen, graphischen Arbeiten und Originalkostümen werden auch bislang unveröffentlichte Dokumente, die erst im Jahr 2012 von der Staatsgalerie Stuttgart angekauft werden konnten, die künstlerische Vision Schlemmers vermitteln. Auch hochrangige Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen werden den singulären künstlerischen Rang Oskar Schlemmers herausstellen. Schlemmers Auffassung vom Menschen als "Maß aller Dinge" war zu seiner Zeit am Bauhaus einzigartig. Dabei spricht er der Kunst die Kraft zu, die Erschaffung einer neuen Welt zu bewirken. Wie sich diese Vision im Laufe seines Schaffens verändert, ist ein Fokus der Ausstellung. Schlemmer setzte während des Ersten Weltkrieges und der nachfolgenden revolutionären Stimmung entschieden auf gesellschaftliche Umbrüche und erkannte in der Kunst eine wesentliche Vorreiterrolle. Nach 1933 betrachtete er die „Rückkehr ins Dunkle“ als desillusionierte Konsequenz seines Werkes.


Führung durch das Ludwigsburger Schloss - 'Kronleuchter und Augenfunkeln'

Samstag, 15. November 2014. Beginn der Führung: 17:00 Uhr. Treffpunkt: 16:50 Uhr an der Schlosskasse des Residenzschlosses Ludwigsburg. Kosten für die Führung: 10,- €, evtl. zzgl. VVS-Ticket. Anmeldung: Rathauspforte Köngen. Bitte bei der Anmeldung angeben, ob Fahrt mit dem VVS gewünscht wird.

     
 

Das in der Zeit von 1704 bis 1733 unter Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg erbaute Ludwigsburger Residenzschloss ist eines der größten im Original erhaltenen barocken Bauwerke Europas. Das "Schwäbische Versailles" bietet seinen Besuchern einen beeindruckenden Streifzug durch fürstliche Prunkräume aus zwei Jahrhunderten. Wenn, wie bei unserer Führung, in der Dämmerung die Kronleuchter Gold und Marmor zum Funkeln bringen und wir selbst mit Laternen ausgerüstet sind - dann erwachen die Bilder von den großen barocken Festen der Vergangenheit.


Kleine Kulturgeschichte des Kalenders

Donnerstag, 16. Oktober 2014. Vortrag von Herrn Prof. Dr. Werner Mezger, Universität Freiburg. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Ort: Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13). Beginn: 19:30 Uhr. Kosten: 8 € (Abendkasse). Schüler 4 €

Werner Mezger, bekannt durch zahlreiche Buchveröffentlichungen, Rundfunk- und Fernsehsendungen, ist Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Freiburg und Direktor des Freiburger Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europas (IVDE). In seinem Vortrag geht es um die Kulturgeschichte unserer Zeitgliederung, um die nicht beeinflussbare Abhängigkeit der Zeit von kosmischen Gegebenheiten ebenso wie um ihre Gestaltbarkeit durch den Menschen. Sämtliche Systeme der Zeiteinteilung, die über die natürlichen Rhythmen von Tag und Nacht hinausreichen, sind nämlich nicht einfach geworden, sondern kulturell konstruiert: die Feingliederung des Tages in Stunden, Minuten und Sekunden, aber auch die Strukturierung größerer Zeiträume in Wochen, Monate und Jahre, bis hin zu den historischen Zäsuren, ab denen die verschiedenen Kulturen der Erde ihre jeweilige Zeitrechnung beginnen. In einem großen Überblick sollen eben die Konstruktionsprinzipien offen gelegt werden, nach denen unser heutiger Kalender funktioniert.

  

Dabei stellen sich viele Fragen, über die wir uns gewöhnlich kaum Gedanken machen: Warum gibt es Schaltjahre? Warum wird der Schalttag am Schluss des Monats Februar eingeschoben und nicht am Jahresende? Warum sind Juli und August Zeugnisse der Eitelkeit römischer Kaiser? Warum kann sich Ostern um bis zu 35 Tage verschieben, während Weihnachten immer am 25. Dezember gefeiert wird? Warum ist der September (von lat. septem = sieben) nicht der siebte, wie sein Name sagt, sondern der neunte Monat im Jahr? Warum setzt sich diese Zahlendifferenz auch in den drei Folgemonaten fort? Seit wann beginnt das Jahr überhaupt am 1. Januar? Was geschah bei der Julianischen, was bei der Gregorianischen Kalenderreform? Warum feiert man in Appenzell zweimal Silvester? Wer herrschte früher über die Zeit und wer verwaltet sie heute?

   

Einen besonderen Schwerpunkt des Vortrags bilden die feinen Symmetrien des Kirchenjahres, das selbst noch in der stark säkularisierten Welt der Moderne die eigentliche Bezugsgröße für unsere Daseinsrhythmen ist. Wie hierbei das liturgische Jahr als Mikrokosmos der Heilsgeschichte zur Stabilisierung des kulturellen Gedächtnisses dient, wird abschließend an den Bildprogrammen spätromanischer Kirchenportale gezeigt, die sich bei näherer Betrachtung als scharf durchdachte, Stein gewordene Kalender von höchster Differenziertheit erweisen.

 

Prof. Dr. Werner Mezger  

Führung durch die Ausstellung "Hohenasperg - ein deutsches Gefängnis" in Asperg

Sonntag, 21. September 2014. Ort der Ausstellung: Arsenalbau Hohenasperg, Hohenasperg 1, 71679 Asperg. Beginn der Führung: 16:15 Uhr. Treffpunkt für die Fahrgemeinschaften: 13:20 Uhr am Bahnhof Wendlingen (S-Bahn).
 Kosten: 10,- € , Schüler 5,- €. zzgl. VVS Ticket.  Anmeldung bei Ulrike Zimmermann Tel.. 07024-866000 oder zimmerul@gmx.de.

Hohenasperg - Ein deutsches Gefängnis”. So lautet der Titel der Dauerausstellung, die das Haus der Geschichte Baden-Württemberg im ehemaligen Arsenalbau des Gefängnisses zeigt. Am Beispiel von 22 Häftlingsbiographien präsentiert die Schau, wie sich der Freiheitsentzug als Strafe über drei Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Den laufenden Betrieb hat die Stadt Asperg übernommen. 

Weit über die Landesgrenzen Württembergs hinaus galt der Hohenasperg lange als das politische Gefängnis in Deutschland schlechthin. Die zahlreichen Namen, mit denen dieser Ort charakterisiert wurde, zeugen davon, zum Beispiel “Demokratenbuckel” oder “Schicksalsberg”. Viele tausend Menschen waren hoch oben auf dem Hohenasperg unter Verschluss - aus einer Vielfalt von Gründen. Manche mussten dort für ihre politische Überzeugung büßen, andere waren schlicht in Ungnade gefallen oder wurden Opfer rassischer Verfolgung. Und wieder andere hatten gestohlen, betrogen, Menschen getötet. Die "Festungshaft" auf dem weithin sichtbaren Berg wirkte immer wie eine besonders klare Demonstration der Macht. Die Botschaft des Staates, die unten sehr vereinfacht ankam, war diese: "Seht her, das geschieht mit denen, die querschießen." Wohl nicht zufällig hörten Kinder in der Umgebung oft diesen Satz: "Wenn Du nicht brav bist, kommst Du auf den Asperg."

Hohenasperg 1898 (Postkarte)  

Führung durch die Ausstellung "Konstanzer Konzil' in Konstanz

Freitag, 19. September 2014.  Anreise per Bahn und Katamaran nach Konstanz. Treffen um 9:50 Uhr am Bahnhof Wendlingen, S-Bahn. Ankunft in Friedrichshafen um 13:54 Uhr. Beginn der Führung: 15:15 Uhr. Anschließend Zeit zur freien Verfügung. Rückfahrt 18:38 Uhr ab Konstanz. Ankunft in Wendlingen um 22:31 Uhr.  Kosten (Bahnticket, Führung, Eintritt): 33.- €.  Anmeldung mit Bezahlung: Rathauspforte Köngen.

Als vor fast 600 Jahren im November 1414 das Konstanzer Konzil begann strömten die Spitzen der kirchlichen und weltlichen Mächte aus ganz Europa in die kleine Stadt am Bodensee mit dem Ziel, die Einheit der Kirche wiederherzustellen. Schon die Zahlen machen deutlich, dass das Konzil ein Treffen der Superlative war: vier Jahre Beratung, insgesamt über 70.000 Gäste. Es ging um existentielle Fragen der Kirche: Das Papsttum, im Zusammenspiel mit dem römisch-deutschen Kaisertum eine der tragenden Säulen der Christenheit, hatte sich in drei Lager mit jeweils einem Papst an der Spitze gespalten. Weitere Missstände wie der Verkauf von Kirchenämtern oder der Ablasshandel sorgten unter den Gläubigen für Unmut und ließen Reformbewegungen sprießen, die zum Schutz des Seelenheils eine Umkehr forderten. Am Ende des Konzils stand ein Teilerfolg: Unter der Einflussnahme von König Sigismund gelang es, das einheitliche Papsttum wiederherzustellen.

600 Jahre Konstanzer Konzil: Aus diesem Anlass ist im Konstanzer Konzilgebäude die Große Landesausstellung "Das Konstanzer Konzil. Weltereignis des Mittelalters 1414 - 1418" zu sehen. Die Schau, die das Konzil als bis heute nachwirkendes mittelalterliches Gipfeltreffen präsentiert, wurde vom Badischen Landesmuseum in Karlsruhe erarbeitet und gestaltet. Hochkarätige Exponate unterstreichen beispielhaft, welche Bedeutung die Versammlung kirchlicher und weltlicher Würdenträger aus ganz Europa schon damals hatte. Die Ausstellung widmet sich auch der Stadt Konstanz, die als Ziel vieler tausend Besucher einen fast vierjährigen Ausnahmezustand zu bewältigen hatte. Unter den mehr als 300 Leihgaben aus 20 Ländern befinden sich Glanzstücke der abendländischen Kunst- und Kulturgeschichte wie die prächtige Richental-Chronik. Ein weiteres besonderes Exponat ist der Bischofsstab von Papst Benedikt XIII., einem der konkurrierenden Päpste. Ebenso ist ein Textilfragment aus Colmar zu sehen, das zu einem Gewand des Kirchenkritikers Jan Hus gehört haben soll. Zu beachten ist auch der Ausstellungsort selbst - das Konzilgebäude am Hafen. Darin fand 1417 das Konklave statt, das mit der Wahl Martins V. zum neuen Papst das Schisma beendete.

   
  Hinweis: Ein Überblick über die geschichtlichen Zusammenhänge während der Regierungszeit Sigismunds von Luxemburgs befindet sich auf der Seite 'Deutschland 1400 - 1517'

Besuch der Geschichtsstube Wernau

Samstag, 12.07.2014. Wanderung entlang des Neckars nach Wernau. Treffpunkt um 15:00 Uhr im Alten Friedhof in Köngen. Unkostenbeitrag: 3,- € pro Person. Telefonische Anmeldung unter Tel. 83844.
 
Wir laden alle Interessierten zu dieser Wanderung ein. Wir besuchen die Geschichtsstube Wernau, einen mit uns befreundeten Verein. Herr Schaller wird uns um 16:00 Uhr durch die Ausstellung des Vereins führen. Im Anschluss an den Besuch der Geschichtsstube wandern wir durch den Wald zurück nach Köngen. Zum Ausklang besteht die Möglichkeit zur Einkehr in der Gaststätte Albblick. Wir wandern bei jedem Wetter. Nicht-Wanderer können sich gerne um 16:00 Uhr direkt bei der Geschichtsstube Wernau, gegenüber der katholischen Kirche St. Erasums, unserer Gruppe anschließen.

Führung durch die Station des Deutschen Wetterdienstes am Stuttgarter Schnarrenberg

Donnerstag, den 26. Juni 2014, Führung durch die Wetterstation am Schnarrenberg (Schnarrenberg 17, 70376 Stuttgart). Führung durch Herrn Gutwein. Beginn der Führung um 11:00 Uhr.  Anmeldung: Pforte Rathaus Köngen. Kosten 8 Euro, zzgl. Fahrt VVS. Wir empfehlen die Fahrt mit der S-Bahn ab Wendlingen. Busfahrt ab Rathaus Köngen zum Bahnhof Wendlingen um 9:14 Uhr.

Das Wetter ist weltweit Gesprächsthema Nummer eins. Jeder ist am Wetter interessiert und fast alle Bereiche unseres Lebens sind unmittelbar von Wetter und Klima beeinflusst. Experte auf diesem Gebiet ist der 1952 gegründete Deutsche Wetterdienst. Er erfasst, bewertet und überwacht mittels flächendeckender und hochleistungsfähiger Infrastruktur die physikalischen und chemischen Prozesse in unserer Atmosphäre und hält Informationen zum gesamten meteorologischen und klimatologischen Geschehen bereit. Kernaufgaben im vielfältigen Leistungsspektrum des Deutschen Wetterdienstes, zu dem auch die Station in Stuttgart gehört, sind die Wettervorhersagen, die Warnung vor wetterbedingten Gefahren, die Bewertung von Klimaveränderungen und die Beratung im Bereich der Klimaanpassung. So haben die Wetter- und Unwettervorhersagen unter anderem im Winter großen Einfluss: Mit präzisen Straßenwettervorhersagen sind die zuständigen Ämter in der Lage, die Straßen rechtzeitig winterfest zu machen. Ähnliches gilt auch für die Sicherheit in der Luftfahrt und der Schifffahrt. Die Landwirtschaft ist in besonderem Maße vom Wetter abhängig. Mit den Prognosen des Deutsche Wetterdienstes lassen sich zum Beispiel Ernte, Bewässerung sowie Maßnahmen zur Bekämpfung von Schädlingen und Pfanzenkrankheiten regional planen.

Zum Abschluss unseres Besuches, der übrigens einen Tag vor Siebenschläfer stattfindet, können wir auch noch das Aufsteigen eines Wetterballons beobachten.


Busfahrt zum Otto-Dix-Haus und zum Hermannn-Hesse-Haus in Gaienhofen auf der Halbinsel Höri (westlicher Bodensee)

Sonntag, 25. Mai 2014. Abfahrt um 7:45 Uhr in Köngen am Rathaus. Beginn der Führung im Otto-Dix-Haus um 11:30 Uhr. Beginn der Führung im Hermann-Hesse-Haus: 15:00 Uhr. Rückfahrt in Gaienhofen um 17:00 Uhr. Rückkehr in Köngen ca. 20 Uhr. Kosten für Busfahrt und Eintritte: 48 €. Anmeldung: bis spätestens 23. April 2014 an der Pforte Rathaus Köngen oder durch Überweisung auf das Konto des Geschichts- und Kulturvereins e.V. . Weitere Informationen bei Ulrike Zimmermann Tel. 07024-866000 oder E-Mail zimmerul@gmx.de



Hermann-Hesse-Haus in Gaienhofen
Das ehemalige Wohnhaus der Familie Dix bietet die einzigartige Gelegenheit, das Umfeld und den Lebensmittelpunkt eines der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts kennen zu lernen. Von 1936 bis zu seinem Tod 1969 wohnte und arbeitete Otto Dix in diesem Haus und widmete sich in seinen Arbeiten zunehmend der Landschaft am Bodensee. An den Wänden verweisen Reproduktionen auf die Meisterwerke von Otto Dix, die einst die Räume schmückten. Das heutige Museum in Gaienhofen ist Außenstelle des Kunstmuseums Stuttgart.

Das Haus, welches Hermann Hesse für seine Familie im Jahr 1907 bauen ließ, steht ebenfalls in Gaienhofen. Nach wechselvoller Geschichte und umfangreichen Sanierungsarbeiten ermöglicht eine Stiftung nach jahrzehntelangem Verschluss seit 2004 Zugang zum Haus. Dank hohem Bestand der baulichen Originalausstattung des Hauses ist hier noch eine weitgehend authentische Atmosphäre erlebbar. Weiterhin hat man versucht, die charakteristischen Merkmale von Hesses Garten wiederherzustellen.

Nach der Führung durch das Wohnhaus der Familie Dix ist genügend Zeit eingeplant, um Gaienhofen auf eigene Faust zu besichtigen oder eine Mittagsrast einzulegen.

Besuch der Gravitationskelter in Esslingen mit Weinprobe

Dienstag, 16. Mai 2014. Beginn der Führung: 16:00 Uhr. Treffpunkt: Weingut Kusterer, Untere Beutau 44, Esslingen. Kosten für Führung, Weinprobe und "Vesperteller": 44,- €. Parken ist in der Beutau nicht möglich. Es bietet sich das Parkhaus bei der Polizeiwache an oder aber die Fahrt mit der S-Bahn. Anmeldung mit Bezahlung bis 23.04.2014 an der Rathauspforte. Maximale Teilnehmerzahl: ca. 25.

Frau Kusterer, die Chefin des Weinhauses, wird uns zunächst in die naheliegenden Weinberge führen und uns einiges über Weinanbau und Weinsorten erzählen. Die dafür vorgesehene Zeit beträgt zwei Stunden (reine Gehzeit 25 bis 30 Minuten). Danach werden wir durch die Gravitationskelter geführt. Das Besondere an der zwölf Meter hohen, direkt in einen felsigen Nordhang hinein gebauten Produktionsstätte ist die Tatsache, dass die Trauben auf dem Dach des vierstöckigen Gebäudes angeliefert werden und während des gesamten Produktionsprozesses kein einziges Mal gepumpt werden müssen. Sie werden vielmehr der natürlichen Gravitation folgend verarbeitet. Die Qualität des Weines wird dadurch gesteigert.

Nach der Führung durch den Gravitationskelter können wir fünf Weine probieren. Dazu wird ein schmackhafter "Vesperteller" gereicht. Für Führung und Weinprobe sind noch einmal zwei Stunden vorgesehen.

Burgen im Großraum Stuttgart. Wehr- und Wohnbauten vom 11. bis 17. Jahrhundert.

Donnerstag, 10. April 2014. Vortrag von Herrn Dr. Christian Ottersbach. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Ort: Zehntscheuer Köngen
 (Obere Neue Straße 13). Beginn: 19:30 Uhr. Kosten: 8 € (Abendkasse).


        
                     Das 'Hintere Schloss' zu Köngen.
       
Gemalt von Pfarrer Daniel Pfisterer im Jahre 1725
Mit dem Mittleren Neckarraum verbindet man gemeinhin eine prosperierende Wirtschaft und die Automobilindustrie. Weniger im Bewusstsein dürfte verankert sein, dass der Großraum Stuttgart auch eine reiche Burgenlandschaft aufweist. Neben den Grafen von Württemberg, die im Lauf des 14. und 15. Jahrhunderts zur dominierenden Macht in der Region aufsteigen sollten, prägten im Mittelalter noch zahlreiche andere Adelsgeschlechter den Raum zwischen Alb, Schönbuch, Schwarzwald und Unterland: die Grafen Urach, die Grafen von Aichelberg, die Pfalzgrafen von Tübingen und nicht zuletzt die Hohenstaufen. Äu0erer Ausdruck adeliger Macht war die Burg. Sie behielt diesen Stellenwert bis in die Renaissance, in die Umbruchszeit zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit. Zahlreich sind die aristoktratischen Zeugnisse im Großraum Stuttgart. Vom Dynastensitz und frühen Residenzschloss bis zum reichsritterlichen Niederadelssitz finden sich noch viele Burgen und feste Schlösser. Dr. Christian Ottersbach, Kunsthistoriker und ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Burgenforschung, wird in einem Vortrag einen Überblick über diese reiche Burgenlandschaft und an Beispielen aus der Region über die Entwicklung des Burgenbaus zwischen Hochmittelalter und Früher Neuzeit geben.

Führung durch die historische Arbeitersiedlung in Kuchen

Samstag, 29. März 2014, Historische Arbeitersiedlung Kuchen. Führung: Helmut Junginger. Beginn der Führung: 15:00 Uhr. Kosten: 8,- € pro Person. Anmeldung bei Ulrike Zimmermann, Tel. 07024-866000. Treffpunkt für Fahrgemeinschaften: 14:00 Uhr im Schlossgut Köngen.

Die industrielle Mustersiedlung Kuchen steht heute unter Denkmalschutz und zählt zu den interessantesten Anlagen dieser Art in Mitteleuropa. Seit 1857 betrieb der aus einer Schweizer Unternehmerfamilie stammende  Arnold Staub unterhalb des Dorfes Kuchen die größte Textilfabrik in Württemberg. Zehn Jahre nach der Firmengründung waren im Bereich der Baumwollspinnerei und -weberei 800 Mitarbeiter beschäftigt. Der Ort Kuchen wurde mit mit dieser Fabrikanlage zum damaligen Zentrum der süddeutschen Baumwollindustrie.

Um zuverlässige Arbeiter anzuziehen und auch auf die Dauer zu halten, ließ Staub nach den Plänen der Architekten Georg Morlock und Leonhard Zeugheer eine Arbeitersiedlung erbauen. Er stattete sie mit für damalige Verhältnisse vorbildlichen und fortschrittlichen Kultur-, Freizeit-, Versorgungs- und Gesundheitseinrichtungen aus - ein Novum im Werksiedlungsbau dieser Zeit in Deutschland.


Führung durch die Kunstausstellung "Willi Baumeister International" im Kunstmuseum in Stuttgart

Freitag, 28. Februar 2014, Ort der Ausstellung: Kunstmuseum Stuttgart (Kleiner Schlossplatz 13). Führung: Frau Barbara Honecker. Beginn der Führung: 16:30 Uhr. Treffzeit: 16:15 Uhr in der Eingangshalle. Kosten: 12,- € pro Person, Anmeldung: Pforte Rathaus Köngen. 


Briefmarke mit Bild von Willi Baumeister

Der Stuttgarter Maler, Grafiker und Bühnenbildner Willi Baumeister  (* 1889, 1955) zählt zu den international anerkanntesten Vertretern der Klassischen Moderne Deutschlands sowie der Avantgarde der  vierziger und fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts.  Schon in der Zeit  nach dem Ersten Weltkrieg hatte der Stuttgarter Künstler die traditionelle Verbindung von Form und Farbe gelöst. Seine gegenständliche Malerei reduzierte und abstrahierte sich immer mehr in Richtung geometrische Form.  In den dreißiger Jahren gab Baumeister diese Art der Malerei zugunsten organisch gedachter Formen auf.  Neben seinem bildnerischen Werk, mit dem Baumeister viele neue Wege der Darstellung beschritt, ist Baumeister über die nationalen Grenzen hinweg als Lehrer und Kunsttheoretiker bekannt.   

Die große Sonderausstellung „Willi Baumeister International‘ zeichnet erstmals Baumeisters internationale Beziehungen mit Galeristen, Sammlern und Kunsthistorikern nach.  Auch Teile der privaten  Kunstsammlung des Stuttgarter Künstlers, die unter anderem durch den wechselseitigen Tausch mit befreundeten Künstlern entstand, werden erstmals in der Ausstellung gezeigt. Die Exponate werden durch private Archivalien aus dem Archiv Baumeister, das sich im Kunstmuseum Stuttgart befindet, ergänzt.


Führung durch die Kunstausstellung "Stiftung Domnick" in Nürtingen

Sonntag, 9. Februar 2014, Ort der Ausstellung: Oberensinger Höhe 4, Nürtingen. Führung: Frau Barbara Honecker. Beginn der Führung: 14:00 Uhr. Treffpunkt für Fahrgemeinschaften: 13:30 Uhr im Schlossgut. Kosten: 12,- € pro Person, Anmeldung bei Ulrike Zimmermann Tel.. 07024-866000 oder zimmerul@gmx.de.

Ottmar Domnick war Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit eigener Klinik in Stuttgart. Er gehörte zu den engagiertesten Sammlern und Vermittlern moderner Kunst in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg und ist, zusammen mit seiner Frau Greta, Begründer der "Stiftung Domnick"

Frau Honecker führt uns durch die Sammlung und das Haus Domnicks, das wunderschön gelegen ist auf halber Strecke zwischen Nürtingen-Oberensingen und Wolfschlugen. Es erwartet uns eine internationale Sammlung abstrakter Malerei und Plastik der Nachkriegszeit. Von besonderem Interesse ist aber auch der ungewöhnliche, unter Ensembleschutz gestellte Ort ihrer Präsentation: Es ist ein privates Haus der Kunst von bezwingender Atmosphäre, 1967 von dem Stuttgarter Architekten Paul Stohrer in die Landschaft von Aichtal und Albtrauf gebaut.
Das Haus der Familie Domnick  

Daniel-Pfisterer-Preis 2014 an den Kulturförderungsverein auf anthroposophischer Grundlage mit seinem Vorsitzenden Rüdiger Fischer-Dorp

19. Januar 2014 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13). Beginn: 19:00 Uhr. Die Laudatio hält Herr Michael Leber. Künstlerisch umrahmt wird die Feier von der Eurythmiebühne Köngen und dem Pianisten Julian Clarke, Stuttgart. Im Anschluss findet ein Empfang statt.

Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. vergibt den Daniel-Pfisterer-Preis an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das kulturelle Leben verdient gemacht haben. Mit seiner Angebotspalette - Eurythmiestudio, Waldorfkindergarten, Buchhandlung und "Café im Otto-Rennefeld-Haus" - stellt der Kulturförderungsverein auf anthroposophischer Grundlage Köngen-Wendlingen eine wesentliche kulturelle Institution in Köngen dar. Aus diesem Grund wird dieser Verein mit seinem Vorsitzenden Rüdiger Fischer-Dorp mit dem Daniel-Pfisterer-Preis 2014 ausgezeichnet.

  Daniel Pfisterer, Pfarrer von 1699 bis 1728 in Köngen, schuf in dieser Zeit eine einmaliges Bilder- und Gedichtbuch mit Aquarellen von Pflanzen, Tieren und Szenen aus dem Alltagsleben der einfachen Menschen. Die Zeichnungen kommentierte er mit originellen Reimen.

Gemeinsam mit allen Verantwortlichen des Kulturförderungsvereins hat es Rüdiger Fischer-Dorp verstanden, das Eurythmiestudio in Köngen als einen Ort der Vermittlung von anthroposophischen Grundlagen und vielfältigen künstlerischen Angeboten zu gestalten und ein Zentrum bereichernder Begegnung zu schaffen. Die Tätigkeiten des Vereins, der im Jahr 2013 sein 30jähriges Jubiläum gefeiert hat, sind für das kulturelle Leben Köngens und weit darüber hinaus von großer Bedeutung. 
 


Rüdiger Fischer-Dorp
Rüdiger Fischer-Dorp wurde 1943 in Dresden geboren. An der Waldorfschule in Hannover legte er das Abitur ab. Durch Studien der Philosophie, Psychologie, Medizin und Heilpädagogik in Tübingen, Hamburg und Eckwälden/Boll entwickelte sich bei ihm ein verstärkt künstlerisches Interesse.

Im Jahr 1968 nahm er das Eurythmiestudium im Eurythmeum bei Else Klink auf und schloss mit dem Bühnendiplom ab. Inspiriert und fasziniert von Sprache und deren Gestaltung begann er noch ein Studium an der Rudolf-Steiner-Schule am Goetheanum in Dornach / Schweiz.

Im Jahr 1977 folgte Fischer-Dorp einer Einladung von Else Klink und bot ein Grundstudium in Eurythmie und Sprachgestaltung an. Dadurch hat das Eurythmiestudio in Köngen seine eigentliche Bestimmung gefunden.

Als Gastdozent unterrichtete Rüdiger Fischer-Dorp am Eurythmeum Stuttgart und an der Eurythmieschule in Grafath/München. Als Sprecher wurde er an verschiedenen Bühnen engagiert und wirkte bei Aufführungen an Theaterstätten in Deutschland, Österreich, Holland, Italien, Schweden, Russland, Thailand, Japan, Südkorea und der Schweiz mit. Bei allen internationalen Verpflichtungen und zahlreichen Auslandsaufenthalten blieb Köngen sein Lebensmittelpunkt. Rüdiger Fischer-Dorp wirkt hier als Impulsgeber.

Exclusivführung durch die Große Inka-Landesausstellung im Lindenmuseum in Stuttgart, Konzert der Grinio-Akademie Köngen

Samstag, 23.November 2013. Beginn der Führung um 17:00 Uhr. Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch findet im Lindenmuseum ein Konzert der Dozenten der Grinio Akademie Köngen statt, mit Kammermusik südamerikanischer Komponisten. Kosten für Führung und Eintritt: 25 €,  Konzertbesuch: 12 €. Da wir mindestens 25 Teilnehmer benötigen, bitten wir um verbindliche und rechtzeitige Anmeldung an der Rathauspforte Köngen bis zum 13. September. Fahrgemeinschaften sind möglich.
 
Zusätzliche Hinweise für alle bereits angemeldeten Teilnehmer der Ausstellung (12.11.2013): Alle Mitfahrer werden in den nächsten Tagen telefonisch über die Abfahrtszeit informiert. Selbstfahrer sollten spätestens um 16:45 Uhr am Lindenmuseum sein. Frau Ulbrich wird Ihnen dann vor dem Museum die Eintrittskarten aushändigen. Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr. Zwischen Führung und Konzert besteht die Möglichkeit im Restaurant des Lindenmuseums einen kleinen Imbiss einzunehmen.

Die Große Landesausstellung ist europaweit die erste Schau zur Kultur der Inka. Das Imperium der Inka war im 15. und 16. Jh. das größte indigene Reich, das jemals auf amerikanischem Boden erschaffen wurde. Mit Cusco in Peru als Machtzentrum erstreckte es sich über fast 5.000 km entlang der Anden von Kolumbien bis Chile. Die Schau begibt sich auf die Spuren der legendären vorspanischen Inka-Kultur und zeigt diese von ihren Anfängen in der Mitte des 11. Jahrhunderts bis in die Kolonialzeit. Farbkräftige und reich gemusterte Textilien aus der Inka- und Kolonialzeit, wertvolle und sehr seltene Opferschalen aus Stein, Goldschmuck, Knotenschnüre und Rekonstruktionen archäologischer Stätten vermitteln dem Besucher einen vielfältigen Eindruck. Sie erklären die Herkunft, Religion, Architektur, Wirtschaft und Machtverhältnisse des Inka-Reiches. Das Weiterexistieren als Mischkultur unter starker europäischer Dominanz belegen Gemälde, Holzbecher und Textilien aus der Kolonialzeit.

" Weihnachten war ganz anders. Anmerkungen zum Wandel der Weihnacht"

Donnerstag, 28. November 2013, 19:30 Uhr. Vortrag von Frau Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger in der Zehntscheuer Köngen. Karten zu 8,- € gibt es an der Abendkasse.

Weihnachten war und ist das höchste Fest in unserer christlichen Kultur. Es war ursprünglich eine lange Festzeit. Denn Weihnachten, als "Weihnachtszeit", reichte von Martini (11. November) bis Mariä Lichtmess (2. Februar), in diesem Zeitraum reihten sich alte Heiligentage und Brauchtermine aneinander. Auch die sogenannten "Gabenbringer" sind hier einzuordnen - unter wechselnden Namen, mit wechselnden Terminen und Ritualen.

 

Bis vor gut 200 Jahren war Weihnachten - als "Christfest" - ein rein kirchliches Fest. Allenfalls auf den dunklen Straßen gab es Lärm und Umzüge, ein

teils wildes Treiben… Die stille und stimmungsvolle, vermeintlich typisch "deutsche Weihnacht", als ein Familienfest ist demnach eine vergleichsweise junge Tradition.

   Prof. Dr. Köhle-Hezinger  

Führung durch die Ausstellung "Wege zu Gabriele Münter und Käthe Kollwitz. Holzschnitte von Künstlerinnen des Jugendstils und des Expressionismus".

Sonntag, 10. November 2012, 11:00 Uhr. Ort: Reutlingen, Spendhaus. Kosten: 10,- €.  Anmeldung: Ulrike Zimmermann (Tel. 07024 - 866000 oder EMail: zimmerul@gmx.de. Fahrgemeinschaften sind möglich, Treffpunkt Schlossgut 10:00 Uhr.

Künstler i n n e n sind heute in Ausstellungen und Katalogen zum Jugendstil und zum Expressionismus in der Regel nur in relativ geringer Zahl vertreten. Zwar gelten mittlerweile die druckgrafischen Arbeiten von Gabriele Münter oder Käthe Kollwitz unbestritten als bedeutende Beiträge zur Kunst des deutschen Expressionismus. Dass vor und neben diesen beiden eine Vielzahl weiterer zu ihrer Zeit recht erfolgreicher, heute allerdings oft vergessener Künstlerinnen das Medium des Holzschnitts intensiv und originell nutzten, belegt die Ausstellung eindrucksvoll. Dem Titel der Ausstellung entsprechend, werden im Zentrum der Präsentation exemplarische Werkgruppen von Gabriele Münter und Käthe Kollwitz stehen. Daneben werden aber Arbeiten von 40 weiteren Künstlerinnen gezeigt.

 

In der Ausstellung reicht das Spektrum von typischen Jugendstilkünstlerinnen, die sich häufig auf ein einziges Thema wie etwa die Darstellung von Landschaften oder von Tieren spezialisierten, bis zu den Künstlerinnen der Weimarer Republik, die sich meistens einer typisch expressionistischen Bildsprache bedienen und in ihren Arbeiten thematisch immer wieder auch auf den Ersten Weltkrieg und die sozialen Missstände der Zeit reagieren.


Führung durch die Große Landesausstellung "Im Glanz der Zaren - Prunk, Pracht und Politik. Die Romanows, Württemberg und Europa

Samstag, 26. Oktober 2013, 10:30 Uhr. Treffpunkt um 10:15 Uhr am Eingang des Landesmuseums (Altes Schloss in Stuttgart). Kosten für Eintritt und Führung: 15,- €.  Anmeldung an der Rathauspforte Köngen. Fahrgemeinschaften sind möglich.

 



Königin Katharina von Württemberg

Anlässlich des 400. Jubiläums der Thronbesteigung Michael Romanows widmet sich das Landesmuseum Württemberg im Rahmen der Großen Landesausstellung "Im Glanz der Zaren. Die Romanows, Württemberg und Europa" den russisch-württembergischen Beziehungen. Anhand der Eheschließungen des Hauses Württemberg und der Zarenfamilie taucht der Besucher tief ein in die gemeinsame Geschichte des großen Russlands und des aufstrebenden Württembergs. Oftmals waren nicht Zuneigung oder Liebe für die Ehen ausschlaggebend, sondern das Kalkül der Herrscherhäuser: Maria Fjodorowna, gebürtige Prinzessin aus Württemberg, machte 1776 als Ehefrau von Zar Paul I. den Anfang. Ihre Tochter Katharina und ihre Enkelin Olga waren als wohltätige Königinnen von Württemberg äußerst beliebt. Auch unter den Nachgeborenen gab es Verbindungen, für die Helena Pawlona als ambitionierte Großfürstin in St. Petersburg und Herzogin Wera von Württemberg stehen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die machtpolitischen und karitativen Rollen der charismatischen Damen gelegt. Die Große Landesausstellung hat die einmalige Chance genutzt, dieses Thema umfangreich darzustellen. Von den knapp 600 prachtvollen Objekten stammen rund 200 Exponate aus namhaften russischen Museen und Schlössern, darunter ein Großteil der Mitgift der märchenhaft reichen Zarentöchter.


Besichtigung der Kuba Moschee in Köngen

Freitag, 18. Oktober 2013. Beginn der Führung: 16:30 Uhr. Treffpunkt vor dem Gebäude Ecke Kiesweg / Wilhelmstraße. Kosten: 8,- €.  Anmeldung: telefonisch bei Ulrike Zimmermann, 07024 / 866000.

Seit einiger Zeit gibt es in Köngen eine Moschee für unsere muslimischen Mitbürger. Herr Mustafa Özgün wird uns Gelegenheit geben, die Gebetsräume zu besichtigen. Er wird uns auch allgemein über den Islam und das Gemeindeleben in Köngen informieren.

Besuch der Ausstellung 'Erich Heckel - Der große Expressionist' in Balingen

Samstag, 28. September 2013. Beginn der Führung: 11:45 Uhr in der Balinger Stadthalle. Die Führung in der Stadthalle wird ca. 1 Stunde dauern. Anschließend besteht die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant 'Hirschgulden' in der Stadthalle. Danach kann noch der zweite Ausstellungsteil in der Zehntscheuer besichtigt werden. Dort gibt es einen Audio-Guide. Kosten für Eintritt (für beide Ausstellungsteile) und Führung: 16 €.  Anmeldung: Rathaus Köngen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie am Mittagessen interessiert sind und ob Sie bei einer Fahrgemeinschaft mitfahren möchten bzw. Plätze für Mitfahrer anbieten können. Treffpunkt: für Fahrgemeinschaften 10:00 Uhr hinter dem Rathaus Köngen, sonst 11:30 Uhr am Eingang der Ausstellung. Teilnehmerzahl: max. 25 Personen.

Erich Heckel (* 1883, † 1970) zählt zu den wichtigsten Künstlern des Expressionismus. International bekannt wurde er durch die Künstlergruppe „Die Brücke“, die er 1905 zusammen mit Ernst Ludwig Kirchner und weiteren Kollegen in Berlin gründete und damit fortan den Expressionismus als revolutionären Avantgardestil verankerte. Akademische Traditionen der Malerei wurden von ihnen grundlegend auf den Kopf gestellt, bestehende Regeln außer Kraft gesetzt, und ihrem Erleben verliehen sie auf noch nie dagewesene Art künstlerischen Ausdruck.

Erich Heckel (*1883, † 1970)

Der Wasserturm
1910, Öl auf Leinwand
© Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen
   

Nach seinem Schaffen innerhalb der Künstlergruppe liegt Erich Heckels künstlerisches Werk ein Leben zugrunde, das einschneidende Stationen der Geschichte, vielfältige Zeitströmungen und Literatur subtil spiegelt. Dazu gehören Nietzsches „Zarathustra“ ebenso wie die spirituellen Einflüsse des Stefan George Kreises, die romantische Auseinandersetzung mit Licht und Transzendenz sowie der Stil der „Neuen Sachlichkeit“ aber auch die schrecklichen Erlebnisse und Auswirkungen zweier Weltkriege. Die Tatsache, dass er durch einen Bombenangriff seine Berliner Existenz verliert, bringt ihn dazu, sein Leben und Arbeiten am Bodensee fortzusetzen. 180 Kunstwerke direkt aus dem Brückemuseum Berlin erleben und spüren, was Heckels Kunst so revolutionär und damit einzigartig macht - die Balinger Sommerausstellung 2013 präsentiert 35 Gemälde, 65 Aquarelle und Zeichnungen sowie 80 zum Teil farbige Druckgrafiken Erich Heckels!


Kleindenkmale auf der Gemarkung Köngen

Donnerstag, 19. September 2013. Vortrag von unserem Mitglied Helmut Maier. Beginn: 19:30 Uhr. Ort: Albvereinsheim Köngen. Kosten: 8 €.

Unter den mehr als 4000 Kleindenkmalen, die im Landkreis Esslingen inventarisiert wurden, sind Grenzsteine, Wegweiser, Brunnen, Feldkreuze, Inschriften, Gedenksteine, Brücken, Prellsteine, Gruhbänke, Kunstwerke, Kleinbauten, Portale, Grabmale, aber auch Buswartehäuschen, Waaghäuschen und Straßenbahnrelikte. Auch für die Gemarkung Köngen wurden, insbesondere von Helmut Maier, einzigartige Zeugnisse der Vergangenheit beschrieben und dokumentiert.

Um manches Kleindenkmal rankt sich auch eine Sage. Für Köngen knüpft sich zum Beispiel die Sage an zwei Sühnekreuze, die noch heute am Ortsrand (in der Nähe des Friedhofs) zu sehen sind. Eine Sagenversion berichtet, dass es einem Bauern gelungen sei, sein einziges Pferd lange vor plündernden Landsknechten versteckt zu halten. Als er Ende des Dreißigjährigen Krieges mit seinem Pferd pflügte, wollte ihm ein marodierender Soldat diesen kostbaren Besitz wegnehmen. Beide gerieten in einen erbitterten Streit, in dessen Verlauf sie sich gegenseitig so schwere Wunden zufügten, dass sie noch auf dem Kampfplatz starben. Zum Gedenken an diese Bluttat - so berichtet die Sage - wurden die beiden Sühnekreuze errichtet.
 
  Sühnekreuze im Gewann "Beim Esslinger Bild" in Köngen.

Bild: Helmut Maier, Köngen

Führung für Kinder und Erwachsene  durch das Schulmuseum in Sulzgries

Sonntag, 2. Juni 2013, 11:00 Uhr. Anmeldung: Ulrike Zimmermann, Tel. 07024-866000. Kosten: 8,- €. Treffpunkt: für Fahrgemeinschaften 10:15 Uhr Schlossgut Köngen, sonst 10:45 Uhr vor dem Schulmuseum. Wegbeschreibung: Das Museum befindet sich im älteren Schulgebäude, Sulzgrieser Straße 105, 73733 Esslingen. Der Eingang ist an der Rückseite des Gebäudes. Zugang über den Schulhof.

Erinnerungen an die eigene Schulzeit oder für Kinder spannende Einblicke in den vergangenen Schulalltag von Eltern und Großeltern bietet die Führung von Herrn Flaig durch das Schulmuseum in Sulzgries. Herr Flaig führt uns durch das mit historischen Möbeln und Lehrmaterialien eingerichtete Schulzimmer, wie es zwischen 1900 und 1950 existiert haben könnte. Das Museum wurde maßgeblich von Herrn Flaig 1991 in der Grund- und Hauptschule Sulzgries eingerichtet und ehrenamtlich betreut.
 
  Mit historischen Möbeln eingerichtetes Schulzimmer
     

Zu Kaisern, Königen und Kurfürsten

Exkursion nach Trier vom 30.05. bis 02.06.2013

Programm:  
30.05.2013

Anreise mit dem Bus, kleiner Stadtrundgang

31.05.2013

Besichtigungsprogramm mit Pausen nach Bedarf (Reihenfolge noch variabel). Sehenswürdigkeiten: Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater, Termen am Viehmarkt, Basilika Dom und Liebfrauenkirche

01.06. 2013

Rheinisches Landesmuseum Trier (Kunst- und Kulturschätze aus drei Jahrtausenden), bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum (Deckenmalereien des 4. Jahrhunderts), evtl. die außerhalb liegenden Abteikirchen St. Matthias und St. Maximinam. Am Abend Weinprobe bei lokalem Winzer

02.06.2013

Rückfahrt nach Köngen, evtl. Besuch des Kaiserdoms in Speyer

 
Das Besichtigungsprogramm findet vorwiegend zu Fuß statt.

Preis: 550 im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 85 € . Im Preis eingeschlossen sind:

  • Busfahrt mit der Firma Omnibusreisen Fischer in Weilheim (Veranstalter)
  • Drei Übernachtungen mit 2x Halbpension im 4-Sterne-Hotel Mercure (gegenüber der Porta Nigra)

  • Weinprobe mit Essen

  • kompetente Reiseleitung und Führungen durch Herrn Dr. Martin Luik, den Daniel-Preisträger des Jahres 2012

  • sämtliche Eintrittsgelder

  • Reiserücktrittsversicherung

  • Einführungsvortrag am 16.05.2013 um 19:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen

Anmeldung und Überweisung einer Anzahlung von 100 bis spätestens 05.04.2013. Anmeldeformular erhältlich bei: Isolder Mayer, Tel. 07024 / 81584. Anmeldeformular und Überweisungsvordruck liegen auch bei der Mitgliederversammlung am 07.03.2013 aus.

Führung durch die Stadtkirche St. Dionys in Esslingen - Mittelalterliche Ausgrabungen

Samstag, 4. Mai 2013, 11:00 Uhr. Treffpunkt: Kirche St. Dionys 10:45 Uhr.  Kosten: 8,- €.  Anmeldung: Ulrike Zimmermann, Tel. 866000. Fahrgemeinschaften möglich, bitte bei der Anmeldung angeben. Abfahrt für die Fahrgemeinschaften ist um 10:15 vom Schlossgut Köngen.

Der Historiker Christian Rilling M.A. wird uns die mittelalterlichen Ausgrabungen unter der Stadtkirche St. Dionys in Esslingen erläutern.

In der Stadtkirche St. Dionys fanden in den 1960er Jahren bedeutende Ausgrabungen statt, die anschließend konserviert und öffentlich zugänglich gemacht wurden. Zu sehen sind beispielsweise die Fundamente der noch im 7. Jahrhundert hier gegründeten Pfarrkirche, der um die Mitte des 8. Jahrhunderts ein kleines Kloster angefügt wurde. Diese "cella" schenkte Abt Fulrad 777 seinem Kloster St. Denis bei Paris und verschaffte ihm die Gebeine des Heiligen Vitalis. Die Wallfahrt zu diesen Reliquien ließ in der zweiten Hälfte des 9 . Jahrhunderts eine der größten Kirchen- und Kryptenanlagen rechts des Rheins entstehen. Sie wurden beim Bau der heutigen Kirche (13. Jahrhundert) zerstört. Neben den umfangreichen Mauerresten der beiden Kirchen werden wir auch einen frühmittelalterlichen Steinsarkophag und zahlreiche Kleinfunde besichtigen.

Besuch der Kapelle "Zu Unserer  Lieben Frau im Hirnholz", Wendlingen

Donnerstag, 11. April 2013, 18:00 Uhr. Führung durch die Kapelle (Clemens Staub). Kosten: 8,-- €.  Anmeldung: Rathauspforte Köngen. Treffpunkt: Eingang Friedhof in der Kapellenstraße, Wendlingen.

Die Kapelle war die mittelalterliche Pfarrkirche von Unterboihingen. Im Jahr 1275 wird sie erstmals urkundlich genannt. Sie enthält wertvolle Wandmalereien.

Herzog Carl Eugen von Württemberg und sein Museumsprojekt in Köngen, 1783/84

Donnerstag, 14. März 2013, Vortrag von Dr. Martin Luik, Sitzungssaal in der Zehntscheuer Köngen, Beginn 19:30 Uhr.
 Eintritt: 8,-- €. Kartenverkauf an der Abendkasse

Köngen zählt zu den Orten mit der längsten Grabungstradition in ganz Baden-Württemberg. Kaum bekannt ist bisher, dass im Zusammenhang mit den Ausgrabungen von 1783/84 der Plan bestanden hat, ein archäologisches Museum vor Ort zu gründen. Der Vortrag stellt die Ereignisse rund um dieses Museumsprojekt dar und untersucht die Frage, aus welchen Gründen dieses ehrgeizige Vorhaben nicht realisiert wurde. Dieses Köngener Römermuseum wäre das früheste seiner Art weit und breit gewesen.
 
  Herzog Carl Eugen von Württemberg (*1728, †1793) reg. 1737 - 1793,
(unter Vormundschaft bis 1744)

Gemälde von Jakob Friedrich Weckherlin

Bildherkunft: Landesmuseum Württemberg, Stuttgart; Foto: Frankenstein/ Zwietasch


 
       

Führung durch die Ausstellung "Das Auge der Welt. Otto Dix und die neue Sachlichkeit" im Kunstmuseum Stuttgart

Donnerstag, 28. Februar 2013, Beginn der Führung um 15:30 Uhr. Kosten für Eintritt und Führung: 14,- €.  Anmeldung an der Rathauspforte in Köngen. Bitte bei der Anmeldung angeben, wer mit der Bahn nach Stuttgart und wieder zurück nach Wendlingen fahren möchte. Die Fahrgemeinschaft trifft sich um 14:20 Uhr am Bahnhof Wendlingen.

Das Kunstmuseum in Stuttgart untersucht ausgehend von seiner bedeutenden Sammlung an Werken von Otto Dix die Neue Sachlichkeit als wichtige künstlerische Sprache der Moderne. Selbstbewusst nimmt Dix eine der großen Strömungen der Kunst im 20. Jahrhundert für sich in Anspruch: "Die Neue Sachlichkeit, das habe ich erfunden." Mit rund 120 Werken geht die Sonderschau der Frage nach, was die Neue Sachlichkeit auszeichnet und wie vielfältig dieser Begriff seit den 1920er Jahren verwendet und interpretiert wird. Ihre Formensprache machten sich damals konservative wie progressive Künstler zu eigen. Otto Dix nimmt innerhalb dieser vieldeutigen Stilrichtung eine zentrale Position ein. In seinem Werk lassen sich sowohl klassizistische als auch gesellschaftskritische Tendenzen finden. Mit seinen Porträts sowie drastischen Gesellschafts- und Kriegsbildern schuf er wichtige Beispiele der neuen Ästhetik, mit der kritisch und karikierend auf die Zustände in der Weimarer Republik reagierte.
       
 









Otto Dix, Bildnis Frau Martha Dix, 1923
, Kunstmuseum Stuttgart, Geschenk der Landesbank Baden Württemberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012
 

Claude Debussy und die Literatur


Sonntag, den 13.01.2013 um 19:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen. Auftaktveranstaltung der Köngener Kulturtage. Klavier: Carolin Danner, Sprecher: Jan Carlos Wittmer. Eintritt 10,-  € . Karten im Vorverkauf erhältlich an der Rathauspforte und in der Bücherei.

Grundidee dieses Programms ist es, die Préludes von Debussy erklärend und durch literarische Texte erweitert zu präsentieren.

Claude Debussy, der dieses Jahr seinen 150. Geburtstag feiert, komponierte seine beiden Hefte der 'Préludes pour piano' zwischen 1909 und 1913. In einem ca. einstündigen Konzert wird der erste Band aufgeführt. Der Zyklus wird durch eine Moderation erweitert, die auch auf sprachlicher Ebene die Thematik der Préludes aufgreift und sogar Debussy selber zu Wort kommen lässt. Texte werden zu Gehör gebracht, die Debussy als Vorlagen für so manches Werk dienten.

Die beiden Künstler, Carolin Danner am Klavier und Jan Carlos Wittmer als Sprecher, begeisterten im November 2011 ihre Zuhörer in Köngen mit einer überzeugenden Vorstellung zu Franz Liszt. Auch dieses neue Programm verspricht einen außergewöhnlichen Abend.
 
   
Carolin Danner, die Pianistin des Abends

Claude Debussy und die Literatur


Sonntag, den 13.01.2013 um 19:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen. Auftaktveranstaltung der Köngener Kulturtage. Klavier: Carolin Danner, Sprecher: Jan Carlos Wittmer. Eintritt 10,-  € . Karten im Vorverkauf erhältlich an der Rathauspforte und in der Bücherei.

Grundidee dieses Programms ist es, die Préludes von Debussy erklärend und durch literarische Texte erweitert zu präsentieren.

Claude Debussy, der dieses Jahr seinen 150. Geburtstag feiert, komponierte seine beiden Hefte der 'Préludes pour piano' zwischen 1909 und 1913. In einem ca. einstündigen Konzert wird der erste Band aufgeführt. Der Zyklus wird durch eine Moderation erweitert, die auch auf sprachlicher Ebene die Thematik der Préludes aufgreift und sogar Debussy selber zu Wort kommen lässt. Texte werden zu Gehör gebracht, die Debussy als Vorlagen für so manches Werk dienten.

Die beiden Künstler, Carolin Danner am Klavier und Jan Carlos Wittmer als Sprecher, begeisterten im November 2011 ihre Zuhörer in Köngen mit einer überzeugenden Vorstellung zu Franz Liszt. Auch dieses neue Programm verspricht einen außergewöhnlichen Abend.
 
   
Carolin Danner, die Pianistin des Abends

Legendäre Meisterwerke - Kulturgeschichte(n) aus Württemberg

Samstag, 17. November 2012, 10:00 Uhr. Führung: "Meisterwerke aus allen Epochen". Den Highlights der württembergischen Kultur auf der Spur. Württembergisches Landesmuseum Stuttgart. Eintritt und Führung 10,- . Anmeldung im Rathaus Köngen.

Das Landesmuseum Württemberg feiert sein 150-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums lädt der neue chronologische Rundgang im Alten Schloss dazu ein, die Meisterwerke aus den Sammlungen neu zu entdecken. Atemberaubende Steinzeitkunst, kostbare Grabbeigaben, mächtige Könige und vieles mehr erwarten den Besucher. Ausgehend von der Altsteinzeit spannt sich der Bogen bis ins frühe 20. Jahrhundert
   

Die Grafen von Aichelberg und Köngen

Donnerstag, 18. Oktober 2012, Vortrag von Dr. Rolf Götz, Rittersaal Schloss Köngen, Beginn 19:30 Uhr. Eintritt: 8,-- €. Kartenverkauf nur an der Abendkasse (ab 19:00 Uhr).
 Eine Veranstaltung des Geschichts- und Kulturvereins e.V. in Zusammenarbeit mit der Ortsbücherei Köngen.

Der Weilheimer Historiker Dr. Rolf Götz beleuchtet in seinem Vortrag mit Bildern die bisher weniger bekannte Geschichte der Grafen von Aichelberg. Die Grafen von Aichelberg waren im 13. und 14. Jahrhundert Besitzer von Köngen. Im Mittelpunkt des Abends steht  ihre Geschichte und ihre Zeit als Ortsherren von Köngen. Dr. Götz geht dabei auch auf die schriftlichen Nennungen des Ortes Köngens vor ihrer Zeit ein. 1075 taucht der Ortsname erstmals in der schriftlichen Überlieferung auf.  
Wappen der Grafen von Aichelberg    

Führung durch die Keltenausstellung in Stuttgart

Freitag, 12. Oktober 2012, 14:00 Uhr. Die Führung findet sowohl im Kunstgebäude als auch im Alten Schloss statt und dauert ca. 2. Stunden. Treffpunkt / Treffzeit: Kunstgebäude um 14:00 Uhr. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 20 Personen. Der Preis beläuft sich auf 19,00 pro Person (Eintritt + Führung). Bei der Anmeldung an der Pforte des Rathauses Köngen sollte man angeben, ob man eine Mitfahrgelegenheit wünscht oder ob man bereit ist, Mitfahrer mitzunehmen.

Die Große Landesausstellung „Die Welt der Kelten. Zentren der Macht – Kostbarkeiten der Kunst“ widmet sich der Bedeutung der keltischen Kultur als eine der prägenden Kräfte der europäischen Geschichte. Im Kunstgebäude und im Alten Schloss werden mehr als 1.300 herausragende Originalfunde und in Deutschland noch nie gezeigte Einzelstücke präsentiert.  Im Themenblock "Zentren der Macht" illustrieren hochrangige nationale und internationale Leihgaben das tägliche Leben, Wirtschaftsweisen, Handelsbeziehungen, technologische Innovationen und die Gesellschaftsordnung. Dabei stehen die „Fürstensitze“ der frühkeltischen Elite und die spätkeltischen Städte im Mittelpunkt.  Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung, die „Kostbarkeiten der Kunst“ wird im Stuttgarter Alten Schloss präsentiert. Gezeigt werden hochkarätige Meisterwerke aus ganz Europa, die von den Anfängen im 7. Jahrhundert v. Chr. bis zur Nachblüte in der irischen Buchmalerei um 800 n. Chr. reichen. Höhepunkte sind die Grabausstattung des „Fürsten von Hochdorf“ und der „Krieger von Hirschlanden“, die älteste menschengestaltige Großplastik nördlich der Alpen.


Gerhard Raff liest aus seinen Werken

Freitag, 14. September 2012, 19:30 Uhr. Benefizlesung von Gerhard Raff in der Peter- und Pauskirche, Köngen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird um eine Spende zugunsten der Renovierung der Peter-und Paulskirche gebeten.

 

          

Gerhard Raff
Der populäre Historiker Dr. Gerhard Raff, Daniel-Pfisterer-Preisträger 2010, liest Auszüge aus seinem umfangreichen Werk.

Schon 1973 wurde Gerhard Raff von Josef Eberle alias Sebastian Blau, dem Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, gebeten, eine Kolumne in Schwäbisch zu verfassen. Bis heute hat Raff in seiner Kolumne eine bunte Palette landesgeschichtlicher Raritäten in schwäbischer Mundart veröffentlicht: Lebensläufe vergessener Landsleute, Jubiläen, Kalendergeschichten, Denkwürdigkeiten - lauter Kostbarkeiten, die der Erinnerung wert sind. In dem Buch "Herr schmeiß Hirn ra" sind in 36 Kurzgeschichten die Alltäglichkeit und Besonderheiten in einem schwäbischen Leben kritisch und sehr humorvoll beschrieben. Was die Geschichten miteinander verbindet, ist die Empörung über die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Es ist Gerhard Raff gelungen, seine Gesellschaftskritik auf humoristische Weise zu vermitteln. Er wurde mit diesem Buch zum meistgelesenen Dialektautor der Gegenwart. Auch der von Loriot illustrierte Fortsetzungsband "Mehr Hirn!" ist eine Sammlung frisch-fromm-fröhlich-frecher Geschichten, mit denen Raff bewährt witzig-respektlos gegen die Verschandelung seiner Heimat zu Felde zieht. In seinem mit viel Humor gesalzenen Werk "Die Schwäbische Geschichte" verfolgt der erfolgreiche Buchautor das Ziel "dem im Herzen Europas beheimateten Stamm der Schwaben (=Alemannen) als dem intelligentesten, liebenswürdigsten und zugleich bescheidensten unter den Stämmen Germaniens endlich die ihm gebührende Ehre und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“. Dabei hängt er nicht an der Vergangenheit fest, sondern baut immer auch Brücken zur Gegenwart, besonders was das Kommentieren von heutiger Politik angeht.

"Herr Mörike zieht um". Literarischer Spaziergang zu Eduard Mörike in Stuttgart.

Samstag, 8. September 2012. Beginn der Führung: 14:00 Uhr. Kosten: 15,- € .  Anmeldung im Rathaus Köngen. Treffpunkt: Bahnhof Wendlingen, 12:40 Uhr.

    Eduard Mörike (* 1804, † 1875) 
 

Ein Umzug ist fast immer mit einem großen Aufwand verbunden – und doch ist der Dichter Eduard Mörike allein in Stuttgart rund ein Dutzend Male umgezogen. Zwar ist keines seiner Wohnhäuser erhalten, aber bei unserem Spaziergang sollen seine Stuttgarter Wohn- und Wirkungsstätten noch einmal lebendig werden, und so suchen wir einige der ehemaligen Wohnungen des Dichters auf, der sich 1851 nach Pfarrdienst und frühzeitiger Pensionierung in Stuttgart niederließ, um "sein Heil auch einmal in der Hauptstadt zu probieren".

Beginnend in der Rotebühlstraße, führt unser Weg ins Hospital-Viertel, wo Mörike samt seinen "beiden Frauen" und seinen beiden Töchtern wohnte. Hier schrieb und dichtete er, empfing er Besucher und hielt er seine beliebten Damen-Vorlesungen. Der Spaziergang endet am Mörike-Denkmal in den Silberburg-Anlagen.


Führung durch die Steindruckerei Ulrich in Esslingen

Samstag, 19. Mai 2012, 14:00 Uhr. Führung "Steindruckerei Ulrich", Esslingen, Mittlere Beutau 48a. Kosten 10 €. Anmeldung: U. Zimmermann, Tel. 07024-866000. Treffpunkt für Fahrgemeinschaften ist um 13:15 Uhr im Schlossgut Köngen.

Die Steindruckerei Ulrich ist eine der sehr selten gewordenen Werkstätten, in denen Lithographen tatsächlich noch vom Stein und Blatt für Blatt auf der Handpresse gedruckt werden. Der Esslinger Lithograph Hans Ulrich führt durch seine Steindruckerei und erläutert das höchst interessante Verfahren der Lithographie.



Steindruckermeister Hans Ulrich an der Handpresse

29. Mai bis 5. Juni 2012: Studienreise ins Veneto mit Pfarrer Steinhart und Torsten Flaig.

Diese Reise mit Studiosus Gruppenreisen GmbH wird unter der fachkundigen Leitung des Kunsthistorikers Torsten Flaig durchgeführt. Herr Pfarrer Ernst Steinhart wird mit seinem großen Wissen über Kunst und Geschichte die Ausführungen von Herrn Flaig ergänzen. Die Busreise führt uns von Köngen in die oberitalienische Region Venoto. Die reichen Kunstschätze der Städte Verona, Vicenza, Mantua und Padua stehen im Mittelpunkt des Reiseprogramms.

 "Rom in Grinario - Die Darstellungen der römischen Kaiser im Rittersaal in Köngen"

Donnerstag, 29. März 2012, 19:30 Uhr. Vortrag von Dr. Martin Luik, Daniel-Pfisterer-Preisträger 2012, im Schloss Köngen, Rittersaal.  Eintritt: 8,- €.  Kartenvorverkauf im Rathaus Köngen.

Der Rittersaal im Köngener Schloss ist im Renaissancestil gehalten und gilt mit seinen bemalten hölzernen Wandvertäfelungen, den reich verzierten Türelementen und den häufig unterteilten Fenstern aus 300 Jahre altem, mit dem Mund geblasenem Glas als einmalig im südwestdeutschen Raum. Die obere Reihe der Vertäfelung ist mit stattlichen Brustbildnissen von Herrschern bemalt (Theodosius der Große, Karl der Große, Heinrich III., Friedrich Barbarossa, Rudolph I. von Habsburg). Über diese Herrscher, von denen jeder das Verhältnis von Staat und Kirche auf besondere Weise gestaltet hat, wird uns Herr Dr. Martin Luik in seinem Vortrag berichten.
 
  Bildnis von Rudolph I. von Habsburg (*1218, † 1291), ab 1273 römisch-deutscher König, im Rittersaal des Schlosses in Köngen.

 

Donnerstag, 22. März 2012, 20:00 Uhr, katholisches Gemeindehaus (Rilkeweg 20, Köngen). Vortrag von Pfarrer Ernst Steinhart: Giotto: 'Der die fast erstorbene Kunst wiedererweckte' (Giorgio Vasari). Eintritt: 8,- €.

Was denn kam den durch Giotto in die Welt? Das mit Giotto die "Kunst des Abendlands" einsetzte, ist fast ein Allgemeinplatz geworden. Aber über vermeintliche Sicherheiten sollte man besonders aufmerksam nachdenken: Für welche Kunst steht Giotto? Auch für unsere? Dass durch Giotto Neues in die Welt kam, ist unbestritten: Die Abwertung der vorausgehenden Stile, auch der Romanik, hängt damit zusammen. Doch worin besteht dieses Neue, das sich zum Beispiel in der Arenakapelle zeigt? Und: Ist es Giotto allein, dem das Neue zu danken ist? Darüber werden gegenwärtig unter Kunsthistorikern interessante Diskussionen geführt.
 
   
Giotto di Bondone (* 1266,
† 1337), bekannt als Giotto, italienischer Maler, gilt als der entscheidende Wegbereiter der italienischen Renaissance (Rinascimento)



Giotto: Noli me tangere (Detail), Kapelle Scrovegni in Padua, entstanden um 1304


Besuch der Ausstellung "Beuys, Warhol, Polke & Co." in Tübingen

Samstag, 10. März 2012, 14:00 Uhr. Führung durch die Ausstellung "Beuys, Warhol, Polke & Co. 40 Jahre Kunsthalle Tübingen" mit Barbara Honecker. Kosten für Eintritt und Führung: 14,- €. Anmeldung: im Rathaus Köngen. Treffpunkt: für Fahrgemeinschaften 12:30 Uhr hinter dem Rathaus, sonst 13:45 Uhr an der Kunsthalle in Tübingen.

Die Jubiläumsausstellung konzentriert sich auf einige besonders herausragende Künstler der Zeit von 1970 bis heute. So werden Joseph Beuys mit Papierarbeiten, Andy Warhol mit Gemälden und frühen Zeichnungen, Bernd und Hilla Becher mit Fotografien von Fördertürmen oder Richard Hamilton und Robert Rauschenberg mit prominenten Werken gezeigt. Sigmar Polke, der die Kunstgeschichte des ausgehenden 20. Jahrhunderts durch effektvolle Materialexperimente und subtile Ironie beeinflusste, steht mit jenen Hauptwerken im Mittelpunkt der Präsentation, die bereits 1976 bei seiner ersten Retrospektive in der Kunsthalle Tübingen zu sehen waren. So ist diese Zusammenschau einer von Pop-Art, Fluxus und Konzeptkunst geprägten Zeit auch als Hommage an den 2010 verstorbenen deutschen Maler zu verstehen.
Sigmar Polke, Moderne Kunst, 1968
Sammlung Froehlich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011
 

Dienstag, 13. März 2012, 20:00 Uhr, katholisches Gemeindehaus (Rilkeweg 20, Köngen). Vortrag von Pfarrer Ernst Steinhart: 'Kunst vor der Kunst. Zur Einschätzung der Romanik im Laufe der Jahrhunderte'. Eintritt: 8,- €.
 
Schon immer hat Menschen bewegt, wie es dazu kommen konnte, dass die Formvollendetheit antiker Bild- und Bauwerke nicht weitergeführt, sondern aufgegeben wurde. Barbareneinfälle? In deren Folge Unvermögen der Handwerker? Es stimmt nachdenklich, dass die größten Schäden an romanischen Bauwerken in Frankreich nicht während der Revolution von 1789, sondern vorher angerichtet wurden: Man wollte sich den Anblick der "rohen, missförmigen" Gegenstände nicht mehr zumuten, über die doch der "moderne Kunstgeschmack" längst hinausgewachsen sei. - Solche Einstellungen wirken unterschwellig bei manchen nach bis heute. Seit etwa einem Jahrhundert wurden und werden derartige Positionen überprüft. Doch erst nach 1945 wurde die Romanik als eigenständiger Stil und nicht nur als Vorläuferin der Gotik anerkannt. Rückwärtsgewandt gefragt: Wie steht die Romanik zur Antike? Was macht sie zu einem eigenen Stil? Die Frage auf heute bezogen: Was mögen Sie, vielleicht sogar: Was fasziniert Sie an der Romanik?

  Notre-Dame-la-Grande in Poitiers, romanische Fassade, erbaut 1150  

Dieser Vortrag von Pfarrer Steinhart ist - wie auch der am 22.3.2012 - nicht nur an die Veneto-Reisenden gerichtet, sondern steht auch anderen Kunstinteressierten offen.
 
Führung durch die Picasso-Ausstellung in der Nürtingen Kreuzkirche

Sonntag, 5. Februar 2012, 11:00 Uhr. Kosten: 10,- €  für den Eintritt und die Führung durch Frau Barbara Honecker. Anmeldung: an der Rathauspforte Köngen. Treffpunkt: um 10:45 Uhr vor der Kreuzkirche.

  Ausstellungsführung Pablo Picasso "Zwischen Eros und Arena"

Der 1881 geborene Maler Pablo Picasso gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und wurde zu Recht als "Jahrhundertgenie" bezeichnet. Die Malerei lag ihm als Sohn eines Zeichenlehrers und Malers im Blut. Schon im Alter von acht Jahren fertigte er seine ersten Werke an. Lenkung und Anregung erhielt er von seinem Vater, vor allem aber auch durch intensive und professionelle Schulungen in La Coruna, Barcelona und Madrid. Das Werk des Spaniers sprengt alle Grenzen und gilt als das gigantischste und an schöpferischer Vielfalt reichste der Kunstgeschichte. Picasso malt, denkt, arbeitet und beweist seine Fähigkeiten bis am Abend vor seinem Tod am 8. April 1973.

Mehr als 100 Exponate des Künstlers sind in der Ausstellung in der Nürtinger Kreuzkirche zu sehen. Darunter befinden sich Raritäten aus der Sammlung Marina Picasso, Spitzenblätter aus der berühmten Suite Vollard sowie seltene Mappenwerke und Keramiken.

Führung durch die neue Stuttgarter Bibliothek

Donnerstag, 26. Januar 2012, 14:00 Uhr : Kosten der Führung: 5,00 €,  Anmeldung an der Rathauspforte Köngen. Treffpunkt: hinter dem Rathaus um 12:15 Uhr. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet. Informationen über das Museumsgebäude und die Parkplatzsituation vor Ort werden bei der Anmeldung mitgegeben.

  Die neue Stuttgarter Bibliothek am Mailänder Platz im Europaviertel

Die neue Stuttgarter Bibliothek zwischen Tradition und Innovation liegt an der Heilbronner Straße, im Anschluss an den Hauptbahnhof. Als ein inspirierendes Haus des Wissens und der Kultur wird diese im künftigen Stadtteil Mittelpunkt und belebendes Element sein (sie ist das erste öffentliche Gebäude im Europaviertel). Die Stadtbücherei besitzt 500.000 Medien zum Ausleihen, der Würfel hat eine Fläche von 20.225 Quadratmetern, wöchentliche Öffnungszeiten von 72 Stunden, modernste Technik für Selbstverbuchung und Energie.
 

Daniel-Pfisterer-Preis 2012 an den Archäologen Dr. Martin Luik

22. Januar 2012 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13), Beginn: 19:00 Uhr

Den Daniel-Pfisterer-Preis 2012 des Geschichts- und Kulturvereins Köngen erhält am 22. Januar 2012 der Archäologe Dr. phil. Martin Luik aus Köngen. Er ist der 7. Preisträger, der die Ehrung in Erinnerung an den Köngener Pfarrer Daniel Pfisterer entgegennehmen wird.

  Daniel Pfisterer, Pfarrer von 1699 bis 1728 in Köngen, schuf in dieser Zeit eine einmaliges Bilder- und Gedichtbuch mit Aquarellen von Pflanzen, Tieren und Szenen aus dem Alltagsleben der einfachen Menschen. Die Zeichnungen kommentierte er mit originellen Reimen.

Martin Luik wurde 1961 in Esslingen am Neckar geboren und besuchte dort das altsprachliche Georgii-Gymnasium. Mit seinem Lehrer, einem Hobby – Archäologen, besuchten die Schüler Ausgrabungen in der näheren und weiteren Umgebung. Selbst die Klassenfahrt wurde nach dem Interessengebiet ausgerichtet, sie führte nach Rom. Sein Vater, ebenso an der römischen Geschichte interessiert, förderte die Neigung des Sohnes.

Der Hausbau und der Umzug nach Köngen 1975 führten ausgerechnet in den Bereich des römischen Vicus von Grinario. Wie nicht anders zu erwarten, fanden sich in der Baugrube römische Scherben und Reste eines Kellers. Noch als Gymnasiast betreute Martin Luik mehrere Jahre das Museum im Köngener Kastellturm.

Früh kam auch der Kontakt mit dem späteren Präsidenten des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Dieter Planck (Pfisterer-Preisträger 2006), der ihn bei seiner Berufswahl unterstützte und sein wissenschaftlicher Begleiter blieb.

  Martin Luik (* 1961), Archäologe, wohnhaft in Köngen  

1981 bis 1991 absolvierte Martin Luik das Studium der Provinzialrömischen Archäologie, Vor- und Frühgeschichte, Alte Geschichte und Klassischen Archäologie in München und Tübingen. Die Magisterarbeit 1986/87 wie auch die Promotion zum Dr.phil 1991 hatten die umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung des römischen Erbes in Köngen zum Thema. Mit großer Geduld und enormem Zeitaufwand beteiligte er sich an den Ausgrabungen und deren Deutung und Katalogisierung. Zahlreiche private Sammlungen wurden von ihm begutachtet und inventarisiert. Stets erhielt er große Unterstützung seitens der Verwaltung und der Bevölkerung. Seine umfangreichen Forschungsergebnisse veröffentlichte er in den Bänden Köngen-Grinario I (1996) und –Grinario II (2004), in zahlreichen Aufsätzen und Präsentationen.

Dr. Martin Luik beteiligte sich beim Aufbau des Römerparks Köngen und wirkte an Sonderausstellungen im Limesmuseum Aalen mit. Er engagiert sich in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten, lehrt als Privatdozent an der Universität München und hat einen Lehrauftrag an der Universität Klagenfurt.

Zahlreiche Ausgrabungen führen ihn immer wieder zu verschiedenen antiken Römerstätten in Deutschland, in Kärnten und nach Spanien zu den römischen Lagern um Numantia, wo er in Renieblas, Provinz Soria seit Jahren Projekte durchführt. Wichtige Bestandteile der erfolgreichen Grabungen sind die Vermittlung seiner Kenntnisse archäologischer Arbeit an Studenten und die entsprechenden Veröffentlichungen.

Anlässlich des 100. Geburtstags der Köngener Kastellturm-Einweihung im Jahr 1911 organisierte Dr. Luik ein wissenschaftliches Festkollegium in Köngen und beteiligt sich im Augenblick an der Jubiläumsschrift zum Turm.


Reise nach Oberitalien vom 29.05. - 05.06. 2012


Donnerstag, 08.12.2011: Einführung in die Reise durch den Reiseleiter Torsten Flaig im Katholischen Gemeindehaus in Köngen, Beginn 19:30 Uhr

Diese Reise mit Studiosus Gruppenreisen GmbH wird unter der fachkundigen Leitung des Kunsthistorikers Torsten Flaig durchgeführt. Herr Pfarrer Ernst Steinhart wird mit seinem großen Wissen über Kunst und Geschichte die Ausführungen von Herrn Flaig ergänzen. Die Busreise vom 29.05. - 05.06.2012 führt uns von Köngen in die oberitalienische Region Venoto. Die reichen Kunstschätze der Städte Verona, Vicenza, Mantua und Padua stehen im Mittelpunkt des Reiseprogramms.
 
Am Donnerstag, den 08.12.2011 wird uns der erfahrene Studienreiseleiter, Herr Torsten Flaig, die geplante Reise mit allen Höhepunkten in einem einführenden Vortrag vorstellen und aufkommende Fragen beantworten. Am 15.03.2012 und am 22.03.2012 schließen sich zwei Vorträge von Herrn Pfarrer Ernst Steinhart an, die uns ebenfalls gut auf die Reise vorbereiten werden.
 
Anschließend an den Vortrag am 08.12.2011 werden Anmeldeformulare ausgegeben. Bei Bedarf können diese auch bei Frau Flaig (Tel. 07024 - 80687) angefordert werden.

Liszt-Abend: "Hurrah! die Toten reiten schnell!".  Melodramen, Texte und Klaviermusik von Franz Liszt.


Donnerstag, den 17. November 2011, 19:30 Uhr, Zehntscheuer Köngen. Klavier: Carolin Danner, Sprecher: Jan Carlos Wittmer. Eintritt 14,-  € / 8,-  € ermäßigt. Karten im Vorverkauf erhältlich im Rathaus Köngen.

Die H-moll-Ballade, die Konzertetüde "La Leggierezza" und die Consolations - Franz Liszts wundervolle Klaviermusik liebt jeder. So auch die Münchner Pianistin Carolin Danner, die diese Werke am 17.11. am Flügel spielen wird. Zum 200. Geburtsjahr des Komponisten begibt sie sich gemeinsam mit dem Sprecher Jan Carlos Wittmer aber auch auf die Spuren des unbekannten Franz Liszt. Was hat er gedacht? Welche Werke hat er geschrieben, die nicht so häufig aufgeführt werden? Neben Briefen und anderen Texten haben die beiden Künstler Raritäten im Gepäck, die im 19. Jahrhundert groß in Mode waren, inzwischen aber in Vergessenheit geraten sind: Melodramen - die Rezitation von Balladen mit dramatischer Klavierbegleitung. Ein etwas anderer Blick auf den großen und vielseitigen Komponisten Franz Liszt.
 
  Franz Liszt (* 1811, † 1886), Komponist, Pianist, Dirigent
Carolin Danner, die Pianistin des Abends
   

Auf den Spuren von Luther, Melanchthon, Goethe, Schiller und der Bauhausarchitektur in Thüringen und Sachsen-Anhalt

Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. organisiert in der Zeit vom 16.10. - 21.10.2011 mit Unterstützung der bekannten Volkskundlerin Frau Dr. Christel Köhle-Hezinger eine attraktive Busreise nach Thüringen und Sachsen-Anhalt. Viele Stätten, die zum Weltkulturerbe gehören, werden  besucht.

Einzelheiten zum Ablauf, Preis, Teilnahmebedingungen etc. präsentieren Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger und der Geschichts- und Kulturverein im Rahmen eines Einführungsvortrages am Mittwoch, den 15.06.2011 um 19:00 Uhr im Katholischen Gemeindehaus in Köngen (Rilkeweg, Nähe Ortsausfahrt in Richtung Denkendorf). Hier besteht die Möglichkeit zur Anmeldung.

Vorgesehener Ablauf:
1. Tag: Anreise über Meiningen (Stadtbesichtigung) nach Jena. Hier sind drei Übernachtungen geplant.

2. Tag: Besichtigung der Universitätsstadt Jena. Unter anderem werden das Bauhaus-Keramikmuseum und - etwas außerhalb - die Dornberg-Schlösser besucht. Jena war im 17. und 18. Jahrhundert das geistige Zentrum Deutschlands. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Stadt durch die feinmechanische-optische Industrie und das feuerfeste Glas bekannt.

3. Tag: Besuch von Weimar mit Stadtführung, u.a. Besichtigung der nach dem Brand im neuen Glanz erstrahlenden 'Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek'. Den Ruf des "klassischen Weimars" begründeten Dichter wie Goethe, Schiller, Wieland und Herder. Ebenso fühlten sich Komponisten wie Bach, Liszt und Wagner angezogen.

  Hoftheater in Weimar mit 'Goethe-Schiller-Statue'  
       
4. Tag: Fahrt nach Dessau. Hier zwei Übernachtungen. Besichtigung des Bauhaus-Gebäudes von Walter Gropius ('Kathedrale der Moderne') und der 'Meisterhäuser', einst Wohnstätten der wichtigsten Baumeister. Nachmittags ist ein Spaziergang durch den Landschaftspark Georgium und ein Besuch der Anhaltinischen Gemäldegalerie vorgesehen.

5. Tag: Führung durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit sieben Parkanlagen am Elbstrom. Nachmittags Führung durch Wittenberg, der Stadt der Reformation.

6. Tag: Fahrt Richtung Heimat mit einer eventuellen Unterbrechung in Naumburg oder Bamberg.

Änderungen müssen wir uns vorbehalten!
 
Begleiten wird uns zeitweise Frau Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger aus Esslingen, langjährige Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde an der Universität Jena, die vielen von uns als äußerst kompetente Wissenschaftlerin und begehrte Referentin bekannt ist. Im Jahre 2008 erhielt sie den Daniel-Pfisterer-Preis des Geschichts- und Kulturvereins Köngen.
       
  Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, langjährige Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.  
 
Reisebericht zu dieser Reise (am 27.10.2011)
 

Vom Montag, dem 16.10. bis zum Freitag, dem 21.10.2011 führte der Geschichts- und Kulturverein Köngen unter der organisatorischen  Leitung von Frau Wiebke Flaig  eine Reise zu den  Städten Meiningen, Jena, Weimar, Dessau, Wittenberg und Naumburg durch.  Bezüglich der Auswahl aus den vielen Sehenswürdigkeiten dieser Städte und ihrer Umgebung wurde Frau Flaig durch die gebürtige Esslingerin und ehemalige Jenaer Professorin für Volkskunde, Frau Dr. Köhle-Hezinger, unterstützt, die ab der Stadt Meiningen unsere Reisegruppe begleitete und durch vielfältige und kenntnisreiche Beiträge zum Gelingen der Reise wesentlich beitrug. Der Eindruck, den die Reiseteilnehmer in dieser knappen Woche von Kultur, Geschichte und Landschaft der Reiseziele gewonnen haben, war überwältigend.

Das erste Ziel der Reise, die Stadt Meiningen, gehört mit einer großartigen Musik- und Theatergeschichte, historischen Bauten aus dem 19. Jahrhundert, den großen Parks und den schönen Schlössern zu den Städteperlen Thüringens. Viele bedeutende Komponisten, so unter anderen Friedrich Liszt und  Max Reger prägten von hier aus das Musikleben Europas.  Eine Musikwissenschaftlerin führte uns im Museum zu einer, Franz Liszt gewidmeten, Sonderausstellung. Noch heute spielen Theater und Musik eine wichtige Rolle in dieser Stadt.

In Jena profitierte die Reisegruppe von dem ‚Insiderwissen‘ von Frau Dr. Köhle-Hezinger, die während der Zeit von dreizehn  Jahren diese traditionsreiche Universitätsstadt und ihre Menschen  liebgewonnen hat. Dies war bei ihren kenntnisreichen Ausführungen zu merken.  Eine Stadtführung machte uns mit kulturhistorischen Baudenkmälern bekannt, die mit großen Namen der Geschichte verbunden sind. Von der Aussichtsplattform des ‚Jen-Towers‘, des mit  159 m höchsten Turms der Stadt, eröffnete sich uns ein phantastischer Panoramablick. Ein Ereignis besonderer Art war der Besuch der in der Nähe von Jena hoch über dem Saaletal liegenden Dornburger Schlösser. Hier hat sich auch Goethe gerne aufgehalten.

Der Besuch der Kulturstadt Weimar war für alle Reiseteilnehmer ein weiterer Höhepunkt der Reise. Allein das Gefühl, sich dort zu befinden, von wo aus einst Goethe und Schiller ihre Gedanken in die Welt geschickt haben, flößte eine gewisse Ehrfurcht ein.  Auch in der Architektur gingen von Weimar prägende Einflüsse aus. Der Henry-van-de-Velde-Bau ist eines der bedeutendsten Kunstschulbauten der Jahrhundertwende und war 1919 Gründungsort des ‚Bauhauses‘, einem Baustil, der zu einer Wegmarke in der Geschichte der modernen Architektur wurde.  Der architektonische Stil des Bauhauses, seine  Ziele und Umsetzungen wurden uns in einem eigenen Museum vermittelt.  Das 1923 erstellte Musterhaus von Georg Muche, das von der Reisegruppe ebenfalls besucht wurde, besticht durch seine Funktionalität.  Ein Besuch der wieder aufgebauten historischen Anna-Amalia-Bibliothek mit ihrem berühmten Rokokosaal  und den  alten Buchbeständen durfte natürlich nicht fehlen.  Auch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald hat bleibende Eindrücke hinterlassen. 

In Dessau standen das Bauhausgebäude und die von Walter Gropius errichteten ‚Meisterhäuser‘ , die als einzigartige und schützenswerte Kulturgüter in die Liste des UNESCO-Kulturerbes aufgenommen wurden, im Mittelpunkt unseres Interesses.  Zu den ‚Meistern‘, die in diesen Häusern wohnten, gehörten Lyonel Feininger, Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und Paul Klee.  Ein weiterer Programmpunkt in Dessau war eine Führung durch den kunsthistorisch bedeutenden Landschaftspark  mit dem  Namen Georgium, der ab 1780 von dem Prinzen Johann Georg geschaffen wurde. Der im englischen Stil gehaltene Park enthält zahlreiche klassizistische und romantisierende Bauten und Skulpturen, die harmonisch in die Natur eingebettet sind.  Ein Besuch in der Anhaltschen Gemäldegalerie mit seiner umfangreichen Sammlung altdeutscher und niederländischer Malerei beendete diesen ‚inhaltsreichen‘ Tag.

Am nächsten Tag schloss sich ein Spaziergang durch den Wörlitzer Gartenreich an, einer Gartenanlage, deren Größe und Gestaltung mit kaum einer anderen Anlage vergleichbar ist. Gelegen ist der gesamte Gartenbereich inmitten des Biosphärenreservats Flusslandschaft Mittelelbe.  Dort war es einfach traumhaft schön!  Anschließend besuchten wir die Lutherstadt Wittenberg, die nach der Wende ihren alten Glanz wiedererhielt. Die Spuren der Reformation prägen die Stadt und machen eine Stadtführung zum Geschichts-Erlebnis ersten Ranges. So findet man bei einem Rundgang die Wohnhäuser Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Lucas Cranachs sowie das kurfürstliche Schloss mit der Schlosskirche, die spätmittelalterliche Stadtkirche St. Marien und ein Stadtbild, das noch heute von den imposanten Bürgerhäusern der Renaissance geprägt ist.

 Der Abend dieses Tages wurde durch einen Konzertbesuch in Dessau gekrönt. Werke von Franz Liszt, Paganini und Bela Bartok standen auf dem Programm.  

Die Rückreise führte uns noch über Naumburg. Der Besuch der Ausstellung über den ‚Naumburger Meister‘, der die bekannte Skulptur der  Markgräfin Uta geschaffen hat, war ein grandioser Schlossakkord.

Am Schluss dieses Reiseberichts steht der Dank an Frau Wiebke Flaig, die mit ihrem Verständnis für Geschichte und Kultur  den Reiseteilnehmern viele schöne und auch lehrreiche Stunden vermittelt hat.


Führung für Kinder und Groß-/Eltern durch das J.F. Schreiber-Museum in Esslingen "Papiertheater, Kartonmodelle und Bilderbücher"

Sonntag, den 6. November 2011. 11:00 -12:30 Uhr. Ort: Salemer Pfleghof, Untere Beutau 8 -10 in Esslingen. Kosten: Erwachsene 6,--  €, Kinder 3,-- €  für Führung und Eintritt. Anmeldung bei Ulrike Zimmermann: Tel. 07024 /866000. Wer mit der S-Bahn nach Esslingen fahren möchte, kann sich der Fahrgemeinschaft anschließen. Treffpunkt ist um 10:20 Uhr am Bahnhof Esslingen (S-Bahn-Gleis), Abfahrt 10:29 Uhr.

Für Jung und Alt gleichermaßen faszinierend, was alles aus Papier gemacht werden kann. Im Museum gibt es Papiertheater, Kartonmodelle und Originalentwürfe bekannter Bilderbuchklassiker zu bewundern. Ein Höhepunkt des Besuchs ist die Wurzelhöhle, die dem wohl bekanntesten Kinderbuch des Schreiber-Verlages "Etwas von den Wurzelkindern" von Sybille von Offers gewidmet ist.

  Die Wurzelkinder  


"Gestatten Sie, darf ich vorstellen . . .". Biografien von Wissenschaftlern, deren Namen in Maßeinheiten verewigt sind.

Donnerstag, den 20. Oktober 2011 in der Bücherei Köngen. Beginn: 19:30 Uhr. Lesung von Prof. Dr. Rolf Martin. Eintritt: 8,-- €.  In Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Eintrittskarten gibt es im Rathaus, in der Bücherei sowie bei der Bücherecke.

Biografien von Wissenschaftlern, deren Namen in Maßeinheiten verewigt sind. Mit großer Selbstverständlichkeit nutzen wir Maßeinheiten und nehmen diese hin. Wer macht sich schon Gedanken darüber, dass hinter Begriffen wie Kilojoule, Hektopascal oder Megaherz Menschen stehen, deren Verdienste durch die Benennung der Maßeinheiten mit ihrem Namen geehrt wurden?


  Das Joule ist eine abgeleitete Maßeinheit der Größen Energie, Arbeit und Wärmemenge, benannt nach dem britischen Physiker James Prescott Joule (* 1818, † 1899). Die Einheit 'Joule' wird heute für alle Formen thermischer, mechanischer sowie elektrischer Energie verwendet.  

zanne - Renoir - Picasso und Co. : 40 Jahre Kunsthalle Tübingen

Samstag, den 1. Oktober 2011, 14:00 Uhr. Führung durch die Kunsthistorikerin Barbara Honecker.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kunsthalle Tübingen wird ein Extrakt der bisherigen großartigen Ausstellungsereignisse präsentiert - und damit ein bedeutender Entwicklungsschritt der Kunstgeschichte in einer einzigartig verdichteten Ausstellung erlebbar gemacht. Den auftaktgebenden Schwerpunkt der Schau bilden Hauptwerke von Paul Cézanne (1839-1906), der als Impulsgeber der Moderne zu gelten hat. Seine Landschaftsbilder, Porträts und Stillleben inspirierten eine Bewegung, die von der impressionistischen Wirklichkeitstreue wegführte, hin zu einer freien Komposition von Linien, Flächen und Farben.

Zudem ist Edgar Degas (1834-1917) in der Ausstellung vertreten, dessen Tänzerinnen-, Dirnen- und Landschaftsbilder ebenfalls am Anfang der postimpressionistischen Entwicklung stehen. Überdies sind Auguste Renoirs (1841-1919) Bilder mondäner Lebensfreude ebenso wie Henri de Toulouse-Lautrecs (1864-1901) malerische Porträts der Belle Époque präsent. Ein Landschaftsbild des Postimpressionisten Henri Rousseau (1844-1910) ergänzt die umfangreiche Epochenschau, die ihren Abschluss in einer bedeutenden Gruppe von Arbeiten Picassos aus den Jahren zwischen 1898 und 1971 findet.
       
    Auguste Renoir: Die kleine Irene, 1880.

Stiftung E.G.   Sammlung Bührle, Zürich

Max-Eyth-Haus, Literaturmuseum in Kirchheim u. Teck

Samstag, den 3. September 2011, 10:00 Uhr. Führung durch den Musemsleiter Rainer Laskowski. Die Gebühr wird noch bekannt gegeben.

Das Max-Eyth-Haus ist neben dem Kirchheimer Schloss das älteste Fachwerkhaus der Kirchheimer Innenstadt und wurde um 1540 als Lateinschule erbaut. 1836 wurde hier der Ingenieur und Schriftsteller Max Eyth geboren. Seit 1993 wird das Gebäude als Literaturmuseum genutzt.
     
  Das 'Max-Eyth-Haus' beherbergt heute das 'Literarische Museum' in Kirchheim u. Teck. Es ist das Geburtshaus des am 6. Mai 1836 geborenen Dichters und Ingenieurs Max Eyth.
 

"Ein Blick hinter die Kulissen des Freilichtmuseums Beuren im Tiefenbachtal"

Donnerstag, den 30. Juni 2011, 14:30 Uhr. Führung durch die Museumsverwaltung. Eintritt: 8,-- €.  Anmeldungen im Rathaus. Fahrgemeinschaften.

Die Führung bietet einen Einblick in die ansonsten nicht öffentlich zugängliche umfangreiche kulturhistorische Sammlung des Freilichtmuseums Beuren. Untergebracht sind die Exponate in Bunkern des ehemaligen Bundeswehrdepots im Tiefenbachtal.

Ausstellung "Das Böse bannen - die Wasserspeier der Frauenkirche in Esslingen", Fotographien, Graphiken, Überreste

Samstag, den 28. Mai 2011, 14:00 Uhr. Treffpunkt: 13:50 Uhr vor dem Stadtmuseum Esslingen. Kosten 8,00 € für Eintritt und Führung. Anmeldung: Rathauspforte Köngen (Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, soll dies bei der Anmeldung angeben).

Die Esslinger Frauenkirche besitzt an Turm und Dachkante 63 steinerne Wasserspeier - dämonische Figuren, die hoch oben weit hinausragen. Sie leiten das Regenwasser von der gotischen Kirche weg, um die sensiblen Fundamente zu schützen. Gleichzeitig sollen sie vor bösen Kräften bewahren, deshalb wurden sie als abschreckende Fabelwesen gestaltet. In der Ausstellung sind sie erstmals auf Fotografien von Peter Köhle aus nächster Nähe im Detail zu betrachten. Darüber hinaus werden einige bisher noch nie gezeigte originale Reste der Wasserspeier präsentiert sowie die von ihnen inspirierten Holzschnitte von HAP Grieshaber.

    "Teufel mit Zwiebel". Einer von 63 Wasserspeiern an der Esslinger Frauenkirche.
     

Leben und Bauen zwischen Neckar und Bosporus - der Architekt Paul Bonatz (1877 - 1956)

Samstag, 07. Mai 2011, 14:00 - 18:00 Uhr. Kunsthalle Tübingen. Führung durch Barbara Honecker, Kunsthistorikerin. Anschließend Besichtigung der Universitätsbibliothek. Treffpunkt: 12:40 am Wendlinger Bahnhof, Abfahrt 12:50 Uhr. Rückfahrt 18:30 Uhr ab Tübingen. Preis pro Person: 20,00 Euro (Zug und Bus, Eintritt, Führung). Anmeldung: an der Information im Rathaus.

Leider muss die Fahrt zu dieser Ausstellung mangels Beteiligung abgesagt werden!

 

Paul Bonatz, deutscher Architekt (* 1877, † 1956)
Der Stuttgarter Architekt Paul Bonatz, dessen Hauptwerk der Stuttgarter Hauptbahnhof in jüngster Zeit traurige Berühmtheit erlangt hat, ist Hauptvertreter einer gemäßigten modernen Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche originale Pläne, Zeichnungen, alte Fotos und neu gebaute Modelle dokumentieren das umfangreiche Lebenswerk des Architekten, das neben technischen Bauwerken und Großbauten auch behagliche Wohnhäuser umfasst.

Im Zentrum der Ausstellung steht freilich Bonatz' Hauptwerk, der Stuttgarter Hauptbahnhof (1911-1927). So bietet die Ausstellung eine breite Grundlage für eine Diskussion um den Denkmalwert dieses Monumentalwerks der klassischen Moderne, der durch den Teilabriss im Zuge der Planungen für Stuttgart 21 in Frage gestellt wird.

Anschließend an die Ausstellung besuchen wir in der Tübinger Innenstadt ein Frühwerk von Bonatz, die alte Universitätsbibliothek.
 

Führung durch die Kunstausstellung "Stiftung Fritz und Hildegard Ruoff" in Nürtingen

Führung mit Frau Hildegard Ruoff in Nürtingen, Schellingstr. 12. Termin: 13. April 2011. Beginn: 11:00 Uhr. Eintritt: 8,-- €.  Anmeldungen im Rathaus Köngen, Fahrgemeinschaften

In der abstrakten Malerei im deutschen Südwesten nach 1945 nimmt das künstlerische Werk des in Nürtingen geborenen Fritz Ruoff (1906-1986) eine herausragende Stellung ein. Die Galerieräume der Villa Ruoff in Nürtingen beherbergen Teile des Gesamtwerks von Fritz Ruoff.  Neben Plastiken zeugen Gouachen, Zeichnungen, Collagen  und Aquarelle von der beharrlichen künstlerischen Auseinandersetzung Ruoffs mit der Form und ihrer Bedeutung. Seine Werke sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Exponate befinden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen im In- und Ausland.

Nach einer Holzbildhauerlehre studierte er bis 1933 an der Kunstgewerbeschule Stuttgart bei Alfred Lörcher. 1943 heiratete er Hildegard Scholl, ebenfalls eine bedeutende Künstlerin. Bis zu seinem Tod im Jahre 1986 verbrachte er seine Arbeitsjahre in Nürtingen.

Fritz Ruoff beschäftigte sich mit vielen Materialien und Stilen. Im Mittelpunkt seines Schaffens mit dem Material Holz stand die menschliche Figur, die er zum Teil sehr abstrakt darstellte. Nach seinem Kunststudium in Stuttgart kam er weg vom Holz und hin zum Zeichnen. Es schlossen sich Plastiken aus Gips, zum Teil in Bronze gegossen, an.  Um 1950 fand er zur Malerei. Ab Mitte der fünfziger Jahre wandte er sich religiösen Motiven zu.

1957 kehrte er noch einmal zur Holz-Plastik zurück, entwarf 1959 Montagen aus Stahl und malte ab 1960 wieder abstrakte Bilder. Sein Ziel war es, so seine eigenen Worte; „zu einer einfachen und symbolhaften Bildsprache zu gelangen“.  Im Jahr 1962 entdeckte er eine neue Art von Kunst, die Schnurcollage. Ab 1963 begann er nach schwerer Krankheit wieder mit Bleistiftzeichnungen und steigerte sich hin zu Collagen und Aquarellen bei denen Kreise, Ovale und Rechtecke das Bild bestimmen. Das Arbeiten mit Pappe und das Entstehen von Reliefbildern kamen ab 1965. Ab 1977 fand er zu den Schnurcollagen und Zeichnungen zurück.

  Fritz Ruoff: Landschaft. Zeichnung / Farbstift 1975

Werkverzeichnis Zf 1971/1. Ausstellung Dr. Christian Bauer

Die im Jahr 2003 gegründete 'Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung' dient der Erhaltung und Pflege des künstlerischen Lebenswerkes von Fritz Ruoff und seiner Frau Hildegard und der Förderung des Interesses und Verständnisses dafür. Am 28.11.2004 wurden die Ausstellungsräume der Stiftung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  Eine Führung in den noch vollständig eingerichteten Wohn- und Arbeitsräumen des Ehepaars Ruoff vermittelt einen Eindruck von den Lebensumständen eines Künstlerpaares in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Fritz Ruoff hat in seinem Leben einiges erleiden müssen, und doch formulierte der alternde Künstler einen sehr versöhnlichen Rückblick auf sein Leben und Werk: „Wenn ich die Frage stelle, warum ich male und zeichne, so ist mir eine erschöpfende Antwort im Grunde nicht möglich. Nur so viel: sicher hat es mit meinen geheimen Sehnsüchten nach einer besseren Welt, nach Frieden und Schönheit, Ordnung und nicht zuletzt auch nach Liebe zu tun. Dem Chaos sich stellen und trotzdem immer wieder mit Hoffnung aufs Neue beginnen. Das ist meine Situation.“

"Der Isenheimer Altar"

Vortrag mit Bildern von Herrn Pfarrer Ernst Steinhart im Katholischen Gemeindehaus in Köngen. Termin: Donnerstag, den 7. April 2011. Beginn 19:30 Uhr.  Eintritt: 8,-- €.  Eintrittskarten gibt es im Rathaus und in der Bücherei Köngen, Tel. 07024-983500

Der Isenheimer Altar gehört zu den bedeutendsten Werken der Kunstgeschichte überhaupt. Seinetwegen ist das Unterlinden-Museum in Colmar nach dem Louvre in Paris das am zweithäufigsten besuchte Museum Frankreichs.
     
  Der Isenheimer Altar
     
Der gewaltige Altar ist ein spätgotisches Retabel (Wandelaltar) mit neun Gemälden und einem geschnitzten Mittelschrein. In geschlossenem Zustand zeigt er die Kreuzigung von Christus in kaum zu überbietender Eindringlichkeit. Im Bild des leidenden Christus scheint alles Leid der Menschheit eingefangen zu sein. Flankiert wird es von den Flügelgemälden der Heiligen Sebastian und Antonius, denen die Krankenheilung zugeschrieben wurde. Im Ablauf des liturgischen Kirchenjahres wurden die Flügel geöffnet, so dass man diejenigen Bildteile sehen konnte, die zum jeweiligen Kultus passten. Insgesamt besitzt der Altar drei Schauseiten. An Sonntagen war die zweite Schauseite zu sehen, eine Folge strahlender und tröstlicher Bilder: Engelskonzert, Geburt und Auferstehung von Jesus Christus. Einzigartig ist, wie sich die Lichtgestalt von Christus aus dem Grab erhebt. Gekrönt war der Altar mit einem filigran geschnitzten und vergoldeten Maßwerk.

Mathis Neithardt war der geniale Maler, der vermutlich zwischen den Jahren 1512 und 1516 zusammen mit dem Bildschnitzer Niklaus von Hagenau den Altar geschaffen hat. Den Auftrag hatten die beiden Künstler von dem Antoniterorden für ihr Spital in Isenheim, einem Dorf in der Nähe von Colmar, erhalten. Heute ist Mathis Neithardt unter dem Namen Matthias Grünewald bekannt. Der Altar gilt nicht nur als sein persönliches Hauptwerk, sondern das einer ganzen Epoche. Um diesem Werk gerecht werden zu können, ist es notwendig, sich den grandiosen Bildtafeln nicht nur als Kunstwerk zu nähern. Ursprünglich wurden sie auch nicht als Kunstwerke geschaffen. Wie alle Altartafeln der damaligen Zeit waren sie Werke der Verkündigung der Botschaft von Christus.

Der um 1070 gegründete Orden der Antoniter war ein so genannter Bettelorden, zu dessen Aufgaben die Krankenpflege gehörte. Die Kranken wurden zu Beginn ihrer medizinischen Behandlung vor den Altar geführt, da man hoffte, dass sie aus der Betrachtung des Altars geistlichen Trost gewinnen würden. Nach mittelalterlicher Auffassung konnte von Altarbildern Heilung ausgehen, sofern sich der Kranke mit den dargestellten Figuren identifizierte.

Bis zur Französischen Revolution stand der Altar in der Klosterkirche von Isenheim. Um ihn vor der Zerstörung zu bewahren, wurde er 1792 nach Colmar in die Bibliothèque Nationale du District gebracht. 1852  wurde der Altar in die Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters von Unterlinden verlegt. Die gemalten Tafeln (Öl auf Lindenholz) und Skulpturen wurden auseinandergenommen und auf das gesamte Kirchenschiff verteilt.  Dort wurde der Altar zum berühmtesten Werk des Museums, das man dort einrichtete. Seit dieser Zeit übt der Altar eine ungebrochene Faszination auf all diejenigen aus, die sich in seine Betrachtung versenken. Nach Pfarrer Ernst Steinhart, der uns zu seinem Vortrag einlädt, leben Kunstwerke nur, solange sich Menschen mit ihnen auseinandersetzen und um Deutungen ringen. Erlischt dieses elementare Interesse, fangen auch die größten Werke an zu welken und zu kränkeln. Auch Kunstwerke können sterben. Der Isenheimer Altar wird desto rätselhafter, je mehr man auf Einzelheiten achtet. Alle Fragen führen zu einer letzten: Hat man den Altar verstanden, wenn man alle Details kennt? Oder gibt es einen Grundgedanken des Glaubens, der mit den Mitteln der Malerei so entfaltet wird, dass Kunst und Glauben miteinander zu tun bekommen?  Herr Pfarrer Steinhart wird uns bei seinem Vortrag mit Bildern auf eine große Entdeckungsreise mitnehmen.

Megacity Istanbul: Schönheit, Schmelztigel, Schatzkammer und mehr

Termin: Donnerstag, den 3. März 2011. Beginn 19:30 Uhr. Vortrag von Sibylle Thelen im Rittersaal des Köngener Schlosses.   Eintritt: 8,-- €.  Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Eintrittskarten gibt es im Rathaus und in der Bücherei Köngen, Tel. 07024-983500

Sibylle Thelen, geboren 1962, studierte Politik, Turkologie und Kommunikationswissenschaften in München. Ein Teil ihrer Jugend verbrachte sie in Köngen. Sie ist Autorin und leitende Redakteurin bei der Stuttgarter Zeitung. 2008 erschien ihr Buch "Istanbul – Stadt unter Strom, Gesichter der neuen Türkei". Ein weiteres Buch mit dem Titel "Die Armenierfrage in der Türkei" wurde im Jahr 2010 verlegt.

Für Sibylle Thelen ist Istanbul als Brennpunkt einer dynamischen Entwicklung zu sehen, die vor allem durch die Kulturschaffenden getragen wird. Die Künstler stehen nicht nur selbst unter Strom, sie elektrisieren die Gesellschaft und eröffnen neue Perspektiven. In ihrem Buch zeichnet die Autorin Porträts aus dem heutigen Istanbul: von Musikerinnen und Schriftstellern, Filmstars und Malern. Während die meisten Medien die Türkei als nationalistischen und islamistischen Staat beschreiben, gelingt es Sibylle Thelen in überzeugender Weise ein Land im Umbruch darzustellen, in dem vor allem die Kultur Wandel und Öffnung vorantreibt. Viele unser Vorurteile über die Türkei werden erschüttert. So steht zum Beispiel unserem Bild von der unterdrückten Frau die Tatsache gegenüber, dass 25 Prozent aller türkischen Universitätsprofessoren Frauen sind  - im Vergleich zu 13 Prozent in Deutschland.  

Istanbul, Der Bosporus
In ihrem Buch über die "Armenierfrage der Türkei" beteiligt sich Sibylle Thelen an der Erkundung der geschichtlichen Tatsachen. Die offizielle Geschichtsschreibung der Türkischen Republik kennt keinen Völkermord an den Armeniern. Die so genannten Umsiedlungen gelten als unschöne, aber unabwendbare Folge des Ersten Weltkrieges. Was geschah 1915 wirklich? Die Armenierfrage steht heute im Zentrum der Identitätssuche einer demokratisch-pluralistischen Türkei. Beharrlich erkundet ein Teil der Bevölkerung die verdrängte und vergessene Geschichte. Auch Sibylle Thelen geht in ihrem Buch dieser Spurensuche nach. 

Besuch der Ausstellung "Joan Miró - Menschen, Tiere, Konstellationen" in Nürtingen

Termin: Sonntag, 6. Februar 2011. Ort: Kreuzkirche in Nürtingen. Beginn der Führung durch Frau B. Honecker um 14:00 Uhr. Treffzeit um 13:45 Uhr vor der Kirche. Preis / Person für Eintritt und Führung: 10,- €.  Max. Teilnehmerzahl: 20 Personen. Anmeldung an der Rathauspforte in Köngen.
26.1.2011: Die maximale Teilnehmerzahl ist bereits erreicht, eine Anmeldung kann daher nicht mehr entgegengenommen werden.

Die Stadt Nürtingen präsentiert in Zusammenarbeit mit der Galerie ‚Die Treppe, Reudern‘ in der Kreuzkirche Originalgrafiken und Unikate des Malers, Zeichners und Bildhauers Joan Miró (1893 – 1983). Als Vertreter der Klassischen Moderne gehört Miro mit seinen fantasievollen Bildmotiven zu den bedeutendsten und populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mehr als 100 Exponate warten auf die Besucher der Ausstellung. Darunter befinden sich Raritäten wie die erste Radierung des Künstlers aus dem Jahre 1933, die erste Lithographie aus den 30er Jahren oder auch sein erstes Buch. Die grafischen Arbeiten umfassen Mirós Schaffensperiode von 1930 bis 1980.

Der 1893 in Barcelona geborene Maler Joan Miró bekam die Kunst schon in die Wiege gelegt, denn sein Vater war Goldschmied und Uhrmacher. In seiner frühen Phase waren seine Werke, aufbauend auf der katalanischen Volkskunst, von den geradlinigen Stilrichtungen des Fauvismus und des Kubismus geprägt.

Von Anfang bis Mitte der 1920er Jahre vollzog der Künstler, beeinflusst von den in Paris herrschenden Kunstströmungen des Dadaismus und Surrealismus, den grundlegenden Stilwechsel, der ihn von der Gegenständlichkeit wegführte. Ab 1930 entwickelte Miro einen eigenen, von kräftigen Farben und vereinfachenden Formen geprägten, Malstil. In dieser Zeit begann auch sein internationaler Ruhm. Von 1940 bis 1948 lebte er in Spanien und schuf in diese Zeit viele Skulpturen, Grafiken, Keramiken und Wandgemälde.

Heute gilt Joan Miro als einer der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus, einer Kunstrichtung, die es den Künstlern erstmals ermöglichte, sich mit Träumen und Phantasien auseinanderzusetzen. Dies tat der katalanische Künstler in einer farbigen und fröhlichen Art, die es dem Betrachter gestatten, selbst zu träumen. Die magischen Symbole für Mond, Sterne, Vogel, Auge zählen zu den bekanntesten Elementen der Kunst Mirós. Die elementaren Kürzel werden mit einer offensichtlich komischen, aber keinesfalls infantilen Note verbunden. An dieser künstlerischen Form hält er bis zu seinem Tod in Palma de Mallorca im Jahre 1983 fest. Begraben wurde Joan Miró in Barcelona.


Joan Miró: Das Auge des Mondes

© Successió Miró / VG Bild – Kunst, Bonn 2008


Es ist etwas im "Busch" -  Zum Leben und Wirken des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch

Veranstaltung des Geschichts- und Kulturvereins Köngen e.V. im Rahmen der Köngener Kulturtage. Termin: Sonntag, den 23.01.2011. Ort: Zehntscheuer in Köngen (Obere Neue Straße 13. Beginn: 19:00 Uhr. Anmeldung im Rathaus Köngen (Pforte). Eintritt: 8,-- €.

Der Schauspieler Klaus Lerm widmet sich bei dieser Veranstaltung dem Dichter, Satiriker und Zeichner Wilhelm Busch (1832 - 1908). Wer von uns kennt nicht seine berühmte Bildergeschichte „Max und Moritz“, die er 1865 veröffentlichte. Zunächst von der Kritik unbeachtet, erschienen die sieben Streiche dieser Lausbuben bis zu seinem Tod erfolgreich mit mehr als 430.000 verkauften Exemplaren. Dem zurückgezogen lebenden Busch traute man seine satirischen Werke nicht zu. Trotzdem war er einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner seiner Zeit in Deutschland. Mit seinen originellen Bildergeschichten und den kommentierenden lustigen und bissig hintergründigen Versen verspottet er menschliche Eigenarten und greift das Spießbürgertum mit dessen zweifelhafter Moral und Selbstzufriedenheit an. Für die Leserschaft ist er ein Klassiker des deutschen Humors. Mit seinen Bilderfolgen galt er besonders in den USA als „Urvater der Comics“. Alt und Jung können sich auf einen interessanten und unterhaltsamen Abend freuen. Mal sehen, wie uns Klaus Lerm, den man in unserer Region von seinen Rezitationen gut kennt, Wilhelm Busch näher bringt. Die musikalische Begleitung an diesem Abend erfolgt durch die Musikschule Köngen / Wendlingen.

    
Wilhelm Busch
(* 1832, † 1908)

Besuch der Großen Landesausstellung in Stuttgart "Hans Holbein der Ältere: Die Graue Passion"

Termin: Samstag, den 04.12.2010. Ort: Staatsgalerie Stuttgart (Konrad-Adenauer-Str. 30-32). Beginn der Führung um 14:00 Uhr. Treffzeit /Treffpunkt: 13:45 Uhr am Eingang zur Alten Staatsgalerie. Abfahrt vom Rathaus in Köngen 12:45 Uhr (Fahrgemeinschaften). Anmeldung Rathaus Köngen (Pforte). Max 20 Personen. Kosten für die Führung: 14,-- 

Die "Graue Passion" gilt als ein Hauptwerk von Hans Holbein dem Älteren und als eine der ungewöhnlichsten Passionsfolgen der altdeutschen Kunst. Schon der Name des um 1495 entstandenen Zyklus weist auf die farbliche Gestaltung der Bildfolge hin. Ihm kommt innerhalb der europäischen Malerei eine einzigartige Stellung zu. Die Große Landesausstellung zeigt Holbeins Passionsfolge im Kontext themengleicher Tafelbilder und Graphikreihen wichtiger Vorläufer und Zeitgenossen.

Der 1465 in Augsburg geborene Künstler zählt neben Martin Schongauer und Albrecht Dürer zu den bedeutendsten Malern seiner Zeit. Mit seiner Kunst steht Hans Holbein der Ältere zwischen den Schulen und zwischen den Zeiten, am Übergang von der Spätgotik und der Renaissance. Mit seinem idealisierten Christustypus weist der Künstler bereits auf ein Darstellungsideal der Renaissance voraus.
   
    Graue Passion: Dornenkrönung Christi  

Zum 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel (1760 - 1826)
 Literaturabend mit dem Schauspieler Klaus Lerm

Donnerstag, 28. Oktober 2010 im Sitzungssaal der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13). In Zusammenarbeit mit der Ortsbücherei. Eintrittskarten zu € 8,- gibt es an der Abendkasse.

Der evangelische Theologe und Pädagoge Johann Peter Hebel (* 10. Mai 1760 in Basel, † 22. September 1826 in Schwetzingen) war ein Dichter aus dem alemannischen Sprachraum Südbadens. Er gilt als der bedeutendste alemannische Mundartdichter. Bekannt wurde Hebel vor allem durch seine Veröffentlichung "Alemannische Gedichte" und durch zahlreiche Kalendergeschichten.

Die 'Alemannischen Gedichte' Johann Peter Hebels entstanden im Wesentlichen in den Jahren 1800 und 1801. Als sie im Januar 1803 veröffentlicht wurden, war die Resonanz so positiv, dass zwei Neuauflagen gedruckt werden mussten. Auch die Dichter Jean Paul und Johann Wolfgang von Goethe äußerten sich sehr wohlwollend über die Dialektgedichte. Die Natur, die Pflanzen, die Tierwelt und der Jahreslauf sind sowohl Gegenstand als auch Sprachbilder der Gedichte. Als Dichter spricht Hebel mit dem Leser und der Natur, doch auch die Natur spricht zu dem Dichter und Leser. Das Netz der Spinne wird zur Metapher für die Ordnung der Welt. Sonnenschein und Wolken werden Bilder für den Wandel des Lebens. Liebe und Tod, Arbeit und Lebensfreude sind die Themen der Gedichte.

Johann Peter Hebels zweites bekanntes Werk sind seine Kalendergeschichten, die er für den 'Rheinländischen Hausfreund' verfasste. Die Geschichten erzählten Neuigkeiten, kleinere Berichte, Anekdoten, Schwänke, abgewandelte Märchen und ähnliches. Sie dienten der Unterhaltung, ließen den Leser aber auch eine Lehre aus dem Text ziehen. Die Kalendergeschichten Hebels gehören zu den Vorläufern der modernen Kurzgeschichte. Ernst Bloch, Berthold Brecht und Franz Kafka beziehen sich auf sein Kurzprosawerk. Die wohl bekanntesten Kalendergeschichten Hebels sind "Unverhofftes Wiedersehen" und "Kannitverstan". 1811 erschien das "Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes" eine Auswahl aus den Kalendergeschichten. Die Sympathie Hebels gilt den einfachen Menschen in Stadt und Land. Seine bekanntesten Figuren in diesem Sinne sind der Zundelheiner, der Zundelfrieder und der Rote Dieter.

Nach den Kalendergeschichten engagierte sich Johann Peter Hebel sehr beim Entwurf für ein neues biblische Schulbuch. Die biblischen Berichte sollten eine spannende Erzählweise aufweisen. Schließlich erhielt er selbst den Auftrag, ein solches Buch zu verfassen. In fünfjähriger Arbeit entstanden die "Biblischen Geschichten", die 1824 veröffentlicht wurden und bis 1855 Lehrbuch waren.
 
Johann Peter Hebel (1760 - 1826)

Besuch der Ausstellung "Die Staufer und Italien" in Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Termin: Samstag, 16. 10. 2010. 9:10 Uhr ab Bahnhof Wendlingen, Rückkehr ca. 19 Uhr. Preis: 55,- inkl. Bahnfahrt (ICE), Eintritt und Führung. Anmeldung an der Rathauspforte. Anmeldeschluss: Fr., 1.10.2010. Max. Teilnehmerzahl: 20. Treffpunkt: Bhf. Wendlingen 9:00 Uhr. Falls Sie eine Mitfahrgelegenheit nach Wendlingen brauchen, bitte melden bei Frau von Pein, Tel. 07024 - 80767.

Irgendwie bewahrt sich historische Größe. Von Jahrhundert zu Jahrhundert, von Generation zu Generation behaupteten die Staufer als die populärste Herrscherfamilie des deutschen Mittelalters Glanz und Frische. Immer wieder zogen die großen Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI. oder Friedrich II. die Wunschvorstellungen der Menschen auf sich. Vom 12. bis zum 21. Jahrhundert wechselten die Kaiser beständig ihre Rollen im Schauspiel Geschichte. Schon im späten Mittelalter wurden sie als Höhepunkte des römischen Kaisertums gefeiert und ihren Nachfolgern als Vorbild vor Augen gestellt. Das 19. Jahrhundert machte sie zu nationalen Helden, als das deutsche Volk um sein Reich rang. Im zusammenwachsenden Europa entdeckte man die Staufer als Garanten christlicher Werte und ritterlich-höfischer Hochkultur.

1977 feierte das Land Baden-Württemberg in Stuttgart seinen 25. Geburtstag mit einem Rückblick auf die Staufer.  Über 30 Jahre nach dieser großen „Staufer-Ausstellung“ widmen die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim dem bedeutendsten europäischen Herrschergeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts eine große kulturgeschichtliche Ausstellung. Die Staufer und  ihr Herrschaftsgebiet werden in neuer Weise präsentiert.  In enger Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg, der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen wird eine Mittelalter-Schau präsentiert, die sich den innovativen Neuerungen und Entwicklungsschüben der Stauferzeit in drei Regionen, dem Rhein-Main-Neckar-Raum, Oberitalien und dem Königreich Sizilien zuwendet.  Diese drei Landschaften des Stauferreichs gelten als Motoren des technischen Fortschritts  und schufen auf besondere Weise Nachhaltigkeit im historischen Wandel.  Mit bedeutenden, zum Teil erstmals in Deutschland gezeigten, originalen Zeugnissen und Pretiosen wird die Geschichte, Kunst und Kultur des staufischen Zeitalters lebendig gemacht.



Der thronende König (Norditalien, um 1230-1235). The Metropolitan Museum of Art, New York. Zurzeit gehört die Plastik zu den Exponaten der Ausstellung "Die Staufer und Italien" in Mannheim

Zweitagesfahrt in das 'Madonnenländle'

Samstag, 25.09. und Sonntag, 26.09.2010. Reiseführer ist Ernst Steinhart.  Die Kosten betragen 115 € im Doppelzimmer, im Einzelzimmer, so weit vorhanden, 125 €. Im Preis nicht inbegriffen sind Abend- und Mittagessen. Bitte, bringen Sie  für das Picknick am ersten Tag mit, was Sie brauchen, vielleicht auch eine Sitzunterlage. – Den Betrag sollten Sie bitte bei der Anmeldung (Näheres im ›Köngener Anzeiger‹). Anmeldetermine sind am 27. und 29.05. 2010. Bei Fragen für Ihre Anmeldung wenden Sie sich bitte an Frau Wiebke Flaig, Eulenbergstraße 20, 73257 Köngen, Tel. 07024-80687.

Den Namen 'Madonnenländle' hat das Land am Lauf der mittleren und unteren Tauber von den vielen barocken Bildstöcken, die das Bild Mariens tragen. Unsere Fahrt gibt zwei Madonnen aus der Zeit davor die Ehre; sie stehen zueinander – trotz ihrer Unterschiede – sogar  in einem Verhältnis der Zeitgenossenschaft: Tilman Riemenschneiders Marienaltar in der Creglinger Herrgottskapelle und die "Stuppacher Madonna" Matthias Grünewalds.

 

Das Hauptaugenmerk aber soll der Romanik dieser Gegend gelten. Den drei romanischen Oktogonen aus der Blütezeit der Staufer vor allem, -  rätselhaften Bauwerken, über deren Ursprung bis heute noch nichts Abschließendes gesagt werden kann. Kostbare Besonderheiten auch die anderen Bauwerke aus dieser Zeit, die Kunigundenkapelle, die in freier Landschaft steht, der "Frankendom" in Wölchingen, nicht zuletzt das Kloster Bronnbach, das für die gesamte Gegend hohe Bedeutung besaß.


Armenisches Vokalkonzert in Köngen

Mittwoch, 08. September 2010 in der Peter- und Paulskirche. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt frei. Ihre Spende ist für die Künstlerinnen bestimmt. Gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Köngen und des Geschichts- und Kulturvereins Köngen e.V.

Auf dem Programm des LUYS-Quintetts stehen nach einer kurzen Einführung über das Land Armenien liturgische und weltliche Lieder aus der reichen Musiktradition dieses Landes. Insbesondere der liturgische Gesang wird auf allerhöchstem Niveau vorgetragen. Auch Lieder über das Licht, das Liebesleid und das 'Land der Steine' rühren die Herzen.

Für Köngen ist es ein Glücksfall, diese Gruppe bei sich zu haben. Mit der Peter- und Paulskirche steht für dieses Konzert die ideale räumliche Umgebung mit einer guten Akustik zur Verfügung. Wie angesehen das Quintett schon heute international ist, zeigt ihre Teilnahme am diesjährigen Musikfest in Stuttgart, wo ihre Aufführungen - übrigens einen Tag vor ihrem Köngener Auftritt - vom Süddeutschen Rundfunk und vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet werden.

Schon vor zwei Jahren haben mehrere Mitglieder des Geschichts- und Kulturvereins unter der Leitung von Torsten Flaig und Pfarrer Ernst Steinhart eine "Bildungsreise" nach Armenien unternommen. Von dem Land mit seinen Kunstschätzen, grandiosen Landschaften und den liebenswerten Menschen waren sie tief beeindruckt. Ein besonderes Erlebnis war die Begegnung mit dem Vokalensemble LUYS. Begeistert von dem hohen Niveau der fünf jungen Sängerinnen entstand der Wunsch, dieses Ensemble nach Köngen einzuladen. Im Zusammenhang mit dem in Stuttgart stattfindenden Musikfest ist dies nun tatsächlich gelungen. Die Veranstalter glauben fest daran, dass der Funke der Begeisterung auch auf Sie überspringen wird.
                      Das LUYS-Quintett
 

Besuch der Gustav-Kemmner Ausstellung in Unterensingen

Gezeigt wird die Ausstellung im alten Schulhaus, gegenüber der Kirche in der Kirchstrasse 36. Dort treffen sich Mitglieder und Freunde am 13.08.2010 um 16.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.




Die Nachbargemeinde Unterensingen hat den Geschichts- und Kulturverein Köngen zum Besuch des Gustav-Kemmner-Zimmers eingeladen. Herr Günter Kaßberger wird uns durch die umfangreiche Ausstellung führen und uns Leben und Werk des in Unterensingen geborenen (1875 - 1941) Malers führen. Noch besteht neben der Dauerausstellung eine Vielfalt von Bildern mit frühlingshaften, kleinformatigen Ansichten. Heimat war das Motiv von Gustav Kemmner. Landschaften, Wälder und Ansichten der dörflichen Umgebung mit wundervollen Blumengärten werden wir erkennen und unser Herz erfreuen.

Ein Buch über den Künstler mit vielen Ansichten und Beschreibungen zu den Bildern und zum Werdegang des Künstlers gibt einen einzigartigen Einblick und ist für 25,-- € erhältlich.


Selbstbildnis Gustav Kemmner (* 1875, † 1941)
   

Besuch von zwei Ausstellungen über den Wiener Jugendstil in Balingen

Termin: Sonntag, den 11. Juli 2010. Fahrt mit dem Bus, Abfahrt 8:15 Uhr vor dem Rathaus Köngen, Rückkehr ca. 19:00 Uhr. Führung: Frau Honecker. Mittagspause zwischen 2 Führungen ca. 1 Stunde . Preis für Fahrt und zwei Führungen: € 47,00. Anmeldung Rathaus Köngen (Pforte).

Zuerst wird uns Frau Honecker durch die Gustav-Klimt-Ausstellung in der Stadthalle führen. Im Zentrum dieser Ausstellung wird erstmalig in Deutschland die 'originalgetreue reisefähige Kopie' des berühmten Beethovenfrieses aus dem Wiener Secessionsgebäude gezeigt. Dieser 35 m lange Fries von 1902 erzählt vom Leiden der Menschheit und vom Sieg der Künste und der Liebe. Begleitend werden Zeichnungen und Ölgemälde aus allen Schaffensphasen Klimts zu sehen sein, insbesondere jene, die in Beziehung zu diesem Schlüsselwerk stehen.

Nach der Mittagspause führt uns Frau Honecker noch durch die Ausstellung über den Architekten und Designer Josef Hoffmann, der Klimt über 40 Jahre überlebte. Er forderte die Aufhebung der Grenzen zwischen "freier und angewandter Kunst". Die Kunst sollte alle Lebensbereiche durchdringen. So werden in der Ausstellung neben Zeichnungen und Entwürfen auch Möbelstücke, Lampen, Gläser, Porzellan und Schmuckstücke zu sehen sein.


Teil des Beethovenfrieses von Gustav Klimt
 

Besuch der Großen Landesausstellung "Musikkultur in Baden-Württemberg" in Stuttgart

Termin: Samstag, den 12.06.2010. Ort: Fruchtkasten in Stuttgart (Schillerplatz 1). Beginn der Führung um 14:00 Uhr. Abfahrt vom Rathaus in Köngen 12:45 Uhr (Fahrgemeinschaften) bzw. 13:45 Uhr an der Kasse am Fruchtkasten. Anmeldung Rathaus Köngen (Pforte) oder 07024-8007-90. Gemeinsame Veranstaltung mit dem GRINIO-Förderkreis Musiktalente

Vom 16. April bis zum 12. September 2010 machen sowohl das Badische Landesmuseum in Karlsruhe als auch das Württembergische Landesmuseum in Stuttgart durch viele Ausstellungstücke und Musikbeispiele die Musikgeschichte des Landes Baden-Württemberg erlebbar. In beiden Ausstellungen wird ein umfangreicher Überblick über verschiedene Stilrichtungen und Zeitepochen gezeigt. Während die Ausstellung in Karlsruhe die Entwicklung der südwestdeutschen Musikkultur und die zahlreichen Aspekte aktueller Musikpflege beleuchtet, widmet sich das Württembergische Landesmuseum mit seiner großen Sammlung historischer Musikinstrumente im Stuttgarter Fruchtkasten am Schillerplatz vor allem der Wirkung von Musik auf unsere Gefühle.

Unter dem Thema „Freud und Leid in Dur und Moll" geht es bei der Ausstellung in Stuttgart um Glaube, Liebe, Freude, Schwermut, Trauer, Angst und Erschrecken sowie um Gemeinschaftsgefühl. Jedem dieser Gefühle ist eine eigene Abteilung gewidmet. Durch eine entsprechende optische Gestaltung der Räume und durch diverse Klangbeispiele zu allen Stimmungen unternehmen die Zuhörer einen Streifzug durch die Musikgeschichte des Landes. So werden die Pauken und Trompeten einer oberschwäbischen Messe mit dem Liebesgesang eines Minnesängers oder den Hip-Hop-Texten der 'Fantastischen Vier' verglichen. Die akustische Wahrnehmung der über 60 Musikbeispiele wird durch große Klanginstallationen verstärkt. Eine Ausstellung zum Hören und Sehen!
 

Ausflug in das Arboretum bei Grafenberg / Kohlberg

 
Termin: Samstag, den 08.05.2010. Beginn der Führung durch den Revierleiter des Forstamts: 14:00 Uhr. Preis pro Person: € 6.00. Treffpunkt: 13:00 Uhr hinterer Parkplatz am Rathaus Köngen. Teilnehmerzahl: ca. 25 Personen. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung: An der Rathauspforte in Köngen (Bitte geben Sie an, ob Sie eine Mitfahrgelegenheit suchen!). Bitte festes Schuhwerk mitnehmen!

Der besondere Reiz des "alten" (1914 gegründeten) Arboretums liegt zum einen in dem außerordentlich gut zusammengestellten Bestand von 80 fremdländischen Baumarten aus vier Kontinenten, zum anderen in der vielschichtigen Struktur in der die Bäume mit ihren unterschiedlichen Raum- und Lichtansprüchen unter- und miteinander verzahnt sind. 1981 und 1999 wurden Erweiterungsflächen angelegt (neues Nadelbaumarboretum und Laubbaumarboretum). Das Arteninventar umfasst derzeit 105 Nadelbaumarten und 109 Laubbaumarten.

Der Revierförster wird uns in einem 1,5 bis 2 stündigen Spaziergang von der Vielfältigkeit der im Arboretum zu sehenden Bäume berichten. Ein Abstecher zum Floriansberg ist eingeplant.
Ungarische Eiche

Besuch der Stadt Weilheim / Teck (Führung durch die Peterskirche und Stadtführung)

Termin: Samstag, 17.04.2010. Beginn der Kirchenführung: 10:00 Uhr, Beginn der Stadtführung: 14:00 Uhr. Preis pro Person: 10 €. Treffpunkt: 9:15 Uhr hinterer Parkplatz am Rathaus Köngen oder direkt um 9:45 Uhr beim Rathaus Weilheim (dort gibt es eine Tiefgarage). Teilnehmerzahl: ca. 25 Personen. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung: An der Rathauspforte in Köngen (Bitte geben Sie an, ob Sie eine Mitfahrgelegenheit suchen!).

Die Peterskirche in Weilheim wurde 1489 unter Peter von Koblenz, dem Baumeister des württembergischen Grafen Eberhard im Bart, als spätgotische Hallenkirche gebaut. Die an derselben Stelle stehende ältere Kirche, eine romanische Basilika, die im Jahr 1089 von Herzog Bertold II. aus dem Geschlecht der Zähringer gestiftet worden war und als Hauskloster und Grablege dienen sollte, wurde abgerissen. Im Chor der Peterskirche weist ein Bild auf diese Stiftung hin.

  Die Peterskirche in Weilheim / Teck  
       

Einzigartig ist die Innenausstattung der Peterskirche, die im Verlauf von fünf Jahrhunderten immer wieder erweitert und auch verändert wurde. Mehrere Stilepochen werden repräsentiert und auch die Reformation hat ihre Spuren hinterlassen.

Traditionelle Themen im Stil der Spätgotik finden sich bis etwa zum Jahr 1500. Bei dem Einzug eines Gewölbes und dem Einbau der Kanzel, die in dem Bauabschnitt von 1517 bis 1523 erfolgten, ist bereits der Einfluss der Renaissance zu spüren. Zusammen mit der Bemalung, bei der sich sich Strahlen und Blumen des Paradieses mischen, ist das original erhaltene Gewölbe ein Spiegelbild der Volksfrömmigkeit. Schlüsselblumen blühen über dem Himmelstor, Unkraut wuchert über dem Höllenrachen.

Die 1534 von Herzog Ulrich von Württemberg angeordnete Reformation löste in der Weilheimer Peterskirche keinen Bildersturm aus. Erst ab 1556 erfolgte der Abbruch der Altäre.  Während der Umgestaltung zur evangelischen Predigtkirche um das Jahr 1600, bei welcher der Übergang zum frühen Barock deutlich wurde, deutete man die vorhandenen Wandgemälde um und veränderte sie, sofern man es für erforderlich hielt, in Einzelheiten. Bei der Renovierung im Jahr 1601 wurde zum Beispiel die fürbittende Maria durch den prüfend auf die Gemeinde blickenden Kirchenpatron ersetzt. Aus der Prozession der Seligen mit Papst und Kaiser zum Himmeltor wurde ein Kirchgang. Die dramatische Darstellung der Höllenstrafe, bei der auch ein Ketzerpapst und ein tyrannischer Kaiser zur Hölle fuhren, war dagegen nicht anstößig.  Die noch freien Wandflächen nützten die Maler für biblische Bilder, von denen je zwei „typologisch“ aufeinander bezogen sind: Taufe und Sintflut;  Tanz der Salome, der zur Enthauptung Johannes des Täufers führt, und die keusche Susanna; Verklärung und Himmelfahrt Christi.

Seit 1609 wurden wohl die ersten Bilder von regierenden Fürsten  im Chor aufgehängt. Die im Jahr 1795 eingebaute Orgel verbindet die Tradition der süddeutschen Barockorgel mit klassizistischem Zierrat. Herr Kuttler, Mitglied des Geschichts- und Kulturvereins Köngen e.V., wird mit einer kleinen musikalischen Kostprobe diese älteste Barockorgel des Landkreises Esslingen vorstellen.

Das äußere Erscheinungsbild der Peterskirche änderte sich im Laufe der Jahrhunderte nur geringfügig. So erhielt der Turm, der ursprünglich als Wehr- und Wachturm diente und nur über die Zwischengeschosse erreichbar war,  1747 einen äußeren Aufgang und 1767 einen barocken Turmhelm.

Bis 1803 blieb die Peterskirche in der gemeinsamen Verantwortung des katholischen Klosters St. Peter im Schwarzwald und der evangelischen Stadt Weilheim.  Das Kloster St. Peter übte bis zu seiner Aufhebung 1806 die Rechte und Pflichten des Patronats über die Peterskirche und ihre Pfarrstelle aus.


Vortrag: "Die Herzöge von Teck - Herzöge ohne Herzogtum"

Freitag, 12. März 2010. Beginn: 20:00 Uhr. Ort: Rittersaal des Köngener Schlosses im Köngener Schloss. Vortrag von Herrn Dr. Rolf Götz (Weilheim/Teck). Umrahmung der Veranstaltung durch mittelalterliche Musik, dargeboten von einer Lenninger Musikgruppe. Eintritt: 8.-  €

Die Burg Teck mit ihrem Aussichtsturm ist ein weithin sichtbarer und allseits bekannter Markstein, der das Vorland der Schwäbischen Alb prägt. Die Geschichte dieser Burg und seiner Bewohner ist fast in Vergessenheit geraten. Der Redner dieses Abends, der ehemalige Studiendirektor am Kirchheimer Schlossgymnasium Dr. Rolf Götz, zeichnet den Weg der Herzöge von Teck als Abkömmlinge des Adelsgeschlechts der Zähringer von der Zeit des Stauferkaisers Barbarossa († 1190) bis zu ihrem Aussterben im Mannesstamm im Jahre 1439 nach.  In dieser Zeit waren die Herzöge von Teck angesehene Reichsfürsten und Stadtherren Mindelheims in Bayerisch-Schwaben.
       
  Die älteste Ansicht der Burgruine Teck im Skizzenbuch des Tübinger Schlosshauptmanns Nikolaus Ochsenbach (1562 - 1626), entstanden um 1620.

Hauptstaatsarchiv Stuttgart (A 524 U 124)
 
 

1187 legte sich Adalbert I., ein jüngerer Bruder des verstorbenen Herzogs Bertold IV. von Zähringen, den Titel eines Herzogs von Teck zu. Er und seine Nachkommen bauten die am Ende des 11. Jahrhunderts von den Grafen von Nellenburg errichtete Burg Teck aus. Im 13. Jahrhundert war sie ständiger Wohnsitz der Herzogsfamilie. Viele Urkunden der Herzöge von Teck berichten von Verpfändungen und Verkäufen und vermitteln den Eindruck eines ständigen Niedergangs. Wie bei anderen Adelsgeschlechtern trugen Teilungen unter den Söhnen wie auch die Ausstattung der Töchter mit einer standesgemäßen Mitgift zu einer fortschreitenden Verschuldung bei. Konrad II. († 1492) ist der bekannteste Herzog aus dem Hause Teck.  Im Auftrag des 1273 gewählten Königs Rudolf von Habsburg reiste er zusammen mit Bischof Peter von Basel  nach Lyon zu Papst Gregor X.  um die Kaiserkrönung des neuen Königs vorzubereiten. In der 1280er Jahren nahm Konrad an mehreren Hoftagen teil.

Im 14. Jahrhundert ging  die Herrschaft von Teck auf die Grafen  von Württemberg über. Es galt jedoch weiterhin als „Herzogtum“ und Reichslehen. 1439 starb Herzog Ludwig von Teck, vertriebener Patriarch von Aquilea, auf dem Konzil von Basel als letzter männlicher Vertreter der Familie.  In den beiden letzten Generationen der Familie hat sich die Chance für den Aufbau eines Territoriums an anderer Stelle geboten, in Mindelheim in Bayerisch-Schwaben.  In dieser Zeit hat die Familie noch einmal bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht.

Schon 56 Jahre nach dem Aussterben der Herzöge von Teck im Mannesstamm gab es wieder einen Herzog von Teck. Der erste dieser „neuen“ Teckherzöge war der württembergische Graf Eberhard im Bart, der auf dem Reichstag zu Worms im Jahre 1495 zum Herzog des neu geschaffenen Reichslehens Württemberg gekürt worden war. Der neue Herzogtitel fasste über 30 Herrschaften zusammen, die von den Grafen von Württemberg im Laufe von einem Vierteljahrtausend erworben wurden. Dass Eberhard bei der Herzogserhebung auch die Würde eines Herzogs von Teck erhielt, lag daran, das – 1420 erstmals belegt – die von den Grafen im 14. Jahrhundert erworbene Herrschaft von Teck als „Herzogtum“ und als Reichslehen galt. Damit konnte die Herzogserhebung nicht nur politisch, sondern aus der Tradition heraus legitimiert werden, waren doch die Grafen von Württemberg mit der in ihren Besitz gekommenen Herrschaft Teck im Besitz eines „Herzogtums“. Das zukünftige Herzogswappen zeigte fortan in vier Feldern die Wappen von Württemberg (Hirschstange), Teck (Rauten) und Mömpelgard (Fische) sowie die Reichssturmfahne.

Ein Mitglied der herzoglichen Familie wurde Königin von England. Es handelt sich um die als „Queen Mary“ bekannt gewordene Fürstin Mary Victoria von Teck (1867 – 1953), die 1893 George von York heiratete, der 1910 englischer König wurde. Sie ist die Großmutter der jetzigen Königin Elisabeth II.


Besuch der Ausstellung "Marc Chagall - Träume zwischen Himmel und Erde"

Sonntag, 24. Januar 2010 13:00 Uhr. Ort: Kreuzkirche in Nürtingen. Kosten: 10,00 Euro für Eintritt und Führung. Treffpunkt: Rathausparkplatz um 12:15 Uhr. Bildung von Fahrgemeinschaften. Teilnehmerzahl: 25 Personen. Anmeldung an der Rathauspforte.

Marc Chagall war einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. In seiner ganzen Schaffensperiode nahm die Original-Graphik den größten Platz ein. Mit rund 120 Kunstwerken gibt die Ausstellung einen Überblick über Chagalls Schaffensperiode von 1922 bis zu seinem letzten Werk aus dem Jahre 1985. Der Querschnitt aus sieben Jahrzehnten umfasst die Lithographien, Holzschnitte, Radierungen der grafischen Zyklen sowie viele Einzelarbeiten.

Poet, Träumer, Exot – zeit seines Lebens (1887 – 1985) war Marc Chagall die Rolle des Außenseiters und künstlerischen Eigenbrötlers auf den Leib geschrieben. Als Jude, der das alte Bilderverbot souverän missachtete, als Russe, der vertraute Selbstgenügsamkeit überwand, als Sohn einer armen, dafür um so kinderreichen Familie, der sich in der mondänen Eleganz der Kunstsalons etablierte, ist Chagall eine Art Wanderer zwischen den Welten, der seine Botschaft verkündet. 

Die Bilder von Marc Chagall sind wie gemalte Gedichte, die die Seele verzaubern. Seinen Träumen verhaftet zu sein und trotzdem die Wirklichkeit gut zu heißen, war für ihn kein Widerspruch. Er verstand es wie kein anderer, vermeintlich Unvereinbares miteinander in Einklang zu bringen. Tief religiös und heimatverbunden, ist sein Werk der vielleicht eindringlichste Appell an Toleranz und Respekt vor dem Andersartigen, den die Moderne zu leisten imstande war. Sein überaus vielseitiges, phantasievolles Werk, das er in mehr als sechs Jahrzehnten schuf, errang weltweite Anerkennung, auch nach seinem Tod.  

Geführt werden wir von der Kunstexpertin Frau Barbara Honecker.


Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises 2010 an Dr. phil. Gerhard Raff

17. Januar 2010 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13), Beginn: 18:00 Uhr


Nach der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig, den Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier, den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege Prof. Dr. Dieter Planck und die Volkskundlerin Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2010 an den Historiker Dr. phil. Gerhard Raff für seine Verdienste als Chronist, Forscher und Buchautor zu vergeben.

Gerhard Raff ist 1946 im einstmals selbstständigen Stuttgarter Stadtbezirk Degerloch zur Welt gekommen. Er entstammt einer alten Bauern- und Wengertersfamilie. Raff studierte in Tübingen Geschichte und Evangelische Theologie. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, arbeitete er parallel dazu auf dem Bau, bei der Bahn, am Flughafen und als wissenschaftliche Hilfskraft. 1984 promovierte er bei dem Landeshistoriker Hansmartin Decker-Hauff mit einer Arbeit über die Ursprünge des Hauses Württemberg. Zur Finanzierung seiner Dissertation verfasste er für das Stadtarchiv eine "Chronik der Stadt Stuttgart 1954-1960".

Gerhard Raff ist von zahlreichen schwäbischen Eigenschaften geprägt. Dazu gehören Fleiß, Zähigkeit, Disziplin und Verlässlichkeit. Die Verbundenheit mit dem heimatlichen Württemberg ist in jedem seiner Werke zu spüren. Seine Landsleute werden von ihm liebevoll charakterisiert. Bei uns in Württemberg ist der „Brettlesbohrer zu Hause“, sagt Raff, „es ist das Land der Erfinder. Wir haben keine Bodenschätze, Reichtümer oder sonstige Vergünstigungen des Himmels, nur den Grips im Hirn der Landeskinder.“ Was den Grips betrifft, so ist Gerhard Raff besonders damit gesegnet. Dies hat auch der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker nach der Lektüre von Raffs Buch  „Herr, schmeiß Hirn ra!“ erkannt. In einem Gedicht schreibt er: „Der Geist ist rege – reger noch / ist er jedoch – in Degerloch. / Und das beweisen, man ist baff, / der Theo Heuss und Gerhard Raff. / Der Herr schmiss beiden, nicht zu knapp / vom Himmel reichlich Hirn herab …  /.  Zu diesem „schwäbischen Geist“ gehört, so schrieb einmal der schwäbische Dichter Hermann Hesse, „ein Stück Poesie, ein gutes Stück Phantasie und Warmblütigkeit, dazu eine Freude am Einfachen und Stillen. … Es gehört weiter dazu Humor und Kunstsinn und das Wissen um den Reiz und Reichtum der heimatlichen Mundart.“ Gerhard Raff verkörpert diesen schwäbischen Geist.

Seine schwäbischen Geschichten sollen, so beschreibt Gerhard Raff seine schriftstellerische Arbeit in der ihm eigenen Art und Weise, dazu dienen, „seine in die Hände von Räubern und Tagedieben gefallene Heimat vor weiterer Verschandelung und Zerstörung zu bewahren“.

Sein persönliches Leben gestaltet Gerhard Raff sehr bescheiden. Seit Jahren stiftet er die Erlöse seiner Bücher und Vorträge kulturellen Projekten in aller Welt. Auf dem Jakobsweg gründete er eine Pilgerherberge in La Faba. Er gilt als ‚größter Wohltäter‘ des Brandenburger Doms. In Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Markus Wolf sind in halb Europa über 80 Denkmäler und Gedenktafeln entstanden. Die „Schwäbische Zeitung“ sieht in Gerhard Raff einen „Millionenstifter mit Minimaleinkommen“.

Schon 1973 wurde Gerhard Raff von Josef Eberle alias Sebastian Blau, dem Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, gebeten, eine Kolumne in Schwäbisch zu verfassen. Bis heute hat Raff in seiner Kolumne eine bunte Palette landesgeschichtlicher Raritäten in schwäbischer Mundart veröffentlicht: Lebensläufe vergessener Landsleute, Jubiläen, Kalendergeschichten, Denkwürdigkeiten - lauter Kostbarkeiten, die der Erinnerung wert sind. In dem Buch "Herr schmeiß Hirn ra" sind in 36 Kurzgeschichten die Alltäglichkeit und Besonderheiten in einem schwäbischen Leben kritisch und sehr humorvoll beschrieben. Was die Geschichten miteinander verbindet, ist die Empörung über die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Es ist Gerhard Raff gelungen, seine Gesellschaftskritik auf humoristische Weise zu vermitteln. Er wurde mit diesem Buch zum meistgelesenen Dialektautor der Gegenwart. Auch der von Loriot illustrierte Fortsetzungsband "Mehr Hirn!" ist eine Sammlung frisch-fromm-fröhlich-frecher Geschichten, mit denen Raff bewährt witzig-respektlos gegen die Verschandelung seiner Heimat zu Felde zieht. In seinem mit viel Humor gesalzenen Werk "Die Schwäbische Geschichte" verfolgt der erfolgreiche Buchautor das Ziel "dem im Herzen Europas beheimateten Stamm der Schwaben (=Alemannen) als dem intelligentesten, liebenswürdigsten und zugleich bescheidensten unter den Stämmen Germaniens endlich die ihm gebührende Ehre und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“. Dabei hängt er nicht an der Vergangenheit fest, sondern baut immer auch Brücken zur Gegenwart, besonders was das Kommentieren von heutiger Politik angeht.

In seinem bis heute dreibändigen Werk "Hie gut Wirtemberg allewege" ist Gerhard Raff eine umfassende Forschungsarbeit von hoher Qualität zur Genealogie des Hauses Württemberg gelungen. Über 14 Generationen hinweg wird erstmals jedes einzelne Mitglied des Hauses in einer ausführlichen Personenbeschreibung vorgestellt: mit sämtlichen erfassbaren biographischen Angaben, angefangen beim Beinamen bis zur Todesursache und Grabinschrift sowie dem oft wechselnden Urteil der Jahrhunderte. Ein Bildteil mit zahlreichen Erstveröffentlichungen ergänzt dieses durch seine Gründlichkeit in der Historiographie europäischer Herrscherfamilien einzigartige Buch, das schon jetzt als Standardwerk zur württembergischen Geschichte angesehen wird.

Mit Daniel Pfisterer verbindet Gerhard Raff sein kritischer, aber auch einfühlsamer Blick auf seine Umwelt, die Fähigkeit, dem Volk aufs Maul zu schauen und die Offenheit, zu sagen, was gesagt werden muss.

Nachtrag: Herr Dr. Gerhard Raff konnte am Abend der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises durch den Verkauf seiner Bücher 600 Euro erlösen. Diesen Betrag ließ er über das Diakonische Werk den Erdbebenopfern von Haiti zukommen.


Besuch der Großen Landesausstellung "Schätze des Alten Syrien - Die Entdeckung des Königreichs Qatna"

 

Termin: 31. 10. 2009. Beginn der Führung um 15:40 Uhr. Treffpunk: 15:30 Uhr im Schlosshof des Alten Schlosses in Stuttgart.  Anmeldung: An der Rathauspforte. Kosten / Person: 13,-- Euro. Teilnehmerzahl: max. 24 Personen.


Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die einzigartigen Funde aus der über dreitausend Jahre alten Königstadt Qatna, einer antiken Handelsmetropole, die ihre bedeutende Stellung im Vorderen Orient trotz Machtansprüchen von Ägyptern, Hethitern und dem Mitanni-Reich lange Zeit behaupten konnte. Bei den Grabungsarbeiten im heutigen Syrien wurde neben dem Königspalast auch eine nicht ausgeraubte Gruft freigelegt - ein bisher einmaliger Fund in dieser Region. Aufsehen erregende Skulpturen, vielfältiger und reicher Goldschmuck, hochwertige Steingefäße sowie Waffen, förderte das deutsch-italienisch-syrische Forschungsteam seit dem Ende der 1990er Jahre in den Ruinen zutage. Ein großer Teil davon wird in der Ausstellung gezeigt.

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart


"Waschtag bei Schiller, Gärtnerfreuden bei Mörike" - Zwei schwäbische Dichter recht privat.


Vortrag und Lesung von Frau Irmgard Förch. Datum / Beginn: 05.11.2009, 19:30 Uhr. Ort: Bücherei Köngen (Zehntscheuer). Eintritt: 8,00 Euro. Eintrittskarten gibt es in der Bücherei oder unter der Telefon-Nummer 07024-983500. In Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen.


Was verbindet, über die schwäbische Herkunft hinaus, die Dichter Eduard Mörike und Friedrich Schiller? Eduard Mörike (* 1804, 1875) war der Hauptvertreter des Biedermeier, der Epoche zwischen Romantik und Realismus. Seine Novellen und Gedichte zählen zu den berühmtesten der deutschsprachigen Literatur. Friedrich Schiller (* 1759, 1805) gilt heute als der bedeutendste deutsche Dramatiker. Sein Werk umfasst 15 Dramen, große historische politische Schriften sowie zahlreiche Balladen und Gedichte.

 Friedrich von Schiller (* 1759, † 1805)

Eduard Mörike (* 1804, 1875)

Mörike hatte, wie fast jeder Deutsche des 19. Jahrhunderts, ein gutes Verhältnis zu Schiller. Als seine eigene Mutter in Cleversulzbach starb, wo auch Schillers Mutter begraben liegt, entwarf der damals noch als Pfarrer wirkende Dichter eine gemeinsame Grabstätte für beide Mütter. Damit setzte er sich, bewusst oder unbewusst, in ein gleichsam familiär-verwandtschaftliches Verhältnis zu Schiller.

Anlässlich der Enthüllung einer Statue Schillers in Stuttgart im Jahr 1839 schrieb Mörike ein Gedicht. In ihm kommt zum Ausdruck, wie sehr er Schiller verehrte. In der ersten Strophe heißt es: „Dem heiterm Himmel ewger Kunst entstiegen, | Dein Heimatland begrüßest Du, | Und aller Augen, alle Herzen fliegen, | O Herrlicher, Dir zu.“

Irmgard Förch, ehemalige Schauspielerin an mehreren Theatern und Sprecherin beim Süddeutschen Rundfunk, trägt mehrere Gedichte von Mörike und Schiller vor. In ihrem Programm verweist sie auf gemeinsame und gegensätzliche Gewohnheiten dieser beiden großen schwäbischen Dichter. 


Heinrich Schickhardt (1558 - 1635), der geniale Baumeister und Ingenieur der Renaissance


Lichtbilder-Vortrag von Herrn Eckhard Christof, Bad Boll, im Rittersaal des Köngener Schlosses am Donnerstag, den 15.10.2009. Veranstaltet vom Geschichts- und Kulturverein Köngen e. V- in Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt: 8,00 € (Abendkasse).


Der vielseitig begabte Baumeister Heinrich Schickhardt (*1558, 1635) wirkte ein halbes Jahrhundert lang im Herzogtum Württemberg und im Osten Frankreichs als Architekt, Ingenieur und Stadtplaner.  Als württembergischer Landbaumeister entwarf, plante und fertigte er zahlreiche Bauwerke und technische Objekte. Als Stadtplaner entwickelte Schickhardt  neue Stadtteile und mit Freudenstadt  auch eine neue Stadt.  Durch Brand zerstörte Städte, wie zum Beispiel Aich, Oppenau und Vaihingen/Enz  wurden von ihm umgestaltet und neu erbaut. Ein besonderes Verdienst kommt Heinrich Schickhardt als Vermittler italienischer Renaissance-Baukunst zu. Das von ihm in den Jahren 1630 bis 1632 verfasste „Inventarium“  ist das bedeutendste Werkverzeichnis eines deutschen Architekten und Ingenieurs der Renaissance und zugleich eine hervorragende Quelle zur Kunst und Kultur dieser Epoche.

Zu Schickhardts wichtigsten Werken gehören das Rathaus in Belfort, das „Wunderbad“ in Bad Boll, die Kirche St. Martin in Mömpelgard, die Stadtkirchen in Freudenstadt , Göppingen und Backnang sowie das Wasserschloss Neidlingen und das Schloss Löwenstein. In Stuttgart schuf er zwischen 1600 und 1609 den  Vorgängerbau des Neuen Schlosses. Dieser Prachtbau der deutschen Renaissance brannte 1757 ab.  Darüber hinaus baute das württembergische Universalgenie zahlreiche Wohnhäuser, Schulen, Badeanlagen, Brunnen, Brücken und Mühlen.

In Köngen baute Heinrich Schickhardt von 1600 bis 1602 die bis heute erhaltene Ulrichsbrücke über den Neckar. Seine Planzeichnung und seine Handschriften zu dieser Brücke sind noch heute erhalten.

Heinrich Schickhardt (*1558, 1635)

Planzeichnung Schickhardts zum Bau der "Ulrichsbrücke" (1600)

HStAS N 220 T 141 04/e

In der Mitte der Brücke ist ein Obelisk und eine Schranke, der Schlagbaum, zu erkennen. An dieser Stelle sollte der Schlagbaumwärter den Brückenzoll kassieren.

Auch bei der Erweiterung des Köngener Schlosses hat Schickhardt mitgewirkt. Im Auftrag der damaligen Schlossbesitzerin, Maria von Weiler (*  1560, † 1636) lieferte er den Entwurf zum Bau eines Torhauses, durch das der Weg in den Vorhof führte. In seinem "Inventarium" berichtet er außerdem über den Abriss und den Neubau des Pfarrhauses in Köngen. In Esslingen war Schickhardt am Umbau des Alten Rathauses und am Bau des Neckarwehrs an der Pliensaubrücke beteiligt.

1635 wurde Schickhardt ein Opfer des Dreißigjährigen Krieges, als er durch kaiserliche Soldaten nach der Schlacht bei Nördlingen eine Stichwunde durch einen Dolch erhalten hatte, an deren Folgen er am 14. Januar 1635 in Stuttgart verstarb.

Herr Eckhard Christof ist ehrenamtlicher Gemeindearchivar in Bad Boll und hervorragender Kenner von Leben und Werk Heinrich Schickhardts. An der Herausgabe des oben erwähnten "Inventariums" des berühmten Baumeisters hat er wesentlich mitgewirkt. Außerdem ist er Autor und Mitautor zahlreicher Veröffentlichungen über den "schwäbischen Leonardo", wie Schickhardt oft genannt wird. Interessante und lehrreiche Stunden sind an diesem Abend garantiert!  


Besuch der Großen Landesausstellung 'Eiszeit - Kunst und Kultur'


27. September 2009. Kunstgebäude Stuttgart. Beginn der Führung: 10:30 Uhr. Preis für Eintritt und Führung: 16 € pro Person. Teilnehmerzahl: max. 25 Personen. Treffpunkt: Parkplatz hinter dem Rathaus in Köngen, Zeit 9:30 Uhr. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung an der Rathauspforte.


Eiszeiten sind durch extreme Wetterbedingungen und Klimaschwankungen geprägt. Zu Beginn der letzten Eiszeit, die sich zwischen 40.000 und 10.000 Jahren vor unserer Zeit ereignete, kam der anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens sapiens) aus Afrika nach Europa und besiedelte auch den südwestdeutschen Raum.  Aus eben dieser Zeit stammen Funde in Höhlen der Schwäbischen Alb, welche die ältesten Kunstwerke der Menschheit darstellen: aus dem Elfenbein des Mammuts geschnitzte Figuren.  In die Endphase dieser Eiszeit fällt eine weitere zivilisatorische und kulturelle Entwicklung des eiszeitlichen Menschen.

 

 

Aus Mammutelfenbein geschnitzter Höhlenlöwe aus der Vogelherdhöhle im Lonetal.

 

In der Landesaustellung im Stuttgarter Kunstgebäude wird  die Umwelt des Eiszeitmenschen mit ihren klimatischen Verhältnissen sowie mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt lebendig und für den Besucher sinnlich erfahrbar gemacht. Auch wichtige urgeschichtliche Entwicklungen wie das Aufkommen von Kunst und Musik und technologische Innovationen werden verdeutlicht. Die zahlreichen spektakulären Funde, die in den Höhlen von Ach- und Lonetal gemacht wurden, sind Teil der Ausstellung.  Die im September 2008 im Hohle Fels bei Schelklingen entdeckten Fragmente einer Frauenfigur gelten international als Sensation.

Meterhohen Mammutskeletten steht in den Ausstellungsräumen das nur 3,7 cm große geschnitzte Mammut von der Vogelherdhöhle gegenüber.  Jedem der ausgestellten Objekte wurde liebevoll ein hervorgehobener Platz zugedacht. Für Jeden, der sich für die Urgeschichte interessiert, ist der Besuch der Landesausstellung ein absolutes Muss.


Ausstellung des Malers und Bildhauers Markus Wolf im Schloss Köngen (02.-04.10.2009)


Schloss Köngen (Schlosskapelle). Öffnungszeiten der Ausstellung: Freitag, 2.10. von 15 - 19 Uhr, Samstag, 3.10. von 10 - 18 Uhr, Sonntag 4.10. von 10 bis 18 Uhr


Seit 1921 hat sich die 'Meisterwerkstatt für Grabmale, Naturstein und Skulptur Pfeiffer' einen Namen geschaffen, der für Erfahrung und Qualität in der Bildhauerkunst steht. Ihr Inhaber Markus Wolf spezialisierte sich 1994 auf landesgeschichtliche Themen. Seither hat er auf diesem Gebiet viele bedeutende Werke geschaffen.

Der Bildhauer Markus Wolf bei der Arbeit


Die Mahn- und Gedenksteine von Markus Wolf  finden internationale Anerkennung. Beispiele seines umfangreichen Schaffens sind die "Staufer Säule" auf dem Hohenstaufen im Landkreis Göppingen, die Kaiserstele für Friedrich II. in Apulien, der Gedenkstein für den Dichter Albrecht Goes und das Denkmal für Franziska von Hohenheim im Hohenheimer Schlosspark. Leitmotiv für Markus Wolf ist es, "Spuren des Lebens" in Vergangenheit und Gegenwart zu entdecken und sie in seiner künstlerischen Arbeit zeitlos darzustellen. Eigentlich ist Markus Wolf ein Mann der Steine, aber seine heimliche Liebe gilt dem Holz, dessen Wärme und statische Eigenschaften ihn faszinieren. Er ist aber auch Maler: Seit seiner Jugend empfindet der Künstler die Landschaftslinien der Schwäbischen Alb mit ungewöhnlichen Gemälden nach. Eine Auswahl seiner Kunstwerke werden in der Ausstellung präsentiert.


Tagesstudienfahrt zum Kloster Zwiefalten sowie nach Baach, Obermarchtal und Ehingen


12. September 2009, Abfahrt 7:30 Uhr Rathaus Köngen, Rückkehr gegen 19:00 Uhr. Mittagessen im Gasthaus 'Felsen' in Zwiefalten-Baach. Reiseleitung: Herr Pfarrer Ernst Steinhart.  Anmeldung: Rathauspforte Köngen, Tel. 80070. Die Kosten für die Fahrt betragen 30,-- € pro Person. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 30 begrenzt. Also rasch anmelden!


Kloster Zwiefalten

Zahlen im Hintergrund, - zum Voraus- und zum Nachdenken (Pfarrer Steinhart)

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8. September 1089, Abt Wilhelm von Hirsau veranlasst, dass zwölf Benediktinermönche und fünf Laienbrüder den Talgrund besiedeln, der ihnen durch die Grafen Kuno und Luithold von der Achalm zur Verfügung gestellt worden war. Sie geben ihm den Namen: Zwiefalten. Es ist die Zeit des Investiturstreits. Ein Kloster im Grenzgebiet zwischen Welfen und Staufern, später, durch Jahrhunderte hindurch, im Feld der gegensätzlichen Interessen Württembergs und Österreichs. 1750 errang die Abtei die volle Reichsfreiheit. Sie dauerte bis zum 25. November 1802, als Württemberg das Gebiet in Beschlag nahm und am 8. September 1803 schloss. Seit 1812 ist das Münster Pfarrkirche.

Die romanische Kirche von 1109 war noch völlig intakt, als sie um das Jahr 1740 dem barocken Neubau weichen musste. Er - das Werk von Künstlern wie dem Baumeister Johann Michael Fischer, den 'Bildhauern' Johann Michael Feichtmayr und Joseph Christian sowie des Freskanten Franz Joseph Spiegler - wurde am 1. September 1765 geweiht. Seit der Renovation zum 700. Gründungstag leuchtet das Münster wieder in ursprünglicher Frische.

Unterm Krummstab sei gut leben, hieß es damals. Äbtliches Regiment und klösterliche Verwaltung drückten auch, aber nicht so sehr wie die der Grafen und Herzöge. Zeugnis dafür bieten die Kapellen und Kirchen der damals klostereigenen Gemeinden; Beispiele dafür werden wir ansehen.

Und dann Obermarchtal ... In den Ursprüngen älter als Zwiefalten; sein Beginn geht bis ins karolingische 8. / 9. Jahrhundert zurück. Kein Kloster, sondern ein Stift - der Unterschied wird uns beschäftigen. Früher als Zwiefalten erreichte das Prämonstratenserstift den Stand der 'Reichsabtei', früher auch der Neubau der barocken Kirche, - sie wurde 1701 geweiht.

Die zeitliche Verschiebung im Bau der beiden großen Abteien lädt ein zum Vergleich der unterschiedlichen Ausprägungen des Barock. Dass es neben den großen Klosterbauten beachtenswerte Bauten an kleinen Orten gibt ist ein Punkt, der zum Abwägen herausfordert. Eines vorweg: Überall derselbe Anspruch, in höchster künstlerischer Qualität dem Glauben Ausdruck zu geben.


Historischer Rundgang durch Köngen für Kinder


Dienstag, 25. August 2009, Treffpunkt/Treffzeit: Stöffler-Platz (beim Pferd) um 14:00 Uhr, Dauer der Führung: ca. 2 Stunden, Teilnehmer: 20 Kinder ab 8 Jahre. Bitte mitbringen: 2 Euro. Wichtig: geschlossene Schuhe (keine Sandalen), wer hat, eine kleine Taschenlampe


Wir wollen den Kindern das historische Köngen ein bisschen näher bringen. Auf dem Stöffler-Platz gibt es zunächst etwas Geschichte zu Köngen. Dann gehen wir zur Peter- und Paulskirche und besteigen dort den Turm mit seiner berühmten Sauglocke aus dem 15. Jahrhundert.

Die berühmte "Sauglocke". Um 1721 - als der Kirchturm noch fehlte - wurde sie in einem Glockenstuhl auf ebener Erde geläutet.


Weiter gehen wir durch den Pfarrgarten und den Alten Friedhof zur ehemaligen Köngener Mühle. Von dort gehts dann zur Ulrichsbrücke, von der vor fast 500 Jahren Herzog Ulrich von Württemberg angeblich auf seinem Pferd in die Fluten des Neckars gesprungen und so seinen Verfolgern entwischt sein soll. Zurück führt uns der Weg zum Römerkastell, wo Frau Carmen Zeis, die Leiterin des Römermuseums, für uns eine Führung macht. Dann geht's zur Firma Getränke-Weis, wo wir in die tiefen Kellergewölbe hinabsteigen; dort wurde früher das kühlende Eis für den Sommer gelagert. Schließlich kommen wir zum Schloss, wo wir uns den 'Rittersaal' ansehen. Dann gehen wir zum Ausgangspunkt unseres Rundgangs zurück. Dort und auch schon unterwegs warten Überraschungen auf uns.


Tagesfahrt nach Ulm


Samstag, 18. Juli 2009. Bahnfahrt ab Wendlingen 9:10 Uhr, Rückkehr 19:49 Bahnhof Wendlingen (falls keine Änderung im Sommerfahrplan). Die Führung durch einige der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt Ulm übernimmt die Kunstexpertin Frau Barbara Honecker. Anmeldung an der Rathauspforte in Köngen. Teilnehmerzahl: 15 Personen. Die Kosten von 23,-- € pro Person beinhalten Eintritt, Führung und Bahnfahrt ab Wendlingen.


In den letzten Jahren sind rund um das in gotischem Stil erbauten Münster eine Reihe von spektakulären Neubauten entstanden. Man denke nur an den Bau des Stadthauses, dessen Planung und Ausführung durch den amerikanischen Stararchitekten Richard Maier zuvor konträr diskutiert wurde. In jüngster Zeit hat Ulm seine "Stadtautobahn" mit einer außergewöhnlichen Architektur überbaut. Unter der Führung von Frau Barbara Honecker werden wir uns die moderne Architektur des Stadthauses, die neue Stadtbibliothek und die beiden neuen Häuser des Architekten Stefan Braunfels, die im Zusammenhang mit der Überbauung der alten Straße stehen, anschauen.

Stadthaus in Ulm. (Quelle: Globopix)

Das Weishauptmuseum beherbergt die gleichnamige Sammlung Weishaupt mit ihren klassischen und zeitgenössischen Kunstwerken. Dieses Gebäude wurde von dem Architekten Wöhr über einen Glassteg mit dem Ulmer Kunstmuseum verbunden. In diesem Zusammenhang erhielt das Kunstmuseum eine neue Dauerausstellung der Hochschule für Gestaltung mit dem interessanten Titel „Einfach sehen“. Bei unserem Besuch des Kunstmuseums sehen wir uns auch die Ausstellung dieser Hochschule an. Dazu werden wir noch die 'Sammlung Fried' im Ulmer Münster betrachten. Diese Privatsammlung, die der Ulmer Galerist und Mitherausgeber Kurt Fried seiner Heimatstadt vermacht hat, enthält eine Reihe von kleinformatigen, exquisiten Kunstwerken zeitgenössischer Künstler.


Historisches und Numismatisches zum Köngener Schloss und seinen Kaiserbildern im Rittersaal


Freitag, 19. Juni 2009, 19:30 Uhr im Rittersaal des Köngener Schlosses. Der Eintritt ist frei!


Herr Dr. Ulrich Klein, Mitglied des Württembergischen Vereins für Münzkunde und ehemaliger Leiter des Münzkabinetts des Württembergischen Landesmuseums in Stuttgart, hält einen Vortrag über Münzen, die im Zusammenhang mit den im Rittersaal abgebildeten Kaisern stehen. Detlef Rothfuß vom Geschichts- und Kulturverein Köngen berichtet über die wechselvolle Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner.

Münze Thedosius I.  (Quelle: Sammlung Schmidtkonz)


Auf den Spuren des Bildhauers Johann Heinrich von Dannecker in Stuttgart


Sonntag, 17. Mai 2009. Treffpunkt in Köngen: hinterer Rathausparkplatz 13:15 Uhr, Fahrgemeinschaften. Treffpunkt in Stuttgart: Kongresscenter am Hoppenlaufriedhof (Platz der deutschen Einheit) 14:00 Uhr. Führung durch Herrn Maurus Baldermann. Dauer der Führung: 3,5 Stunden. Kosten: 12,-- €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max. 20 Personen.


Johann Heinrich von Dannecker ist einer der bedeutendsten Bildhauer, Zeichner und Keramiker des Klassizismus in Deutschland.

Als sein Jugendfreund Friedrich Schiller 1805 starb, fertigte Dannecker ein lebensgroßes Gipsmodell für eine Schillerbüste an. Die Marmorfassung dieser Büste, entstanden zwischen 1812 und 1814, ist charakteristisch für einen neuen Typus des Idealbildes im 19. Jahrhundert.

Dannecker hat uns viele Meisterwerke hinterlassen. Eines der bedeutendsten ist die Skulptur 'Ariadne auf dem Panther'. Dem 1803 entstandenen Tonmodell folgte 1814 die Fassung in Marmor. Der sensationelle Erfolg dieser Skulptur beruhte auf der Verbindung von erotischer Freizügigkeit und monumentaler Form. Ein moderner Abguss steht in der Rotunde der Neuen Staatsgalerie in Stuttgart.

Johann Heinrich von Dannecker (* 1748, † 1841)

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Heinrich Dannecker wurde am 15. Oktober 1748 als Sohn eines im Dienste des württembergischen Herzogs Carl Eugen stehenden Kutschers in Waldenbuch geboren. Sein künstlerisches Talent wurde schon früh erkannt. Von 1772 bis 1780 erhielt er an der Militärakademie in Stuttgart eine Ausbildung zum Bildhauer. Danach wurde er zum Hofbildhauer ernannt, musste sich allerdings verpflichten, lebenslang für das württembergische Fürstenhaus zu arbeiten. 1790 wurde Dannecker Professor an der Hohen Karlsschule in Stuttgart. In den Jahren 1793 traf er sich häufig mit seinem Jugendfreund Friedrich Schiller. Als sich Johann Wolfgang von Goethe 1797 eine Woche in Stuttgart aufhielt, war er häufig mit Dannecker zusammen. Ein von dem Architekten Thouret am Stuttgarter Schlossplatz erbautes Haus, die 'Danneckerei', wurde von Dannecker als Wohnstätte, Atelier, Kunstschule und Museum genutzt. Als er am 8. Dezember 1841 starb, wurde er auf dem Hoppenlaufriedhof beigesetzt. Dort beginnt unsere 3,5 Stunden dauernde Spurensuche unter der Führung von Herrn Maurus Baldermann durch die Innenstadt Stuttgarts zum Residenzschloss, zur Stifts- und Hospitalkirche bis hin zur Staatsgalerie, die Dannecker eine sehenswerte Ausstellung gewidmet hat.


Besuch der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Esslingen


25.April 2009. Beginn der Führung: 15:00 Uhr. Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 14:15 Uhr. Kosten für Eintritt und Führung: 8,00 €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max. 20 Personen.


In Esslingen findet sich mit der Kirche Mariä Verkündigung die größte griechisch-orthodoxe Kirche Europas außerhalb Griechenlands. Die dreischiffige Basilika wurde 1995 fertig gestellt. Mit ihrer Kreuzform, der zentralen Kuppel und der prachtvollen Innenausstattung folgt die Kirche byzantinischer Bautradition. Die Apsis zeigt die thronende Gottesmutter mit dem Jesuskind, an ihrer Seite die Erzengel Michael und Gabriel. Das Kuppelgemälde zeigt Christus als Pantokrator. Der massive Betonbau wurde kunstvoll verkleidet und in klassisch-orthodoxer Manier ausgemalt.

Griechisch-Orthodoxe Kirche in Esslingen


Besuch des Museums Ritter in Waldenbuch


28. März 2009. Programm: 10:00 Uhr: Firmengeschichte, Schokoladenherstellung (Filmvorführung), 11:15 Uhr: Führung durch die Kunstsammlung. Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:15 Uhr. Kosten für Eintritt und Führung: 7,50 €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max. 20 Personen.


Quadratisch, Praktisch, Gut'. Wer denkt dabei nicht gleich an die quadratische Schokolade, welche die Welt erobert hat. Zunächst erfahren wir etwas zum Firmenkonzept und zu den Herstellungsverfahren für Schokolade. Besonders interessant dürfte der ökologische Standpunkt der Firma Ritter-Sport sein.

Thema der umfangreichen Kunstsammlung im Museum Ritter ist das Quadrat in der neueren und zeitgenössischen Kunst. Dabei werden historische Entwicklungen auf dem Gebiet der geometrischen Abstraktion aufgezeigt und international bedeutende Vertreter dieser Kunstrichtung präsentiert. Die malerischen und plastischen Konzepte, die das Quadrat zum Ausgangspunkt oder Ziel haben, sind ein wesentlicher Bestandteil der Kunstgeschichte der letzten hundert Jahre.  


08.02.2009

An den Veranstaltungen der 'Köngener Kulturtage' beteiligt sich der Geschichts- und Kulturverein mit einem Balladenabend, vorgetragen von dem ehemaligen Schauspieler Klaus Lerm. Die Musikschule Köngen / Wendlingen umrahmt das Programm. Ort: Zehntscheuer Köngen. Beginn der Veranstaltung um 19:00 Uhr.


Reise nach Armenien vom 29.05. - 06.06.2009


Diese Reise mit Studiosus Gruppenreisen GmbH wird unter der fachkundigen Leitung von Pfarrer Ernst Steinhart und des Kunsthistorikers Torsten Flaig durchgeführt. Sie ist fast ausgebucht. Interessierte Personen können sich noch unter der Telefon-Nummer 07024-80687 anmelden. An einem ersten Einführungsabend hat uns Herr Torsten Flaig am 25. September 2008 in einem Dia-Vortrag das faszinierende Land Armenien vorgestellt. Zwei weitere Vorträge schließen sich nun an:

  • Am Dienstag, 20. Januar 2009, 20 Uhr, spricht Herr Torsten Flaig über die Kunst in Armenien.

  • Am Donnerstag, 29. Januar 2009, 20 Uhr, hält Pfarrer Steinhart einen Vortrag mit dem Thema: "Um die Gegenwart zu verstehen - zur Geschichte der Armenier und Armeniens seit 1870".


Besuch der Ausstellung 'Salvador Dali, Graphisches Werk aus fünf Jahrzehnten'


Frau Honecker führt uns am 14. Dezember 2008 durch die Ausstellung in der Kreuzkirche in Nürtingen (Am Schillerplatz). Beginn: 10:00 Uhr. Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:30 Uhr für Fahrgemeinschaften oder 9:45 Uhr vor der Kirche. Kosten: 10,00 €.


Die Ausstellung in der Nürtinger Kreuzkirche stellt das graphische Werk des exzentrischen spanischen Künstlers in den Mittelpunkt.

Salvador Dali (*1904, † 1989), spanischer Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner, Filmemacher und Schauspieler

Foto: Dali-Archiv

 

Salvador Dali war einer der Hauptvertreter des Surrealismus und zählt zu den bekanntesten und kreativsten Malern des 20. Jahrhunderts. Sein persönlicher Stil war die Welt des Unbewussten, die in Träumen erscheint. Die realistisch erscheinenden Traumwelten sind mit einer so großen Liebe zum Detail gemalt, dass sie häufig Fotos gleichzusetzen sind. Schon zu seinen Lebzeiten war Dali ein Mythos, an dessen Aufrechterhaltung er selbst durch seine bizarren Auftritte mitwirkte.

Salvador Dali wurde 1964 von Königin Isabella von Spanien mit dem höchsten Orden des Landes ausgezeichnet. 1982 erfolgte durch König Juan Carlos I. seine Ernennung zum Marquis de Dali y Pubol.


Von Wohltäterinnen und Mäzenen - von antiken Tempelstiftungen, mittelalterlichen Hospitälern und dem Stiftungsboom von heute


Vortrag von Frau Dr. Susanne Dieterich im Rittersaal des Köngener Schlosses am Donnerstag, den 6.11.2008. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt: 8,00 €.


Die uns von mehreren Veranstaltungen bestens bekannte Landeshistorikerin und derzeitige Geschäftsführerin des Initiativkreises Stuttgarter Stiftungen Frau Dr. Susanne Dieterich berichtet vom Leben und Wirken früherer Stifter und Mäzene, vom Zusammenhang zwischen Totenkult und Memoria, Höllenangst und Seelenheil, mittelalterlichen Hospitalstiftungen, Beginenhäusern, der berühmten Augsburger Fuggerei und dem mäzenatischen Wirken des Großbürgertums späterer Jahrhunderte. Wie Frauen "stiften gehen" wird ebenso beleuchtet wie die lebendige Stiftungslandschaft von heute - immer mit einem besonderen Augenmerk auf die Verhältnisse in Württemberg.

Gaius Cilnius Maecenas (* um 70 v. Chr., † 8 v. Chr.), Vertrauter und politischer Berater des römischen Kaisers Augustus, Förderer der Künste. Der Begriff 'Mäzen' wurde von seinem Namen abgeleitet.


Besuch der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg "Matisse: Menschen Masken Modelle"


Frau Honecker führt am 26.10. 2008 durch die Ausstellung in der Neuen Staatsgalerie Stuttgart. Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:30 Uhr (Fahrgemeinschaften). Eintritt und Führung: 15,00 €. Anmeldung: Rathauspforte Köngen.


Die Große Landesausstellung Baden-Württemberg in der Staatsgalerie Stuttgart mit dem Thema „Matisse: Menschen Masken Modelle“ stellt die Porträtkunst des französischen Künstlers in den Mittelpunkt. Zu diesem Thema werden über hundert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafiken aus internationalen Sammlungen gezeigt. Die Ausstellung mit einer repräsentativen Auswahl aus allen Schaffensperioden entstand in Zusammenarbeit mit dem Bucerius Kunst Forum in Hamburg.

Henri Matisse: „Mademoiselle H.D. Frau mit Schleier“ aus dem Jahr 1927

Bild: Succession Henri Matisse, VG Bild-Kunst, Bonn

 

Henri Matisse (* 1869, † 1954), einer der bekanntesten und beliebtesten Vertreter der Moderne, war ständig auf der Suche nach einer Kunst von überzeitlicher Gültigkeit. Hinsichtlich seiner Porträts von Familienangehörigen, Künstlerkollegen, Mäzenen, Sammlern, Modellen und von sich selbst war es ihm wichtig, den wahren Charakter eines Gesichts herauszuarbeiten. Neben der individuellen Charakterisierung zeigen sie zumeist auch eine, an Ikonen erinnernde, Maskenhaftigkeit.


Das Ende der Römerzeit in Köngen und die Spätantike im Spiegel römischer Münzen


Vortrag von Herrn Dieter Widhalm vom Württembergischen Verein für Münzkunde im Römermuseum am Freitag, den 10. Oktober 2008 im Römermuseum Köngen. Beginn: 19:00 Uhr. Eintritt: 6 €.


Um 213 n. Chr. bedrohten erstmals germanische Heerscharen das römische Süddeutschland. Dies veranlasste den römischen Kaiser Caracalla unsere Region zu inspizieren und im heutigen Hessen in einer Schlacht die Germanen zurückzuschlagen. Gut zwanzig Jahre später - die römischen Truppen waren zur Abwehr persischer Bedrohung in den Osten abgezogen worden - nutzten die wieder erstarkten Alamannen die römische Schwäche und fielen raubend und mordend in das blühende Land ein. Ob die Siedlung Grinario (die heutige Gemeinde Köngen) damals auch betroffen war, wissen wir nicht. Um 260 n. Chr. endete nach heutigen Erkenntnissen die römische Herrschaft bei uns. In Lichtbildern ausgewählter römischer Münzen soll diese Zeit und die folgende Epoche der Spätantike dargestellt werden.

Caracalla (*188, †217), römischer Kaiser von 211 bis 217 n. Chr.


Tagesstudienfahrt zum Kloster Zwiefalten sowie nach Baach, Obermarchtal und Ehingen


27. September 2008, Abfahrt 7:30 Uhr Rathaus Köngen, Rückkehr gegen 19:30 Uhr. Mittagessen im Gasthaus 'Felsen' in Zwiefalten-Baach. Reiseleitung: Herr Pfarrer Ernst Steinhart.  Anmeldung: Rathauspforte Köngen, Tel. 80070. Die Kosten betragen 29,-- EUR. pro Person. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 30 begrenzt. Also rasch anmelden!


Kloster Zwiefalten

Zahlen im Hintergrund, - zum Voraus- und zum Nachdenken (Pfarrer Steinhart)

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8. September 1089, Abt Wilhelm von Hirsau veranlasst, dass zwölf Benediktinermönche und fünf Laienbrüder den Talgrund besiedeln, der ihnen durch die Grafen Kuno und Luithold von der Achalm zur Verfügung gestellt worden war. Sie geben ihm den Namen: Zwiefalten. Es ist die Zeit des Investiturstreits. Ein Kloster im Grenzgebiet zwischen Welfen und Staufern, später, durch Jahrhunderte hindurch, im Feld der gegensätzlichen Interessen Württembergs und Österreichs. 1750 errang die Abtei die volle Reichsfreiheit. Sie dauerte bis zum 25. November 1802, als Württemberg das Gebiet in Beschlag nahm und am 8. September 1803 schloss. Seit 1812 ist das Münster Pfarrkirche.

Die romanische Kirche von 1109 war noch völlig intakt, als sie um das Jahr 1740 dem barocken Neubau weichen musste. Er - das Werk von Künstlern wie dem Baumeister Johann Michael Fischer, den 'Bildhauern' Johann Michael Feichtmayr und Joseph Christian sowie des Freskanten Franz Joseph Spiegler - wurde am 1. September 1765 geweiht. Seit der Renovation zum 700. Gründungstag leuchtet das Münster wieder in ursprünglicher Frische.

Unterm Krummstab sei gut leben, hieß es damals. Äbtliches Regiment und klösterliche Verwaltung drückten auch, aber nicht so sehr wie die der Grafen und Herzöge. Zeugnis dafür bieten die Kapellen und Kirchen der damals klostereigenen Gemeinden; Beispiele dafür werden wir ansehen.

Und dann Obermarchtal ... In den Ursprüngen älter als Zwiefalten; sein Beginn geht bis ins karolingische 8. / 9. Jahrhundert zurück. Kein Kloster, sondern ein Stift - der Unterschied wird uns beschäftigen. Früher als Zwiefalten erreichte das Prämonstratenserstift den Stand der 'Reichsabtei', früher auch der Neubau der barocken Kirche, - sie wurde 1701 geweiht.

Die zeitliche Verschiebung im Bau der beiden großen Abteien lädt ein zum Vergleich der unterschiedlichen Ausprägungen des Barock. Dass es neben den großen Klosterbauten beachtenswerte Bauten an kleinen Orten gibt ist ein Punkt, der zum Abwägen herausfordert. Eines vorweg: Überall derselbe Anspruch, in höchster künstlerischer Qualität dem Glauben Ausdruck zu geben.


Einführungsabend zur Studienfahrt nach Armenien


25. September 2008, Katholisches Gemeindehaus in Köngen, Beginn: 19:30 Uhr


In der Zeit vom 29.05. - 06.06.2009 unternehmen wir unter der Leitung von Torsten Flaig und Pfarrer Ernst Steinhart eine Studiosus-Gruppenreise nach Armenien. In einem ersten Einführungsvortrag wird uns Torsten Flaig dieses faszinierende Land in einem Dia-Vortrag vorstellen.

Armenien liegt auf der Grenze zwischen Abendland und Orient. Diese Lage machte das Land Jahrhunderte lang und bis heute zu einem Brennpunkt politischer, wirtschaftlicher, kultureller und religiöser Interessen. Die alten Handelswege der Seidenstraße führten ebenso durch die Gebirge Armeniens wie die geplanten Pipelines, die Gas und Strom nach Europa bringen sollen. Zugleich war das karge Land um den Ararat stets Spielball im Wettstreit der Weltmächte, ob als urarträisches Reich, ob zwischen Römern und Persern, ob zwischen Russen und Osmanen oder ob als demokratische Republik im Blickpunkt europäischer Sicherheitspolitik in unserer Zeit.

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Der Berg Ararat

301 n. Chr. führte Armenien als erstes Land der Welt das Christentum ein. Die Armenier definieren sich bis heute in ihrer Nationalität über ihre autokephale apostolische armenische Kirche. Aus der Frühgeschichte des mächtigen Urartu und der großen christlichen Klostertradition zeugen heute unzählige Kulturgüter ersten Ranges, die teilweise in der Welterbeliste der UNESCO eingetragen wurden. Zugleich beeindruckt die Natur mit ihren majestätischen Hochgebirgen, kargen Felslandschaften, fruchtbaren Flusstälern und kargen Bergseen.

Bei  dem Einführungsabend geben wir auch die Anmeldeunterlagen von Studiosus Gruppenreisen aus.


Besuch der Ausstellung: 'Luxus und Lustbarkeiten des Rokoko - Herzog Carl Eugens Venezianische Messe', Stuttgart Altes Schloss


06. September 2008, Beginn der Führung im Alten Schloss um 14:20, Treffpunkt im Eingangsbereich. Preis / Person: 10 €. Anmeldung: Rathauspforte Köngen, Tel. 07024-80070.


Angeregt durch seine Italienreisen führte Herzog Carl Eugen von Württemberg 1768 die so genannte Venezianische Messe ein. In- und ausländische Händler bewarben sich um die Teilnahme und präsentierten 14 Tage lang Luxusartikel, die über das alltägliche Warensortiment hinaus reichten. Edles Porzellan, schöne Stoffe und venezianische Masken zogen den württembergischen Hof samt Bevölkerung in ihren Bann.

Foto: Veranstalter

Anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der Porzellanmanufaktur Ludwigsburg präsentiert das Landesmuseum Württemberg eine Tafeldekoration aus Porzellan, welche die Venezianische Messe bildlich überliefert. Dabei werden Lebensgefühl und Genussfreude der Gesellschaft am württembergischen Hof in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und, im Gegensatz dazu, das Warenangebot auf dem realen Jahrmarkt deutlich.


Besuch in der Werkstatt des Bildhauers Markus Wolf in Plieningen


29. März 2008, 14:00 Uhr, Bernhäuser Str. 36, 70599 Stuttgart-Plieningen. Treffpunkt: Parkplatz Rathaus Köngen 13:30 Uhr, Fahrgemeinschaften. Preis: 7 €, Anmeldung: Rathauspforte Köngen.


Seit 1921 hat sich die 'Meisterwerkstatt für Grabmale, Naturstein und Skulptur Pfeiffer' einen Namen geschaffen, der für Erfahrung und Qualität in der Bildhauerkunst steht. Ihr Inhaber Markus Wolf hat sich seit 1994 auf landesgeschichtliche Themen spezialisiert und auf diesem Gebiet schon viele bedeutende Werke geschaffen. Seine Mahn- und Gedenksteine finden internationale Anerkennung. Beispiele seines umfangreichen Schaffens sind die "Staufer Säule" auf dem Hohenstaufen im Landkreis Göppingen, die Kaiserstele für Friedrich II. in Apulien, der Gedenkstein für den Dichter Albrecht Goes und das Denkmal für Franziska von Hohenheim im Hohenheimer Schlosspark. Leitmotiv für Markus Wolf ist es, "Spuren des Lebens" in Vergangenheit und Gegenwart zu entdecken und sie in seiner künstlerischen Arbeit zeitlos darzustellen.

Der Bildhauer Markus Wolf bei der Arbeit

Bei unserem Besuch in Plieningen wird uns Markus Wolf Einblick in sein vielseitiges künstlerisches Schaffen geben und in die umfangreichen Bearbeitungsmöglichkeiten verschiedenster Materialien einführen. Begleiten wird uns Herr Maurus Baldermann, selber Steinmetz und uns durch seine interessanten Führungen durch Stuttgarter Friedhöfe gut bekannt.


Besuch des literarischen Marionettentheaters LIMA in Esslingen

TAMINOS TRAUM. Eine Wortoper mit W.A. Mozart und E. Schikaneder

1. März 2008, Aufführungsort: Württembergische Landesbühne, Landolinsgasse 1, Esslingen. Beginn: 20:00 Uhr

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Preis: 14 €, Anmeldung: Rathauspforte, Treffpunkt: Parkplatz Rathaus Köngen 19:00 Uhr, Fahrgemeinschaften. Anmeldeschluss: 8. Februar 2008.


Intimität und Stille einer mittelalterlichen Hauskapelle bilden seit über zwanzig Jahren im kleinsten Theater der Region den Rahmen für die Klassiker des Theaters 'en miniature'. Im Jahr 1984 gründete Wilhelm Preetorius (*1915, † 1996) ein  Marionettentheater, mit dem er viele Jahre seine Sichtweise von Theater und Marionette vermittelte. Dieser Sichtweise fühlt sich das LIMA unter der Leitung von Andreas Weiner noch heute verpflichtet.

Das Schauspiel 'TAMINOS TRAUM' hat Mozarts 'Zauberflöte' zur Grundlage, die sich über Raum und Zeit hinweg zum unsterblichen Mythos in der Opernwelt entwickelte. Die zeitlose Zugkraft dieser Oper ist neben der Schönheit der Musik auch auf ihre idyllische Märchenhaftigkeit und die rätselhafte Symbolik zurückzuführen. Um den oft abstrus anmutenden Text des Librettos der Zauberflöte besser beleuchten zu können, wird in der Inszenierung des 'Theaters 'en miniature' die Tonalität der Worte vor die Musik gestellt.

 

Die Hauptfiguren der von  Andreas Weiner inszenierten Wortoper sind Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder, aus dessen Hand der Text zu Mozarts Oper "Die Zauberflöte" stammt. Der berühmte Komponist findet sich in der Rolle des Tamino und der Theaterdichter in der des Papageno wieder. Gemeinsam müssen sie sich den Herausforderungen stellen, die sie sich selbst ausgedacht haben.

'TAMINOS TRAUM' ist ein Märchen mit Geist und Witz. Lassen auch Sie sich verzaubern!


Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises 2008 an Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger

27. Januar 2008 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13), Beginn: 19:00 Uhr


Nach der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig, den Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier und dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege Prof. Dr. Dieter Planck haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2008 an die Volkskundlerin Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger für ihre Verdienste um die Veröffentlichung der Daniel-Pfisterer-Chronik und für ihre wissenschaftliche Arbeit als Volkskundlerin zu vergeben.

 

 

Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde

Christel Köhle-Hezinger wurde am 7. November 1945 in Esslingen geboren. Nach dem Studium der Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft), Amerikanistik, Germanistik und Landesgeschichte in Tübingen, Bonn und Zürich promovierte sie 1976 in Tübingen. Bis 1987 war sie freiberuflich tätig, hatte Lehraufträge an der Stanford University (USA) und an den Universitäten Tübingen und Stuttgart. 1988 bis 1994 war sie am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen zuständig für Orts- und Regionalforschung (Ländlicher Raum). 1994 folgte sie dem Ruf an die Universität Marburg als Professorin für Europäische Ethnologie und Kulturforschung. Seit 1998 leitet sie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena den Aufbau des Instituts für Volkskunde / Kulturgeschichte. Christel Köhle-Hezinger  ist Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) und seit 2006 auch Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät. Eine große Anzahl von Publikationen, viele ehrenamtliche Funktionen und Beiratstätigkeiten in Museen, Geschichts- und Volkskunde-Institutionen begleiten ihren wissenschaftlichen Weg.

Die Kulturgeschichte, insbesondere die des 18. bis 20. Jahrhunderts, die Industriekultur, Konfession und Frömmigkeit, Pietismus-, Frauen- und Alltagsgeschichte, das Dorf und der ländliche Raum sind die Themen, die Frau Dr. Köhle-Hezinger umfassend und gründlich aufgreift. Als Fachfrau war und ist sie bei vielen Ausstellungs- und Museumsprojekten gefragt. So entwickelte sie 1979/80 bereits eine erste Konzeption für das spätere Freilichtmuseum Beuren.

Zu Daniel Pfisterers Buch "Barockes Welttheater" hat Christel Köhle-Hezinger eine besondere Beziehung, betrieb sie doch - auf Anregung des Köngener Historikers Dr. Gerhard Hergenröder - seit 1986 bis zur Veröffentlichung im Jahre 1996 maßgeblich die Publikation dieses einmaligen Werkes; außerdem ist sie Mitautorin des Begleitbandes. Sowohl der Wissenschaft als auch dem breiten Publikum wurde dadurch erstmals eine neue, außergewöhnliche Quelle zur Volkskunde des Barock, aber auch ein äußerst erbauliches Bilder- und Gedichtbuch erschlossen.

Mit besonderen Vortragsthemen bereichert Frau Dr. Christel Köhle-Hezinger seit Jahren auch die kulturelle Szene in Köngen und Umgebung. Von ihrem Fachwissen und ihrer Art, Geschichte verständlich und spannend darzustellen, sind alle, die sie als Rednerin kennen gelernt haben, begeistert. Kurzum - sie ist eine würdige Trägerin des Daniel-Pfisterer-Preises.

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Anthroposophische Kultur in Köngen

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Vortrag von Herrn Rüdiger Fischer-Dorp im Eurythmiestudio Köngen (Römerstraße 6) am Freitag, den 9.11.2007. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt: 8 €

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Anthroposophie ist die von Rudolf Steiner 1912 begründete, aus der Theosophie hervorgegangene, christlich orientierte Weltanschauung, die den Anspruch auf wissenschaftliche Erforschung der übersinnlichen Welt erhebt. Neben spekulativ-mystischen Elementen sind in der Anthroposophie vor allem Goethes Naturauffassung und die idealistische Geistlehre (Wirklichkeit als stufenweise Selbstoffenbarung des Geistes) eingegangen, aus der auch die Reinkarnation des menschlichen Geistes abgeleitet wird. Die Anthroposophie versucht eine umfassende Deutung aller Natur- und Kulturbereiche sowie eine freiheitliche und ganzheitliche Lösung der politischen und wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart. Sie nahm  Einfluss auf die ganzheitliche Medizin und kreativ therapeutische Verfahren (z. B. Musiktherapie). Von pädagogischer Bedeutung sind die Waldorfschulen und die Waldorfkindergärten.

 

 

Rudolf Steiner (*1861, † 1925), Begründer der Anthroposophie

Herr Rüdiger Fischer-Dorp stellt die Grundlagen der Anthroposophie vor und berichtet, wie  Anhänger dieser Weltanschauung, die in Köngen lebten oder noch leben, das Kulturleben in der Gemeinde mitgestaltet haben bzw. noch mitgestalten. Martha und Emil Kühn, Else Klink und Otto Wiemer, Ilse und Otto Rennefeld haben den von der Anthroposophie ausgehenden Kulturimpuls aufgegriffen und in die Praxis umgesetzt (Pädagogik, Eurythmie, Sprachgestaltung / Schauspiel, Medizin).

Else Klink (* 1907 auf einer kleinen Insel des Bismarck-Archipels, † 1994 in Köngen).

Else Klink hat die Entwicklung der Eurythmie entscheidend mitgeprägt. Aufgrund ihrer Arbeit gelang der Eurythmie der Schritt ins öffentliche Kulturleben.

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Ägyptische Mumien - Unsterblichkeit im Land der Pharaonen

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Besuch der Großen Landesaustellung im Landesmuseum Württemberg (im Alten Schloss in Stuttgart) am Samstag, den 17. 11. 2007. Anmeldung: Rathauspforte Köngen. Beginn der Führung um 15:15 Uhr. Treffpunkt: vor dem Alten Schloss. Kosten für Eintritt und Führung: 12 €.


Die alten Ägypter glaubten an ein Weiterleben der Toten im Jenseits. Die Welt der Verstorbenen glich dem Diesseits, jedoch in einer idealisierten Form. Die Seelen kehrten dabei wieder in ihre Körper zurück. Deshalb war es wichtig, die Überreste der Verstorbenen für das ewige Leben gut zu präparieren.

Ägyptische Mumien

Im Grunde war die Natur Lehrmeister der Ägypter. Der heiße Wüstensand entzog dem Leichnam alle Flüssigkeit und verhinderte die Verwesung. Als sich wohlhabende Leute in einem Sarg beerdigen ließen, mussten Hilfsmittel den Trockeneffekt bringen. Die Kunst dieser Mumifizierung wurde im alten Ägypten nach und nach perfektioniert. Mit Natronsalz trocknete man den Leichnam aus und machte ihn dadurch haltbar. Organe wurden entnommen, gesalbt, in Leinen gewickelt und in speziellen Gefäßen, den Kanopen, beigesetzt. An Stelle der Organe legten die Balsamierer mit Salböl getränktes Leinen, wohlriechende Flechten und Moose sowie Sägespäne und Gewürze. Das Gehirn entfernten die Spezialisten mittels Metallhaken durch die Nase.

Kartonagemasken auf das Gesicht (siehe Abb.), Mumienbandagen bis hin zur dekorativen Kassettenwicklung, körperförmige bemalte Särge und auf die Leinenbinden oder auf Holzbrettchen gemalte Porträts belegen den Wandel der Anschauungen. Die Konservierungstechniken, allzeit abhängig vom Rang des Toten, wurden zuletzt vernachlässigt zugunsten der äußeren Darstellung. Unter christlichem Einfluss wurde die Mumifizierung als heidnisch verboten - nur die Seele, nicht der Leib ist unsterblich. Der Brauch, die Toten zu mumifizieren, endete nach dem 6. Jahrhundert n. Chr..

Die Kunst der Ägypter, einen toten Körper über die Jahrtausende haltbar zu machen, beschert der Wissenschaft heute viele Möglichkeiten, das Leben im alten Ägypten zu rekonstruieren. Nicht nur die kunstvollen Gräber, mit Hieroglyphen beschriftet und voller Beigaben aus dem täglichen Leben, machen den Alltag der Antike anschaulich - auch die toten Körper selbst erzählen, wie sie lebten.

Für die Große Landesausstellung wurden ca. 300 hochkarätige Objekte von renommierten Museen aus dem In- und Ausland zur Verfügung gestellt. Den Grundstock der Sammlung des Württembergischen Landesmuseums stammt von Ernst von Sieglin, einem Stuttgarter Fabrikanten, der um 1900 Ausgrabungen in Ägypten finanzierte.


20.10.2007

In der Reihe Stuttgarter Friedhöfe wird uns Herr Maurus Baldermann in diesem Jahr am 20.10. um 14 Uhr über den Waldfriedhof führen. Der Waldfriedhof ist im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs angelegt worden und wird mit gleicher Konzeption weitergeführt. Auf einer Fläche von 30 Hektar befinden sich heute ca. 20.000 Grabstellen. Viele Prominente fanden auf dem Friedhof die letzte Ruhe, so zum Beispiel die Oberbürgermeister Karl Lautenschlager und Arnulf Klett, Bundespräsident Theodor Heuss und seine Ehefrau Elly Heuss-Knapp, der Fabrikant Robert Bosch, der Kaufhausgründer Eduard Breuninger, der Künstler Adolf Hölzel sowie seine Schüler Oskar Schlemmer und Ida Kerkovius. An den Schauspieler Erich Ponto erinnert ein Gedenkstein, der Bildhauer Otto Hajek schuf sein eigenes Grabmal. Viele weitere Namen bedeutender Menschen werden uns auf der Führung über den Friedhof begegnen.

Anmeldung: Rathaus Köngen (Pforte). Abfahrt in Fahrgemeinschaften um 13 Uhr am Rathaus.


28.09.2007

Um 19:30 Uhr hält Frau Dr. Kathrin Fastnacht im Rittersaal des Schlosses einen Vortrag zum Thema: "Ein Schloss und seine Herrschaften. Zur Identität von Schloss und Dorf Köngen im 19. und 20. Jahrhundert." Frau Dr. Fastnacht erläutert in ihrem Vortrag in erster Linie die Biographien der Schlossbesitzer und Schlossbesitzerinnen. Der Vortrag wird in Verbindung mit der Ortsbücherei veranstaltet. Der Eintritt kostet 8 €.  Da wir mit vielen Zuhörern rechnen, bieten wir Ihnen schon heute die Möglichkeit, unter Tel. 07024 / 80687 eine Eintrittskarte reservieren zu lassen.

15. - 16.09.2007

An diesem Wochenende wir das Köngener Schloss nach langen Restaurationsarbeiten seinen zukünftigen Nutzern übergeben. Für die Öffentlichkeit sind alle Räume des Schlosses zugänglich und zu besichtigen. In der Schlosskapelle präsentiert der Geschichts- und Kulturverein eine Ausstellung zur Schlossgeschichte. Vorstand und Beiräte geben Erklärungen zu Bildern, Tafeln und Schaustücken. Die Öffnungszeiten sind Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr.


Musen - Modelle - Malerlegenden von Renoir bis Warhol

Besuch der Ausstellung im Museum in Rechberghausen am Samstag, den 28.07.2007. Anmeldung Rathauspforte Köngen. Abfahrt: 14:00 Uhr Rathaus Köngen mit einem Bus, Rückkehr: ca. 19:30, Preis: 24,00 Euro inkl. Bus, Eintritt, Führung


Frau Barbara Honecker präsentiert in Rechberghausen eine von Prof. Dr. Roland Doschka konzipierte Kunstschau, die in ihrer Art einmalig ist. "Ein Museum auf Zeit" zeigt die einschneidenden Veränderungen in der Kunst anhand des Leitmotivs "Maler und Modell". Ganz große Namen wie Marc Chagall, Lovis Corinth, Edgar Degas, Otto Dix, Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde, Henri de Toulouse-Lautrec und viele andere Künstler stehen für jeweils ein exemplarisches Werk um den Pluralismus der Malstile im 20. Jahrhundert aufzuzeigen. Die Kunstwerke umfassen die verschiedensten Techniken: Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle, Ölgemälde, fotographische Kunst, Skulpturen. 

Prof. Dr. Roland Doschka

Prof. Dr. Doschka hat mit seinem Wirken und seinem Expertenwissen Menschen in aller Welt begeistert. Durch seine viel gelobten Ausstellungen und die zu jeder Ausstellung eigens verfassten umfangreichen Katalogwerke hat er der Nachwelt ein einmaliges Zeugnis der Kunst im 20. Jahrhundert überliefert. Für seine Verdienste wurde ihm 2006 der europäische Kultur-Projekt-Preis verliehen.


Der Maler Christian Mali (1832 - 1906) - Reisen in Württemberg

Besuch der Ausstellung im Stadtmuseum Esslingen am Samstag, den 21.4.2007. Führung um 15:00 Uhr


Christian Mali ist am 6. Oktober 1832 in Broekhuizen bei Utrecht als zehntes Kind des holländischen Gutsverwalters Peter Hendricus Mali und seiner Frau Friederike Christine, einer Kaufmannstochter aus Weilheim unter Teck, geboren. Nach dem Tod seines Vater 1833 kommt er mit seiner Mutter nach Württemberg. Als er im Alter von 13 Jahren auch seine Mutter verliert, werden er und sein Bruder Jan Cornelis von ihrer Schwester Heinrike Gertrude aufgenommen, die mit dem holländischen Maler und Kunsthändler Pieter Francis Peters (1818 – 1903) verheiratet ist. Von Pieter Francis Peters, dessen Töchter Anna Peters (1843 - 1926) und Pietronella Peters später durch ihre schönen Blumen- und Landschaftsbilder bekannt werden, erhalten die beiden Brüder ihren ersten Malunterricht.

 

 

 

Christian Mali (1832 - 1906), Landschafts- und Tiermaler

 

Bis 1858 ist Christian Mali in Stuttgart als Xylograph (Hersteller von hölzernen Druckplatten für Abbildungen in Katalogen und Fachbüchern) tätig. Daneben malte er vor allem Landschaftsbilder. Bereits mit 20 Jahren verkauft er sein erstes Ölgemälde an den kunstsinnigen König Wilhelm I. von Württemberg. Mit 25 Jahren zieht Christian zu seinem Bruder Jan nach München, um sich weiter als Landschaftsmaler auszubilden. Gefördert wurde er von dem aus Stuttgart gebürtigen Malerkollegen Carl Ebert (1821 - 1885).

Zwischen 1858 und 1867 erzielt Christian Mali mit seinen Ansichten von Dorflandschaften, Städten, Klöstern und Burgen in Alt-Württemberg große Erfolge. Dies liegt vor allem daran, dass das städtische Bürgertum in einer Zeit der beginnenden Industrialisierung die Landschaft als Ort des Rückzugs und der Erholung ansieht. Der Blick des Künstlers Mali wendet sich liebevoll allem zu, was von den gesellschaftlichen Veränderungen überholt zu werden drohte. Eine Italienreise erweckt in Christian Mali das Interesse an Architekturmalerei. In Italien entstand unter anderem 'Der Abend in Verona' (Neue Pinakothek München) und 'Partie aus Venedig'. Seine Werke sind regelmäßig in Stuttgarter Ausstellungen zu sehen, was zum einen an den familiären Beziehungen, zum anderen an dem an Kunst interessierten württembergischen König Wilhelm I. liegt. Zwischen 1863 und 1865 ist Christian Mali in der 1861 von Pieter Francis Peters und dem Maler Hermann Herdtle gegründeten 'Permanenten Ausstellung' mit zehn Werken vertreten. Die Heimat seiner Mutter durchstreift der Künstler während seiner Besuche bei der Familie Peters. Dabei entstehen unter anderem Ansichten von den Dörfern Köngen, Gablenberg, Möhringen, Gaisburg und Mühlhausen. Besonders angezogen fühlt sich Christian Mali von Esslingen, das er 1859 als Reiseziel auswählt. Dort zeichnet er in der warmen Jahreszeit Skizzenblätter, die er im Winter als Vorlage für seine Ölgemälde benutzt.

 

 

 

 

Wegkreuzung bei Köngen, Skizze

In München kommt es 1860 zur ersten Begegnung mit dem auf Tierbilder spezialisierten schwäbischen Landsmann Anton Braith (1836 - 1905), aus der sich eine Lebenspartnerschaft entwickelt. Beide Maler sind Mitglieder der 'Münchener Schule', die mit Pariser Weltausstellung im Jahre 1867 einen großen Aufschwung nimmt, von dem auch die zeitweilig in Köngen lebende Malerin Anna Peters in ihrem künstlerischen Schaffen profitiert. Über Jahrzehnte hinweg sind zahlreiche Besuche der Familie Peters bei Christian Mali und Anton Braith in deren Atelierhaus in München, der so genannten Schwabenburg, bekannt. Auch Gegenbesuche in Stuttgart und Köngen sind durch datierte Skizzen Christian Malis belegt.

Unter dem Einfluss von Anton Braith wendet sich Christian Mali von der Landschaftsmalerei ab und malt fast ausschließlich Tierbilder. Dazu gehören Bilder wie 'Die heimziehende Herde', 'Der verregnete Viehmarkt', 'Schafe bei herannahendem Gewitter' und 'Schafe im Frühjahr'. Beide Künstler werden durch ihre Kunst sehr populär und erhalten auf zahlreichen Ausstellungen Goldmedaillen. Prinzregent Luitpold, ihr Freund und Gönner, verleiht ihnen den bayerischen St.-Michaels-Orden. Vom württembergischen König erhalten sie den Friedrichsorden.

Christian Mali stirbt 1. Oktober 1906 in der Münchener Schwabenburg. Er wird an der Seite des im Januar 1906 verstorbenen Freundes Anton Braith auf dem Biberacher Stadtfriedhof beigesetzt. Beide Künstler haben ihren gesamten künstlerischen Nachlass und einen Großteil ihres großen Vermögens der Stadt Biberach vermacht. Die 'Braith-Mali-Ateliers' sind heute im gleichnamigen Museum in Biberach zu sehen, das die meisten der rund 50 Skizzenbücher, Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde Christian Malis, die im Esslinger Stadtmuseum ausgestellt werden, beigesteuert hat. Die detailgenauen Darstellungen erfreuen heute Liebhaber alter Malerei wie stadtgeschichtlich Interessierte, Bauhistoriker wie Landeskundler.


Ausstellung des Köngener Malers Dietrich Müller anlässlich seines 80. Geburtstags


Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 25. Februar 2007, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen mit Grußwort von Bürgermeister Hans Weil und Würdigung des Lebenswerks von Dietrich Müller durch Bernd Weigel, dem Vorsitzenden des Geschichts- und Kulturvereins Köngen. Für die musikalische Begleitung sorgt der Musiker und Poet Peter Straubinger.

Die Ausstellung ist geöffnet am

Samstag, 24. Februar 2007, 11:00 - 18:00 Uhr

Sonntag, 25. Februar 2007, 11:00 - 18:00 Uhr

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An beiden Tagen bewirtetet die Begegnungsstätte Köngen die Besucher mit Kaffee, Kuchen und Getränken.


Dietrich Müller wurde am 12.10.1926 in Stuttgart geboren und wuchs in Biberach auf. Schon in frühester Jugend wird sein Maltalent entdeckt und er will Kunstlehrer werden. Der Krieg macht ihm einen "Strich durch die Rechnung" und er wird Kaufmann. Seiner Lebensgefährtin Gretel Klenner zuliebe richtet er seinen Lebensmittelpunkt in Köngen ein.

Das Malen ist und bleibt seine Passion. 1963 - 1964 absolviert er einige Semester im Fernstudium an einer Kunstakademie in Paris. Sein Professor attestiert ihm "eine Vitalität im realistischen Malen, die heute sehr rar geworden ist".

Bild von der Ulrichsbrücke (Lavierung)

Köngen und die nähere Umgebung sind ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Skizzen, Aquarelle und Acryl-Bilder. Seine Darstellungen der Vogtei, der Ulrichsbrücke, der alten Mühle, der Peter- und Paulskirche und des nach fast 300 Jahren alten Aufzeichnungen "rekonstruierten" Schlosses begeistern in ihren frischen Farben den Betrachter. Aber auch seine Albmotive, Bilder von Tieren und Blumen sowie von seinen Reisen im Mittelmeerraum, zeigen die außergewöhnliche Schaffensbreite. Seine Skizzenbücher faszinieren immer wieder. Dietrich Müller ist weit über Köngen hinaus bekannt und zeigt seine Werke immer wieder in Ausstellungen.

Acryl

Aquarell

Skizze


Ludwig Uhland - der Dichter unserer Heimat, sein Leben in unruhigen Zeiten

Lesung von Klaus Lerm, musikalisch umrahmt von der Musikschule Köngen/Wendlingen unter der Leitung von Jörg Dobmeier

Veranstaltung im Rahmen der 19. Köngener Kulturtage

Sonntag, 28. Januar 2007, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.- €


Der schwäbische Dichter, Literaturwissenschaftler, Rechtsanwalt und Politiker Ludwig Uhland wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren. Von 1802 bis 1808 studierte er Rechtswissenschaften und Philologie in seiner Heimatstadt. Noch während seiner Studienzeit beschäftigt er sich mit alter deutscher Literatur und Volkspoesie und stellt zusammen mit seinem Freund Justinus Kerner dem 'Morgenblatt für gebildete Stände' ein handgeschriebenes 'Sonntagsblatt für ungebildete Stände' gegenüber.

Ludwig Uhland (1787 - 1862)

"Der Deutsche ehrt in allen Zeiten der Fürsten heiligen Beruf doch liebt er, frei einherzuschreiten und aufrecht, wie ihn Gott erschuf".

Antonius / Interfoto

 

Nach einem Aufenthalt in Paris (1810/11) war er Anwalt und Sekretär im Justizministerium in Stuttgart. Von 1820 bis 1826 war Uhland als Tübinger Abgeordneter im württembergischen Landtag und greift in dieser Funktion aktiv in den Streit über die Landesverfassung ein. Im Jahr 1829 erhält er eine Professur für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Tübingen. Als er 1833 erneut in den Landtag gewählt wird, bittet er König Wilhelm I. vergeblich um eine zeitweise Aufhebung seines Lehramts. Ein Gesuch um Entlassung wird dagegen gewährt. Von 1833 bis 1838 ist er liberaler Abgeordneter im Stuttgarter Parlament. In der unruhigen Zeit der deutschen Revolution 1848/49 hat Uhland einen Sitz in der Frankfurter Nationalversammlung.  1850 zieht er sich als Privatgelehrter nach Tübingen zurück. Als er 1853 auf Betreiben Alexander von Humboldts den preußischen Orden "Pour le mèrite" verliehen bekommen soll, lehnt er ihn mit dem Hinweis auf die Opfer staatlicher Repression ab . Auch den bayerischen "Maximilianorden für Wissenschaft und Kunst" nahm er nicht entgegen. Ludwig Uhland starb am 13. November 1862.

In seinen lyrischen Gedichten gelang es Ludwig Uhland, seiner leidenschaftslosen, kernig-nüchternen Art entsprechend, Stimmungsbilder aus Natur und Menschenleben von Freud und Leid, von Andacht und Wehmut, von Wanderlust und Trennungsschmerz in schlichter und klarer Form zu geben. Viele seiner Gedichte haben das Lebensgefühl der Menschen seiner Zeit besonders deutlich getroffen. Dazu gehören das Frühlingslied "Die linden Lüfte sind erwacht" und das Lied "Ich hatt' einen Kameraden". Letzteres atmet den Geist der verzweifelten politischen Depression, die während der Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen herrschte. In seiner Innigkeit noch gesteigert durch die Melodie Friedrich Silchers, wurde es zum traurigsten und berühmtesten aller deutschen Soldatenlieder. Es kann auch heute noch zu Tränen rühren.

Die Stoffe zu seinen schönen Balladen entnahm Uhland sowohl der deutschen und romanischen Sagenwelt als auch historischen Ereignissen. So ist zum Beispiel die "Schwäbische Kunde" in die Ereignisse der Kreuzzüge eingebunden ("Als Kaiser Rotbart lobesam zum Heil'gen Land gezogen kam ..). Bekannt sind heute noch die Balladen "Des Sängers Fluch" und "Graf Eberhard der Rauschebart".

Ludwig Uhland gehörte politisch zu der Gruppe der Altwürttemberger, die eine Wiederherstellung der ständischen Verfassung und damit jener Rechte anstrebte, die König Friedrich von Württemberg beseitigt hatte. Die neue Verfassung sollte als Vertrag zwischen Fürst und Volk beschlossen werden. In diesem Sinne strebte Uhland an, "das Vertrauen und die Eintracht zwischen Volk und Herren" zur Grundlage des neuen württembergischen Staates zu machen. Im Februar 1816 gelang ihm jenes Gedicht, das nicht nur die Altwürttemberger in ihrem Selbstbewusstsein stärkte:  „Wo je bei altem guten Wein der Württemberger zecht, da soll der erste Trinkspruch sein: Das alte gute Recht!“ So beginnt dieser elfstrophige poetische Trinkspruch, der schnell zum Wahlspruch aller oppositionellen Württemberger avancierte und der so eingängig geraten war, dass er an den politischen Stammtischen des Landes selbst den säuerlichsten Trollinger zu veredeln vermochte. Ein Verfassungsentwurf, den König Wilhelm I. im März 1817 vorlegte, wurde im Landtag abgelehnt. Nach dem Scheitern der Verhandlungen der Stände mit dem König schreibt Uhland in seinem Gedicht "Nachruf": "Ob einer im Palast geboren, in Fürstenwiege sei gewiegt, als Herrscher wird ihm erst geschworen, wenn der Vertrag besiegelt liegt". In einem anderen Gedicht beschreibt er sein dringendes Verlangen nach einem "Recht, das uns Gesetze gibt, die keine Willkür bricht, das offene Gerichte liebt und gültig Urteil spricht". Im Frankfurter Parlament trat er als Vorkämpfer für ein mit einem "Tropfen demokratischen Öles" gesalbtes deutsches Kaisertum auf.

In der Zeit als Professor in Tübingen (1829 -1833) widmete sich Uhland der Erforschung der deutschen und romanischen Sage und Dichtung im Mittelalter. Dieser wissenschaftlichen Betätigung verdanken wir wertvolle Arbeiten wie z.B. ein Essay über "Walther von der Vogelweide" und die Sammlung "Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder".


"Für Gott und Ehemann" - Auf den Spuren württembergischer Missionsbräute

Vortrag von Frau Dr. phil. Dagmar Konrad, Tübingen

Freitag, 12. Januar 2007. 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.- €


Dieser Vortrag ergänzt die Veranstaltung mit Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger über 'Pietismus in Württemberg" vom 10. November 2006 in idealer Weise.

Missionsbräute waren Frauen, die im 19. Jahrhundert einen Missionar heirateten, ohne ihn vorher persönlich zu kennen. Sie stammten zum großen Teil aus Württemberg und der Schweiz. Diese skurril anmutende Heiratspraxis geht auf die Basler Mission zurück, eine der größten protestantischen Missionsgesellschaften des 19. Jahrhunderts, die in Indien, Afrika und China missionierte. Die Missionare mussten ledig ausreisen und durften erst nach zwei Jahren um Heiratserlaubnis bitten. Deshalb wurden ihnen Frauen in die Missionsgebiete nachgeschickt. Spuren, die diese Frauen hinterließen, sind Briefe, Tagebücher und Fotografien. Sie beschreiben ein Stück wenig bekannter württembergischer Frauengeschichte.

Was bewegte diese Frauen ihre Heimat und ihr soziales Umfeld für immer zu verlassen? Wie gestaltete sich das Heiratsprocedere? Wie sah das neue Leben auf der Missionsstation aus? Im Vortrag wird diesen Fragen nachgegangen, das Leben der historischen Frauen mit seinen Problemen und Schwierigkeiten geschildert und die spezielle Heiratsgeschichte einer Württemberger Missionsbraut vorgestellt, die aus Briefen und Tagebüchern - subjektiven Quellen aus Privatbesitz - rekonstruiert wurde.

Frau Dr. Dagmar Konrad studierte Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) und Ethnologie in Tübingen und promovierte bei Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger zum Thema "Missionsbräute - Pietismus des 19. Jahrhunderts in der Basler Mission" (ausgezeichnet mit dem Johannes-Brenz-Preis 2003 und dem Barbara-Künkelin-Preis 2006).

Dagmar Konrad

Missionsbräute - Pietistinnen des 19. Jahrhunderts in der Basler Mission

Waxmann Verlag. Münster / New York / Berlin / München 2001


Pietismus in Württemberg

Vortrag von Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger

Freitag, 10. November 2006, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.-   


In dem Vortrag der bekannten Volkskundlerin Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger werden die Anfänge, die Entwicklung und  Ausbreitung des Pietismus sowie seine Auswirkung auf Land und Leute geschildert. Die religiösen Ziele des Pietismus, das Suchen nach dem persönlichen Gott, das Streben nach einem gottgefälligen Leben mit den Auflagen, ebenso fleißig zu arbeiten wie zu sparen, schufen die Grundlagen für die wirtschaftliche und geistige Entwicklung Alt-Württembergs. Zum Wesen des württembergischen Pietismus gehörte allerdings auch, dass man sich zur Freudlosigkeit fast verpflichtet fühlte. Ausgelassenheit, selbst lautes Lachen war bei vielen Pietisten verpönt. Vieles, was das Meinungsbild eines Großteils der Bevölkerung über den Pietismus geprägt hat, beruht jedoch auf Unwissenheit und Vorurteilen. Licht in dieses Dunkel zu bringen, ist die Aufgabe, die sich Frau Dr. Köhle-Hezinger in ihrem Vortrag gestellt hat.

 

Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde

 

Frau Dr. Köhle-Hezinger ist Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Gleichzeitig ist sie Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät. Ihre zahlreichen Publikationen, wie zum Beispiel über die Alltagsgeschichte, die Kultur im ländlichen Raum und die Rolle der Frauen im Pietismus beweisen ihr großes Fachwissen.


Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises 2006 an Prof. Dr. Dieter Planck

22.01.2006 in der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr


Nach der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig und den Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2006 an den  Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Dr. phil. Dieter Planck, für seine Verdienste zur Erhaltung des römischen Köngen zu vergeben.

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Prof. Dr. Dieter Planck, Leiter des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart

 

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Dieter Planck wurde am 14. August 1944 in Rottenburg am Neckar geboren. Nach dem Studium der Vor- und Frühgeschichte, der Alten Geschichte, der Urgeschichte und der Klassischen Archäologie an den Universitäten Tübingen und München promovierte er 1970 über das römische Rottweil.

Seit 1. September 1970 steht Dieter Planck im Dienste der Landesregierung Baden-Württemberg. Über das Referat Bodendenkmalpflege für den Regierungsbezirk Nordwürttemberg und die Leitung der Abteilung Archäologische Denkmalpflege des Landesdenkmalamts wurde er 1994 Präsident dieser Behörde. Seit der Verwaltungsreform der Landesbehörden am 1. Januar 2005 ist Dieter Planck Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart. Zahlreiche zusätzliche Ämter ergänzen das Wirken Dieter Plancks. Sein Ziel ist stets die Sicherung des kulturellen Erbes Baden-Württembergs auch für die nachfolgenden Generationen. Zwei Beispiele seiner umfangreichen Tätigkeit  wollen wir herausgreifen.

Seit 1988 ist Prof. Dr. Planck Vorsitzender der Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern. Die Gesellschaft hat ca. 3.600 Mitglieder und widmet sich den  Hinterlassenschaften der frühen Bewohner des Landes. Durch Ausstellungsbesuche, Studienfahrten, Vorträge, Tagungen, Kolloquien und Lehrgrabungen sowie aktuelle Informationen werden die Mitglieder über die neuesten Entwicklungen landesarchäologischer Forschung informiert. Darüber hinaus engagiert sich die Gesellschaft bei der Organisation von Ausstellungen.  An den meisten dieser Aktivitäten ist Dieter Planck "vor Ort" beteiligt.

Der Beschluss des Welterbe-Komitees der UNESCO vom 15. Juli 2005 in Durban (Südafrika), den Obergermanisch-Raetischen Limes mit seiner Gesamtlänge von 550 km als Weltkulturerbe anzuerkennen, war für das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und dessen Leiter, Prof. Dr. Dieter Planck, ein außerordentlicher Erfolg. Fünf Jahre Vorbereitungszeit waren in den beteiligten Bundesländern notwendig, bevor ein entsprechender Antrag an das Welterbe-Komitee gestellt werden konnte. So mussten zum Beispiel anhand alter Fundberichte sowie mit Hilfe moderner Untersuchungsmethoden Ausdehnung und Lage der römischen Strukturen im Erdreich bestimmt, beschrieben und kartiert werden. Als Mitte 2003 die neu gegründete Limeskommission die nationale und internationale Koordination des Projekts übernahm, wurde Dieter Planck deren Vorsitzender.

Besonders würdigen wir die großen Verdienste Dieter Plancks um die Erforschung der römischen Vergangenheit Köngens. Als 27-jähriger Archäologe wurde er 1971 vom damaligen Leiter des Staatlichen Amtes für Bodendenkmalpflege Stuttgart, Dr. Zürn, zum ersten Mal nach Köngen entsandt, um auf dem Gelände des ehemaligen römischen Kastells und der ausgedehnten Zivilsiedlung  in einer - denkmalpflegerisch gesehen - verfahrenen Situation, rettend einzugreifen. Ein Großteil der Fläche des Dorfes Grinario, wo Römer und Kelten von 95 bis ca. 260 n. Chr. ihre Spuren hinterlassen hatten, war zum Großteil überbaut und für die Denkmalpflege verloren. Unter der Leitung Dieter Plancks wurden zahlreiche Ausgrabungen vorgenommen und die Funde der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.  Seinem großen Einsatz ist es zu verdanken, dass das Kastellgelände als herausragendes Kulturdenkmal anerkannt und 1974 wegen seiner besonderen geschichtlichen und heimatkundlichen Bedeutung in das Denkmalbuch Baden-Württemberg eingetragen wurde. So konnte das Köngener Römerkastell als einziges Kastell am Neckarlimes vor einer modernen Überbauung gerettet werden.

In den Berichten der Fachpublikation "Fundberichte aus Baden- Württemberg" veröffentlichte Dieter Planck in den 70iger und 80iger Jahren umfangreiche Dokumentationen über seine denkmalpflegerische Tätigkeit in Köngen. Neben den Ausgrabungen in den Jahren 1972, 1977 und  1979 betreute er in diesem Zeitraum zahlreiche Privatsammlungen in Köngen mit römischen Funden. Mit unermüdlichem Engagement erschloss er diese reichhaltigen Bestände aus der Römerzeit für die Forschung. Bis 1993 fanden unter seiner Leitung immer wieder Ausgrabungen innerhalb des Gebiets der Gemeinde Köngen statt.

Prof. Dr. Planck unterstützte maßgeblich die Konzeption des Römermuseums als Teil des neuen Römerparks Köngen. Er hob die Beteiligung des Schwäbischen Albvereins und der Gemeinde Köngen an diesem Projekt hervor. Anlässlich der Eröffnung des Römerparks und des Museums schrieb der damalige Präsident des Landesdenkmalamts: " Die Bildung archäologischer Reservate, wie sie hier vom Schwäbischen Albverein und der Gemeinde Köngen in vorbildlicher Weise geschaffen wurden, sind beispielhafte denkmalpflegerische Maßnahmen. "

Dieter Planck fühlt sich immer mit Köngen verbunden. Nicht zu unterschätzen sind seine Unterstützung und Fürsprache bei der Sanierung des Köngener Schlosses, das ebenso wie der Römerpark zur unverwechselbaren Identität Köngens gehört. Ohne öffentliche Mittel wären weder Römerpark noch Schlosssanierung möglich gewesen. Prof. Dr. Plancks denkmalpflegerische Verdienste für Köngen sind und bleiben in der Gemeinde Köngen unvergessen. In  Würdigung seiner Verdienste um das historische Köngen wird Prof. Dr. Dieter Planck der Daniel-Pfisterer-Preis 2006 verliehen.

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Olga - eine (vergessene) Königin für Württemberg

Vortrag von Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger mit musikalischer Umrahmung, Veranstaltung im Rahmen der Köngener Kulturtage in Zusammenarbeit mit dem Geschichts- und Kulturverein

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Sonntag, 20. März 2005, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 9.-   


Olga Nikolajewna, Großfürstin von Russland, Königin von Württemberg, *30. August 1822 in Sankt Petersburg, † 30. Oktober 1892 in Schloss Friedrichshafen/Bodensee. - Tochter des späteren Zaren Nikolaus I. und seiner Gemahlin Alexandra Feodorowna, geb. Prinzessin Charlotte von Preußen. - Ihr Großvater, der ermordete Zar Paul I., war mit Prinzessin Sophie Dorothee Auguste von Württemberg verheiratet. Mütterlicherseits war sie Enkelin der preußischen Königin Luise.

Bildquelle: Schlösser-Magazin 4/1997

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Der württembergische Kronprinz Karl, geboren 1823,  hatte Olga 1846 in Palermo kennen und lieben gelernt. Nach ihrer Hochzeit noch im selben Jahr in St. Petersburg hielt das Paar am 23. September 1846 unter begeisterter Teilnahme der Bevölkerung seinen feierlichen Einzug in Stuttgart. Olga war nicht nur eine außerordentlich schöne, sondern auch eine selbstsichere, intelligente und politisch ehrgeizige Frau. Bis zur Thronbesteigung im Jahr 1864 wohnten Karl und Olga zurückgezogen in der im Stil der italienischen Spätrenaissance erbauten Villa Berg. Die besondere Liebe des Kronprinzenpaars galt der Architektur, der Musik und der Malerei. 

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Bald nach ihrer Ankunft im Königreich Württemberg engagierte sich Olga auf sozialem Gebiet. Seit 1864 Königin, unterstützte sie die Gründung sozialer Einrichtungen, die teilweise heute noch in Stuttgart bestehen: das "Olga-Kinderhospital" ("Olgäle"), das "Olga-Krankenhaus" und das "Karl-Olga-Krankenhaus". Bestehende soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel für die Betreuung behinderter Menschen, wurden von ihr ausgebaut. Ein besonderes Anliegen war der Königin die Erziehung und Ausbildung der weiblichen Jugend. So übernahm sie beispielsweise 1883 das Protektorat über die "Frauenarbeitsschule des Schwäbischen Frauenvereins"

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Nach der Reichsgründung von 1871, gegen die Olga angekämpft hatte, konnte sie sich, wie auch ihr Mann, nur schwer mit der nun untergeordneten Rolle des Königreichs Württemberg abfinden. Doch während Karl immer mehr resignierte, bewahrte die Königin ihre Tatkraft und erhob ihre Stimme laut und deutlich. Nicht ohne Grund machte gerade ihr Gegenspieler Bismarck ihr das Kompliment: "Die Königin ist der einzige Mann am Stuttgarter Hof".

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Überschattet war das Leben Olgas von ihrer Kinderlosigkeit. Da sie sehr darunter litt, holte sie bereits 1863 mit Billigung Karls ihre damals neunjährige Nichte, Großfürstin Wera Konstantinowa aus Russland, an den württembergischen Hof. 1870 wurde Wera adoptiert. Die letzten Lebensjahre der Königin waren durch einen Skandal und durch schwere Krankheit geprägt. 1888 sorgte die homophile Neigung ihres Ehemannes für Furore. König Karl hatte seinen amerikanischen Freund zum Kammerherrn ernannt, ja sogar in den Adelstand erhoben. Ende November musste sich der König aufgrund öffentlicher Kritik von seinem Freund trennen.

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Im Jahr 1891 starb der König und ein Jahr darauf folgte ihm Olga, "die Königin vom Scheitel bis zur Sohle", wie eine ihrer Hofdamen die Wirkung dieser eindrucksvollen, würdevollen Fürstin auf die Menschen ihrer Umgebung beschrieb. Die Verstorbene wurde neben ihrem Gemahl in der Gruft der Schlosskirche im Alten Schloss in Stuttgart beigesetzt.

Über die Regierungszeit König Karls von Württemberg berichten wir auf einer anderen  Seite.


Ein Aufstand in Württemberg - Der 'Arme Konrad' von 1514

 Vortrag von Herrn Professor Dr. Hans-Martin Maurer, Stuttgart

Freitag, 5. November 2004, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt frei


Ausgehend vom Remstal erschütterte der 'Aufstand des armen Konrad'  für kurze Zeit die hierarchische Ordnung  Württembergs. Erbmarschall Konrad Thumb von Neuburg, Ortsherr von Köngen und Landhofmeister des Herzogtums, war maßgeblich an seiner  Niederschlagung beteiligt. Der Vortrag schildert sowohl die Beweggründe und Zielvorstellungen der Aufständischen als auch den Verlauf der Auseinandersetzung zwischen Obrigkeit und Bevölkerung. - Über den 'Aufstand des Armen Konrad' haben wir eine eigene Internet-Seite erstellt. Wenn Sie daran interessiert sind, klicken Sie bitte  hier!

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Illustration zu einem Reimgedicht über den Armen Konrad. Entstanden im Frühjahr 1514.

Bildnachweis: Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim

 

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Herr Professor Dr. Maurer war Leiter des Hauptstaatsarchivs in Stuttgart, ist Honorarprofessor für Geschichte an der Universität Stuttgart und hat sich intensiv mit der Thematik befasst.

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Wir haben auch einen Grund zum Feiern: am 15. November 2004 jährt sich zum zehnten Mal die Gründung unseres Vereins. Im Anschluss an den Vortrag laden wir zu einem kleinen Empfang ein.


Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises 2004 an Jörg Dobmeier

25.01.2004 in der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr


Nach der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst und an den Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2004 an den weit über die Region hinaus bekannten Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier zu vergeben.

 

Jörg Dobmeier an einem seiner vielen Arbeitsplätze

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Schon in jungen Jahren hat sich Jörg Dobmeier der Musik verschrieben. Als Schüler am Gymnasium in Kirchheim u. Teck komponierte er ein Konzert für Klavier und Orchester, das dann bei der Einweihung eines neuen Schulbaus mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Aufgrund seines überwältigenden musikalischen Talents, seiner Fähigkeit zur Organisation und seiner Bereitschaft, etwas auf die Beine zu stellen, ergaben sich für ihn nach dem Abschluss  seines Studiums der Musik und der Germanistik  in Stuttgart im Februar 1982 fast von selbst neue Aufgabengebiete.

Während seiner Zeit als Referendar am Gymnasium in Wendlingen, war er, so ganz nebenher, auch Assistent im Fach Chorleitung an der Musikhochschule in Stuttgart. Im März 1982 übernahm Jörg Dobmeier die damals noch getrennten Musikschulen in Köngen und in Wendlingen. Die übernommenen Tätigkeiten sollten sich in der Folgezeit noch häufen! Von 1982 bis 1985 war er Leiter des Studentenchors "Kurrende" in Tübingen. Seit 1984 ist er Lehrbeauftragter für Chorleitung und Schlagtechnik an der Musikhochschule in Stuttgart, seit 1985 Dirigent von Chor und Orchester des Oratorienvereins Esslingen.

1993 übernahm Jörg Dobmeier die Leitung der fusionierten Musikschulen von Köngen und Wendlingen. Die Musikschule Köngen/Wendlingen genießt mit seinen heute 1050 Schülern dank seiner Arbeit und der von 35 hervorragenden Lehrkräften einen weit über die Grenzen der Region hinaus reichenden glänzenden Ruf. Wer eines der zahlreichen Konzerte, sowohl auf dem klassischen Sektor als auch auf dem Gebiet der Unterhaltung, besucht hat,  ist restlos begeistert. Im "Podium der junger Künstler' haben sich Solisten für verschiedene Instrumente zusammengefunden,  die eigene Konzerte veranstalten. Der Erfolg der Musikschule lässt sich auch messen: viele der Schülerinnen und Schüler wurden mit nationalen und internationalen Preisen bedacht!

Es ist kaum glaublich, dass bei den vielen Aktivitäten Dobmaiers noch Zeit zum Komponieren blieb und bleibt. Seine Musical-Kompositionen "Die Kiste" (1988 anlässlich der Einweihung der neuen Stadtmitte Wendlingen aufgeführt), "Zeit für Clowns" (1995) und "Der Zaubervogel"(2001) wurden mit großem Erfolg auch außerhalb der Region aufgeführt. Unter der "großen Regie" von Jörg Dobmeier werden den Schülerinnen und Schülern der Musikschule die Organisation und  die Ausstattung der Musicals und anderen abendfüllenden Veranstaltungen weitgehend überlassen. An der Erstellung  von Kostümen und Kulissen wirken auch die Lehrkräfte mit!

Bei Jörg Dobmeier verbindet sich großes musikalisches Talent mit der Fähigkeit zur umsichtigen Konzeption, Koordination und Abwicklung umfangreicher Musikveranstaltungen. Darüber hinaus kann er Kinder und Jugendliche für das Musizieren und das Singen begeistern und Jung und Alt zu erfolgreichen Auftritten vereinen,  überaus schätzenswerte Eigenschaften. Ohne die Unterstützung seiner Gattin Ingeburg, Gesangslehrerin an der Musikschule, wäre ein derartiges Engagement im Dienste der Musik und damit der Kultur gar nicht möglich! Seine Töchter Ulrike und Christine, die bereits ein außergewöhnliches musikalisches Niveau erreicht haben, wirken tatkräftig und spürbarer Freude an den Veranstaltungen der Musikschule mit. Beide wurden schon mit vielen Musikpreisen ausgezeichnet.   

Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V. freut sich, die Leistung von Jörg Dobmaier mit der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises 2004 würdigen zu können. Bereits der Namensgeber für den Preis, der Pfarrer, Maler und Poet Daniel Pfisterer, der von 1699 bis 1728 in Köngen lebte, hat das Wesen der Musik erkannt. In seinem farbenprächtigen Bilder- und Gedichtbuch malt er unter vielem anderen auch einen Pfarrer, der vier Schüler im Gesang unterrichtet. Dazu dichtet er:

"Die Vögel singen schön, schön klingen auch die Saiten, Doch wollt vor allen sich Gott selbst ein Lob bereiten,         Auß deren Kinder Mund, die noch ein reines Hertz        Besitzen ohne falsch, das steiget Himmelwerts."

  Dieses Gedicht ist wohl ganz im Sinne Jörg Dobmeiers!


Archiv der 2002 und 2003 durchgeführten Veranstaltungen


Herzog Ulrich von Württemberg und Hans von Hutten

Politische Folgen eines Mordfalles

Vortrag am Freitag, 31.10.2003, 20:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen

Eintrittskarten zum Preis von 4,50 Euro an der Abendkasse


Der Vortrag befasst sich mit dem Mord Herzog Ulrichs von Württemberg an seinem Stallmeister Hans von Hutten und der Bedeutung dieser Tat für die württembergische Geschichte.

Herzog Ulrich von Württemberg (1487-1550)

Bildquelle: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Vortragender ist Georg-Wilhelm Hanna, M.A. aus Bad Soden-Salmünster, der viele Jahre Leiter der Heimatstelle/Kreisarchivs des Main-Kinzig-Kreises war und nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt studierte. Die wesentlichen Inhalte und die neuesten Erkenntnisse seiner Magisterarbeit trägt Herr Hanna, der seit langem mit der Geschichte der Familie von Hutten beschäftigt, an diesem Abend vor.

Hintergrund des Mordes war eine zwar geleugnete, aber offensichtliche Liebesaffäre des Herzogs mit der Gattin Hans von Huttens, Ursula, der Tochter des Köngener Ortsherrn, Erbmarschall Konrad Thumb von Neuburg. Die Ermordung Hans von Huttens sorgte, zusammen mit anderen Ereignissen, für größte politische Unruhen. Der Humanist und Dichter Ulrich von Hutten, ein Verwandter des Ermordeten, brandmarkte die Schandtat des Herzogs in Flugschriften im ganzen Reich. Der Leichnam Hans von Huttens ruhte vier Jahre in der Köngener Peter- und Paulskirche, bis er schließlich in seine Heimat überführt wurde.

Die über 200 Seite starke und sehr lesenswerte Magisterarbeit mit umfangreichem Quellenverzeichnis, Abbildungen, Stamm- und Zeittafeln sowie Quellenanhang wird vom Geschichts- und Kulturverein als Broschüre herausgegeben und an diesem Abend zum Verkauf angeboten (Kaufpreis € 16,--).

An dieser Stelle möchten wir auf unsere eigenen Beschreibungen des oben genannten Themas auf den vorliegenden Internetseiten hinweisen. Einen Überblick über die Regierungszeit Ulrichs von Württemberg können Sie auf den Seiten 'Schwaben 1400 - 1520' und 'Württemberg 1520 - 1618' gewinnen.  Auch ein aus verschiedenen Quellen zusammen getragener Bericht über den 'Mord im Böblinger Wald' befindet sich unseren diesen Seiten.


August Macke und die Rheinischen Expressionisten

in Verbindung mit der Volkshochschule Köngen

16.3.03,  11:00 - 12:00 Uhr, Treffpunkt im Eingangsbereich der Kunsthalle Tübingen (1/4 Stunde vorher)

Anmeldung unter Telefon 07024 / 468248 (Frau Dörr)


Die Kunsthalle Tübingen zeigt rund 170 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von August Macke (1887 - 1914) und anderen Rheinischen Expressionisten.

Im Rheinland hatte sich um 1909 eine eigenständige Variante des Expressionismus herausgebildet, dessen Nähe zu dem französischen Malstil dieser Zeit nicht zu übersehen ist. August Macke war es im Sommer 1913 gelungen, die Künstler und Künstlerinnen der rheinischen Moderne zusammenzuführen und  zu einer gemeinsamen Ausstellung in Bonn zu bewegen. Ein großer Teil dieser legendären "Ausstellung Rheinischer Expressionisten" kann in der Kunsthalle Tübingen betrachtet werden. 

August Macke (1887 - 1914)

Selbstbildnis, 1906

August Macke war ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten malerischen Ausdrucks. Auf seinen vielen Reisen suchte er die Begegnung mit anderen Malern. Im Alter von zwanzig Jahren lernte er den französischen Maler Henri Matisse kennen. Besonders beeindruckt war er von dessen Fähigkeit, den Raum nicht durch Perspektive, sondern durch farbige Kontraste harmonisch zu gestalten. Bilder und Zeichnungen von Franz Marc, mit dem er freundschaftlich verbunden war, gaben ihm weitere Impulse für sein eigenes Werk. Auch die Bilder von Paul Cézanne mit den klar abgegrenzten Farbflächen bestimmten seinen künstlerischen Weg.

August Macke schildert das Dasein in einer nahezu paradiesischen Heiterkeit und Leichtigkeit. Im Jahr 1912 lernt August Macke in Paris den mit ihm wesensverwandten Maler Robert Delaunay kennen. Durch diese Begegnung findet er zu strahlend-leuchtenden Farben, die er auf seine Stillleben, Figurenbildungen und Landschaften übertrug.  

Im Herbst 1913 siedelte Macke mit seiner Familie in die Schweiz über. Innerhalb von acht Monaten entstanden dort zahlreiche Bilder, in denen die Eindrücke und Anregungen vieler Künstler in seinen eigenen unverwechselbaren Stil eingingen. Im Gegensatz zu Franz Marc, der den Menschen aus seiner Bilderwelt ausschaltete, blieb August Macke in Verbindung mit Natur und Mensch. Menschen und Dinge sind von weichen Umrissen umzogen und immer ist es die Farbe, die den Aufbau des Bildes bestimmt. Auf seiner zweiwöchigen Reise nach Tunis im April 1914, die er zusammen mit Paul Klee und Louis Moilliet unternahm, erreichte er nochmals eine Steigerung seiner Ausdruckskunst. In den Tagen fast rauschhaften Malens entstanden Aquarelle, die jene "Seligkeit der Farben" ausstrahlen, die August Macke immer gesucht hatte.

August Macke

Kinder im Garten, 1912

 

Ende Juli 1914 begann August Macke sein letztes Bild, die große Komposition einer Straße mit vielen Menschen in der Dämmerung. Statt blühender Farben verwendet er Grau, Fahlrosa und Schwarz. Er nannte es "Abschied". Am 26. September 1914 fiel er, nur einen Monat nach Kriegsausbruch,  im Alter von 27 Jahren in der Champagne. In den wenigen Lebensjahren, die ihm vergönnt waren, hat er ein künstlerisch in sich geschlossenes Werk von unvergleichlicher Dichte und Intensität geschaffen.


200 Jahre Wilhelm Hauff

Lichtenstein - sein historischer Roman und eine wieder entdeckte Oper

Samstag, 25.01.2003, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen

Eintrittskarten zum Preis von 8 Euro  / 6 Euro für Schüler / Studenten sind an der Pforte des Köngener Rathauses, in der Ortsbücherei oder an der Abendkasse zu erhalten.


An diesem Abend dreht sich alles um Wilhelm Hauff, der am 29.11.2002 zweihundert Jahre alt geworden wäre. Ferdinand Schaller, Vorsitzender des Vereins 'Geschichtsstube Wernau', berichtet über das Leben, das Gesamtwerk und die Bedeutung dieses großen schwäbischen Dichters der Spätromantik. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht Hauffs historischer Roman 'Lichtenstein'. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung ist die Wiedergabe von Ouvertüre und Arien der im Jahr 1846 am Stuttgarter Hoftheater uraufgeführten gleichnamigen Oper des Komponisten Peter von Lindpaintner. Dieser musikalische Teil wird von Jörg Dobmeier und der vom ihm geleiteten 'Musikschule Köngen / Wendlingen' durchgeführt. In einer kleinen Ausstellung werden sehenswerte Exemplare der insgesamt über 150 unterschiedlichen Ausgaben des Romans 'Lichtenstein' gezeigt. Das Fazit (in Anlehnung an einen bekannten Liedertext):  Kommet zu Hauff!

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Wilhelm Hauff  (1802 - 1827)

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Seine Märchen erfreuen bis heute Kinderherzen, doch Wilhelm Hauff ist nicht nur der Vater von "Zwerg Nase", "Kalif Storch" und "Das Kalte Herz", sondern auch der Verfasser von lesenswerten Gedichten, Erzählungen und Romanen. 

In seinen Erzählungen verbindet Hauff romantisch-phantastische Elemente mit realistischen und und zeitkritischen (z.B. "Jud Süß") sowie satirischen Zügen (z.B. "Der Mann im Mond"). Er erzählt vom Teufel und vom Orient, vom Wert des Träumens, vom Gespenstischen, aber auch vom Zauberhaften im Leben. Nie machte Wilhelm Hauff ein Hehl daraus, dass er, um wirtschaftlich  überleben zu können, auch literarischen Moden und dem Zeitgeschmack folgte. Dazu gehörte auch der historische Roman, zu dem er sich durch den erfolgreichen englischen Schriftsteller Walter Scott inspirieren ließ. 

Wilhelm Hauff erzielte seinen größten literarischen Erfolg mit seinem 1826 erschienenen historischen Roman 'Lichtenstein'. Meisterhaft und spannend erzählt er in diesem Buch ein Stück deutscher Geschichte. Der Roman führt in eine Zeit, als in Württemberg der unduldsame und verschwenderische Herzog Ulrich regierte. Habgierig darauf bedacht, sich neue Finanzquellen zu erschließen, versuchte er im Jahr 1519 die wohlhabende Reichsstadt Reutlingen zu unterwerfen. Für den 'Schwäbischen Städtebund' war dies der Anlass, sich des rabiaten Herzogs zu entledigen. Hauff schildert in dem Roman 'Lichtenstein' den Kampf Herzog Ulrichs gegen die Truppen dieses Bundes. Eingeflochten in diese Geschichtsdarstellung hat Wilhelm Hauff eine  phantasiereiche Erzählung, in welcher der Herzog, von Feinden umringt, mit seinem Pferd von der Köngener Brücke in die Fluten des Neckars springt und entkommt. Mit Erscheinen des Romans 'Lichtenstein'  bekam  die von Heinrich Schickhardt in den Jahren 1600 bis 1603 erbaute Brücke den Namen 'Ulrichsbrücke'.

Der Roman 'Lichtenstein' wurde in ganz Deutschland mit großer Begeisterung aufgenommen. Herzog Wilhelm von Urach wurde sogar dazu inspiriert, 1840/41 hoch über dem Tal der Echaz am Rande der Schwäbischen Alb nach den Beschreibungen Hauffs die romantische Ritterburg 'Schloss Lichtenstein' erbauen zu lassen. 

Schloß Lichtenstein

Schloss Lichtenstein

Hauff selbst hat die Burg, die bis heute ein beliebtes Touristenziel ist, nie gesehen, denn er starb, noch keine fünfundzwanzig Jahre alt und wenige Monate nach seiner Heirat, im Jahr 1827 an einer 'Influenza'. Einem Freunde hinterließ er den Satz "Freund, die Tage werden gewogen, nicht gezählt!". Seine Zeitgenossen lobten ihn als "wahres Genie", und beklagten seinen Tod als "reichen Frühling, dem kein Herbst gegeben". Gottfried Keller (1819 - 1890) schreibt etwas später: "Hauff scheint mir ein wahres Genie, ein Dichter zu sein. Er hat jenen einfachen, naiven Stil, der an Goethe so hinreißt".

Es ist kaum vorstellbar, was Wilhelm Hauff während seiner kurzen Lebenszeit geleistet hat.  Als Gustav Schwab drei Jahre nach Hauffs Tod begann, dessen 'Sämtliche Schriften' herauszugeben, benötigte er 36 Bände.


Besuch der Ausstellung 'Edouard Manet und die Impressionisten' in der Staatsgalerie Stuttgart

in Verbindung mit der Volkshochschule Köngen

13.10.02, 10:30 - 11:30 Uhr und 24.11.02,  10:45 - 11:45 Uhr, Treffpunkt im Eingangsbereich der Staatsgalerie (1/4 Stunde vorher)


Edouard Manet (1832 - 1883) gilt als einer der bedeutendsten Erneuerer der Malerei und als Wegbereiter des Impressionismus. Die erste umfassende Manet-Ausstellung in Deutschland bietet einen Überblick über das facettenreiche Werk dieses französischen Künstlers. Daneben werden auch Bilder anderer namhafter Vertreter der neuen Malschule - Monet, Renoir, Degas, Morisot, Sisley, Pissarro, Caillebotte - gezeigt.

Edouard Manet (1832 - 1883)

In den sechziger und siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts sorgte die revolutionär skizzenhafte Malweise Manets für öffentliches Aufsehen, stellte sie doch eine offenkundige Auseinandersetzung mit der Maltradition dar. Mit seiner neuen, freieren Malweise wurde er zum Vorbild der jungen Künstlergeneration. Die akademische Strenge der Komposition eines Bildes im Atelier wurde zugunsten der unmittelbaren Studie vor dem Motiv aufgegeben. Damit änderte sich auch der Gegenstand der Bilder: Statt der Darstellung von Vergangenheitssehnsucht und Mythos wandte man sich der absoluten Gegenwart zu, irgendeinem Ausschnitt aus der geschauten Natur. Auf nachvollziehbare Gedankengänge wird weitgehend verzichtet - es wird nur das gerade Gesehene gemalt. Die Motive werden aus allen Lebensbereichen herausgegriffen. Da die Impressionisten meist aus dem gehobenen Bürgerstand stammten, interessierten sie sich wenig oder gar nicht für die politischen, sozialen und kirchlichen Probleme der damaligen Zeit. 

Der Mensch in der Landschaft ist ein Thema, um das sich alle großen Maler immer wieder mühen. Im Jahr 1863 stellt Manet das Bild "Frühstück im Freien" aus, zu dem ihn Raffaels "Urteil des Paris" angeregt hat. Aus den mythologischen Gestalten machte er jedoch Menschen seiner Zeit. Statt einer Göttin malt Manet ein Pariser Mädchen, nackt in der Gesellschaft von zwei modisch gekleideten Männern. Umgeben sind die Figuren von einer Waldkulisse. - Der Skandal war nahezu perfekt, die Urteile waren vernichtend. Manet malt auf seine Art weiter.

Mit den meisten der jüngeren Künstler war er eng befreundet.  In seiner ersten Schaffensphase malte Manet in überwiegend dunklen Tönen mit starken Kontrasten. 

Den stilistischen Wendepunkt kennzeichnet das Jahr 1874, als Manet in enger Zusammenarbeit mit Monet und Renoir in Argenteuil seine Freilichtporträts malte. Das Licht, der wechselnde Eindruck des Geschauten im Wechsel der atmosphärischen Stimmung wird nun zum eigentlichen Thema der Malerei. Der reine Eindruck wird mit sensiblen, flüchtig tupfenden oder strichelnden Pinselstrichen eingefangen. Die erste Impression bzw. das die Figuren umhüllende Licht wird ins Zentrum gestellt. Die Konzentration auf die Lichtwirkung führte dazu, dass die Impressionisten die Umrissformen der Objekte gezielt verwischten. Auch die Farbigkeit der Schatten werden herausgestellt.

 

Edouard Manet: "Die Familie Monet im Garten in Argenteuil", 1874 (Ausschnitt)


Edouard Manet nimmt innerhalb der Impressionisten eine besondere Stellung ein. Da er die impressionistische Technik der Komplementärkontraste nicht anwandte, strahlen seine Bilder eine farbige Helligkeit von großer Intensität aus. Im Zentrum seines künstlerischen Anliegen steht die Erfassung der menschlichen Figur statt der atmosphärischen Landschaft.

Seit frühester Jugend ist Manet ein unermüdlicher Arbeiter. Er verbraucht bis zu vierzig Leinwände für ein Bild, bis es Gnade vor seinem Urteil findet. Sein Motto war: "Nur eine Sache ist richtig: im ersten Anlauf zu machen, was man sieht. Gelingt es, so ist es gut. Gelingt es nicht, so fängt man wieder von vorne an. Alles andere ist Schwindel."


Besuch von Schloss Hohenheim

12.10.2002.   Abfahrt 13:15 Uhr Parkplatz Rathaus Köngen.  Fahrgemeinschaften


Herzog Carl Eugen von Württemberg (1744-1793) schenkte im Jahr 1772 seiner Mätresse und späteren zweiten Gemahlin Franziska von Leutrum das Schloss- und Landgut Hohenheim und begann mit dem Ausbau des alten kleinen Wasserschlosses und der Gartenanlagen. 

Schloss Hohenheim 

Dem Schloss nach Norden vorgelagert, entstanden zwei zweigeschossige Flügelbauten, von denen der eine, der Kabinetts- oder Meiereiflügel (später Museumsflügel) für den Gutsverwalter bestimmt war, während der andere, der Kavaliersbau (heute Speisemeisterei), der Aufnahme von Repräsentationsräumen und der relativ bescheidenen Wohn- und Schlafzimmer Carl Eugens und Franziskas diente. Der Herzog und die im Jahre 1774 zur Reichsgräfin von Hohenheim erhobene Franziska  lebten in ihrem neuen Domizil im Stil einer Gutsherrschaft. Carl Eugen plante, in Hohenheim einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb aufzubauen.

Im Jahr 1776 wird die Sommerresidenz des Herzogs vom Schloss Solitude nach Hohenheim verlegt. Im gleichen Jahr beginnen Carl Eugen und Franziska auf dem Gelände des Schlossguts mit der Gestaltung des Dörfles“, dem berühmten Englischen Garten mit über sechzig teilweise „antiken“ Bauwerken, bei denen das Rathaus ebenso wenig fehlte wie ein Wirtshaus, eine Meierei oder eine Köhlerhütte. 

Victor Heideloff, (Architekt, Mitstudent und Freund Friedrich Schillers): 
Die drey Säulen des donnernden Jupiters in Hohenheim, 1800

- eines der antiken Bauwerke im "Dörfle" -

An besonderen Tagen, wie etwa am Geburtstag des Herrschers, hatten die Schüler der ‚Hohen Carlsschule’ die Szenerie zu beleben. „Ländliche Einfachheit und versunkene städtische Herrlichkeit“, so Friedrich Schiller, standen als Idee hinter der Erbauung der fiktiven Ortschaft. Die Häufigkeit der Attraktionen, die den Besuchern ständig wechselnde Sinneseindrücke vermittelten, spiegeln jedoch eher den Geschmack des Rokoko als empfindsames Landleben. Das Tagebuch der Franziska vermittelt, dass sie und der Herzog aktiv an der Gestaltung des Gartens beteiligt waren. Der Eintrag vom 8. Juni lautet: „....der herzog gaben audientz u. sonsten geng nichts sonderliches vor, auch säde ich im Dörfle Salad u. der Herzog rechneden in hinein“ [Originaltext].

Auch der Gutshof wird nun weiter ausgebaut. An den eigentlichen Schlosshof, der nach Norden von den Flügelbauten, im Süden von dem alten Schlösschen umgeben wurde, schlossen sich zwei  Wirtschaftshöfe an. Im Westhof waren die Ställe für die Pferde, der Marstall und das Reithaus untergebracht. Der Osthof diente dem landwirtschaftlichen Betrieb.

Im Jahre 1782 beschließt Herzog Carl Eugen, über die bisherigen Baumaßnahmen hinaus, sich in Hohenheim ein weitläufiges Schloss als repräsentative Hauptresidenz zu bauen. Angeregt zu diesem Bau hat ihn wohl der Besuch des russischen Thronfolgerpaars. Unter der Leitung des Hofarchitekten F. H. Fischer wurde als südlicher Abschluss des Westhofs das Reithaus gebaut. Beim Osthof entstand die Orangerie. An die Orangerie schloss sich der Wintergarten, an das Reithaus Gewächshäuser an.

Franziska wird 1784 Gemahlin des Herzogs. Die fromme und karitativ wirkende Frau genießt heute noch in Württemberg einen guten Ruf. Aus ihrem Tagebuch spricht Bescheidenheit und große Heiterkeit. Ein Eintrag in ihr Tagebuch lautet: „Hohenheim, d. 26. Sep. Dinstag 1780. Heide wahr man die mereste Zeidt im Dörfle, ich kochde ein Zwetschgen geseltz in meiner Kleinen Küch(...)." [Originaltext].  Franziska von Hohenheim wird zugeschrieben, dass sie den unberechenbaren,  verschwendungssüchtigen und absolutistisch regierenden Carl Eugen in einen fürsorglichen Landesvater verwandelte. Der Herzog scheint seine Franziska wirklich gern gehabt zu haben; im Jahr 1786 schreibt er aus Kirchheim: „Herzallerliebstes Franzele! ...schönstes Weible! Das Wichtigste: Hast Du mich auch gern? ...Ja, mein Franzele ist mir immer vor Augen. Adieu, Engel! Ich küsse Dich tausendmal in Gedanken und bin von ganzem Herzen Dein bis in den Tod. Der regierenden Herzogin, meiner allerliebsten Frau in Stuttgart.“ 

Am 24. Juni 1785 wird der Grundstein für den eigentlichen Schlossbau gelegt. Das alte kleine Wasserschloss wird nun abgerissen. Im Bereich des noch vorhandenen Wassergrabens wurde das Schloss so untermauert, dass im Untergeschoss ein Raumgefüge aus Tonnengewölben entstand. Da für die meisten Räume kein Bedarf bestand, wurden sie mit Erdaushub und Abbruchmaterial aufgefüllt. Bereits 1786 ist der östliche Schlossflügel fertig, die Kuppel mit dem Belvedere auf dem Mittelbau eingedeckt. Die ersten Räume werden nun durch das Carl Eugen und Franziska benutzt. Eine umfangreiche Gemäldegalerie mit Bildern aus Ludwigsburg wird eingerichtet.  In den Jahren 1787 bis 1789 wird der westliche Schlossflügel gebaut, doch dann stockt der Innenausbau. Als Herzog Carl Eugen am 24.10.1793 starb, hatte die nicht mehr ganz zeitgemäße spätbarocke Anlage die außergewöhnliche Ausdehnung von 570 Metern, war jedoch noch nicht vollendet. Bei der vorhandenen Innenausstattung finden sich frühklassizistische Wanddekore, die eher der damals neuen Stilrichtung entsprachen. Im Mittelbau war nur ein Raum, der heutige ‚Blaue Saal“, bezugsfertig. In dem Raum, der als Schlafzimmer des Herzogs vorgesehen war, stand lediglich ein Ofen.  

Der neue Landesherr, Herzog Ludwig Eugen, zeigt kein Interesse am Hohenheimer Schloss. Unter seinem Nachfolger, Herzog Friedrich Eugen, kommt es noch zu kleinen Abänderungen des bestehenden Baus. Als dieser im Jahr 1797 stirbt, ist Hohenheims fürstliche Zeit vorüber. Für den Unterhalt von Schloss und Gartenanlagen werden nur noch geringe Mittel zur Verfügung gestellt – der Verfall beginnt. Erst König Wilhelm I. von Württemberg und seine Frau Königin Katharina retteten die Anlage, als sie 1818 im Schloss eine "Landwirtschaftliche Unterrichts- und Versuchsanstalt" einrichteten. Sie wurde 1847 zur Akademie erhoben und ist Vorgängerin der noch heute in Schloss Hohenheim residierenden Universität Hohenheim.


Besuch des Klosters in Lorch

01.06.2002.  Abfahrt 13:00 am Rathaus Köngen


Herzog Friedrich von Schwaben (1047 – 1105) und seine Frau Agnes von Waiblingen, die Tochter von Kaiser Heinrich IV., haben im Jahr 1102 auf einem Höhenzug über dem Dorf Lorch ein kurz vorher gegründetes Benediktinerkloster dem Papst übertragen und dafür die Garantie erhalten, es als Grablege für das Geschlecht der Staufer benutzen zu können. In der Gründungsurkunde heißt es, das Kloster solle dem Seelenheil der Glieder des staufischen Hauses dienen.

Kloster Lorch

Im Jahr 2002 jährt sich diese Schenkung zum 900. Mal. Das Jubiläum wird ab dem 29. April mit einer großen Sonderausstellung und einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm im neu restaurierten Kloster gefeiert. Im Zentrum der Ausstellung steht die reizvolle, spätmittelalterlich geprägte Klosteranlage mit Kirche, Kreuzgang und Wirtschaftsgebäuden, umgeben von einer noch vollständig erhaltenen Ringmauer. Ein Rundgang durch die Klosteranlage weist auf die Spuren der Geschichte hin und lädt die Besucher zu eigenen Entdeckungen ein. Viele Exponate zeugen von der langen Klostergeschichte. Im Kapitelsaal des Klosters hat der Maler Hans Kloss ein sehenswertes Kolossalgemälde von ca. 30 m Länge und 4,50 m Höhe über Ereignisse der staufischen Geschichte erstellt. 

Hier ein kurzer Überblick über die Klostergeschichte:  

Herzog Friedrich I. von Schwaben (1047 – 1105) trug als treuer Parteigänger von Kaiser Heinrich IV. mit seinen Hausgütern dazu bei, dessen Stellung zu festigen. Das Amt des Herzogs, das ihm 1079 übertragen worden war, brachte ihm eine große Machtposition und verschiedene Vorrechte. Als 1098 auch die Papstpartei seinen Herrschaftsanspruch anerkannte, konnte er seinen Machtbereich durch kluge Territorialpolitik weiter ausbauen. Als er 1105 starb, wurde er noch in der Stiftskirche in Lorch beerdigt. Erst als die erste Bauphase der Klosterkirche, einer dreischiffigen Pfeilerbasilika, um das Jahr 1140 abgeschlossen war , verlegt König Konrad III. seine Ahnen in die neue Grablege. 

Zu den Toten, die in das Kloster überführt wurden,  gehörten neben Herzog Friedrich I. von Schwaben auch sein 1103 verstorbener  Bruder Walther und die Mutter von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (Irene von Bayern, gest. um 1135).  Der 1150 im Alter von 14 Jahren verstorbene Heinrich von Staufen, der Sohn König Konrads III. und seiner Frau Gertrud ist der einzige König, der in der Klosterkirche beerdigt wurde. Zu den bekanntesten Toten, die in der Klosteranlage begraben wurden, zählt Irene (Eirene), die Tochter des Kaisers von Byzanz. Der Minnesänger Walther von der Vogelweide hat sie so besungen: „die hochgeborene Königin,  die Rose ohne Dornen, die Taube ohne Galle“. Ihr Mann, König Philipp von Schwaben, der 1208 von Otto von Wittelsbach ermordet wurde, ist in der Krypta des Speyrer Doms begraben.

Unter Friedrich I. Barbarossa (1125 – 1190) und Heinrich VI. (1165 – 1197) erreichten die Staufer den Höhepunkt ihrer Macht. Der letzte glanzvolle Staufer war Friedrich II. (1194 – 1250).  Mit der Verlagerung ihres politischen Zentrums nach Sizilien, das den Staufern durch die Ehe Heinrichs VI. mit der sizilianischen Königstochter nach dem Tod von König Roger II. als Erbe zugefallen war und dem Verfall ihrer Königsmacht in Deutschland verlor das Kloster in Lorch seine Funktion als Grablege. Kurz nach dem Tod Kaiser Friedrichs II. ging das durch den Stifter verliehene Recht des Klosters, den Vogt  wählen zu können, an die Grafen von Württemberg über. Damit ging die Möglichkeit, eigenständig gewisse Rechtsgeschäfte, wie zum Beispiel die ‚Hohe Gerichtsbarkeit’, tätigen zu können, dem Kloster verloren.

Im frühen 13. Jahrhundert beginnt eine zweite Bauphase des Klosters. In dieser Zeit entstanden die romanischen Skulpturen und Dekorationen an den Vierungspfeilern, die den Mittelraum des Kirchenschiffs betonen. Im 14. und 15. Jahrhundert kam es zu einem Verfall des Mönchtums, das bis dahin eine bestimmende und geistige Macht in Europa gewesen war. Davon war auch das Kloster in Lorch betroffen. Erst im ausgehenden 15. Jahrhundert setzt eine neue Blütezeit ein. Graf Eberhard von Württemberg betrieb als  Klostervogt 1462 den Beitritt des Klosters zur ‚Melker Kongregation’, einer Vereinigung von Klöstern, die eine Erneuerung des Klosterlebens anstrebten. Unter der Leitung des Abts Nikolaus Schenk von Arberg wurde der romanische Chor in seine noch heute erhaltene spätgotische Form gebracht. Dabei wurde die Apsis abgerissen und der Chorraum erhöht.

 Nach der Öffnung der Staufergräber im Jahr 1475 wurden die sterblichen Überreste in eine von einem Göppinger Künstler geschaffene spätgotische Tumba im Mittelschiff der Lorcher Klosterkirche umgebettet. Die kunstvolle Deckplatte dieses Steinsargs zeigt einen Adler als Symbol für das Reich und drei Löwen, das Wappen der Staufer.

Der Bauernkrieg setzte dem wirtschaftlichen und geistigen Aufschwung des Klosters ein jähes Ende: Am 26. April 1525 wird das Kloster  belagert, geplündert und zum Teil zerstört. Die kostbare Bibliothek wurde fast vollständig vernichtet und die Mönche verjagt.  Während des Wiederaufbaus werden 1530 im Mittelschiff der Kirche Fresken über die Staufer angebracht. Der einstige Rang des Klosters wurde allerdings nicht mehr erreicht. 

Als Herzog Ulrich 1534 die Reformation in Württemberg einführte, war auch das Kloster Lorch betroffen. Den Mönchen blieb nur die Wahl zwischen der Übersiedlung zum Kloster Maulbronn und der Zwangsausweisung. Während des ‚Augsburger Interims’ wurde das Kloster 1548 den Mönchen zurückgegeben. 1556 hob Herzog Christoph von Württemberg das Kloster erneut auf und richtete in der Anlage eine Schule zur Ausbildung von evangelischen Pfarrern ein. Nach Abschluss des Westfälischen Friedens 1648 wurde das Kloster endgültig reformiert.

In der folgenden Zeit wurde die Lorcher Klosteranlage als Sitz von Verwaltungsbehörden benutzt. So wurde im Kloster zuerst ein Klosteroberamt mit einem herzoglichen Verwalter, dann ein ‚Kameral- und Forstamt’ eingerichtet. Die Äbte waren als Vertreter des Klosteramts Mitglieder im württembergischen Landtag. Ab  1727 ist der jeweilige Kanzler der Universität Tübingen zugleich Prälat in Lorch. Im Jahre 1806 wird das Kloster säkularisiert. 1879 bis 1883 wurden die Schäden am Kloster ausgebessert, so dass zumindest der ruinöse Eindruck genommen wurde. 1932 zog eine Bauernschule in die Klosterräume ein.

Nach dem zweiten Weltkrieg übernahm das Hilfswerk der Evangelischen Kirche die Klostergebäude in Pacht und eröffnete ein Altersheim für Flüchtlinge und Heimatvertriebene. Ab 1952 übernahm die Evangelische Heimstiftung das Altersheim. 


Für diejenigen, die nicht die Gelegenheit haben, am 17.03.2002 mit uns die sehenswerte Ausstellung zu besuchen, noch einige Informationen: Ende der Ausstellung ist am 7.04.2002; die Staatsgalerie Stuttgart ist täglich außer montags von 10:00 - 18:00 Uhr, donnerstags bis 21:00 Uhr geöffnet.


Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises 2002 an Robert Flaig

27.01.2002 in der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr


Nach der Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst im Jahr 2000, haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2002 an den bekannten Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig aus Unterensingen zu vergeben.
Robert Flaig in "seinem Museum"

Robert Flaig hat im Laufe seines bisherigen Lebens neben seinem Beruf  eine Sammlung von ca. 5000 Fossilien zusammengetragen, die in der Hauptsache aus wertvollen  Ammoniten aus dem Jura besteht.  Wissenschaftler sind von der hohen Qualität der Sammlung tief beeindruckt. So wird sie zum Beispiel von Prof. Dr. Hans Rieber vom Paläontologischen Institut der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich als "die Sammlung der Sammlungen" bezeichnet.

Über vierzig Jahre nutzte Robert Flaig jede freie Minute, um in die geologische Vorgeschichte seiner schwäbischen Heimat, Englands und Frankreichs einzudringen. Im Braunen Jura der Schwäbischen Alb fand er neben den Ammoniten auch Seeigel, Schnecken und Haifischzähne, die zwischen 120 und 190 Millionen Jahre alt waren. Hervorzuheben ist, dass Robert Flaig seine Fossilien nicht nur selbst sucht und ausgräbt, sondern sie auch in seiner kleinen Werkstatt mit  viel Feingefühl fachmännisch präpariert. Das Besondere an der Sammlung ist ihr systematischer und wissenschaftlich korrekter Aufbau. Sämtliche Fundstücke sind inventarisiert und mit ihren exakten lateinischen Bezeichnungen den geologischen Schichten zugeordnet. Kein "gelernter" Wissenschaftler hätte dies besser machen können! Auffallend ist auch die Schönheit der Exponate, die der jetzt 81-jährige Robert Flaig  im Keller seines Hauses den Besuchern, zu denen auch viele Schüler gehören,  zugänglich macht. Die Führungen in "seinem Museum" begleitet er mit spannenden Geschichten und lustigen Anekdoten und sind schon deshalb ein großes Erlebnis. In der letzten Zeit musste zum Leidwesen vieler Interessierter die Anzahl der Besucher wegen gesundheitlichen Problemen Robert Flaigs stark eingeschränkt werden. 

Nicht zu vergessen ist, dass Robert Flaig sich sein gesamtes großes Wissen neben seinem eigentlichen Beruf als Handwerker durch Selbststudium erworben hat! Über den Braunen Jura am Plettenberg bei Balingen veröffentlichte er zusammen mit den Paläontologen Dr. Gerd Dietl und Eugen Glück eine viel beachtete wissenschaftliche Abhandlung.

Robert Flaig ist jedoch nicht nur als Paläontologe aktiv! In seiner Funktion als Kulturwart beim Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Köngen, hat er vierzig Jahre lang dazu beigetragen, die ereignisreiche Geschichte Köngens und seiner Umgebung vor der Vergessenheit zu bewahren. Sein besonderes Augenmerk gilt heute noch der Geschichte der Römer in unserem Gebiet.  So nebenbei organisierte er Reisen im In- und Ausland, die für viele Teilnehmer unvergesslich geblieben sind. Bei den Reisen nach Frankreich zeigte sich, dass er ein hervorragender Kenner der dortigen romanischen Kirchen ist. Robert Flaig hat auch künstlerisches Talent: mit Bleistift und Pinsel erstellt er beachtliche Bilder; die Kunst der Kalligraphie beherrscht er in Vollendung.

Forscherdrang, der Wille zum Suchen und Finden, die Ehrfurcht vor der Natur, das Herz für Geschichte, das künstlerische Talent sowie das Engagement für die Allgemeinheit sind Elemente der Persönlichkeit von Robert Flaig. Er erinnert in vielem an das Multitalent Daniel Pfisterer, Pfarrer in Köngen von 1699 - 1728. Ein großes Lebenswerk steht vor uns und kann als Vorbild dienen.  Für den Geschichts- und Kulturverein Köngen ist es eine Ehre, einen solchen Mann durch die Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises würdigen zu dürfen.


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Stand: 20.02.02.2017                                                  Copyright © 2017 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.                                                  Autor: Dieter Griesshaber