|



|
|
|
|
|
|
|
Besuch von zwei Ausstellungen über den
Wiener Jugendstil in Balingen |
|
|
Termin: Sonntag, den 11. Juli 2010. Fahrt mit dem Bus,
Abfahrt 8:15 Uhr vor dem Rathaus Köngen, Rückkehr ca. 19:00 Uhr.
Führung: Frau Honecker. Mittagspause zwischen 2 Führungen ca. 1
Stunde . Preis für Fahrt und zwei Führungen:
€ 47,00. Anmeldung Rathaus Köngen
(Pforte). |
|
Zuerst wird uns Frau Honecker durch die
Gustav-Klimt-Ausstellung in der Stadthalle
führen. Im Zentrum dieser Ausstellung wird
erstmalig in Deutschland die 'originalgetreue
reisefähige Kopie' des berühmten
Beethovenfrieses aus dem Wiener
Secessionsgebäude gezeigt. Dieser 35 m lange Fries von
1902 erzählt vom Leiden der Menschheit und vom Sieg der
Künste und der Liebe. Begleitend werden Zeichnungen und
Ölgemälde aus allen Schaffensphasen Klimts zu sehen
sein, insbesondere jene, die in Beziehung zu diesem
Schlüsselwerk stehen.
Nach der Mittagspause führt uns Frau Honecker noch durch
die Ausstellung über den Architekten und Designer
Josef Hoffmann, der Klimt über 40 Jahre
überlebte. Er forderte die Aufhebung der Grenzen
zwischen "freier und angewandter Kunst". Die Kunst
sollte alle Lebensbereiche durchdringen. So werden in
der Ausstellung neben Zeichnungen und Entwürfen auch
Möbelstücke, Lampen, Gläser, Porzellan und Schmuckstücke
zu sehen sein. |

Teil des Beethovenfrieses von Gustav Klimt |
|
|
|
|
Weitere Programmübersicht für das Jahr 2010 |
|
|
Mittwoch, 08.09.2010
|
Konzert der Gruppe Luys aus
Armenien in der Peter- und Paulskirche Köngen
in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde.
|
|
Samstag, 25.09. und Sonntag,
26.09.2010
|
Zweitagesfahrt in das 'Madonnenländle'.
Reiseführer ist Pfarrer Ernst Steinhart.
Den Namen 'Madonnenländle' hat das Land
am Lauf der mittleren
und unteren Tauber von den vielen
barocken
Bildstöcken, die das Bild Mariens tragen. Unsere Fahrt
gibt zwei Madonnen
aus der Zeit davor die Ehre; sie stehen zueinander –
trotz ihrer Unterschiede – sogar
in einem Verhältnis der
Zeitgenossenschaft:
Tilman
Riemenschneiders Marienaltar in der Creglinger
Herrgottskapelle und die "Stuppacher Madonna"
Matthias Grünewalds.
Das Hauptaugenmerk aber soll der Romanik
dieser Gegend gelten. Den drei romanischen
Oktogonen aus der Blütezeit der Staufer vor allem, -
rätselhaften Bauwerken, über deren Ursprung bis
heute noch nichts Abschließendes gesagt werden kann.
Kostbare Besonderheiten auch die anderen Bauwerke aus
dieser Zeit, die Kunigundenkapelle, die
in freier Landschaft steht, der "Frankendom" in
Wölchingen, nicht zuletzt das Kloster Bronnbach, das für
die gesamte Gegend hohe Bedeutung besaß.
Die Kosten betragen 115 € im
Doppelzimmer, im
Einzelzimmer, so weit vorhanden, 125 €. Im Preis nicht
inbegriffen sind Abend- und Mittagessen. Bitte, bringen
Sie für das
Picknick am ersten Tag mit, was Sie brauchen, vielleicht
auch eine Sitzunterlage. – Den Betrag sollten Sie bitte
bei der Anmeldung (Näheres im ›Köngener Anzeiger‹).
Anmeldetermine
sind am 27. und 29.05. 2010. Bei Fragen
für Ihre Anmeldung wenden Sie sich bitte an Frau Wiebke
Flaig, Eulenbergstraße 20, 73257 Köngen, Tel.
07024-80687.
|
|
Samstag 16.10.2010
|
Fahrt mit dem Zug nach Mannheit zur
Stauferausstellung. Besichtigung um
13:00 Uhr.
|
|
|
|
Archiv
|
|
|
Besuch der Großen Landesausstellung
"Musikkultur in Baden-Württemberg" in Stuttgart |
|
|
Termin: Samstag, den 12.06.2010. Ort: Fruchtkasten in
Stuttgart (Schillerplatz 1). Beginn der Führung
um 14:00 Uhr. Abfahrt vom Rathaus in Köngen 12:45 Uhr
(Fahrgemeinschaften) bzw. 13:45 Uhr an der Kasse am
Fruchtkasten. Anmeldung Rathaus Köngen (Pforte) oder
07024-8007-90. Gemeinsame Veranstaltung mit dem
GRINIO-Förderkreis Musiktalente |
|
Vom 16. April bis zum
12. September 2010 machen sowohl das Badische
Landesmuseum in Karlsruhe als auch das Württembergische
Landesmuseum in Stuttgart durch viele Ausstellungstücke
und Musikbeispiele die Musikgeschichte des
Landes Baden-Württemberg erlebbar. In beiden
Ausstellungen wird ein umfangreicher Überblick
über verschiedene Stilrichtungen und Zeitepochen
gezeigt. Während die Ausstellung in Karlsruhe
die Entwicklung der südwestdeutschen Musikkultur und die
zahlreichen Aspekte aktueller Musikpflege beleuchtet,
widmet sich das Württembergische Landesmuseum mit seiner
großen Sammlung historischer Musikinstrumente im
Stuttgarter Fruchtkasten am Schillerplatz vor allem der Wirkung
von Musik auf unsere Gefühle.
Unter dem Thema „Freud und Leid
in Dur und Moll" geht es bei der Ausstellung in
Stuttgart um Glaube, Liebe, Freude, Schwermut, Trauer,
Angst und Erschrecken sowie um Gemeinschaftsgefühl.
Jedem dieser Gefühle ist eine eigene Abteilung gewidmet.
Durch eine entsprechende optische Gestaltung der Räume
und durch diverse Klangbeispiele zu allen Stimmungen
unternehmen die Zuhörer einen Streifzug durch die
Musikgeschichte des Landes. So werden die Pauken und
Trompeten einer oberschwäbischen Messe mit dem
Liebesgesang eines Minnesängers oder den Hip-Hop-Texten
der 'Fantastischen Vier' verglichen. Die akustische
Wahrnehmung der über 60 Musikbeispiele wird durch große
Klanginstallationen verstärkt. Eine Ausstellung
zum Hören und Sehen! |
 |
|
|
|
|
Ausflug in das Arboretum bei Grafenberg /
Kohlberg |
|
|
|
|
Termin: Samstag, den 08.05.2010. Beginn der Führung
durch den Revierleiter des Forstamts: 14:00 Uhr. Preis pro Person:
€ 6.00. Treffpunkt: 13:00 Uhr hinterer
Parkplatz am Rathaus Köngen. Teilnehmerzahl: ca. 25
Personen. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung: An der
Rathauspforte in Köngen (Bitte geben Sie an, ob Sie eine
Mitfahrgelegenheit suchen!). Bitte festes Schuhwerk mitnehmen! |
|
Der besondere
Reiz des "alten" (1914 gegründeten) Arboretums liegt zum
einen in dem außerordentlich gut zusammengestellten
Bestand von 80 fremdländischen Baumarten aus vier
Kontinenten, zum anderen in der vielschichtigen Struktur
in der die Bäume mit ihren unterschiedlichen Raum- und
Lichtansprüchen unter- und miteinander verzahnt sind.
1981 und 1999 wurden Erweiterungsflächen angelegt (neues
Nadelbaumarboretum und Laubbaumarboretum). Das
Arteninventar umfasst derzeit 105 Nadelbaumarten und 109
Laubbaumarten.
Der Revierförster wird uns in einem 1,5 bis 2 stündigen
Spaziergang von der Vielfältigkeit der im Arboretum zu
sehenden Bäume berichten. Ein Abstecher zum Floriansberg
ist eingeplant. |
Ungarische
Eiche |
|
|
|
Besuch der Stadt Weilheim / Teck (Führung
durch die Peterskirche und Stadtführung)
|
|
|
Termin: Samstag, 17.04.2010. Beginn der Kirchenführung:
10:00 Uhr, Beginn der Stadtführung: 14:00 Uhr. Preis pro Person:
10 €. Treffpunkt: 9:15 Uhr hinterer
Parkplatz am Rathaus Köngen oder direkt um 9:45 Uhr beim Rathaus
Weilheim (dort gibt es eine Tiefgarage). Teilnehmerzahl: ca. 25
Personen. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung: An der
Rathauspforte in Köngen (Bitte geben Sie an, ob Sie eine
Mitfahrgelegenheit suchen!). |
|
|
Die Peterskirche in Weilheim wurde 1489 unter
Peter von Koblenz, dem Baumeister des
württembergischen Grafen Eberhard im Bart,
als spätgotische Hallenkirche gebaut. Die an derselben Stelle
stehende ältere Kirche, eine romanische Basilika, die im Jahr
1089 von Herzog Bertold II. aus dem Geschlecht der
Zähringer gestiftet worden war und als Hauskloster und
Grablege dienen sollte, wurde abgerissen. Im Chor der
Peterskirche weist ein Bild auf diese Stiftung hin.
| |
 |
Die Peterskirche in Weilheim
/ Teck |
|
| |
|
|
|
Einzigartig ist die Innenausstattung der Peterskirche,
die im Verlauf von fünf Jahrhunderten immer wieder erweitert und
auch verändert wurde. Mehrere Stilepochen
werden repräsentiert und auch die Reformation
hat ihre Spuren hinterlassen.
Traditionelle Themen im Stil der Spätgotik
finden sich bis etwa zum Jahr 1500. Bei dem Einzug eines
Gewölbes und dem Einbau der Kanzel, die in dem Bauabschnitt von
1517 bis 1523 erfolgten, ist bereits der Einfluss der
Renaissance zu spüren. Zusammen mit der Bemalung, bei
der sich sich Strahlen und Blumen des Paradieses mischen, ist
das original erhaltene Gewölbe ein Spiegelbild der
Volksfrömmigkeit. Schlüsselblumen blühen über dem Himmelstor,
Unkraut wuchert über dem Höllenrachen.
Die 1534 von Herzog Ulrich von Württemberg
angeordnete Reformation löste in der Weilheimer Peterskirche
keinen Bildersturm aus. Erst ab 1556 erfolgte der Abbruch der
Altäre. Während der
Umgestaltung zur evangelischen Predigtkirche um
das Jahr 1600, bei welcher der Übergang zum frühen
Barock deutlich wurde, deutete man die vorhandenen
Wandgemälde um und veränderte sie, sofern man es für
erforderlich hielt, in Einzelheiten. Bei der Renovierung im Jahr
1601 wurde zum Beispiel die fürbittende Maria durch den prüfend
auf die Gemeinde blickenden Kirchenpatron ersetzt. Aus der
Prozession der Seligen mit Papst und Kaiser zum Himmeltor wurde
ein Kirchgang. Die dramatische Darstellung der Höllenstrafe, bei
der auch ein Ketzerpapst und ein tyrannischer Kaiser zur Hölle
fuhren, war dagegen nicht anstößig.
Die noch freien
Wandflächen nützten die Maler für biblische Bilder, von denen je
zwei „typologisch“ aufeinander bezogen sind: Taufe und Sintflut;
Tanz der Salome, der zur Enthauptung Johannes des Täufers
führt, und die keusche Susanna; Verklärung und Himmelfahrt
Christi.
Seit 1609 wurden wohl die ersten Bilder von regierenden Fürsten
im Chor aufgehängt. Die im Jahr 1795 eingebaute Orgel
verbindet die Tradition der süddeutschen Barockorgel mit
klassizistischem Zierrat. Herr Kuttler,
Mitglied des Geschichts- und Kulturvereins Köngen e.V., wird mit
einer kleinen musikalischen Kostprobe diese älteste Barockorgel
des Landkreises Esslingen vorstellen.
Das äußere Erscheinungsbild der Peterskirche
änderte sich im Laufe der Jahrhunderte nur geringfügig. So
erhielt der Turm, der ursprünglich als Wehr- und Wachturm diente
und nur über die Zwischengeschosse erreichbar war,
1747 einen äußeren Aufgang und 1767 einen barocken
Turmhelm.
Bis 1803 blieb die Peterskirche in der gemeinsamen Verantwortung
des katholischen Klosters St. Peter im Schwarzwald und der
evangelischen Stadt Weilheim.
Das Kloster St. Peter übte bis zu seiner Aufhebung 1806 die
Rechte und Pflichten des Patronats über die Peterskirche und
ihre Pfarrstelle aus.
|
|
|
Vortrag: "Die Herzöge von Teck - Herzöge
ohne Herzogtum" |
|
|
Freitag, 12. März 2010. Beginn: 20:00 Uhr. Ort:
Rittersaal des Köngener Schlosses im Köngener Schloss. Vortrag
von Herrn Dr. Rolf Götz (Weilheim/Teck). Umrahmung der
Veranstaltung durch mittelalterliche Musik, dargeboten von einer
Lenninger Musikgruppe. Eintritt: 8.- € |
|
| Die Burg Teck mit ihrem
Aussichtsturm ist ein weithin sichtbarer und allseits bekannter
Markstein, der das Vorland der Schwäbischen Alb prägt. Die
Geschichte dieser Burg und seiner Bewohner ist fast in
Vergessenheit geraten. Der Redner dieses Abends, der ehemalige
Studiendirektor am Kirchheimer Schlossgymnasium Dr. Rolf
Götz, zeichnet den Weg der Herzöge von Teck als
Abkömmlinge des Adelsgeschlechts der Zähringer von der Zeit des
Stauferkaisers Barbarossa († 1190) bis zu ihrem Aussterben im
Mannesstamm im Jahre 1439 nach. In dieser Zeit waren die
Herzöge von Teck angesehene Reichsfürsten und Stadtherren
Mindelheims in Bayerisch-Schwaben. |
| |
|
|
|
| |
 |
Die älteste Ansicht der
Burgruine Teck im Skizzenbuch des Tübinger
Schlosshauptmanns Nikolaus Ochsenbach (1562 - 1626),
entstanden um 1620.
Hauptstaatsarchiv Stuttgart (A 524
U 124) |
|
|
| |
|
1187 legte sich Adalbert I.,
ein jüngerer Bruder des verstorbenen Herzogs Bertold IV. von
Zähringen, den Titel eines Herzogs von Teck zu. Er und seine
Nachkommen bauten die am Ende des 11. Jahrhunderts von den
Grafen von Nellenburg errichtete Burg Teck aus.
Im 13. Jahrhundert war sie ständiger Wohnsitz
der Herzogsfamilie. Viele Urkunden der
Herzöge von Teck berichten von Verpfändungen und Verkäufen und
vermitteln den Eindruck eines ständigen Niedergangs. Wie bei
anderen Adelsgeschlechtern trugen Teilungen unter den Söhnen wie
auch die Ausstattung der Töchter mit einer standesgemäßen
Mitgift zu einer fortschreitenden Verschuldung bei.
Konrad II. († 1492) ist der bekannteste Herzog aus dem
Hause Teck.
Im Auftrag des 1273 gewählten
Königs Rudolf von Habsburg reiste er zusammen
mit Bischof Peter von Basel
nach Lyon zu Papst Gregor
X.
um die Kaiserkrönung des neuen
Königs vorzubereiten. In der 1280er Jahren nahm Konrad an
mehreren Hoftagen teil.
Im 14.
Jahrhundert ging
die
Herrschaft von Teck auf die Grafen
von
Württemberg über. Es galt jedoch weiterhin als
„Herzogtum“ und Reichslehen. 1439 starb Herzog Ludwig
von Teck, vertriebener Patriarch von Aquilea, auf dem
Konzil von Basel als letzter männlicher Vertreter der Familie.
In
den beiden letzten Generationen der Familie hat sich die Chance
für den Aufbau eines Territoriums an anderer Stelle geboten, in
Mindelheim in Bayerisch-Schwaben.
In dieser Zeit hat die Familie noch
einmal bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht.
Schon 56 Jahre nach dem Aussterben der
Herzöge von Teck im Mannesstamm gab es wieder einen Herzog von
Teck. Der erste dieser „neuen“ Teckherzöge war der
württembergische Graf Eberhard im Bart,
der auf dem Reichstag zu Worms im Jahre 1495 zum Herzog des neu
geschaffenen Reichslehens Württemberg gekürt worden war. Der
neue Herzogtitel fasste über 30 Herrschaften zusammen, die von
den Grafen von Württemberg im Laufe von einem Vierteljahrtausend
erworben wurden. Dass Eberhard bei der Herzogserhebung auch die
Würde eines Herzogs von Teck erhielt, lag daran, das – 1420
erstmals belegt – die von den Grafen im 14. Jahrhundert
erworbene Herrschaft von Teck als „Herzogtum“
und als Reichslehen galt. Damit konnte die
Herzogserhebung nicht nur politisch, sondern aus der Tradition
heraus legitimiert werden, waren doch die Grafen von Württemberg
mit der in ihren Besitz gekommenen Herrschaft Teck im Besitz
eines „Herzogtums“. Das zukünftige Herzogswappen zeigte fortan
in vier Feldern die Wappen von Württemberg (Hirschstange), Teck
(Rauten) und Mömpelgard (Fische) sowie die Reichssturmfahne.
Ein Mitglied der herzoglichen Familie wurde
Königin von England. Es handelt sich um die als „Queen
Mary“ bekannt gewordene Fürstin Mary Victoria
von Teck (1867 – 1953), die 1893 George von York
heiratete, der 1910 englischer König wurde. Sie ist die
Großmutter der jetzigen Königin Elisabeth II.
|
|
|
Besuch der Ausstellung "Marc Chagall -
Träume zwischen Himmel und Erde" |
|
|
Sonntag, 24. Januar 2010 13:00 Uhr. Ort: Kreuzkirche in
Nürtingen. Kosten: 10,00 Euro für Eintritt und Führung.
Treffpunkt: Rathausparkplatz um 12:15 Uhr. Bildung von
Fahrgemeinschaften. Teilnehmerzahl: 25 Personen. Anmeldung an
der Rathauspforte. |
|
|
M arc Chagall war einer der bedeutendsten
Künstler des 20. Jahrhunderts. In seiner ganzen Schaffensperiode
nahm die Original-Graphik den größten Platz ein. Mit rund 120
Kunstwerken gibt die Ausstellung einen Überblick über Chagalls
Schaffensperiode von 1922 bis zu seinem letzten Werk aus dem
Jahre 1985. Der Querschnitt aus sieben Jahrzehnten umfasst die
Lithographien, Holzschnitte, Radierungen der grafischen Zyklen
sowie viele Einzelarbeiten.
Poet, Träumer, Exot – zeit seines Lebens
(1887 – 1985) war Marc Chagall die Rolle des Außenseiters und
künstlerischen Eigenbrötlers auf den Leib geschrieben. Als Jude,
der das alte Bilderverbot souverän missachtete, als Russe, der
vertraute Selbstgenügsamkeit überwand, als Sohn einer armen,
dafür um so kinderreichen Familie, der sich in der mondänen
Eleganz der Kunstsalons etablierte, ist Chagall eine Art
Wanderer zwischen den Welten, der seine Botschaft verkündet.
Die Bilder von Marc Chagall sind wie
gemalte Gedichte, die die Seele verzaubern. Seinen Träumen
verhaftet zu sein und trotzdem die Wirklichkeit gut zu heißen,
war für ihn kein Widerspruch. Er verstand es wie kein anderer,
vermeintlich Unvereinbares miteinander in Einklang zu bringen.
Tief religiös und heimatverbunden, ist sein Werk der vielleicht
eindringlichste Appell an Toleranz und Respekt vor dem
Andersartigen, den die Moderne zu leisten imstande war. Sein
überaus vielseitiges, phantasievolles Werk, das er in mehr als
sechs Jahrzehnten schuf, errang weltweite Anerkennung, auch nach
seinem Tod.
Geführt werden wir von der Kunstexpertin
Frau Barbara Honecker.
|
|
|
Verleihung
des Daniel-Pfisterer-Preises 2010 an
Dr. phil. Gerhard Raff
|
|
17. Januar 2010
in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13), Beginn: 18:00
Uhr
|
|
|
Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker
Prof. Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und
Hobby-Paläontologen Robert Flaig, den Leiter der
Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier,
den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege Prof. Dr.
Dieter Planck und die Volkskundlerin
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und
Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für
das Jahr 2010 an den Historiker Dr.
phil. Gerhard Raff für seine
Verdienste als Chronist, Forscher und Buchautor
zu vergeben.
|
|
Gerhard Raff
ist
1946 im einstmals selbstständigen Stuttgarter
Stadtbezirk Degerloch zur Welt gekommen. Er entstammt
einer alten Bauern- und Wengertersfamilie. Raff
studierte in Tübingen Geschichte und Evangelische
Theologie. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen,
arbeitete er parallel dazu auf dem Bau, bei der Bahn, am
Flughafen und als wissenschaftliche Hilfskraft. 1984
promovierte er bei dem Landeshistoriker
Hansmartin Decker-Hauff mit einer Arbeit über
die Ursprünge des Hauses Württemberg. Zur Finanzierung
seiner Dissertation verfasste er für das Stadtarchiv
eine "Chronik der Stadt Stuttgart 1954-1960".
|

|
|
|
|
|
|
Gerhard Raff ist von zahlreichen schwäbischen
Eigenschaften geprägt. Dazu gehören Fleiß, Zähigkeit,
Disziplin und Verlässlichkeit. Die Verbundenheit mit dem
heimatlichen Württemberg ist in jedem seiner Werke zu
spüren. Seine Landsleute werden von ihm liebevoll
charakterisiert. Bei uns in Württemberg ist der „Brettlesbohrer
zu Hause“, sagt Raff, „es ist das Land der Erfinder.
Wir haben keine Bodenschätze, Reichtümer oder sonstige
Vergünstigungen des Himmels, nur den Grips im Hirn der
Landeskinder.“ Was den Grips betriff, so ist Gerhard
Raff besonders damit gesegnet. Dies hat auch der ehemalige
Bundespräsident Richard von Weizsäcker nach der
Lektüre von Raffs Buch „Herr,
schmeiß Hirn ra!“ erkannt. In einem Gedicht schreibt
er: „Der Geist ist rege – reger noch / ist er jedoch – in
Degerloch. / Und das beweisen, man ist baff, / der Theo Heuss
und Gerhard Raff. / Der Herr schmiss beiden, nicht zu knapp / vom
Himmel reichlich Hirn herab …
/. Zu diesem
„schwäbischen Geist“ gehört, so schrieb einmal
der schwäbische Dichter Hermann Hesse,
„ein Stück Poesie, ein gutes Stück Phantasie und
Warmblütigkeit, dazu eine Freude am Einfachen und Stillen. … Es
gehört weiter dazu Humor und Kunstsinn und das Wissen um den
Reiz und Reichtum der heimatlichen Mundart.“ Gerhard Raff
verkörpert diesen schwäbischen Geist.
Seine schwäbischen Geschichten sollen, so beschreibt Gerhard
Raff seine schriftstellerische Arbeit in der ihm eigenen Art und
Weise, dazu dienen,
„seine in die Hände von Räubern und Tagedieben gefallene Heimat
vor weiterer Verschandelung und Zerstörung zu bewahren“.
Sein persönliches Leben gestaltet Gerhard Raff sehr bescheiden.
Seit Jahren stiftet er die Erlöse seiner
Bücher und Vorträge kulturellen Projekten in aller Welt.
Auf dem Jakobsweg gründete er eine Pilgerherberge in La Faba.
Er gilt als ‚größter Wohltäter‘ des Brandenburger Doms. In
Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Markus Wolf sind in halb Europa
über 80 Denkmäler und Gedenktafeln entstanden. Die
„Schwäbische Zeitung“ sieht in Gerhard Raff einen
„Millionenstifter mit Minimaleinkommen“.
Schon 1973 wurde Gerhard Raff von Josef Eberle
alias Sebastian Blau, dem Gründer, Herausgeber
und Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung,
gebeten, eine Kolumne in Schwäbisch zu verfassen. Bis heute hat
Raff in seiner Kolumne eine bunte Palette
landesgeschichtlicher Raritäten in schwäbischer Mundart
veröffentlicht: Lebensläufe vergessener Landsleute, Jubiläen,
Kalendergeschichten,
Denkwürdigkeiten - lauter Kostbarkeiten, die der Erinnerung wert
sind. In dem Buch "Herr schmeiß Hirn ra" sind
in 36 Kurzgeschichten die Alltäglichkeit und Besonderheiten in
einem schwäbischen Leben kritisch und sehr humorvoll
beschrieben. Was die Geschichten miteinander verbindet, ist die
Empörung über die Zerstörung unserer natürlichen
Lebensgrundlagen. Es ist Gerhard Raff gelungen, seine
Gesellschaftskritik auf humoristische Weise zu vermitteln. Er
wurde mit diesem Buch zum meistgelesenen Dialektautor der
Gegenwart. Auch der von Loriot illustrierte Fortsetzungsband
"Mehr Hirn!" ist eine Sammlung
frisch-fromm-fröhlich-frecher Geschichten, mit denen Raff
bewährt witzig-respektlos gegen die Verschandelung seiner Heimat
zu Felde zieht. In seinem mit viel Humor gesalzenen Werk
"Die Schwäbische Geschichte" verfolgt der erfolgreiche
Buchautor das Ziel "dem
im Herzen Europas beheimateten Stamm der Schwaben (=Alemannen)
als dem intelligentesten, liebenswürdigsten und zugleich
bescheidensten unter den Stämmen Germaniens endlich die ihm
gebührende Ehre und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“. Dabei
hängt er nicht an der Vergangenheit fest, sondern baut immer
auch Brücken zur Gegenwart, besonders was das Kommentieren von
heutiger Politik angeht.
In seinem bis heute dreibändigen Werk "Hie gut
Wirtemberg allewege" ist Gerhard Raff eine umfassende
Forschungsarbeit von hoher Qualität zur Genealogie des Hauses
Württemberg gelungen. Über 14 Generationen hinweg wird erstmals
jedes einzelne Mitglied des Hauses in einer ausführlichen
Personenbeschreibung vorgestellt: mit sämtlichen erfassbaren
biographischen Angaben, angefangen beim Beinamen bis zur
Todesursache und Grabinschrift sowie dem oft wechselnden Urteil
der Jahrhunderte.
Ein Bildteil mit zahlreichen Erstveröffentlichungen ergänzt
dieses durch seine Gründlichkeit in der Historiographie
europäischer Herrscherfamilien einzigartige Buch, das schon
jetzt als Standardwerk zur württembergischen Geschichte
angesehen wird.
Mit Daniel Pfisterer verbindet Gerhard
Raff sein kritischer, aber auch einfühlsamer Blick auf seine
Umwelt, die Fähigkeit, dem Volk aufs Maul zu schauen und die
Offenheit, zu sagen, was gesagt werden muss.
Nachtrag: Herr Dr. Gerhard Raff konnte am Abend der
Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises durch den Verkauf seiner
Bücher 600 Euro erlösen. Diesen Betrag ließ er über das
Diakonische Werk den Erdbebenopfern von Haiti zukommen.
|
|
|
Besuch der Großen Landesausstellung "Schätze des Alten Syrien -
Die Entdeckung des Königreichs Qatna"
|
|
|
|
Termin: 31. 10. 2009. Beginn der Führung um 15:40 Uhr.
Treffpunk: 15:30 Uhr im Schlosshof des Alten Schlosses in
Stuttgart. Anmeldung: An der Rathauspforte. Kosten /
Person: 13,-- Euro. Teilnehmerzahl: max. 24 Personen.
|
|
|
Im Mittelpunkt der Ausstellung
stehen die einzigartigen Funde aus der über dreitausend
Jahre alten Königstadt Qatna, einer antiken
Handelsmetropole, die ihre bedeutende Stellung im
Vorderen Orient trotz Machtansprüchen von Ägyptern,
Hethitern und dem Mitanni-Reich lange Zeit behaupten
konnte. Bei den Grabungsarbeiten im heutigen Syrien
wurde neben dem Königspalast auch eine nicht ausgeraubte Gruft
freigelegt - ein bisher einmaliger Fund in dieser
Region. Aufsehen erregende Skulpturen, vielfältiger und
reicher Goldschmuck, hochwertige Steingefäße sowie
Waffen, förderte das deutsch-italienisch-syrische
Forschungsteam seit dem Ende der 1990er Jahre in den
Ruinen zutage. Ein großer Teil davon wird in der Ausstellung
gezeigt.
|

|
|
|
Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
|
|
|
|
"Waschtag bei Schiller, Gärtnerfreuden bei Mörike" - Zwei
schwäbische Dichter recht privat.
|
|
|
Vortrag und Lesung von
Frau Irmgard Förch. Datum / Beginn: 05.11.2009, 19:30 Uhr. Ort: Bücherei
Köngen (Zehntscheuer). Eintritt: 8,00 Euro. Eintrittskarten gibt
es in der Bücherei oder unter der Telefon-Nummer 07024-983500.
In Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen.
|
|
|
Was verbindet, über die schwäbische Herkunft hinaus, die Dichter
Eduard Mörike und Friedrich Schiller? Eduard Mörike
(* 1804,
†
1875) war der Hauptvertreter des Biedermeier, der Epoche
zwischen Romantik und Realismus. Seine Novellen und Gedichte
zählen zu den berühmtesten der deutschsprachigen Literatur.
Friedrich Schiller (* 1759,
†
1805) gilt heute als der bedeutendste deutsche Dramatiker. Sein
Werk umfasst 15 Dramen, große historische politische Schriften
sowie zahlreiche Balladen und Gedichte.
|
|
|
|
|

|
Friedrich von Schiller
(* 1759, † 1805)
|

|
Eduard Mörike
(* 1804, † 1875)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Mörike hatte, wie fast jeder Deutsche des
19. Jahrhunderts, ein gutes Verhältnis zu Schiller. Als seine
eigene Mutter in Cleversulzbach starb, wo auch Schillers Mutter
begraben liegt, entwarf der damals noch als Pfarrer wirkende
Dichter eine gemeinsame Grabstätte für beide Mütter. Damit
setzte er sich, bewusst oder unbewusst, in ein gleichsam
familiär-verwandtschaftliches Verhältnis zu Schiller.
Anlässlich der Enthüllung einer
Statue Schillers in Stuttgart im Jahr 1839 schrieb
Mörike ein Gedicht. In ihm kommt zum Ausdruck, wie sehr er
Schiller verehrte. In der ersten Strophe heißt es: „Dem heiterm
Himmel ewger Kunst entstiegen,
|
Dein
Heimatland begrüßest Du, | Und aller Augen, alle Herzen fliegen,
| O Herrlicher, Dir zu.“
Irmgard
Förch, ehemalige Schauspielerin an mehreren Theatern
und Sprecherin beim Süddeutschen Rundfunk, trägt mehrere
Gedichte von Mörike und Schiller vor. In ihrem Programm verweist
sie auf gemeinsame und gegensätzliche Gewohnheiten dieser
beiden großen schwäbischen Dichter.
|
|
|
Heinrich Schickhardt (1558 - 1635), der geniale Baumeister und
Ingenieur der Renaissance
|
|
|
Lichtbilder-Vortrag von Herrn Eckhard Christof, Bad Boll, im
Rittersaal des Köngener Schlosses am Donnerstag, den 15.10.2009.
Veranstaltet vom Geschichts- und Kulturverein Köngen e. V- in
Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Beginn: 19:30 Uhr.
Eintritt: 8,00 € (Abendkasse).
|
|
|
Der vielseitig begabte Baumeister
Heinrich
Schickhardt
(*1558,
†
1635) wirkte ein halbes Jahrhundert lang im Herzogtum
Württemberg und im Osten Frankreichs als Architekt,
Ingenieur und Stadtplaner.
Als württembergischer Landbaumeister entwarf,
plante und fertigte er zahlreiche Bauwerke und
technische Objekte. Als Stadtplaner entwickelte
Schickhardt neue
Stadtteile und mit Freudenstadt
auch eine neue Stadt.
Durch Brand zerstörte Städte, wie zum Beispiel
Aich, Oppenau und Vaihingen/Enz
wurden von ihm
umgestaltet und neu erbaut. Ein besonderes Verdienst
kommt Heinrich Schickhardt als Vermittler
italienischer Renaissance-Baukunst zu. Das von
ihm in den Jahren 1630 bis 1632 verfasste
„Inventarium“ ist
das bedeutendste Werkverzeichnis eines deutschen
Architekten und Ingenieurs der Renaissance und zugleich
eine hervorragende Quelle zur Kunst und Kultur dieser
Epoche.
Zu Schickhardts wichtigsten Werken
gehören das Rathaus in Belfort, das „Wunderbad“ in Bad
Boll, die Kirche St. Martin in Mömpelgard, die
Stadtkirchen in Freudenstadt , Göppingen und Backnang
sowie das Wasserschloss Neidlingen und das Schloss
Löwenstein. In Stuttgart schuf er zwischen 1600 und 1609
den Vorgängerbau
des Neuen Schlosses. Dieser Prachtbau der deutschen
Renaissance brannte 1757 ab.
Darüber hinaus
baute das württembergische Universalgenie zahlreiche
Wohnhäuser, Schulen, Badeanlagen, Brunnen, Brücken und
Mühlen.
|
|

|
|
In
Köngen baute Heinrich Schickhardt von 1600 bis
1602 die bis heute erhaltene
Ulrichsbrücke über den Neckar.
Seine Planzeichnung und seine Handschriften zu
dieser Brücke sind noch heute erhalten.
|
|
Heinrich
Schickhardt
(*1558,
†
1635)
|
|
|
|
|

|
Planzeichnung
Schickhardts zum Bau der "Ulrichsbrücke" (1600)
HStAS N 220 T 141 04/e
In der Mitte der Brücke ist ein Obelisk und eine Schranke, der Schlagbaum, zu erkennen.
An dieser Stelle sollte der Schlagbaumwärter den Brückenzoll
kassieren.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Auch bei der Erweiterung des Köngener Schlosses
hat Schickhardt mitgewirkt. Im Auftrag der
damaligen Schlossbesitzerin, Maria von
Weiler (*
1560, † 1636) lieferte er den
Entwurf zum Bau eines Torhauses, durch das der Weg in den Vorhof
führte. In seinem "Inventarium" berichtet er außerdem über den
Abriss und den Neubau des Pfarrhauses in
Köngen. In Esslingen war Schickhardt
am Umbau des Alten Rathauses und am Bau des Neckarwehrs an der
Pliensaubrücke beteiligt.
1635 wurde Schickhardt ein Opfer des
Dreißigjährigen Krieges, als er durch kaiserliche Soldaten nach
der Schlacht bei Nördlingen eine Stichwunde durch einen Dolch
erhalten hatte, an deren Folgen er am 14. Januar 1635 in
Stuttgart verstarb.
Herr Eckhard Christof ist
ehrenamtlicher Gemeindearchivar in Bad Boll und hervorragender
Kenner von Leben und Werk Heinrich Schickhardts. An der
Herausgabe des oben erwähnten "Inventariums" des berühmten
Baumeisters hat er wesentlich mitgewirkt. Außerdem ist er Autor
und Mitautor zahlreicher Veröffentlichungen über den
"schwäbischen Leonardo", wie Schickhardt oft genannt wird.
Interessante und lehrreiche Stunden sind an diesem Abend
garantiert!
|
|
|
Besuch der Großen Landesausstellung 'Eiszeit - Kunst und Kultur'
|
|
|
27. September 2009.
Kunstgebäude Stuttgart. Beginn
der Führung: 10:30 Uhr. Preis für Eintritt und Führung: 16 € pro
Person. Teilnehmerzahl: max. 25 Personen. Treffpunkt: Parkplatz
hinter dem Rathaus in Köngen, Zeit 9:30 Uhr. Bildung von
Fahrgemeinschaften. Anmeldung an der Rathauspforte.
|
|
|
Eiszeiten sind durch
extreme Wetterbedingungen und Klimaschwankungen geprägt. Zu
Beginn der letzten Eiszeit, die sich zwischen
40.000 und 10.000 Jahren vor unserer Zeit ereignete, kam der
anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens
sapiens) aus Afrika nach Europa und besiedelte auch den
südwestdeutschen Raum.
Aus eben dieser Zeit stammen Funde in Höhlen der
Schwäbischen Alb, welche die ältesten
Kunstwerke der Menschheit darstellen: aus dem Elfenbein
des Mammuts geschnitzte Figuren.
In die Endphase dieser Eiszeit fällt eine weitere
zivilisatorische und kulturelle Entwicklung des eiszeitlichen
Menschen.

Aus Mammutelfenbein geschnitzter Höhlenlöwe
aus der Vogelherdhöhle im Lonetal.
In der Landesaustellung im
Stuttgarter Kunstgebäude wird
die Umwelt des Eiszeitmenschen mit ihren
klimatischen Verhältnissen sowie mit ihrer
Pflanzen- und Tierwelt lebendig und für den Besucher
sinnlich erfahrbar gemacht. Auch wichtige urgeschichtliche
Entwicklungen wie das Aufkommen von Kunst und Musik
und technologische Innovationen werden
verdeutlicht. Die zahlreichen spektakulären Funde, die in den
Höhlen von Ach- und Lonetal gemacht wurden, sind Teil der
Ausstellung. Die im
September 2008 im Hohle Fels bei Schelklingen entdeckten
Fragmente einer Frauenfigur gelten international als Sensation.
Meterhohen Mammutskeletten steht in den
Ausstellungsräumen das nur 3,7 cm große geschnitzte Mammut von
der Vogelherdhöhle gegenüber.
Jedem der ausgestellten Objekte wurde liebevoll ein
hervorgehobener Platz zugedacht. Für Jeden, der sich für
die Urgeschichte interessiert, ist der Besuch der
Landesausstellung ein absolutes Muss.
|
|
|
Ausstellung des Malers und Bildhauers Markus Wolf im Schloss
Köngen (02.-04.10.2009)
|
|
|
Schloss Köngen (Schlosskapelle). Öffnungszeiten der Ausstellung:
Freitag, 2.10. von 15 - 19 Uhr, Samstag, 3.10. von 10 - 18 Uhr,
Sonntag 4.10. von 10 bis 18 Uhr
|
|
|
Seit 1921 hat sich die
'Meisterwerkstatt für Grabmale, Naturstein und Skulptur
Pfeiffer' einen Namen geschaffen, der für Erfahrung und
Qualität in der Bildhauerkunst steht. Ihr
Inhaber Markus Wolf
spezialisierte sich 1994 auf
landesgeschichtliche Themen. Seither
hat er
auf diesem Gebiet viele bedeutende Werke
geschaffen.
|
|

|
Der Bildhauer Markus
Wolf bei der Arbeit
|
|
|
|
|
|
|
Die Mahn- und Gedenksteine
von Markus Wolf finden
internationale Anerkennung. Beispiele seines umfangreichen
Schaffens sind die "Staufer Säule" auf dem Hohenstaufen im
Landkreis Göppingen, die Kaiserstele für Friedrich II. in
Apulien, der Gedenkstein für den Dichter Albrecht Goes und das
Denkmal für Franziska von Hohenheim im Hohenheimer Schlosspark.
Leitmotiv für Markus Wolf ist es, "Spuren des Lebens" in
Vergangenheit und Gegenwart zu entdecken und sie in seiner
künstlerischen Arbeit zeitlos darzustellen. Eigentlich ist
Markus Wolf ein Mann der Steine, aber seine heimliche Liebe gilt
dem Holz, dessen Wärme und statische Eigenschaften ihn
faszinieren. Er ist aber auch Maler: Seit seiner Jugend
empfindet der Künstler die Landschaftslinien der Schwäbischen
Alb mit ungewöhnlichen Gemälden nach. Eine Auswahl seiner
Kunstwerke werden in der Ausstellung präsentiert.
|
|
|
Tagesstudienfahrt zum Kloster Zwiefalten sowie nach Baach,
Obermarchtal und Ehingen
|
|
|
12. September
2009, Abfahrt 7:30 Uhr Rathaus Köngen, Rückkehr gegen 19:00 Uhr.
Mittagessen im Gasthaus 'Felsen' in Zwiefalten-Baach.
Reiseleitung: Herr Pfarrer Ernst Steinhart. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen, Tel. 80070. Die Kosten für die Fahrt betragen
30,-- €
pro Person. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf
30 begrenzt. Also rasch anmelden!
|
|
|
|

|
Kloster Zwiefalten
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zahlen im Hintergrund, - zum
Voraus- und zum Nachdenken (Pfarrer Steinhart)
|
|
.
|
|
8. September 1089, Abt
Wilhelm von Hirsau veranlasst, dass zwölf Benediktinermönche
und fünf Laienbrüder den Talgrund besiedeln, der ihnen durch die
Grafen Kuno und Luithold von der Achalm zur Verfügung
gestellt worden war. Sie geben ihm den Namen:
Zwiefalten.
Es ist die Zeit des Investiturstreits. Ein Kloster im
Grenzgebiet zwischen Welfen und
Staufern, später,
durch Jahrhunderte hindurch, im Feld der gegensätzlichen
Interessen Württembergs und
Österreichs. 1750
errang die Abtei die volle Reichsfreiheit. Sie dauerte bis zum
25. November 1802, als Württemberg das Gebiet in Beschlag nahm
und am 8. September 1803 schloss. Seit 1812 ist das Münster
Pfarrkirche.
Die
romanische Kirche von 1109 war noch
völlig intakt, als sie um das Jahr 1740 dem
barocken Neubau
weichen musste. Er - das Werk von Künstlern wie dem Baumeister
Johann Michael Fischer, den 'Bildhauern' Johann Michael
Feichtmayr und Joseph Christian sowie des Freskanten Franz
Joseph Spiegler - wurde am 1. September 1765 geweiht. Seit der
Renovation zum 700. Gründungstag leuchtet das Münster wieder in
ursprünglicher Frische.
Unterm Krummstab sei gut leben, hieß es
damals. Äbtliches Regiment und klösterliche Verwaltung drückten
auch, aber nicht so sehr wie die der Grafen und Herzöge. Zeugnis
dafür bieten die Kapellen und Kirchen der damals klostereigenen
Gemeinden; Beispiele dafür werden wir ansehen.
Und dann
Obermarchtal ... In den
Ursprüngen älter als Zwiefalten; sein Beginn geht bis ins
karolingische 8. / 9. Jahrhundert zurück. Kein Kloster, sondern
ein Stift - der Unterschied wird uns beschäftigen. Früher als
Zwiefalten erreichte das Prämonstratenserstift den Stand der
'Reichsabtei', früher auch der Neubau der barocken Kirche, - sie
wurde 1701 geweiht.
Die zeitliche Verschiebung im Bau der beiden
großen Abteien lädt ein zum Vergleich der unterschiedlichen
Ausprägungen des Barock. Dass es neben den großen Klosterbauten
beachtenswerte Bauten an kleinen Orten gibt ist ein Punkt, der
zum Abwägen herausfordert. Eines vorweg: Überall derselbe
Anspruch, in höchster künstlerischer Qualität dem Glauben
Ausdruck zu geben.
|
|
|
Historischer Rundgang durch
Köngen für Kinder
|
|
|
Dienstag, 25. August 2009, Treffpunkt/Treffzeit: Stöffler-Platz
(beim Pferd) um 14:00 Uhr, Dauer der Führung: ca. 2 Stunden,
Teilnehmer: 20 Kinder ab 8 Jahre. Bitte mitbringen: 2 Euro.
Wichtig: geschlossene Schuhe (keine Sandalen), wer hat, eine
kleine Taschenlampe
|
|
|
Wir wollen
den Kindern das historische Köngen ein bisschen näher bringen.
Auf dem Stöffler-Platz gibt es zunächst etwas Geschichte
zu Köngen. Dann gehen wir zur Peter- und
Paulskirche und besteigen dort den Turm mit seiner
berühmten Sauglocke aus dem 15. Jahrhundert.
|
|

|
Die berühmte
"Sauglocke".
Um 1721 - als der Kirchturm noch fehlte - wurde sie in
einem Glockenstuhl auf ebener Erde geläutet.
|
|
Weiter gehen wir durch den
Pfarrgarten und den Alten Friedhof zur
ehemaligen Köngener Mühle. Von dort gehts dann
zur Ulrichsbrücke, von der vor fast 500 Jahren
Herzog Ulrich von Württemberg angeblich auf seinem Pferd in die
Fluten des Neckars gesprungen und so seinen Verfolgern entwischt
sein soll. Zurück führt uns der Weg zum Römerkastell,
wo Frau Carmen Zeis, die Leiterin des Römermuseums, für uns eine
Führung macht. Dann geht's zur Firma Getränke-Weis,
wo wir in die tiefen Kellergewölbe hinabsteigen; dort wurde
früher das kühlende Eis für den Sommer gelagert. Schließlich
kommen wir zum Schloss, wo wir uns den
'Rittersaal' ansehen. Dann gehen wir zum Ausgangspunkt unseres
Rundgangs zurück. Dort und auch schon unterwegs warten
Überraschungen auf uns.
|
|
|
Tagesfahrt nach Ulm
|
|
|
Samstag, 18. Juli 2009.
Bahnfahrt ab Wendlingen 9:10 Uhr, Rückkehr 19:49 Bahnhof
Wendlingen (falls keine Änderung im Sommerfahrplan). Die Führung
durch einige der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt Ulm
übernimmt die Kunstexpertin Frau Barbara Honecker. Anmeldung an
der Rathauspforte in Köngen. Teilnehmerzahl: 15 Personen. Die
Kosten von 23,-- € pro Person beinhalten Eintritt, Führung und
Bahnfahrt ab Wendlingen.
|
|
|
In den letzten Jahren
sind rund um das in gotischem Stil erbauten Münster eine
Reihe von spektakulären Neubauten entstanden. Man denke
nur an den Bau des Stadthauses, dessen Planung
und Ausführung durch den amerikanischen Stararchitekten
Richard Maier zuvor konträr diskutiert wurde. In
jüngster Zeit hat Ulm seine "Stadtautobahn" mit einer
außergewöhnlichen Architektur überbaut. Unter der
Führung von Frau Barbara Honecker werden wir uns
die moderne Architektur des Stadthauses, die neue
Stadtbibliothek und die beiden neuen Häuser des
Architekten Stefan Braunfels, die im Zusammenhang
mit der Überbauung der alten Straße stehen, anschauen.
|

|
|
|
Stadthaus
in Ulm. (Quelle: Globopix)
|
|
|
Das
Weishauptmuseum beherbergt die
gleichnamige Sammlung Weishaupt mit ihren klassischen und
zeitgenössischen Kunstwerken. Dieses Gebäude wurde von dem
Architekten Wöhr
über einen Glassteg mit dem
Ulmer
Kunstmuseum verbunden. In diesem Zusammenhang erhielt das
Kunstmuseum eine neue Dauerausstellung der
Hochschule für
Gestaltung mit dem interessanten Titel „Einfach sehen“. Bei
unserem Besuch des Kunstmuseums sehen wir uns auch die
Ausstellung dieser Hochschule an. Dazu werden wir noch die
'Sammlung Fried'
im Ulmer Münster betrachten. Diese
Privatsammlung, die der Ulmer Galerist und Mitherausgeber
Kurt Fried seiner Heimatstadt vermacht hat, enthält eine
Reihe von kleinformatigen, exquisiten Kunstwerken
zeitgenössischer Künstler.
|
|
|
Historisches und Numismatisches zum Köngener Schloss und seinen
Kaiserbildern im Rittersaal
|
|
|
Freitag, 19.
Juni 2009, 19:30 Uhr im Rittersaal des Köngener Schlosses. Der
Eintritt ist frei!
|
|
|
Herr Dr. Ulrich Klein,
Mitglied des Württembergischen Vereins für Münzkunde und
ehemaliger Leiter des Münzkabinetts des
Württembergischen Landesmuseums in Stuttgart, hält einen
Vortrag über Münzen, die im Zusammenhang mit den im
Rittersaal abgebildeten Kaisern stehen.
Detlef
Rothfuß vom Geschichts- und Kulturverein Köngen
berichtet über die wechselvolle Geschichte des Schlosses
und seiner Bewohner.
|

|
|
|
Münze Thedosius I. (Quelle: Sammlung Schmidtkonz)
|
|
|
|
Auf den Spuren des Bildhauers Johann Heinrich von Dannecker in
Stuttgart
|
|
|
Sonntag, 17. Mai
2009. Treffpunkt in Köngen: hinterer Rathausparkplatz 13:15 Uhr,
Fahrgemeinschaften. Treffpunkt in Stuttgart: Kongresscenter am
Hoppenlaufriedhof (Platz der deutschen Einheit) 14:00 Uhr.
Führung durch Herrn Maurus Baldermann. Dauer der Führung: 3,5
Stunden. Kosten: 12,-- €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max.
20 Personen.
|
|
|
Johann Heinrich von
Dannecker ist einer der bedeutendsten Bildhauer,
Zeichner und Keramiker des Klassizismus in Deutschland.
Als sein Jugendfreund
Friedrich
Schiller 1805 starb, fertigte Dannecker ein
lebensgroßes Gipsmodell für eine
Schillerbüste
an. Die Marmorfassung dieser Büste, entstanden zwischen
1812 und 1814, ist charakteristisch für einen neuen
Typus des Idealbildes im 19. Jahrhundert.
Dannecker hat uns viele Meisterwerke
hinterlassen. Eines der bedeutendsten ist die Skulptur
'Ariadne auf dem Panther'. Dem 1803 entstandenen
Tonmodell folgte 1814 die Fassung in Marmor. Der
sensationelle Erfolg dieser Skulptur beruhte auf der
Verbindung von erotischer Freizügigkeit und monumentaler
Form. Ein moderner Abguss steht in der Rotunde der
Neuen Staatsgalerie in Stuttgart.
|

|
|
|
Johann
Heinrich von Dannecker (* 1748, † 1841)
|
|
|
.
|
|
Heinrich Dannecker wurde am 15.
Oktober 1748 als Sohn eines im Dienste des württembergischen
Herzogs Carl Eugen
stehenden Kutschers in Waldenbuch
geboren. Sein künstlerisches Talent wurde schon früh erkannt.
Von 1772 bis 1780 erhielt er an der Militärakademie in Stuttgart
eine Ausbildung zum Bildhauer. Danach wurde er zum
Hofbildhauer ernannt, musste sich allerdings verpflichten,
lebenslang für das württembergische Fürstenhaus zu arbeiten.
1790 wurde Dannecker Professor an der Hohen Karlsschule in
Stuttgart. In den Jahren 1793 traf er sich häufig mit seinem
Jugendfreund Friedrich Schiller. Als sich
Johann
Wolfgang von Goethe 1797 eine Woche in Stuttgart aufhielt,
war er häufig mit Dannecker zusammen. Ein von dem Architekten
Thouret am Stuttgarter Schlossplatz erbautes Haus, die
'Danneckerei', wurde von Dannecker als Wohnstätte, Atelier,
Kunstschule und Museum genutzt. Als er am 8. Dezember 1841
starb, wurde er auf dem Hoppenlaufriedhof beigesetzt.
Dort beginnt unsere 3,5 Stunden dauernde Spurensuche unter der
Führung von Herrn Maurus Baldermann durch die Innenstadt
Stuttgarts zum Residenzschloss, zur Stifts- und Hospitalkirche
bis hin zur Staatsgalerie, die Dannecker eine sehenswerte
Ausstellung gewidmet hat.
|
|
|
Besuch der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Esslingen
|
|
|
25.April 2009.
Beginn der Führung: 15:00 Uhr. Treffpunkt: hinterer
Rathausparkplatz in Köngen um 14:15 Uhr. Kosten für Eintritt und
Führung: 8,00 €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max. 20
Personen.
|
|
|
In Esslingen findet sich
mit der Kirche Mariä Verkündigung die größte
griechisch-orthodoxe Kirche Europas außerhalb
Griechenlands. Die dreischiffige Basilika wurde 1995
fertig gestellt. Mit ihrer Kreuzform, der zentralen
Kuppel und der prachtvollen Innenausstattung folgt die
Kirche byzantinischer Bautradition. Die Apsis zeigt die
thronende Gottesmutter mit dem Jesuskind, an ihrer Seite
die Erzengel Michael und Gabriel. Das Kuppelgemälde
zeigt Christus als Pantokrator. Der massive Betonbau
wurde kunstvoll verkleidet und in klassisch-orthodoxer
Manier ausgemalt.
|

|
|
|
Griechisch-Orthodoxe Kirche in Esslingen
|
|
|
|
Besuch des Museums Ritter in Waldenbuch
|
|
|
28. März 2009.
Programm: 10:00 Uhr: Firmengeschichte, Schokoladenherstellung
(Filmvorführung), 11:15 Uhr: Führung durch die Kunstsammlung.
Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:15 Uhr.
Kosten für Eintritt und Führung: 7,50 €. Anmeldung an der
Rathauspforte. Max. 20 Personen.
|
|
|
Quadratisch, Praktisch, Gut'.
Wer denkt dabei nicht gleich an die quadratische Schokolade,
welche die Welt erobert hat. Zunächst erfahren wir etwas zum
Firmenkonzept und zu den
Herstellungsverfahren für
Schokolade. Besonders interessant dürfte der ökologische
Standpunkt der Firma Ritter-Sport sein.
|
|
|
|
Thema der umfangreichen Kunstsammlung im
Museum Ritter ist das Quadrat in der neueren und
zeitgenössischen Kunst. Dabei werden historische Entwicklungen
auf dem Gebiet der geometrischen Abstraktion aufgezeigt und
international bedeutende Vertreter dieser Kunstrichtung
präsentiert. Die malerischen und plastischen Konzepte, die das
Quadrat zum Ausgangspunkt oder Ziel haben, sind ein wesentlicher
Bestandteil der Kunstgeschichte der letzten hundert Jahre.
|
|
|
|
|
|
08.02.2009
|
An den Veranstaltungen
der 'Köngener Kulturtage' beteiligt sich der
Geschichts- und Kulturverein mit einem
Balladenabend,
vorgetragen von dem ehemaligen Schauspieler Klaus
Lerm. Die Musikschule Köngen / Wendlingen umrahmt
das Programm. Ort: Zehntscheuer Köngen. Beginn der
Veranstaltung um 19:00 Uhr.
|
|
|
|
Reise nach Armenien vom 29.05. - 06.06.2009
|
|
|
Diese Reise mit
Studiosus
Gruppenreisen GmbH wird unter der fachkundigen Leitung von
Pfarrer Ernst Steinhart und des Kunsthistorikers Torsten Flaig
durchgeführt. Sie ist fast ausgebucht. Interessierte Personen
können sich noch unter der Telefon-Nummer 07024-80687 anmelden.
An einem ersten Einführungsabend hat uns Herr Torsten Flaig am
25. September 2008 in einem Dia-Vortrag das faszinierende Land
Armenien vorgestellt. Zwei weitere Vorträge schließen sich nun
an:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
-
Am
Donnerstag, 29. Januar 2009,
20 Uhr, hält Pfarrer Steinhart einen Vortrag mit dem
Thema: "Um die Gegenwart zu verstehen - zur
Geschichte der Armenier und Armeniens seit 1870".
|
|
|
|
Besuch der Ausstellung 'Salvador Dali, Graphisches Werk aus fünf
Jahrzehnten'
|
|
|
Frau Honecker
führt uns am 14. Dezember 2008 durch die Ausstellung in der
Kreuzkirche in Nürtingen (Am Schillerplatz). Beginn: 10:00 Uhr.
Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:30 Uhr für
Fahrgemeinschaften oder 9:45 Uhr vor der Kirche. Kosten: 10,00
€.
|
|
|
Die Ausstellung in der Nürtinger
Kreuzkirche stellt das graphische Werk des exzentrischen
spanischen Künstlers in den Mittelpunkt.
|
|
|
|
|

|
Salvador Dali
(*1904, † 1989), spanischer Maler, Grafiker,
Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner, Filmemacher
und Schauspieler
Foto: Dali-Archiv
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Salvador Dali war einer der
Hauptvertreter des Surrealismus und zählt zu den bekanntesten
und kreativsten Malern des 20. Jahrhunderts. Sein persönlicher
Stil war die Welt des Unbewussten, die in Träumen erscheint. Die
realistisch erscheinenden Traumwelten sind mit einer so großen
Liebe zum Detail gemalt, dass sie häufig Fotos gleichzusetzen
sind. Schon zu seinen Lebzeiten war Dali ein Mythos, an dessen
Aufrechterhaltung er selbst durch seine bizarren Auftritte
mitwirkte.
Salvador Dali wurde 1964 von Königin Isabella
von Spanien mit dem höchsten Orden des Landes ausgezeichnet.
1982 erfolgte durch König Juan Carlos I. seine Ernennung zum
Marquis de Dali y Pubol.
|
|
|
Von Wohltäterinnen und Mäzenen - von antiken Tempelstiftungen,
mittelalterlichen Hospitälern und dem Stiftungsboom von heute
|
|
|
Vortrag von Frau
Dr. Susanne Dieterich im Rittersaal des Köngener Schlosses am
Donnerstag, den 6.11.2008. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt: 8,00 €.
|
|
|
Die uns von mehreren
Veranstaltungen bestens bekannte Landeshistorikerin und
derzeitige Geschäftsführerin des Initiativkreises Stuttgarter
Stiftungen Frau Dr. Susanne Dieterich berichtet vom Leben
und Wirken früherer Stifter und Mäzene, vom Zusammenhang
zwischen Totenkult und Memoria, Höllenangst und Seelenheil,
mittelalterlichen Hospitalstiftungen, Beginenhäusern, der
berühmten Augsburger Fuggerei und dem mäzenatischen Wirken des
Großbürgertums späterer Jahrhunderte. Wie Frauen "stiften gehen"
wird ebenso beleuchtet wie die lebendige Stiftungslandschaft von
heute - immer mit einem besonderen Augenmerk auf die
Verhältnisse in Württemberg.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
Gaius Cilnius Maecenas
(* um 70 v. Chr., † 8 v. Chr.), Vertrauter und
politischer Berater des römischen Kaisers Augustus,
Förderer der Künste. Der Begriff
'Mäzen'
wurde
von seinem Namen abgeleitet.
|
|
|
|
|
Besuch der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg "Matisse:
Menschen Masken Modelle"
|
|
|
Frau Honecker führt am 26.10.
2008 durch die Ausstellung in der Neuen Staatsgalerie Stuttgart.
Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:30 Uhr
(Fahrgemeinschaften). Eintritt und Führung: 15,00 €. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen.
|
|
|
Die Große Landesausstellung Baden-Württemberg in der
Staatsgalerie Stuttgart mit dem Thema „Matisse: Menschen
Masken Modelle“ stellt die Porträtkunst des
französischen Künstlers in den Mittelpunkt. Zu diesem Thema
werden über hundert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und
Druckgrafiken aus internationalen Sammlungen gezeigt. Die
Ausstellung mit einer repräsentativen Auswahl aus allen
Schaffensperioden entstand in Zusammenarbeit mit dem Bucerius
Kunst Forum in Hamburg.
|
|
|

|
Henri Matisse: „Mademoiselle H.D. Frau mit Schleier“
aus dem Jahr 1927
Bild: Succession Henri Matisse, VG
Bild-Kunst, Bonn
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Henri Matisse (* 1869, † 1954), einer der bekanntesten
und beliebtesten Vertreter der Moderne, war ständig auf der
Suche nach einer Kunst von überzeitlicher Gültigkeit.
Hinsichtlich seiner Porträts von Familienangehörigen,
Künstlerkollegen, Mäzenen, Sammlern, Modellen und von sich
selbst war es ihm wichtig, den wahren Charakter eines
Gesichts herauszuarbeiten. Neben der individuellen
Charakterisierung zeigen sie zumeist auch eine, an Ikonen
erinnernde, Maskenhaftigkeit.
|
|
|
Das Ende der Römerzeit in Köngen und die Spätantike im Spiegel
römischer Münzen
|
|
|
Vortrag von
Herrn Dieter Widhalm vom Württembergischen Verein für Münzkunde
im Römermuseum am Freitag, den 10. Oktober 2008 im Römermuseum
Köngen. Beginn: 19:00 Uhr. Eintritt: 6 €.
|
|
|

|
Um 213 n. Chr. bedrohten
erstmals germanische Heerscharen das römische
Süddeutschland. Dies veranlasste den
römischen Kaiser
Caracalla unsere Region zu inspizieren und im
heutigen Hessen in einer Schlacht die Germanen
zurückzuschlagen. Gut zwanzig Jahre später - die
römischen Truppen waren zur Abwehr persischer Bedrohung
in den Osten abgezogen worden - nutzten die wieder
erstarkten Alamannen
die römische Schwäche und
fielen raubend und mordend in das blühende Land ein. Ob
die Siedlung Grinario (die heutige Gemeinde
Köngen) damals auch betroffen war, wissen wir nicht. Um
260 n. Chr. endete nach heutigen Erkenntnissen die
römische Herrschaft bei uns. In Lichtbildern
ausgewählter römischer Münzen soll diese Zeit und die
folgende Epoche der Spätantike dargestellt werden.
|
|
Caracalla (*188, †217),
römischer Kaiser von 211 bis 217 n. Chr.
|
|
|
|
|
Tagesstudienfahrt zum Kloster Zwiefalten sowie nach Baach,
Obermarchtal und Ehingen
|
|
|
27. September
2008, Abfahrt 7:30 Uhr Rathaus Köngen, Rückkehr gegen 19:30 Uhr.
Mittagessen im Gasthaus 'Felsen' in Zwiefalten-Baach.
Reiseleitung: Herr Pfarrer Ernst Steinhart. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen, Tel. 80070. Die Kosten betragen 29,-- EUR.
pro Person. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf
30 begrenzt. Also rasch anmelden!
|
|
|
|

|
Kloster Zwiefalten
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zahlen im Hintergrund, - zum
Voraus- und zum Nachdenken (Pfarrer Steinhart)
|
|
.
|
|
8. September 1089, Abt
Wilhelm von Hirsau veranlasst, dass zwölf Benediktinermönche
und fünf Laienbrüder den Talgrund besiedeln, der ihnen durch die
Grafen Kuno und Luithold von der Achalm zur Verfügung
gestellt worden war. Sie geben ihm den Namen:
Zwiefalten.
Es ist die Zeit des Investiturstreits. Ein Kloster im
Grenzgebiet zwischen Welfen und
Staufern, später,
durch Jahrhunderte hindurch, im Feld der gegensätzlichen
Interessen Württembergs und
Österreichs. 1750
errang die Abtei die volle Reichsfreiheit. Sie dauerte bis zum
25. November 1802, als Württemberg das Gebiet in Beschlag nahm
und am 8. September 1803 schloss. Seit 1812 ist das Münster
Pfarrkirche.
Die
romanische Kirche von 1109 war noch
völlig intakt, als sie um das Jahr 1740 dem
barocken Neubau
weichen musste. Er - das Werk von Künstlern wie dem Baumeister
Johann Michael Fischer, den 'Bildhauern' Johann Michael
Feichtmayr und Joseph Christian sowie des Freskanten Franz
Joseph Spiegler - wurde am 1. September 1765 geweiht. Seit der
Renovation zum 700. Gründungstag leuchtet das Münster wieder in
ursprünglicher Frische.
Unterm Krummstab sei gut leben, hieß es
damals. Äbtliches Regiment und klösterliche Verwaltung drückten
auch, aber nicht so sehr wie die der Grafen und Herzöge. Zeugnis
dafür bieten die Kapellen und Kirchen der damals klostereigenen
Gemeinden; Beispiele dafür werden wir ansehen.
Und dann
Obermarchtal ... In den
Ursprüngen älter als Zwiefalten; sein Beginn geht bis ins
karolingische 8. / 9. Jahrhundert zurück. Kein Kloster, sondern
ein Stift - der Unterschied wird uns beschäftigen. Früher als
Zwiefalten erreichte das Prämonstratenserstift den Stand der
'Reichsabtei', früher auch der Neubau der barocken Kirche, - sie
wurde 1701 geweiht.
Die zeitliche Verschiebung im Bau der beiden
großen Abteien lädt ein zum Vergleich der unterschiedlichen
Ausprägungen des Barock. Dass es neben den großen Klosterbauten
beachtenswerte Bauten an kleinen Orten gibt ist ein Punkt, der
zum Abwägen herausfordert. Eines vorweg: Überall derselbe
Anspruch, in höchster künstlerischer Qualität dem Glauben
Ausdruck zu geben.
|
|
|
Einführungsabend zur Studienfahrt nach Armenien
|
|
|
25. September
2008, Katholisches Gemeindehaus in Köngen, Beginn: 19:30 Uhr
|
|
|
In der Zeit vom
29.05. -
06.06.2009 unternehmen wir unter der Leitung von
Torsten
Flaig und
Pfarrer Ernst Steinhart
eine
Studiosus-Gruppenreise nach Armenien. In einem
ersten
Einführungsvortrag wird uns Torsten Flaig dieses
faszinierende Land in einem Dia-Vortrag vorstellen.
|
|
|
|
Armenien liegt auf der
Grenze zwischen Abendland und Orient. Diese Lage machte
das Land Jahrhunderte lang und bis heute zu einem
Brennpunkt politischer, wirtschaftlicher, kultureller
und religiöser Interessen. Die alten Handelswege der
Seidenstraße führten ebenso durch die Gebirge Armeniens
wie die geplanten Pipelines, die Gas und Strom nach
Europa bringen sollen. Zugleich war das karge Land um
den Ararat stets Spielball im Wettstreit der Weltmächte,
ob als urarträisches Reich, ob zwischen Römern und
Persern, ob zwischen Russen und Osmanen oder ob als
demokratische Republik im Blickpunkt europäischer
Sicherheitspolitik in unserer Zeit.
|

|
|
.
|
Der Berg
Ararat
|
301 n. Chr. führte Armenien als erstes Land
der Welt das Christentum ein. Die Armenier definieren sich bis
heute in ihrer Nationalität über ihre autokephale apostolische
armenische Kirche. Aus der Frühgeschichte des mächtigen Urartu
und der großen christlichen Klostertradition zeugen heute
unzählige Kulturgüter ersten Ranges, die teilweise in der
Welterbeliste der UNESCO eingetragen wurden. Zugleich
beeindruckt die Natur mit ihren majestätischen Hochgebirgen,
kargen Felslandschaften, fruchtbaren Flusstälern und kargen
Bergseen.
Bei dem Einführungsabend geben wir auch
die Anmeldeunterlagen von Studiosus Gruppenreisen aus.
|
|
|
Besuch der Ausstellung: 'Luxus und Lustbarkeiten des Rokoko -
Herzog Carl Eugens Venezianische Messe',
Stuttgart Altes
Schloss
|
|
|
06. September
2008, Beginn der Führung im Alten Schloss um 14:20, Treffpunkt
im Eingangsbereich. Preis / Person: 10 €. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen, Tel. 07024-80070.
|
|
|

|
Angeregt durch seine Italienreisen führte
Herzog Carl Eugen von Württemberg 1768 die so
genannte Venezianische Messe ein. In- und
ausländische Händler bewarben sich um die Teilnahme und
präsentierten 14 Tage lang Luxusartikel, die über das
alltägliche Warensortiment hinaus reichten. Edles
Porzellan, schöne Stoffe und venezianische Masken zogen
den württembergischen Hof samt Bevölkerung in ihren
Bann.
|
|
Foto: Veranstalter
|
|
|
|
Anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der
Porzellanmanufaktur Ludwigsburg präsentiert das Landesmuseum
Württemberg eine Tafeldekoration aus Porzellan, welche die
Venezianische Messe bildlich überliefert. Dabei werden
Lebensgefühl und Genussfreude der Gesellschaft am
württembergischen Hof in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
und, im Gegensatz dazu, das Warenangebot auf dem realen
Jahrmarkt deutlich.
|
|
|
Besuch in der Werkstatt des Bildhauers Markus Wolf in Plieningen
|
|
|
29. März 2008,
14:00 Uhr, Bernhäuser Str. 36, 70599 Stuttgart-Plieningen.
Treffpunkt: Parkplatz Rathaus Köngen 13:30 Uhr,
Fahrgemeinschaften. Preis: 7 €, Anmeldung: Rathauspforte Köngen.
|
|
|
Seit 1921 hat sich die
'Meisterwerkstatt für Grabmale, Naturstein und Skulptur
Pfeiffer' einen Namen geschaffen, der für Erfahrung und
Qualität in der Bildhauerkunst steht. Ihr
Inhaber Markus Wolf
hat sich seit 1994 auf
landesgeschichtliche Themen
spezialisiert und auf diesem Gebiet schon viele bedeutende Werke
geschaffen. Seine Mahn- und Gedenksteine finden
internationale Anerkennung. Beispiele seines umfangreichen
Schaffens sind die "Staufer Säule" auf dem Hohenstaufen im
Landkreis Göppingen, die Kaiserstele für Friedrich II. in
Apulien, der Gedenkstein für den Dichter Albrecht Goes und das
Denkmal für Franziska von Hohenheim im Hohenheimer Schlosspark.
Leitmotiv für Markus Wolf ist es, "Spuren des Lebens" in
Vergangenheit und Gegenwart zu entdecken und sie in seiner
künstlerischen Arbeit zeitlos darzustellen.
|
|
|
|
|
|
|

|
Der Bildhauer Markus
Wolf bei der Arbeit
|
|
Bei unserem Besuch in Plieningen wird uns
Markus Wolf Einblick in sein vielseitiges künstlerisches
Schaffen geben und in die umfangreichen
Bearbeitungsmöglichkeiten verschiedenster Materialien einführen.
Begleiten wird uns Herr Maurus Baldermann, selber
Steinmetz und uns durch seine interessanten Führungen durch
Stuttgarter Friedhöfe gut bekannt.
|
|
|
Besuch des literarischen Marionettentheaters LIMA in Esslingen
|
|
TAMINOS TRAUM. Eine Wortoper mit W.A. Mozart und E. Schikaneder
|
|
1. März 2008,
Aufführungsort: Württembergische Landesbühne, Landolinsgasse 1,
Esslingen. Beginn: 20:00 Uhr
|
|
.
|
|
Preis: 14 €,
Anmeldung: Rathauspforte, Treffpunkt: Parkplatz Rathaus Köngen
19:00 Uhr, Fahrgemeinschaften. Anmeldeschluss: 8. Februar 2008.
|
|
|
Intimität und Stille einer
mittelalterlichen Hauskapelle bilden seit über zwanzig Jahren im
kleinsten Theater der Region den Rahmen für die Klassiker des
Theaters 'en miniature'. Im Jahr 1984 gründete
Wilhelm
Preetorius (*1915, † 1996) ein Marionettentheater, mit dem
er viele Jahre seine Sichtweise von Theater und Marionette
vermittelte. Dieser Sichtweise fühlt sich das LIMA unter der
Leitung von Andreas Weiner noch heute verpflichtet.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
Das Schauspiel 'TAMINOS
TRAUM' hat
Mozarts 'Zauberflöte' zur
Grundlage, die sich über Raum und Zeit hinweg zum
unsterblichen Mythos in der Opernwelt entwickelte. Die
zeitlose Zugkraft dieser Oper ist neben der Schönheit
der Musik auch auf ihre idyllische Märchenhaftigkeit und
die rätselhafte Symbolik zurückzuführen. Um den oft
abstrus anmutenden Text des Librettos der Zauberflöte
besser beleuchten zu können, wird in der Inszenierung
des 'Theaters 'en miniature'
die Tonalität der
Worte vor die Musik gestellt.
|
|
|
|
|
Die Hauptfiguren der von
Andreas
Weiner inszenierten Wortoper sind
Wolfgang Amadeus Mozart
und Emanuel Schikaneder, aus dessen Hand der Text zu
Mozarts Oper "Die Zauberflöte" stammt. Der berühmte Komponist
findet sich in der Rolle des Tamino und der Theaterdichter in
der des Papageno wieder. Gemeinsam müssen sie sich den
Herausforderungen stellen, die sie sich selbst ausgedacht haben.
'TAMINOS TRAUM' ist ein Märchen mit Geist und
Witz. Lassen auch Sie sich verzaubern!
|
|
|
|
|
Verleihung
des Daniel-Pfisterer-Preises 2008 an Prof. Dr. Christel
Köhle-Hezinger
|
|
27. Januar 2008
in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße 13), Beginn: 19:00
Uhr
|
|
|
Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker
Prof. Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und
Hobby-Paläontologen Robert Flaig, den Leiter der
Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier und dem
Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege
Prof. Dr.
Dieter Planck haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und
Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für
das Jahr 2008 an die Volkskundlerin Prof. Dr. Christel
Köhle-Hezinger für ihre Verdienste um die
Veröffentlichung der Daniel-Pfisterer-Chronik und für ihre
wissenschaftliche Arbeit als Volkskundlerin zu vergeben.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger,
Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Inhaberin des
Lehrstuhls für Volkskunde
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Christel Köhle-Hezinger
wurde am 7. November 1945 in Esslingen geboren. Nach dem Studium
der Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft), Amerikanistik,
Germanistik und Landesgeschichte in Tübingen, Bonn und Zürich
promovierte sie 1976 in Tübingen. Bis 1987 war sie freiberuflich
tätig, hatte Lehraufträge an der Stanford University (USA) und
an den Universitäten Tübingen und Stuttgart. 1988 bis 1994 war
sie am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
der Universität Tübingen zuständig für Orts- und
Regionalforschung (Ländlicher Raum). 1994 folgte sie dem Ruf an
die Universität Marburg als Professorin für Europäische
Ethnologie und Kulturforschung. Seit 1998 leitet sie an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena den Aufbau des
Instituts für Volkskunde / Kulturgeschichte. Christel
Köhle-Hezinger ist Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde
(Empirische Kulturwissenschaft) und seit 2006 auch Pro-Dekanin
der Philosophischen Fakultät. Eine große Anzahl von
Publikationen, viele ehrenamtliche Funktionen und
Beiratstätigkeiten in Museen, Geschichts- und
Volkskunde-Institutionen begleiten ihren wissenschaftlichen Weg.
Die Kulturgeschichte, insbesondere die des 18.
bis 20. Jahrhunderts, die Industriekultur, Konfession und
Frömmigkeit, Pietismus-, Frauen- und Alltagsgeschichte, das Dorf
und der ländliche Raum sind die Themen, die Frau Dr.
Köhle-Hezinger umfassend und gründlich aufgreift. Als Fachfrau
war und ist sie bei vielen Ausstellungs- und Museumsprojekten
gefragt. So entwickelte sie 1979/80 bereits eine erste
Konzeption für das spätere Freilichtmuseum Beuren.
Zu Daniel Pfisterers Buch
"Barockes Welttheater" hat Christel Köhle-Hezinger eine
besondere Beziehung, betrieb sie doch - auf Anregung des
Köngener Historikers Dr. Gerhard Hergenröder - seit 1986 bis zur
Veröffentlichung im Jahre 1996 maßgeblich die Publikation dieses
einmaligen Werkes; außerdem ist sie Mitautorin des
Begleitbandes. Sowohl der Wissenschaft als auch dem breiten
Publikum wurde dadurch erstmals eine neue, außergewöhnliche
Quelle zur Volkskunde des Barock, aber auch ein äußerst
erbauliches Bilder- und Gedichtbuch erschlossen.
Mit besonderen Vortragsthemen bereichert Frau
Dr. Christel Köhle-Hezinger seit Jahren auch die kulturelle
Szene in Köngen und Umgebung. Von ihrem Fachwissen und ihrer
Art, Geschichte verständlich und spannend darzustellen, sind
alle, die sie als Rednerin kennen gelernt haben, begeistert.
Kurzum - sie ist eine würdige Trägerin des
Daniel-Pfisterer-Preises.
|
|
.
|
|
|
Anthroposophische Kultur in Köngen
|
|
.
|
|
Vortrag von Herrn Rüdiger Fischer-Dorp im Eurythmiestudio Köngen
(Römerstraße 6) am Freitag, den 9.11.2007. Beginn: 19:30 Uhr.
Eintritt: 8 €
|
|
.
|
|
|
Anthroposophie ist die
von Rudolf Steiner 1912 begründete, aus der Theosophie
hervorgegangene, christlich orientierte Weltanschauung, die den
Anspruch auf wissenschaftliche Erforschung der übersinnlichen
Welt erhebt. Neben spekulativ-mystischen Elementen sind in
der Anthroposophie vor allem Goethes Naturauffassung und die
idealistische Geistlehre (Wirklichkeit als stufenweise
Selbstoffenbarung des Geistes) eingegangen, aus der auch die
Reinkarnation des menschlichen Geistes abgeleitet wird. Die
Anthroposophie versucht eine umfassende
Deutung aller Natur-
und Kulturbereiche sowie eine freiheitliche und
ganzheitliche Lösung der politischen und wirtschaftlichen
Probleme der Gegenwart. Sie nahm Einfluss auf die ganzheitliche
Medizin und kreativ therapeutische Verfahren (z. B.
Musiktherapie). Von pädagogischer Bedeutung sind die
Waldorfschulen und die Waldorfkindergärten.
|
|
|
|
|
|
|

|
Rudolf Steiner (*1861, † 1925),
Begründer der Anthroposophie
|
|
Herr Rüdiger Fischer-Dorp stellt die
Grundlagen der Anthroposophie vor und berichtet, wie
Anhänger dieser Weltanschauung, die in Köngen lebten oder noch
leben, das Kulturleben in der Gemeinde mitgestaltet haben bzw.
noch mitgestalten. Martha und Emil Kühn, Else Klink und Otto
Wiemer, Ilse und Otto Rennefeld haben den von der Anthroposophie
ausgehenden Kulturimpuls aufgegriffen und in die Praxis
umgesetzt (Pädagogik, Eurythmie, Sprachgestaltung / Schauspiel,
Medizin).
|
|
|
|
|
|
|

|
Else Klink (* 1907
auf einer kleinen Insel des Bismarck-Archipels, † 1994
in Köngen).
Else Klink hat die Entwicklung der
Eurythmie entscheidend mitgeprägt. Aufgrund ihrer Arbeit
gelang der Eurythmie der Schritt ins öffentliche
Kulturleben.
|
|
|
|
.
|
|
|
Ägyptische Mumien - Unsterblichkeit im Land der Pharaonen
|
|
.
|
|
Besuch der
Großen Landesaustellung im Landesmuseum Württemberg (im Alten
Schloss in Stuttgart) am Samstag, den 17. 11. 2007.
Anmeldung: Rathauspforte Köngen. Beginn der Führung um 15:15
Uhr. Treffpunkt: vor dem Alten Schloss. Kosten für Eintritt und
Führung: 12 €.
|
|
|
Die alten Ägypter glaubten an
ein Weiterleben der Toten im Jenseits. Die Welt der
Verstorbenen glich dem Diesseits, jedoch in einer idealisierten
Form. Die Seelen kehrten dabei wieder in ihre Körper zurück.
Deshalb war es wichtig, die Überreste der Verstorbenen für das
ewige Leben gut zu präparieren.

Im Grunde war die Natur Lehrmeister der
Ägypter. Der heiße Wüstensand entzog dem Leichnam alle
Flüssigkeit und verhinderte die Verwesung. Als sich wohlhabende
Leute in einem Sarg beerdigen ließen, mussten Hilfsmittel den
Trockeneffekt bringen. Die Kunst dieser Mumifizierung
wurde im alten Ägypten nach und nach perfektioniert. Mit
Natronsalz trocknete man den Leichnam aus und machte ihn dadurch
haltbar. Organe wurden entnommen, gesalbt, in Leinen gewickelt
und in speziellen Gefäßen, den Kanopen, beigesetzt. An Stelle
der Organe legten die Balsamierer mit Salböl getränktes Leinen,
wohlriechende Flechten und Moose sowie Sägespäne und Gewürze.
Das Gehirn entfernten die Spezialisten mittels Metallhaken durch
die Nase.
Kartonagemasken auf das Gesicht (siehe Abb.),
Mumienbandagen bis hin zur dekorativen Kassettenwicklung,
körperförmige bemalte Särge und auf die Leinenbinden oder auf
Holzbrettchen gemalte Porträts belegen den Wandel der
Anschauungen. Die Konservierungstechniken, allzeit abhängig vom
Rang des Toten, wurden zuletzt vernachlässigt zugunsten der
äußeren Darstellung. Unter christlichem Einfluss wurde die
Mumifizierung als heidnisch verboten - nur die Seele, nicht der
Leib ist unsterblich. Der Brauch, die Toten zu mumifizieren,
endete nach dem 6. Jahrhundert n. Chr..
Die Kunst der Ägypter, einen toten Körper über
die Jahrtausende haltbar zu machen, beschert der Wissenschaft
heute viele Möglichkeiten, das Leben im alten Ägypten zu
rekonstruieren. Nicht nur die kunstvollen Gräber, mit
Hieroglyphen beschriftet und voller Beigaben aus dem täglichen
Leben, machen den Alltag der Antike anschaulich - auch die toten
Körper selbst erzählen, wie sie lebten.
Für die
Große Landesausstellung wurden
ca. 300 hochkarätige Objekte von renommierten Museen aus dem In-
und Ausland zur Verfügung gestellt. Den Grundstock der Sammlung
des Württembergischen Landesmuseums stammt von
Ernst von
Sieglin, einem Stuttgarter Fabrikanten, der um 1900
Ausgrabungen in Ägypten finanzierte.
|
|
|
|
|
20.10.2007
|
In der Reihe Stuttgarter
Friedhöfe wird uns Herr Maurus Baldermann in
diesem Jahr am 20.10. um 14 Uhr über den
Waldfriedhof
führen. Der Waldfriedhof ist im Jahr 1914, kurz vor
Ausbruch des Ersten Weltkriegs angelegt worden und wird
mit gleicher Konzeption weitergeführt. Auf einer Fläche
von 30 Hektar befinden sich heute ca. 20.000
Grabstellen. Viele Prominente fanden auf dem Friedhof
die letzte Ruhe, so zum Beispiel die Oberbürgermeister
Karl Lautenschlager und Arnulf Klett, Bundespräsident
Theodor Heuss und seine Ehefrau Elly Heuss-Knapp, der
Fabrikant Robert Bosch, der Kaufhausgründer Eduard
Breuninger, der Künstler Adolf Hölzel sowie seine
Schüler Oskar Schlemmer und Ida Kerkovius. An den
Schauspieler Erich Ponto erinnert ein Gedenkstein, der
Bildhauer Otto Hajek schuf sein eigenes Grabmal. Viele
weitere Namen bedeutender Menschen werden uns auf der
Führung über den Friedhof begegnen.
Anmeldung: Rathaus Köngen
(Pforte). Abfahrt in Fahrgemeinschaften um
13
Uhr am Rathaus.
|
|
|
|
|
|
|
28.09.2007
|
Um 19:30 Uhr hält Frau
Dr. Kathrin Fastnacht im Rittersaal des Schlosses einen
Vortrag zum Thema: "Ein Schloss und seine
Herrschaften. Zur Identität von Schloss und Dorf Köngen
im 19. und 20. Jahrhundert."
Frau Dr. Fastnacht
erläutert in ihrem Vortrag in erster Linie die
Biographien der Schlossbesitzer und
Schlossbesitzerinnen. Der Vortrag wird in Verbindung mit
der Ortsbücherei veranstaltet. Der Eintritt kostet 8 €.
Da wir mit vielen Zuhörern rechnen, bieten wir Ihnen
schon heute die Möglichkeit, unter Tel. 07024 / 80687
eine Eintrittskarte reservieren zu lassen.
|
|
|
|
|
15. -
16.09.2007
|
An diesem Wochenende wir
das Köngener Schloss nach langen Restaurationsarbeiten
seinen zukünftigen Nutzern übergeben. Für die
Öffentlichkeit sind alle Räume des Schlosses zugänglich
und zu besichtigen. In der Schlosskapelle präsentiert
der Geschichts- und Kulturverein eine
Ausstellung zur
Schlossgeschichte. Vorstand und Beiräte geben
Erklärungen zu Bildern, Tafeln und Schaustücken. Die
Öffnungszeiten sind Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr und
Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr.
|
|
|
|
Musen - Modelle - Malerlegenden von Renoir bis Warhol
|
|
Besuch der
Ausstellung im Museum in Rechberghausen am Samstag, den
28.07.2007. Anmeldung Rathauspforte Köngen. Abfahrt: 14:00 Uhr
Rathaus Köngen mit einem Bus, Rückkehr: ca. 19:30, Preis: 24,00
Euro inkl. Bus, Eintritt, Führung
|
|
|
Frau Barbara Honecker
präsentiert in Rechberghausen eine von
Prof. Dr.
Roland Doschka konzipierte Kunstschau, die in ihrer
Art einmalig ist. "Ein Museum auf Zeit" zeigt die
einschneidenden Veränderungen in der Kunst anhand des
Leitmotivs "Maler und Modell". Ganz große Namen wie Marc
Chagall, Lovis Corinth, Edgar Degas, Otto Dix, Paula
Modersohn-Becker, Emil Nolde, Henri de Toulouse-Lautrec
und viele andere Künstler stehen für jeweils ein
exemplarisches Werk um den Pluralismus der Malstile im
20. Jahrhundert aufzuzeigen. Die Kunstwerke umfassen die
verschiedensten Techniken: Zeichnungen, Aquarelle,
Pastelle, Ölgemälde, fotographische Kunst, Skulpturen.
|
|

|
|
|
|
Prof.
Dr. Roland Doschka
|
|
|
Prof. Dr. Doschka hat mit
seinem Wirken und seinem Expertenwissen Menschen in aller Welt
begeistert. Durch seine viel gelobten Ausstellungen und die zu
jeder Ausstellung eigens verfassten umfangreichen Katalogwerke
hat er der Nachwelt ein einmaliges Zeugnis der Kunst im 20.
Jahrhundert überliefert. Für seine Verdienste wurde ihm 2006 der
europäische Kultur-Projekt-Preis verliehen.
|
|
|
Der Maler Christian Mali (1832 - 1906) - Reisen in Württemberg
|
|
Besuch der Ausstellung im Stadtmuseum Esslingen am Samstag, den
21.4.2007. Führung um 15:00 Uhr
|
|
|
Christian
Mali ist am 6. Oktober 1832 in Broekhuizen bei Utrecht als
zehntes Kind des holländischen Gutsverwalters Peter Hendricus
Mali und seiner Frau Friederike Christine, einer
Kaufmannstochter aus Weilheim unter Teck, geboren. Nach dem Tod
seines Vater 1833 kommt er mit seiner Mutter nach Württemberg.
Als er im Alter von 13 Jahren auch seine Mutter verliert, werden
er und sein Bruder Jan Cornelis von ihrer Schwester
Heinrike Gertrude aufgenommen, die mit dem holländischen
Maler und Kunsthändler Pieter Francis Peters (1818 –
1903) verheiratet ist. Von Pieter Francis Peters, dessen Töchter
Anna Peters (1843 - 1926) und Pietronella Peters
später durch ihre schönen Blumen- und Landschaftsbilder bekannt
werden, erhalten die beiden Brüder ihren ersten Malunterricht.
|
|
|
|
|
|
|

|
Christian Mali (1832 - 1906),
Landschafts- und Tiermaler
|
|
|
|
|
|
Bis 1858 ist Christian Mali in
Stuttgart als Xylograph (Hersteller von hölzernen Druckplatten
für Abbildungen in Katalogen und Fachbüchern) tätig. Daneben
malte er vor allem Landschaftsbilder. Bereits mit 20
Jahren verkauft er sein erstes Ölgemälde an den kunstsinnigen
König Wilhelm I. von Württemberg. Mit 25 Jahren zieht Christian
zu seinem Bruder Jan nach München, um sich weiter als
Landschaftsmaler auszubilden. Gefördert wurde er von dem aus
Stuttgart gebürtigen Malerkollegen Carl Ebert (1821 - 1885).
|
|
|
|
Zwischen 1858 und 1867 erzielt
Christian Mali mit seinen Ansichten von Dorflandschaften,
Städten, Klöstern und Burgen in Alt-Württemberg große Erfolge.
Dies liegt vor allem daran, dass das
städtische Bürgertum
in einer Zeit der beginnenden Industrialisierung
die
Landschaft als Ort des Rückzugs und der Erholung ansieht. Der
Blick des Künstlers Mali wendet sich liebevoll allem zu, was von
den gesellschaftlichen Veränderungen überholt zu werden
drohte. Eine Italienreise erweckt in Christian Mali das
Interesse an Architekturmalerei. In Italien entstand
unter anderem 'Der Abend in Verona' (Neue Pinakothek München)
und 'Partie aus Venedig'. Seine Werke sind regelmäßig in
Stuttgarter Ausstellungen zu sehen, was zum einen an den
familiären Beziehungen, zum anderen an dem an Kunst
interessierten württembergischen König Wilhelm I. liegt.
Zwischen 1863 und 1865 ist Christian Mali in der 1861 von Pieter
Francis Peters und dem Maler Hermann Herdtle gegründeten
'Permanenten Ausstellung' mit zehn Werken vertreten. Die Heimat
seiner Mutter durchstreift der Künstler während seiner Besuche
bei der Familie Peters. Dabei entstehen unter anderem Ansichten
von den Dörfern Köngen, Gablenberg, Möhringen, Gaisburg und
Mühlhausen. Besonders angezogen fühlt sich Christian Mali von
Esslingen, das er 1859 als Reiseziel auswählt. Dort zeichnet er
in der warmen Jahreszeit Skizzenblätter, die er im Winter als
Vorlage für seine Ölgemälde benutzt.
|
|
|
|
|
|
|

|
Wegkreuzung bei Köngen, Skizze
|
|
|
|
|
|
In München
kommt es 1860 zur ersten Begegnung mit dem auf Tierbilder
spezialisierten schwäbischen Landsmann Anton Braith (1836
- 1905), aus der sich eine Lebenspartnerschaft entwickelt. Beide
Maler sind Mitglieder der 'Münchener Schule', die mit
Pariser Weltausstellung im Jahre 1867 einen großen
Aufschwung nimmt, von dem auch die zeitweilig in Köngen lebende
Malerin Anna Peters in ihrem künstlerischen Schaffen profitiert.
Über Jahrzehnte hinweg sind zahlreiche Besuche der Familie
Peters bei Christian Mali und Anton Braith in deren Atelierhaus
in München, der so genannten Schwabenburg, bekannt. Auch
Gegenbesuche in Stuttgart und Köngen sind durch datierte Skizzen
Christian Malis belegt.
|
|
|
|
Unter dem Einfluss von Anton
Braith wendet sich Christian Mali von der
Landschaftsmalerei
ab und malt fast ausschließlich Tierbilder. Dazu gehören
Bilder wie 'Die heimziehende Herde', 'Der verregnete Viehmarkt',
'Schafe bei herannahendem Gewitter' und 'Schafe im Frühjahr'.
Beide Künstler werden durch ihre Kunst sehr populär und erhalten
auf zahlreichen Ausstellungen Goldmedaillen.
Prinzregent
Luitpold, ihr Freund und Gönner, verleiht ihnen den
bayerischen St.-Michaels-Orden. Vom württembergischen König
erhalten sie den Friedrichsorden.
|
|
|
|
Christian Mali stirbt 1. Oktober
1906 in der Münchener Schwabenburg. Er wird an der Seite des im
Januar 1906 verstorbenen Freundes Anton Braith auf dem
Biberacher Stadtfriedhof
beigesetzt. Beide Künstler haben
ihren gesamten künstlerischen Nachlass und einen Großteil ihres
großen Vermögens der Stadt Biberach vermacht. Die
'Braith-Mali-Ateliers' sind heute im gleichnamigen
Museum
in Biberach zu sehen, das die meisten der rund 50
Skizzenbücher, Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde Christian
Malis, die im Esslinger Stadtmuseum ausgestellt werden,
beigesteuert hat. Die detailgenauen Darstellungen erfreuen heute
Liebhaber alter Malerei wie stadtgeschichtlich Interessierte,
Bauhistoriker wie Landeskundler.
|
|
|
Ausstellung des Köngener Malers Dietrich Müller anlässlich
seines 80. Geburtstags
|
|
|
|
|
Eröffnung der Ausstellung
am Freitag, 25. Februar 2007, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer
Köngen mit Grußwort von Bürgermeister Hans Weil und Würdigung
des Lebenswerks von Dietrich Müller durch Bernd Weigel, dem
Vorsitzenden des Geschichts- und Kulturvereins Köngen. Für die
musikalische Begleitung sorgt der Musiker und Poet Peter
Straubinger.
|
|
|
|
Die Ausstellung ist
geöffnet am
|
Samstag, 24. Februar
2007, 11:00 - 18:00 Uhr
|
|
|
Sonntag, 25. Februar
2007, 11:00 - 18:00 Uhr
|
|
|
.
|
|
|
An beiden Tagen bewirtetet die
Begegnungsstätte Köngen die Besucher mit Kaffee, Kuchen und
Getränken.
|
|
|
|
|
Dietrich Müller wurde am
12.10.1926 in Stuttgart geboren und wuchs in Biberach auf. Schon
in frühester Jugend wird sein Maltalent entdeckt und er will
Kunstlehrer werden. Der Krieg macht ihm einen "Strich durch die
Rechnung" und er wird Kaufmann. Seiner Lebensgefährtin Gretel
Klenner zuliebe richtet er seinen Lebensmittelpunkt in Köngen
ein.
|
|
|
|
Das Malen ist und bleibt seine
Passion. 1963 - 1964 absolviert er einige Semester im
Fernstudium an einer Kunstakademie in Paris. Sein Professor
attestiert ihm "eine Vitalität im realistischen Malen, die heute
sehr rar geworden ist".
|
|
|
|
|

|
|
Bild von der
Ulrichsbrücke (Lavierung)
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Köngen und die nähere Umgebung
sind ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Skizzen, Aquarelle und
Acryl-Bilder. Seine Darstellungen der Vogtei, der Ulrichsbrücke,
der alten Mühle, der Peter- und Paulskirche und des nach fast
300 Jahren alten Aufzeichnungen "rekonstruierten" Schlosses
begeistern in ihren frischen Farben den Betrachter. Aber auch
seine Albmotive, Bilder von Tieren und Blumen sowie von seinen
Reisen im Mittelmeerraum, zeigen die außergewöhnliche
Schaffensbreite. Seine Skizzenbücher faszinieren immer wieder.
Dietrich Müller ist weit über Köngen hinaus bekannt und zeigt
seine Werke immer wieder in Ausstellungen.
|
|
|
|
|
|
|
Ludwig Uhland - der Dichter unserer Heimat, sein Leben in
unruhigen Zeiten
|
|
Lesung von Klaus Lerm, musikalisch umrahmt von der Musikschule
Köngen/Wendlingen unter der Leitung von Jörg Dobmeier
|
|
Veranstaltung im
Rahmen der 19. Köngener Kulturtage
|
|
|
|
Sonntag, 28.
Januar 2007, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.-
€
|
|
|
|
|
Der schwäbische Dichter,
Literaturwissenschaftler, Rechtsanwalt und Politiker
Ludwig
Uhland wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren. Von 1802
bis 1808 studierte er Rechtswissenschaften und Philologie in
seiner Heimatstadt. Noch während seiner Studienzeit beschäftigt
er sich mit alter deutscher Literatur und Volkspoesie und stellt
zusammen mit seinem Freund Justinus Kerner dem
'Morgenblatt
für gebildete Stände' ein handgeschriebenes
'Sonntagsblatt für ungebildete Stände' gegenüber.
|
|
|
|
|
|
|

|
Ludwig Uhland (1787 -
1862)
"Der Deutsche ehrt in allen Zeiten der
Fürsten heiligen Beruf doch liebt er, frei
einherzuschreiten und aufrecht, wie ihn Gott erschuf".
Antonius / Interfoto
|
|
Nach einem Aufenthalt in Paris (1810/11) war
er Anwalt und
Sekretär im Justizministerium in
Stuttgart. Von 1820 bis 1826 war Uhland als
Tübinger
Abgeordneter im württembergischen Landtag
und greift in
dieser Funktion aktiv in den Streit über die Landesverfassung
ein. Im Jahr 1829 erhält er eine Professur für deutsche
Sprache und Literatur an der Universität Tübingen. Als er
1833 erneut in den Landtag gewählt wird, bittet er
König
Wilhelm I. vergeblich um eine zeitweise Aufhebung seines
Lehramts. Ein Gesuch um Entlassung wird dagegen gewährt. Von
1833 bis 1838 ist er liberaler Abgeordneter im Stuttgarter
Parlament. In der unruhigen Zeit der deutschen Revolution
1848/49 hat Uhland einen Sitz in der Frankfurter
Nationalversammlung. 1850 zieht er sich als
Privatgelehrter nach Tübingen zurück. Als er 1853 auf Betreiben
Alexander von Humboldts den preußischen Orden "Pour le
mèrite" verliehen bekommen soll, lehnt er ihn mit dem Hinweis
auf die Opfer staatlicher Repression ab . Auch den bayerischen
"Maximilianorden für Wissenschaft und Kunst" nahm er nicht
entgegen. Ludwig Uhland starb am 13. November 1862.
|
|
|
|
In seinen
lyrischen Gedichten
gelang es Ludwig Uhland, seiner leidenschaftslosen,
kernig-nüchternen Art entsprechend, Stimmungsbilder aus Natur
und Menschenleben von Freud und Leid, von Andacht und Wehmut,
von Wanderlust und Trennungsschmerz in schlichter und klarer
Form zu geben. Viele seiner Gedichte haben das Lebensgefühl der
Menschen seiner Zeit besonders deutlich getroffen. Dazu gehören
das Frühlingslied "Die linden Lüfte sind erwacht" und das Lied
"Ich hatt' einen Kameraden". Letzteres atmet den Geist der
verzweifelten politischen Depression, die während der Besetzung
Deutschlands durch die napoleonischen Truppen herrschte. In
seiner Innigkeit noch gesteigert durch die Melodie Friedrich
Silchers, wurde es zum traurigsten und berühmtesten aller
deutschen Soldatenlieder. Es kann auch heute noch zu Tränen
rühren.
|
|
|
|
Die Stoffe zu seinen schönen
Balladen
entnahm Uhland sowohl der deutschen und romanischen
Sagenwelt als auch historischen Ereignissen. So ist zum Beispiel
die "Schwäbische Kunde" in die Ereignisse der Kreuzzüge
eingebunden ("Als Kaiser Rotbart lobesam zum Heil'gen Land
gezogen kam ..). Bekannt sind heute noch die Balladen "Des
Sängers Fluch" und "Graf Eberhard der Rauschebart".
|
|
|
|
Ludwig Uhland gehörte
politisch zu der Gruppe der Altwürttemberger, die eine
Wiederherstellung der ständischen Verfassung und damit jener
Rechte anstrebte, die König Friedrich von Württemberg
beseitigt hatte. Die neue Verfassung sollte als
Vertrag
zwischen Fürst und Volk beschlossen werden. In diesem Sinne
strebte Uhland an, "das Vertrauen und die Eintracht zwischen
Volk und Herren" zur Grundlage des neuen württembergischen
Staates zu machen. Im Februar 1816 gelang ihm jenes Gedicht, das
nicht nur die Altwürttemberger in ihrem Selbstbewusstsein
stärkte:
„Wo je bei altem guten Wein der Württemberger zecht, da soll
der erste Trinkspruch sein: Das alte gute Recht!“ So beginnt
dieser elfstrophige poetische Trinkspruch, der schnell zum
Wahlspruch aller oppositionellen Württemberger avancierte und
der so eingängig geraten war, dass er an den politischen
Stammtischen des Landes selbst den säuerlichsten Trollinger zu
veredeln vermochte. Ein
Verfassungsentwurf, den König Wilhelm I. im März 1817
vorlegte, wurde im Landtag abgelehnt. Nach dem Scheitern der
Verhandlungen der Stände mit dem König schreibt Uhland in seinem
Gedicht "Nachruf":
"Ob einer im Palast geboren, in Fürstenwiege sei gewiegt, als
Herrscher wird ihm erst geschworen, wenn der Vertrag besiegelt
liegt". In einem anderen Gedicht beschreibt er sein dringendes
Verlangen nach einem "Recht, das uns Gesetze gibt, die keine
Willkür bricht, das offene Gerichte liebt und gültig Urteil
spricht". Im Frankfurter Parlament trat er als Vorkämpfer für
ein mit einem "Tropfen demokratischen Öles" gesalbtes deutsches
Kaisertum auf.
|
|
|
|
In der Zeit als Professor in
Tübingen (1829 -1833) widmete sich Uhland der Erforschung der
deutschen und romanischen Sage und Dichtung im Mittelalter.
Dieser wissenschaftlichen Betätigung verdanken wir
wertvolle Arbeiten wie z.B. ein Essay über "Walther von der
Vogelweide" und die Sammlung "Alte hoch- und niederdeutsche
Volkslieder".
|
|
|
|
|
"Für Gott und Ehemann" - Auf den Spuren württembergischer
Missionsbräute
|
|
Vortrag von Frau Dr. phil. Dagmar Konrad, Tübingen
|
|
|
|
Freitag, 12.
Januar 2007. 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.-
€
|
|
|
Dieser Vortrag ergänzt die
Veranstaltung mit Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger über 'Pietismus
in Württemberg" vom 10. November 2006 in idealer Weise.
|
|
|
|
Missionsbräute waren Frauen, die
im 19. Jahrhundert einen Missionar heirateten, ohne ihn vorher
persönlich zu kennen. Sie stammten zum großen Teil aus
Württemberg und der Schweiz. Diese skurril anmutende
Heiratspraxis geht auf die Basler Mission zurück, eine der
größten protestantischen Missionsgesellschaften des 19.
Jahrhunderts, die in Indien, Afrika und China missionierte. Die
Missionare mussten ledig ausreisen und durften erst nach zwei
Jahren um Heiratserlaubnis bitten. Deshalb wurden ihnen Frauen
in die Missionsgebiete nachgeschickt. Spuren, die diese Frauen
hinterließen, sind Briefe, Tagebücher und Fotografien. Sie
beschreiben ein Stück wenig bekannter württembergischer
Frauengeschichte.
Was bewegte diese Frauen ihre Heimat und ihr
soziales Umfeld für immer zu verlassen? Wie gestaltete sich das
Heiratsprocedere? Wie sah das neue Leben auf der Missionsstation
aus? Im Vortrag wird diesen Fragen nachgegangen, das Leben der
historischen Frauen mit seinen Problemen und Schwierigkeiten
geschildert und die spezielle Heiratsgeschichte einer
Württemberger Missionsbraut vorgestellt, die aus Briefen und
Tagebüchern - subjektiven Quellen aus Privatbesitz -
rekonstruiert wurde.
|
|
|
|
Frau Dr. Dagmar Konrad studierte
Volkskunde (Empirische Kulturwissenschaft) und Ethnologie in
Tübingen und promovierte bei Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger
zum Thema "Missionsbräute - Pietismus des 19. Jahrhunderts in
der Basler Mission" (ausgezeichnet mit dem Johannes-Brenz-Preis
2003 und dem Barbara-Künkelin-Preis 2006).
|
|
|
|
|

|
Dagmar Konrad
Missionsbräute - Pietistinnen
des 19. Jahrhunderts in der Basler Mission
Waxmann Verlag. Münster / New York /
Berlin / München 2001
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Pietismus in Württemberg
|
|
Vortrag von Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger
|
|
|
|
Freitag, 10.
November 2006, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt
8.- €
|
|
|
In dem Vortrag der bekannten
Volkskundlerin Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger werden die
Anfänge, die Entwicklung und Ausbreitung des Pietismus sowie
seine Auswirkung auf Land und Leute geschildert. Die religiösen
Ziele des Pietismus, das Suchen nach dem persönlichen Gott, das
Streben nach einem gottgefälligen Leben mit den Auflagen, ebenso
fleißig zu arbeiten wie zu sparen, schufen die Grundlagen für
die wirtschaftliche und geistige Entwicklung Alt-Württembergs.
Zum Wesen des württembergischen Pietismus gehörte allerdings
auch, dass man sich zur Freudlosigkeit fast verpflichtet fühlte.
Ausgelassenheit, selbst lautes Lachen war bei vielen Pietisten
verpönt. Vieles, was das Meinungsbild eines Großteils der
Bevölkerung über den Pietismus geprägt hat, beruht jedoch auf
Unwissenheit und Vorurteilen. Licht in dieses Dunkel zu bringen,
ist die Aufgabe, die sich Frau Dr. Köhle-Hezinger in ihrem
Vortrag gestellt hat.
|
|
|
|
|
|
|
|

|
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger,
Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Inhaberin des
Lehrstuhls für Volkskunde
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Frau Dr. Köhle-Hezinger ist
Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Gleichzeitig ist sie
Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät. Ihre zahlreichen
Publikationen, wie zum Beispiel über die Alltagsgeschichte, die
Kultur im ländlichen Raum und die Rolle der Frauen im Pietismus
beweisen ihr großes Fachwissen.
|
|
|
|
|
Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises
2006 an Prof. Dr. Dieter Planck
|
|
22.01.2006 in
der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr
|
|
|
Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof.
Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen
Robert Flaig und den Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen
Jörg Dobmeier haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und
Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für
das Jahr 2006 an den Präsidenten des Landesamtes für
Denkmalpflege, Prof. Dr. phil. Dieter Planck, für seine
Verdienste zur Erhaltung des römischen Köngen zu vergeben.
|
|
.
|
|
|

|
Prof. Dr. Dieter Planck,
Leiter
des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium
Stuttgart
|
|
|
.
|
|
|
|
|
|
Dieter Planck wurde am 14.
August 1944 in Rottenburg am Neckar geboren. Nach dem Studium
der Vor- und Frühgeschichte, der Alten Geschichte, der
Urgeschichte und der Klassischen Archäologie an den
Universitäten Tübingen und München promovierte er 1970 über das
römische Rottweil.
Seit 1. September 1970 steht Dieter Planck im
Dienste der Landesregierung Baden-Württemberg. Über das Referat
Bodendenkmalpflege für den Regierungsbezirk Nordwürttemberg und
die Leitung der Abteilung Archäologische Denkmalpflege des
Landesdenkmalamts wurde er 1994 Präsident dieser Behörde. Seit
der Verwaltungsreform der Landesbehörden am 1. Januar 2005 ist
Dieter Planck Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im
Regierungspräsidium Stuttgart. Zahlreiche zusätzliche Ämter
ergänzen das Wirken Dieter Plancks. Sein Ziel ist stets die
Sicherung des kulturellen Erbes Baden-Württembergs
auch für
die nachfolgenden Generationen. Zwei Beispiele seiner
umfangreichen Tätigkeit wollen wir herausgreifen.
Seit 1988 ist Prof. Dr. Planck Vorsitzender
der Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg
und Hohenzollern. Die Gesellschaft hat ca. 3.600 Mitglieder
und widmet sich den Hinterlassenschaften der frühen
Bewohner des Landes. Durch Ausstellungsbesuche, Studienfahrten,
Vorträge, Tagungen, Kolloquien und Lehrgrabungen sowie aktuelle
Informationen werden die Mitglieder über die neuesten
Entwicklungen landesarchäologischer Forschung informiert.
Darüber hinaus engagiert sich die Gesellschaft bei der
Organisation von Ausstellungen. An den meisten dieser
Aktivitäten ist Dieter Planck "vor Ort" beteiligt.
Der Beschluss des Welterbe-Komitees der UNESCO
vom 15. Juli 2005 in Durban (Südafrika), den
Obergermanisch-Raetischen Limes mit seiner Gesamtlänge von
550 km als Weltkulturerbe anzuerkennen, war für das
Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und dessen Leiter, Prof. Dr.
Dieter Planck, ein außerordentlicher Erfolg. Fünf Jahre
Vorbereitungszeit waren in den beteiligten Bundesländern
notwendig, bevor ein entsprechender Antrag an das
Welterbe-Komitee gestellt werden konnte. So mussten zum Beispiel
anhand alter Fundberichte sowie mit Hilfe moderner
Untersuchungsmethoden Ausdehnung und Lage der römischen
Strukturen im Erdreich bestimmt, beschrieben und kartiert
werden. Als Mitte 2003 die neu gegründete
Limeskommission
die nationale und internationale Koordination des Projekts
übernahm, wurde Dieter Planck deren Vorsitzender.
Besonders würdigen wir die
großen Verdienste Dieter Plancks um die
Erforschung der
römischen Vergangenheit Köngens. Als 27-jähriger Archäologe
wurde er 1971 vom damaligen Leiter des Staatlichen Amtes für
Bodendenkmalpflege Stuttgart, Dr. Zürn, zum ersten Mal nach
Köngen entsandt, um auf dem Gelände des ehemaligen römischen
Kastells und der ausgedehnten Zivilsiedlung in einer -
denkmalpflegerisch gesehen - verfahrenen Situation, rettend
einzugreifen. Ein Großteil der Fläche des Dorfes Grinario, wo
Römer und Kelten von 95 bis ca. 260 n. Chr. ihre Spuren
hinterlassen hatten, war zum Großteil überbaut und für die
Denkmalpflege verloren. Unter der Leitung Dieter Plancks wurden
zahlreiche Ausgrabungen vorgenommen und die Funde der breiten
Öffentlichkeit vorgestellt. Seinem großen Einsatz ist es
zu verdanken, dass das Kastellgelände als herausragendes
Kulturdenkmal anerkannt und 1974 wegen seiner besonderen
geschichtlichen und heimatkundlichen Bedeutung in das
Denkmalbuch Baden-Württemberg eingetragen wurde. So konnte das
Köngener Römerkastell als einziges Kastell am Neckarlimes vor
einer modernen Überbauung gerettet werden.
In den Berichten der
Fachpublikation "Fundberichte aus Baden- Württemberg"
veröffentlichte Dieter Planck in den 70iger und 80iger Jahren
umfangreiche Dokumentationen über seine denkmalpflegerische
Tätigkeit in Köngen. Neben den Ausgrabungen in den Jahren 1972,
1977 und 1979 betreute er in diesem Zeitraum zahlreiche
Privatsammlungen in Köngen mit römischen Funden. Mit
unermüdlichem Engagement erschloss er diese reichhaltigen
Bestände aus der Römerzeit für die Forschung. Bis 1993 fanden
unter seiner Leitung immer wieder Ausgrabungen innerhalb des
Gebiets der Gemeinde Köngen statt.
Prof. Dr. Planck unterstützte maßgeblich die
Konzeption des Römermuseums
als Teil des neuen Römerparks
Köngen. Er hob die Beteiligung des Schwäbischen Albvereins und
der Gemeinde Köngen an diesem Projekt hervor. Anlässlich der
Eröffnung des Römerparks und des Museums schrieb der damalige
Präsident des Landesdenkmalamts: "
Die Bildung archäologischer
Reservate, wie sie hier vom Schwäbischen Albverein und der
Gemeinde Köngen in vorbildlicher Weise geschaffen wurden, sind
beispielhafte denkmalpflegerische Maßnahmen. "
Dieter Planck fühlt sich immer mit Köngen
verbunden. Nicht zu unterschätzen sind seine Unterstützung und
Fürsprache bei der Sanierung des Köngener Schlosses, das
ebenso wie der Römerpark zur unverwechselbaren Identität Köngens
gehört. Ohne öffentliche Mittel wären weder Römerpark noch
Schlosssanierung möglich gewesen.
Prof. Dr. Plancks
denkmalpflegerische Verdienste für Köngen sind und bleiben in
der Gemeinde Köngen unvergessen. In Würdigung seiner
Verdienste um das historische Köngen wird Prof. Dr. Dieter
Planck der Daniel-Pfisterer-Preis 2006 verliehen.
|
|
.
|
|
|
Olga - eine (vergessene) Königin für Württemberg
|
|
Vortrag von Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger mit musikalischer
Umrahmung, Veranstaltung im Rahmen der Köngener Kulturtage in
Zusammenarbeit mit dem Geschichts- und Kulturverein
|
|
.
|
|
Sonntag, 20.
März 2005, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 9.-
€
|
|
|
|

|
Olga Nikolajewna,
Großfürstin von Russland, Königin von Württemberg,
*30. August 1822 in Sankt Petersburg,
† 30. Oktober 1892 in
Schloss Friedrichshafen/Bodensee. - Tochter des späteren
Zaren Nikolaus I. und seiner Gemahlin Alexandra
Feodorowna, geb. Prinzessin Charlotte von Preußen. - Ihr
Großvater, der ermordete Zar Paul I., war mit Prinzessin
Sophie Dorothee Auguste von Württemberg verheiratet.
Mütterlicherseits war sie Enkelin der preußischen
Königin Luise.
Bildquelle:
Schlösser-Magazin 4/1997
|
|
.
|
|
|
|
|
Der württembergische Kronprinz
Karl, geboren 1823, hatte Olga 1846 in Palermo kennen und
lieben gelernt. Nach ihrer Hochzeit noch im selben Jahr in St.
Petersburg hielt das Paar am 23. September 1846 unter
begeisterter Teilnahme der Bevölkerung seinen feierlichen Einzug
in Stuttgart. Olga war nicht nur eine außerordentlich schöne,
sondern auch eine selbstsichere, intelligente und politisch
ehrgeizige Frau. Bis zur Thronbesteigung im Jahr 1864 wohnten
Karl und Olga zurückgezogen in der im Stil der italienischen
Spätrenaissance erbauten Villa Berg. Die besondere Liebe des
Kronprinzenpaars galt der Architektur, der Musik und der
Malerei.
|
|
.
|
|
Bald nach ihrer Ankunft im
Königreich Württemberg engagierte sich Olga auf sozialem Gebiet.
Seit 1864 Königin, unterstützte sie die Gründung sozialer
Einrichtungen, die teilweise heute noch in Stuttgart bestehen:
das "Olga-Kinderhospital" ("Olgäle"), das "Olga-Krankenhaus" und
das "Karl-Olga-Krankenhaus". Bestehende soziale Einrichtungen,
wie zum Beispiel für die Betreuung behinderter Menschen, wurden
von ihr ausgebaut. Ein besonderes Anliegen war der Königin die
Erziehung und Ausbildung der weiblichen Jugend. So übernahm sie
beispielsweise 1883 das Protektorat über die
"Frauenarbeitsschule des Schwäbischen Frauenvereins"
|
|
.
|
|
Nach der Reichsgründung von
1871, gegen die Olga angekämpft hatte, konnte sie sich, wie auch
ihr Mann, nur schwer mit der nun untergeordneten Rolle des
Königreichs Württemberg abfinden. Doch während Karl immer mehr
resignierte, bewahrte die Königin ihre Tatkraft und erhob ihre
Stimme laut und deutlich. Nicht ohne Grund machte gerade ihr
Gegenspieler Bismarck ihr das Kompliment: "Die Königin ist der
einzige Mann am Stuttgarter Hof".
|
|
.
|
|
Überschattet war das Leben Olgas
von ihrer Kinderlosigkeit. Da sie sehr darunter litt, holte sie
bereits 1863 mit Billigung Karls ihre damals neunjährige Nichte,
Großfürstin Wera Konstantinowa aus Russland, an den
württembergischen Hof. 1870 wurde Wera adoptiert. Die letzten
Lebensjahre der Königin waren durch einen Skandal und durch
schwere Krankheit geprägt. 1888 sorgte die homophile Neigung
ihres Ehemannes für Furore. König Karl hatte seinen
amerikanischen Freund zum Kammerherrn ernannt, ja sogar in den
Adelstand erhoben. Ende November musste sich der König aufgrund
öffentlicher Kritik von seinem Freund trennen.
|
|
.
|
|
Im Jahr 1891 starb der König und
ein Jahr darauf folgte ihm Olga, "die Königin vom Scheitel bis
zur Sohle", wie eine ihrer Hofdamen die Wirkung dieser
eindrucksvollen, würdevollen Fürstin auf die Menschen ihrer
Umgebung beschrieb. Die Verstorbene wurde neben ihrem Gemahl in
der Gruft der Schlosskirche im Alten Schloss in Stuttgart
beigesetzt.
Über die
Regierungszeit König Karls von Württemberg
berichten wir auf einer anderen Seite.
|
|
|
Ein Aufstand in Württemberg - Der 'Arme Konrad' von 1514
|
|
Vortrag
von Herrn Professor Dr. Hans-Martin Maurer, Stuttgart
|
|
Freitag, 5.
November 2004, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt
frei
|
|
|
Ausgehend vom Remstal
erschütterte der 'Aufstand des armen Konrad' für kurze Zeit die
hierarchische Ordnung Württembergs.
Erbmarschall Konrad
Thumb von Neuburg, Ortsherr von Köngen und Landhofmeister
des Herzogtums, war maßgeblich an seiner Niederschlagung
beteiligt. Der Vortrag schildert sowohl die Beweggründe und
Zielvorstellungen der Aufständischen als auch den Verlauf der
Auseinandersetzung zwischen Obrigkeit und Bevölkerung. - Über
den 'Aufstand des Armen Konrad' haben wir eine eigene
Internet-Seite erstellt. Wenn Sie daran interessiert sind,
klicken Sie bitte
hier!
|
|
.
|
|
|

|
Illustration zu einem Reimgedicht über den Armen Konrad.
Entstanden im Frühjahr 1514.
Bildnachweis: Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim
|
|
|
.
|
|
Herr
Professor Dr. Maurer
war Leiter des Hauptstaatsarchivs in Stuttgart, ist
Honorarprofessor für Geschichte an der Universität Stuttgart und
hat sich intensiv mit der Thematik befasst.
|
|
.
|
|
Wir haben auch einen Grund zum
Feiern: am 15. November 2004
jährt sich zum zehnten Mal
die Gründung unseres Vereins. Im Anschluss an den Vortrag laden
wir zu einem kleinen Empfang ein.
|
|
|
Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises
2004 an Jörg Dobmeier
|
|
25.01.2004 in
der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr
|
|
|
Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises an den Landeshistoriker Prof.
Dr. Otto Borst und an den Fossiliensammler und
Hobby-Paläontologen Robert Flaig haben Vorstand und Beirat des
Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden,
diesen Preis für das Jahr 2004 an den weit über die Region
hinaus bekannten Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen
Jörg Dobmeier zu vergeben.
|
|
|

|
Jörg Dobmeier an einem
seiner vielen Arbeitsplätze
|
|
|
.
|
|
Schon in jungen Jahren hat sich
Jörg Dobmeier der Musik verschrieben. Als Schüler am Gymnasium
in Kirchheim u. Teck komponierte er ein Konzert für Klavier und
Orchester, das dann bei der Einweihung eines neuen Schulbaus mit
großem Erfolg uraufgeführt wurde. Aufgrund seines
überwältigenden musikalischen Talents, seiner Fähigkeit zur
Organisation und seiner Bereitschaft, etwas auf die Beine zu
stellen, ergaben sich für ihn nach dem Abschluss seines
Studiums der Musik und der Germanistik in Stuttgart im Februar
1982 fast von selbst neue Aufgabengebiete.
Während seiner Zeit als Referendar am
Gymnasium in Wendlingen, war er, so ganz nebenher, auch
Assistent im Fach Chorleitung an der Musikhochschule in
Stuttgart. Im März 1982 übernahm Jörg Dobmeier die damals noch
getrennten Musikschulen in Köngen und in Wendlingen. Die
übernommenen Tätigkeiten sollten sich in der Folgezeit noch
häufen! Von 1982 bis 1985 war er Leiter des Studentenchors
"Kurrende" in Tübingen. Seit 1984 ist er Lehrbeauftragter für
Chorleitung und Schlagtechnik an der Musikhochschule in
Stuttgart, seit 1985 Dirigent von Chor und Orchester des
Oratorienvereins Esslingen.
1993 übernahm Jörg Dobmeier die Leitung der
fusionierten Musikschulen von Köngen und Wendlingen. Die
Musikschule Köngen/Wendlingen genießt mit seinen heute 1050
Schülern dank seiner Arbeit und der von 35 hervorragenden
Lehrkräften einen weit über die Grenzen der Region hinaus
reichenden glänzenden Ruf. Wer eines der zahlreichen Konzerte,
sowohl auf dem klassischen Sektor als auch auf dem Gebiet der
Unterhaltung, besucht hat, ist restlos begeistert. Im
"Podium der junger Künstler' haben sich Solisten für
verschiedene Instrumente zusammengefunden, die eigene
Konzerte veranstalten. Der Erfolg der Musikschule lässt sich
auch messen: viele der Schülerinnen und Schüler wurden mit
nationalen und internationalen Preisen bedacht!
Es ist kaum glaublich, dass bei den vielen
Aktivitäten Dobmaiers noch Zeit zum Komponieren blieb und
bleibt. Seine Musical-Kompositionen "Die Kiste" (1988 anlässlich
der Einweihung der neuen Stadtmitte Wendlingen aufgeführt),
"Zeit für Clowns" (1995) und "Der Zaubervogel"(2001) wurden mit
großem Erfolg auch außerhalb der Region aufgeführt. Unter der
"großen Regie" von Jörg Dobmeier werden den Schülerinnen und
Schülern der Musikschule die Organisation und die
Ausstattung der Musicals und anderen abendfüllenden
Veranstaltungen weitgehend überlassen. An der Erstellung
von Kostümen und Kulissen wirken auch die Lehrkräfte mit!
Bei Jörg Dobmeier verbindet sich großes
musikalisches Talent mit der Fähigkeit zur umsichtigen
Konzeption, Koordination und Abwicklung umfangreicher
Musikveranstaltungen. Darüber hinaus kann er Kinder und
Jugendliche für das Musizieren und das Singen begeistern und
Jung und Alt zu erfolgreichen Auftritten vereinen, überaus
schätzenswerte Eigenschaften. Ohne die Unterstützung seiner
Gattin Ingeburg, Gesangslehrerin an der Musikschule, wäre ein
derartiges Engagement im Dienste der Musik und damit der Kultur
gar nicht möglich! Seine Töchter Ulrike und Christine, die
bereits ein außergewöhnliches musikalisches Niveau erreicht
haben, wirken tatkräftig und spürbarer Freude an den
Veranstaltungen der Musikschule mit. Beide wurden schon mit
vielen Musikpreisen ausgezeichnet.
Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
freut sich, die Leistung von Jörg Dobmaier mit der Verleihung
des Daniel-Pfisterer-Preises 2004 würdigen zu können. Bereits
der Namensgeber für den Preis, der Pfarrer, Maler und Poet
Daniel Pfisterer, der von 1699 bis 1728 in Köngen lebte, hat das
Wesen der Musik erkannt. In seinem farbenprächtigen Bilder- und
Gedichtbuch malt er unter vielem anderen auch einen Pfarrer, der
vier Schüler im Gesang unterrichtet. Dazu dichtet er:
|
|
"Die Vögel singen schön,
schön klingen auch die Saiten, Doch wollt vor allen sich
Gott selbst ein Lob bereiten, Auß deren Kinder
Mund, die noch ein reines Hertz Besitzen ohne
falsch, das steiget Himmelwerts."
|
|
Dieses Gedicht ist wohl ganz im Sinne
Jörg Dobmeiers!
|
|
|
Archiv der 2002 und
2003 durchgeführten Veranstaltungen
|
|
|
Herzog Ulrich von Württemberg und Hans von Hutten
|
|
Politische Folgen eines Mordfalles
|
|
Vortrag am Freitag,
31.10.2003, 20:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen
Eintrittskarten zum Preis von
4,50 Euro an der Abendkasse
|
|
|
Der Vortrag befasst sich mit dem
Mord Herzog Ulrichs von Württemberg an seinem
Stallmeister Hans von Hutten und der Bedeutung dieser Tat
für die württembergische Geschichte.
|
|
|
|
|
|

|
Herzog Ulrich von
Württemberg (1487-1550)
Bildquelle: Landesmedienzentrum
Baden-Württemberg
|
|
|
|
|
|
|
Vortragender ist
Georg-Wilhelm Hanna, M.A. aus Bad Soden-Salmünster, der
viele Jahre Leiter der Heimatstelle/Kreisarchivs des
Main-Kinzig-Kreises war und nach seinem Ausscheiden aus dem
Berufsleben an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in
Frankfurt studierte. Die wesentlichen Inhalte und die neuesten
Erkenntnisse seiner Magisterarbeit trägt Herr Hanna, der seit
langem mit der Geschichte der Familie von Hutten beschäftigt, an
diesem Abend vor.
Hintergrund des Mordes war eine zwar
geleugnete, aber offensichtliche Liebesaffäre des Herzogs mit
der Gattin Hans von Huttens, Ursula, der Tochter des
Köngener Ortsherrn, Erbmarschall Konrad Thumb von Neuburg.
Die Ermordung Hans von Huttens sorgte, zusammen mit anderen
Ereignissen, für größte politische Unruhen. Der Humanist und
Dichter Ulrich von Hutten, ein Verwandter des Ermordeten,
brandmarkte die Schandtat des Herzogs in Flugschriften im ganzen
Reich. Der Leichnam Hans von Huttens ruhte vier Jahre in der
Köngener Peter- und Paulskirche, bis er schließlich in seine
Heimat überführt wurde.
Die über 200 Seite starke und sehr lesenswerte
Magisterarbeit mit umfangreichem Quellenverzeichnis,
Abbildungen, Stamm- und Zeittafeln sowie Quellenanhang wird vom
Geschichts- und Kulturverein als Broschüre herausgegeben und an
diesem Abend zum Verkauf angeboten (Kaufpreis € 16,--).
An dieser Stelle möchten wir auf unsere
eigenen Beschreibungen des oben genannten Themas auf den
vorliegenden Internetseiten hinweisen. Einen Überblick über
die Regierungszeit Ulrichs von Württemberg können Sie auf den
Seiten 'Schwaben 1400 - 1520' und
'Württemberg 1520 - 1618'
gewinnen.
Auch
ein aus verschiedenen Quellen zusammen getragener Bericht über
den
'Mord im Böblinger Wald'
befindet sich unseren diesen
Seiten.
|
|
|
August Macke
und die Rheinischen Expressionisten
|
|
in Verbindung mit der
Volkshochschule Köngen
16.3.03, 11:00 - 12:00
Uhr, Treffpunkt im Eingangsbereich der Kunsthalle Tübingen (1/4
Stunde vorher)
Anmeldung unter Telefon 07024 /
468248 (Frau Dörr)
|
|
|
Die Kunsthalle Tübingen zeigt
rund 170 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von August Macke
(1887 - 1914) und anderen Rheinischen Expressionisten.
Im Rheinland hatte sich um 1909 eine
eigenständige Variante des Expressionismus herausgebildet,
dessen Nähe zu dem französischen Malstil dieser Zeit nicht zu
übersehen ist. August Macke war es im Sommer 1913 gelungen, die
Künstler und Künstlerinnen der rheinischen Moderne
zusammenzuführen und zu einer gemeinsamen Ausstellung in
Bonn zu bewegen. Ein großer Teil dieser legendären
"Ausstellung Rheinischer Expressionisten" kann in der
Kunsthalle Tübingen betrachtet werden.
|

|
August Macke (1887 -
1914)
Selbstbildnis, 1906
|
August Macke war ständig auf der Suche nach
neuen Möglichkeiten malerischen Ausdrucks. Auf seinen vielen
Reisen suchte er die Begegnung mit anderen Malern. Im Alter von
zwanzig Jahren lernte er den französischen Maler
Henri
Matisse kennen. Besonders beeindruckt war er von dessen
Fähigkeit, den Raum nicht durch Perspektive, sondern durch
farbige Kontraste harmonisch zu gestalten. Bilder und
Zeichnungen von Franz Marc, mit dem er freundschaftlich
verbunden war, gaben ihm weitere Impulse für sein eigenes Werk.
Auch die Bilder von Paul Cézanne
mit den klar
abgegrenzten Farbflächen bestimmten seinen künstlerischen Weg.
August Macke schildert das Dasein in einer
nahezu paradiesischen Heiterkeit und Leichtigkeit. Im Jahr 1912
lernt August Macke in Paris den mit ihm wesensverwandten Maler
Robert Delaunay
kennen. Durch diese Begegnung findet er
zu strahlend-leuchtenden Farben, die er auf seine Stillleben,
Figurenbildungen und Landschaften übertrug.
Im Herbst 1913 siedelte Macke mit seiner
Familie in die Schweiz über. Innerhalb von acht Monaten
entstanden dort zahlreiche Bilder, in denen die Eindrücke und
Anregungen vieler Künstler in seinen eigenen unverwechselbaren
Stil eingingen. Im Gegensatz zu Franz Marc, der den Menschen aus
seiner Bilderwelt ausschaltete, blieb August Macke in Verbindung
mit Natur und Mensch. Menschen und Dinge sind von weichen
Umrissen umzogen und immer ist es die Farbe, die den Aufbau des
Bildes bestimmt. Auf seiner zweiwöchigen Reise nach Tunis im
April 1914, die er zusammen mit Paul Klee
und Louis
Moilliet unternahm, erreichte er nochmals eine Steigerung
seiner Ausdruckskunst. In den Tagen fast rauschhaften Malens
entstanden Aquarelle, die jene "Seligkeit der Farben"
ausstrahlen, die August Macke immer gesucht hatte.
|

|
August Macke
Kinder im Garten, 1912
|
Ende Juli 1914 begann August Macke sein
letztes Bild, die große Komposition einer Straße mit vielen
Menschen in der Dämmerung. Statt blühender Farben verwendet er
Grau, Fahlrosa und Schwarz. Er nannte es "Abschied". Am 26.
September 1914 fiel er, nur einen Monat nach Kriegsausbruch,
im Alter von 27 Jahren in der Champagne. In den wenigen
Lebensjahren, die ihm vergönnt waren, hat er ein künstlerisch in
sich geschlossenes Werk von unvergleichlicher Dichte und
Intensität geschaffen.
|
|
|
200 Jahre
Wilhelm Hauff
Lichtenstein
- sein historischer Roman und eine wieder entdeckte Oper
|
|
Samstag, 25.01.2003, 19:30
Uhr in der Zehntscheuer Köngen
Eintrittskarten zum Preis von 8
Euro / 6 Euro für Schüler / Studenten sind an der Pforte
des Köngener Rathauses, in der Ortsbücherei oder an der
Abendkasse zu erhalten.
|
|
|
An diesem Abend dreht sich alles
um Wilhelm Hauff, der am 29.11.2002 zweihundert Jahre alt
geworden wäre. Ferdinand Schaller, Vorsitzender des Vereins
'Geschichtsstube Wernau', berichtet über das Leben, das
Gesamtwerk und die Bedeutung dieses großen schwäbischen Dichters
der Spätromantik. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht Hauffs
historischer Roman 'Lichtenstein'. Ein weiterer Höhepunkt der
Veranstaltung ist die Wiedergabe von Ouvertüre und Arien der im
Jahr 1846 am Stuttgarter Hoftheater uraufgeführten gleichnamigen
Oper des Komponisten Peter von Lindpaintner. Dieser musikalische
Teil wird von Jörg Dobmeier und der vom ihm geleiteten
'Musikschule Köngen / Wendlingen' durchgeführt. In einer kleinen
Ausstellung werden sehenswerte Exemplare der insgesamt über 150
unterschiedlichen Ausgaben des Romans 'Lichtenstein' gezeigt.
Das Fazit (in Anlehnung an einen bekannten Liedertext): Kommet
zu Hauff!
|

|
Wilhelm Hauff
(1802 - 1827)
|
|
|
.
|
|
Seine Märchen erfreuen bis heute
Kinderherzen, doch Wilhelm Hauff ist nicht nur der Vater von
"Zwerg Nase", "Kalif Storch" und "Das Kalte Herz", sondern auch
der Verfasser von lesenswerten Gedichten, Erzählungen und
Romanen.
In seinen
Erzählungen verbindet Hauff
romantisch-phantastische Elemente mit realistischen und und
zeitkritischen (z.B. "Jud Süß") sowie satirischen Zügen (z.B.
"Der Mann im Mond"). Er erzählt vom Teufel und vom Orient, vom
Wert des Träumens, vom Gespenstischen, aber auch vom
Zauberhaften im Leben. Nie machte Wilhelm Hauff ein Hehl daraus,
dass er, um wirtschaftlich überleben zu können, auch
literarischen Moden und dem Zeitgeschmack folgte. Dazu gehörte
auch der historische Roman, zu dem er sich durch den
erfolgreichen englischen Schriftsteller Walter Scott inspirieren
ließ.
Wilhelm Hauff erzielte seinen größten
literarischen Erfolg mit seinem 1826 erschienenen historischen
Roman 'Lichtenstein'. Meisterhaft und spannend erzählt er
in diesem Buch ein Stück deutscher Geschichte. Der Roman führt
in eine Zeit, als in Württemberg der unduldsame und
verschwenderische Herzog Ulrich regierte. Habgierig
darauf bedacht, sich neue Finanzquellen zu erschließen,
versuchte er im Jahr 1519 die wohlhabende Reichsstadt Reutlingen
zu unterwerfen. Für den 'Schwäbischen Städtebund' war
dies der Anlass, sich des rabiaten Herzogs zu entledigen. Hauff
schildert in dem Roman 'Lichtenstein' den Kampf Herzog Ulrichs
gegen die Truppen dieses Bundes. Eingeflochten in diese
Geschichtsdarstellung hat Wilhelm Hauff eine
phantasiereiche Erzählung, in welcher der Herzog, von Feinden
umringt, mit seinem Pferd von der Köngener Brücke in die
Fluten des Neckars springt und entkommt. Mit Erscheinen des
Romans 'Lichtenstein' bekam die von Heinrich
Schickhardt in den Jahren 1600 bis 1603 erbaute Brücke den Namen
'Ulrichsbrücke'.
Der Roman 'Lichtenstein' wurde in ganz
Deutschland mit großer Begeisterung aufgenommen. Herzog Wilhelm
von Urach wurde sogar dazu inspiriert, 1840/41 hoch über dem Tal
der Echaz am Rande der Schwäbischen Alb nach den Beschreibungen
Hauffs die romantische Ritterburg 'Schloss Lichtenstein' erbauen
zu lassen.
|

|
Schloss Lichtenstein
|
Hauff selbst hat die Burg, die bis heute ein
beliebtes Touristenziel ist, nie gesehen, denn er starb, noch
keine fünfundzwanzig Jahre alt und wenige Monate nach seiner
Heirat, im Jahr 1827 an einer 'Influenza'. Einem Freunde
hinterließ er den Satz "Freund, die Tage werden gewogen, nicht
gezählt!". Seine Zeitgenossen lobten ihn als "wahres Genie", und
beklagten seinen Tod als "reichen Frühling, dem kein Herbst
gegeben". Gottfried Keller (1819 - 1890) schreibt etwas später:
"Hauff scheint mir ein wahres Genie, ein Dichter zu sein. Er hat
jenen einfachen, naiven Stil, der an Goethe so hinreißt".
Es ist kaum vorstellbar, was Wilhelm Hauff
während seiner kurzen Lebenszeit geleistet hat. Als Gustav
Schwab drei Jahre nach Hauffs Tod begann, dessen 'Sämtliche
Schriften' herauszugeben, benötigte er 36 Bände.
|
|
|
|
Besuch der Ausstellung 'Edouard Manet und
die Impressionisten' in der Staatsgalerie Stuttgart
|
|
in Verbindung mit der
Volkshochschule Köngen
13.10.02, 10:30 - 11:30 Uhr
und 24.11.02, 10:45 - 11:45 Uhr, Treffpunkt im
Eingangsbereich der Staatsgalerie (1/4 Stunde vorher)
|
|
|
Edouard Manet (1832 -
1883) gilt als einer der bedeutendsten Erneuerer der Malerei und
als Wegbereiter des Impressionismus. Die erste umfassende
Manet-Ausstellung in Deutschland bietet einen Überblick über das
facettenreiche Werk dieses französischen Künstlers. Daneben
werden auch Bilder anderer namhafter Vertreter der neuen
Malschule - Monet, Renoir, Degas, Morisot, Sisley, Pissarro,
Caillebotte - gezeigt.
|
|

|
Edouard Manet (1832 -
1883)
|
|
|
In den sechziger und siebziger
Jahren des 19. Jahrhunderts sorgte die
revolutionär
skizzenhafte Malweise Manets für öffentliches Aufsehen,
stellte sie doch eine offenkundige Auseinandersetzung mit der
Maltradition dar. Mit seiner neuen, freieren Malweise wurde er
zum Vorbild der jungen Künstlergeneration. Die akademische
Strenge der Komposition eines Bildes im Atelier wurde zugunsten
der unmittelbaren Studie vor dem Motiv aufgegeben. Damit
änderte sich auch der Gegenstand der Bilder: Statt der
Darstellung von Vergangenheitssehnsucht und Mythos wandte man
sich der absoluten Gegenwart zu, irgendeinem
Ausschnitt aus der geschauten Natur. Auf nachvollziehbare
Gedankengänge wird weitgehend verzichtet - es wird nur das
gerade Gesehene gemalt. Die Motive werden aus allen
Lebensbereichen herausgegriffen. Da die Impressionisten meist
aus dem gehobenen Bürgerstand stammten, interessierten sie sich
wenig oder gar nicht für die politischen, sozialen und
kirchlichen Probleme der damaligen Zeit.
|
|
|
|
|
|
Der Mensch in der
Landschaft ist ein Thema, um das sich alle großen Maler
immer wieder mühen. Im Jahr 1863 stellt Manet das Bild
"Frühstück im Freien" aus, zu dem ihn Raffaels
"Urteil des Paris" angeregt hat. Aus den mythologischen
Gestalten machte er jedoch Menschen seiner Zeit. Statt
einer Göttin malt Manet ein Pariser Mädchen, nackt in
der Gesellschaft von zwei modisch gekleideten Männern.
Umgeben sind die Figuren von einer Waldkulisse. - Der
Skandal war nahezu perfekt, die Urteile waren
vernichtend. Manet malt auf seine Art weiter.
|
Mit den meisten der jüngeren Künstler war er
eng befreundet. In seiner ersten Schaffensphase
malte Manet in überwiegend dunklen Tönen mit starken
Kontrasten.
Den
stilistischen Wendepunkt
kennzeichnet das Jahr 1874, als Manet in enger Zusammenarbeit
mit Monet und Renoir in Argenteuil seine
Freilichtporträts
malte. Das Licht, der wechselnde Eindruck des Geschauten im
Wechsel der atmosphärischen Stimmung wird nun zum eigentlichen
Thema der Malerei. Der reine Eindruck wird mit sensiblen,
flüchtig tupfenden oder strichelnden Pinselstrichen eingefangen.
Die erste Impression bzw. das die Figuren umhüllende Licht wird
ins Zentrum gestellt. Die Konzentration auf die Lichtwirkung
führte dazu, dass die Impressionisten die Umrissformen der
Objekte gezielt verwischten. Auch die Farbigkeit der Schatten
werden herausgestellt.
|
|

|
Edouard Manet: "Die Familie Monet
im Garten in Argenteuil", 1874 (Ausschnitt)
|
|
|
Edouard Manet nimmt innerhalb
der Impressionisten eine besondere Stellung ein. Da er die
impressionistische Technik der Komplementärkontraste nicht
anwandte, strahlen seine Bilder eine
farbige Helligkeit
von großer Intensität aus. Im Zentrum seines künstlerischen
Anliegen steht die Erfassung der menschlichen Figur
statt
der atmosphärischen Landschaft.
Seit frühester Jugend ist Manet ein
unermüdlicher Arbeiter. Er verbraucht bis zu vierzig Leinwände
für ein Bild, bis es Gnade vor seinem Urteil findet. Sein Motto
war: "Nur eine Sache ist richtig: im ersten Anlauf zu machen,
was man sieht. Gelingt es, so ist es gut. Gelingt es nicht, so
fängt man wieder von vorne an. Alles andere ist Schwindel."
|
|
|
Besuch von
Schloss Hohenheim
|
|
12.10.2002. Abfahrt 13:15
Uhr Parkplatz Rathaus Köngen. Fahrgemeinschaften
|
|
|
Herzog Carl Eugen von Württemberg
(1744-1793) schenkte im Jahr 1772 seiner Mätresse und späteren
zweiten Gemahlin Franziska von Leutrum
das Schloss- und Landgut Hohenheim und begann mit dem Ausbau des
alten kleinen Wasserschlosses und der Gartenanlagen.
|

|
Schloss Hohenheim
|
Dem Schloss
nach Norden vorgelagert, entstanden zwei
zweigeschossige Flügelbauten,
von denen der eine, der Kabinetts- oder Meiereiflügel
(später Museumsflügel) für den Gutsverwalter bestimmt war,
während der andere, der Kavaliersbau
(heute Speisemeisterei), der Aufnahme von Repräsentationsräumen
und der relativ bescheidenen Wohn- und Schlafzimmer Carl Eugens
und Franziskas diente. Der Herzog und die im Jahre 1774 zur
Reichsgräfin von Hohenheim
erhobene Franziska lebten in ihrem neuen Domizil im Stil
einer Gutsherrschaft. Carl Eugen plante, in Hohenheim einen
landwirtschaftlichen Musterbetrieb aufzubauen.
Im Jahr 1776
wird die Sommerresidenz
des Herzogs vom Schloss Solitude nach Hohenheim verlegt. Im
gleichen Jahr beginnen Carl Eugen und Franziska auf dem Gelände
des Schlossguts mit der Gestaltung des „Dörfles“,
dem berühmten Englischen Garten mit über sechzig teilweise
„antiken“ Bauwerken, bei denen das Rathaus ebenso wenig fehlte
wie ein Wirtshaus, eine Meierei oder eine Köhlerhütte.
|

|
Victor Heideloff,
(Architekt, Mitstudent und Freund Friedrich Schillers):
Die drey Säulen des donnernden Jupiters in Hohenheim,
1800
- eines der antiken Bauwerke im
"Dörfle" -
|
An besonderen
Tagen, wie etwa am Geburtstag des Herrschers, hatten die Schüler
der ‚Hohen Carlsschule’
die Szenerie zu beleben. „Ländliche Einfachheit und versunkene
städtische Herrlichkeit“, so Friedrich Schiller,
standen als Idee hinter der Erbauung der fiktiven Ortschaft. Die
Häufigkeit der Attraktionen, die den Besuchern ständig
wechselnde Sinneseindrücke vermittelten, spiegeln jedoch eher
den Geschmack des Rokoko
als empfindsames Landleben. Das Tagebuch der Franziska
vermittelt, dass sie und der Herzog aktiv an der Gestaltung des
Gartens beteiligt waren. Der Eintrag vom 8. Juni lautet:
„....der herzog gaben audientz u. sonsten geng nichts
sonderliches vor, auch säde ich im Dörfle Salad u. der Herzog
rechneden
in
hinein“ [Originaltext].
Auch der
Gutshof wird nun weiter
ausgebaut. An den eigentlichen Schlosshof, der nach Norden von
den Flügelbauten, im Süden von dem alten Schlösschen umgeben
wurde, schlossen sich zwei
Wirtschaftshöfe an.
Im Westhof waren
die Ställe für die Pferde, der Marstall und das Reithaus
untergebracht. Der Osthof
diente dem landwirtschaftlichen Betrieb.
Im Jahre 1782
beschließt Herzog Carl Eugen, über die bisherigen Baumaßnahmen
hinaus, sich in Hohenheim ein weitläufiges Schloss als
repräsentative Hauptresidenz
zu bauen. Angeregt zu diesem Bau hat ihn wohl der Besuch des
russischen Thronfolgerpaars. Unter der Leitung des
Hofarchitekten F. H. Fischer wurde als südlicher Abschluss des
Westhofs das Reithaus
gebaut. Beim Osthof entstand
die Orangerie.
An die Orangerie schloss sich der Wintergarten, an das Reithaus
Gewächshäuser an.
Franziska wird 1784 Gemahlin des Herzogs.
Die fromme und karitativ wirkende Frau genießt heute noch in
Württemberg einen guten Ruf. Aus ihrem Tagebuch spricht
Bescheidenheit und große Heiterkeit. Ein Eintrag in ihr
Tagebuch lautet:
„Hohenheim, d. 26. Sep. Dinstag 1780. Heide wahr man die mereste
Zeidt im Dörfle, ich kochde ein Zwetschgen geseltz in meiner
Kleinen Küch(...)." [Originaltext].
Franziska von Hohenheim
wird zugeschrieben, dass sie den unberechenbaren,
verschwendungssüchtigen und
absolutistisch regierenden Carl Eugen in einen
fürsorglichen Landesvater
verwandelte. Der Herzog scheint seine Franziska wirklich gern
gehabt zu haben; im Jahr 1786 schreibt er aus Kirchheim:
„Herzallerliebstes Franzele! ...schönstes Weible! Das
Wichtigste: Hast Du mich auch gern? ...Ja, mein Franzele ist mir
immer vor Augen. Adieu, Engel! Ich küsse Dich tausendmal in
Gedanken und bin von ganzem Herzen Dein bis in den Tod. Der
regierenden Herzogin, meiner allerliebsten Frau in Stuttgart.“
Am 24. Juni
1785 wird der Grundstein für den eigentlichen
Schlossbau gelegt. Das
alte kleine Wasserschloss wird nun abgerissen. Im Bereich des
noch vorhandenen Wassergrabens wurde das Schloss so untermauert,
dass im Untergeschoss ein Raumgefüge aus Tonnengewölben
entstand. Da für die meisten Räume kein Bedarf bestand, wurden
sie mit Erdaushub und Abbruchmaterial aufgefüllt. Bereits 1786
ist der östliche Schlossflügel
fertig, die Kuppel mit dem
Belvedere auf dem Mittelbau eingedeckt. Die ersten Räume werden
nun durch das Carl Eugen und Franziska benutzt. Eine
umfangreiche Gemäldegalerie mit Bildern aus Ludwigsburg wird
eingerichtet.
In
den Jahren 1787 bis 1789 wird der
westliche
Schlossflügel gebaut, doch
dann stockt der Innenausbau. Als Herzog Carl Eugen am 24.10.1793
starb, hatte die nicht mehr ganz zeitgemäße spätbarocke Anlage
die außergewöhnliche Ausdehnung von 570 Metern, war jedoch noch
nicht vollendet. Bei der vorhandenen Innenausstattung finden
sich frühklassizistische Wanddekore,
die eher der damals neuen Stilrichtung entsprachen. Im
Mittelbau war nur ein
Raum, der heutige ‚Blaue Saal“, bezugsfertig. In dem Raum, der
als Schlafzimmer des Herzogs vorgesehen war, stand lediglich ein
Ofen.
Der neue Landesherr,
Herzog Ludwig Eugen,
zeigt kein Interesse am Hohenheimer Schloss. Unter seinem
Nachfolger, Herzog Friedrich Eugen, kommt es noch zu
kleinen Abänderungen des bestehenden Baus. Als dieser im Jahr
1797 stirbt, ist Hohenheims fürstliche Zeit vorüber. Für
den Unterhalt von Schloss und Gartenanlagen werden nur noch
geringe Mittel zur Verfügung gestellt – der Verfall beginnt.
Erst König Wilhelm I. von Württemberg und seine Frau
Königin Katharina retteten die Anlage, als sie 1818 im
Schloss eine "Landwirtschaftliche Unterrichts- und
Versuchsanstalt" einrichteten. Sie wurde 1847 zur Akademie
erhoben und ist Vorgängerin der noch heute in Schloss Hohenheim
residierenden Universität Hohenheim.
|
|
|
Besuch des Klosters in Lorch
|
|
01.06.2002. Abfahrt 13:00 am
Rathaus Köngen
|
|
|
Herzog Friedrich von Schwaben
(1047 – 1105) und seine Frau
Agnes von Waiblingen,
die Tochter von
Kaiser Heinrich IV.,
haben im Jahr 1102 auf einem Höhenzug über dem Dorf Lorch ein
kurz vorher gegründetes Benediktinerkloster dem Papst übertragen
und dafür die Garantie erhalten, es als
Grablege für das Geschlecht der Staufer
benutzen zu können. In der Gründungsurkunde heißt es, das
Kloster solle dem Seelenheil der Glieder des staufischen Hauses
dienen.
|

|
Kloster Lorch
|
Im Jahr 2002 jährt sich diese Schenkung zum
900. Mal.
Das Jubiläum wird ab dem 29. April mit
einer großen Sonderausstellung und einem vielseitigen
Veranstaltungsprogramm im neu restaurierten Kloster gefeiert.
Im Zentrum der Ausstellung steht die reizvolle,
spätmittelalterlich geprägte Klosteranlage mit Kirche, Kreuzgang
und Wirtschaftsgebäuden, umgeben von einer noch vollständig
erhaltenen Ringmauer. Ein Rundgang durch die Klosteranlage weist
auf die Spuren der Geschichte hin und lädt die Besucher zu
eigenen Entdeckungen ein. Viele Exponate zeugen von der langen
Klostergeschichte. Im Kapitelsaal des Klosters hat der Maler
Hans Kloss ein sehenswertes Kolossalgemälde von ca. 30 m Länge
und 4,50 m Höhe über Ereignisse der staufischen Geschichte
erstellt.
Hier ein
kurzer Überblick über die Klostergeschichte:
Herzog Friedrich I. von Schwaben (1047 – 1105) trug als treuer
Parteigänger von Kaiser Heinrich IV. mit seinen
Hausgütern dazu bei, dessen Stellung zu festigen. Das Amt des
Herzogs, das ihm 1079 übertragen worden war, brachte ihm eine
große Machtposition und verschiedene Vorrechte. Als 1098 auch
die Papstpartei seinen Herrschaftsanspruch anerkannte, konnte er
seinen Machtbereich durch kluge Territorialpolitik weiter
ausbauen. Als er 1105 starb, wurde er noch in der Stiftskirche
in Lorch beerdigt. Erst als die erste Bauphase der
Klosterkirche, einer dreischiffigen Pfeilerbasilika, um das Jahr
1140 abgeschlossen war , verlegt König Konrad III. seine
Ahnen in die neue Grablege.
Zu den
Toten, die in das Kloster überführt wurden,
gehörten neben Herzog Friedrich I. von Schwaben auch sein
1103 verstorbener
Bruder Walther und die Mutter von Kaiser Friedrich I. Barbarossa
(Irene von Bayern, gest. um 1135).
Der 1150 im Alter von 14 Jahren verstorbene Heinrich von
Staufen, der Sohn König Konrads III. und seiner Frau Gertrud ist
der einzige König, der in der Klosterkirche beerdigt wurde. Zu
den bekanntesten Toten, die in der Klosteranlage begraben
wurden, zählt Irene (Eirene), die Tochter des Kaisers von
Byzanz. Der Minnesänger Walther von der Vogelweide hat sie
so besungen: „die hochgeborene Königin,
die Rose ohne Dornen, die Taube ohne Galle“. Ihr
Mann, König Philipp von Schwaben, der 1208 von Otto von
Wittelsbach ermordet wurde, ist in der Krypta des Speyrer Doms
begraben.
Unter Friedrich I. Barbarossa (1125 – 1190) und
Heinrich VI.
(1165 – 1197) erreichten die Staufer den Höhepunkt ihrer Macht.
Der letzte glanzvolle Staufer war Friedrich II.
(1194 –
1250).
Mit der
Verlagerung ihres politischen Zentrums nach Sizilien, das den
Staufern durch die Ehe Heinrichs VI. mit der sizilianischen
Königstochter nach dem Tod von König Roger II. als Erbe
zugefallen war und dem Verfall ihrer Königsmacht in Deutschland
verlor das Kloster in Lorch seine Funktion als Grablege. Kurz
nach dem Tod Kaiser Friedrichs II. ging das durch den Stifter
verliehene Recht des Klosters, den Vogt
wählen zu können, an die
Grafen von Württemberg
über. Damit ging die Möglichkeit, eigenständig gewisse
Rechtsgeschäfte, wie zum Beispiel die ‚Hohe Gerichtsbarkeit’,
tätigen zu können, dem Kloster verloren.
Im
frühen 13. Jahrhundert beginnt eine zweite Bauphase des
Klosters. In dieser Zeit entstanden die romanischen Skulpturen
und Dekorationen an den Vierungspfeilern, die den Mittelraum des
Kirchenschiffs betonen. Im 14. und 15. Jahrhundert kam es zu
einem Verfall des Mönchtums, das bis dahin eine
bestimmende und geistige Macht in Europa gewesen war. Davon war
auch das Kloster in Lorch betroffen. Erst im ausgehenden 15.
Jahrhundert setzt eine neue Blütezeit ein. Graf Eberhard von
Württemberg betrieb als
Klostervogt 1462 den Beitritt des Klosters zur ‚Melker
Kongregation’, einer Vereinigung von Klöstern, die eine
Erneuerung des Klosterlebens anstrebten. Unter der Leitung des
Abts Nikolaus Schenk von Arberg
wurde der romanische Chor
in seine noch heute erhaltene spätgotische Form gebracht. Dabei
wurde die Apsis abgerissen und der Chorraum erhöht.
Nach
der Öffnung der Staufergräber im Jahr 1475
wurden die
sterblichen Überreste in eine von einem Göppinger Künstler
geschaffene spätgotische Tumba im Mittelschiff der Lorcher
Klosterkirche umgebettet. Die kunstvolle Deckplatte dieses
Steinsargs zeigt einen Adler als Symbol für das Reich und drei
Löwen, das Wappen der Staufer.
Der Bauernkrieg
setzte dem wirtschaftlichen und geistigen
Aufschwung des Klosters ein jähes Ende: Am 26. April 1525 wird
das Kloster
belagert, geplündert und zum Teil zerstört. Die kostbare
Bibliothek wurde fast vollständig vernichtet und die Mönche
verjagt.
Während
des Wiederaufbaus werden 1530 im Mittelschiff der Kirche Fresken
über die Staufer angebracht. Der einstige Rang des Klosters
wurde allerdings nicht mehr erreicht.
Als Herzog Ulrich
1534 die Reformation in Württemberg einführte,
war auch das Kloster Lorch betroffen. Den Mönchen blieb nur die
Wahl zwischen der Übersiedlung zum Kloster Maulbronn und der
Zwangsausweisung. Während des ‚Augsburger Interims’ wurde das
Kloster 1548 den Mönchen zurückgegeben. 1556 hob
Herzog
Christoph von Württemberg das Kloster erneut auf und
richtete in der Anlage eine Schule zur Ausbildung von
evangelischen Pfarrern ein. Nach Abschluss des Westfälischen
Friedens 1648 wurde das Kloster endgültig reformiert.
In der
folgenden Zeit wurde die Lorcher Klosteranlage als Sitz von
Verwaltungsbehörden benutzt. So wurde im Kloster zuerst ein
Klosteroberamt mit einem herzoglichen Verwalter, dann ein
‚Kameral- und Forstamt’ eingerichtet. Die Äbte waren als
Vertreter des Klosteramts Mitglieder im württembergischen
Landtag. Ab
1727
ist der jeweilige Kanzler der Universität Tübingen zugleich
Prälat in Lorch. Im Jahre 1806 wird das Kloster säkularisiert.
1879 bis 1883 wurden die Schäden am Kloster ausgebessert, so
dass zumindest der ruinöse Eindruck genommen wurde. 1932 zog
eine Bauernschule in die Klosterräume ein.
Nach dem
zweiten Weltkrieg übernahm das Hilfswerk der Evangelischen
Kirche die Klostergebäude in Pacht und eröffnete ein Altersheim
für Flüchtlinge und Heimatvertriebene. Ab 1952 übernahm die
Evangelische Heimstiftung das Altersheim.
|
|
|
|
|
|
Für diejenigen, die nicht die
Gelegenheit haben, am 17.03.2002 mit uns die sehenswerte
Ausstellung zu besuchen, noch einige Informationen: Ende der
Ausstellung ist am 7.04.2002; die Staatsgalerie Stuttgart ist
täglich außer montags von 10:00 - 18:00 Uhr, donnerstags bis
21:00 Uhr geöffnet.
|
|
|
Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises 2002 an Robert Flaig
|
|
27.01.2002 in der
Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr
|
|
Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises
an den Landeshistoriker Prof.
Dr. Otto Borst im Jahr 2000, haben Vorstand und Beirat des
Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden,
diesen Preis für das Jahr 2002 an den bekannten Fossiliensammler
und Hobby-Paläontologen Robert Flaig aus Unterensingen zu
vergeben.
 |
Robert Flaig in
"seinem Museum" |
|
|
Robert Flaig hat im Laufe seines bisherigen
Lebens neben seinem Beruf eine
Sammlung von ca. 5000
Fossilien zusammengetragen, die in der Hauptsache aus
wertvollen Ammoniten aus dem Jura besteht.
Wissenschaftler sind von der hohen Qualität der Sammlung tief
beeindruckt. So wird sie zum Beispiel von Prof. Dr. Hans Rieber
vom Paläontologischen Institut der Eidgenössischen Technischen
Hochschule (ETH) Zürich als "die Sammlung der Sammlungen"
bezeichnet.
Über vierzig Jahre nutzte Robert Flaig jede
freie Minute, um in die geologische Vorgeschichte
seiner
schwäbischen Heimat, Englands und Frankreichs einzudringen. Im
Braunen Jura der Schwäbischen Alb fand er neben den Ammoniten
auch Seeigel, Schnecken und Haifischzähne, die zwischen 120 und
190 Millionen Jahre alt waren. Hervorzuheben ist, dass Robert
Flaig seine Fossilien nicht nur selbst sucht und ausgräbt,
sondern sie auch in seiner kleinen Werkstatt mit viel
Feingefühl fachmännisch präpariert. Das Besondere an der
Sammlung ist ihr systematischer und wissenschaftlich
korrekter Aufbau. Sämtliche Fundstücke sind inventarisiert
und mit ihren exakten lateinischen Bezeichnungen den
geologischen Schichten zugeordnet. Kein "gelernter"
Wissenschaftler hätte dies besser machen können! Auffallend ist
auch die Schönheit der Exponate, die der jetzt 81-jährige
Robert Flaig im Keller seines Hauses den Besuchern, zu
denen auch viele Schüler gehören, zugänglich macht. Die
Führungen in "seinem Museum" begleitet er mit spannenden
Geschichten und lustigen Anekdoten und sind schon deshalb ein
großes Erlebnis. In der letzten Zeit musste zum Leidwesen vieler
Interessierter die Anzahl der Besucher wegen gesundheitlichen
Problemen Robert Flaigs stark eingeschränkt werden.
Nicht zu vergessen ist, dass Robert Flaig sich
sein gesamtes großes Wissen neben seinem eigentlichen Beruf als
Handwerker durch Selbststudium erworben hat! Über den
Braunen Jura am Plettenberg bei Balingen veröffentlichte er
zusammen mit den Paläontologen Dr. Gerd Dietl und Eugen Glück
eine viel beachtete wissenschaftliche Abhandlung.
Robert Flaig ist jedoch nicht nur als
Paläontologe aktiv! In seiner Funktion als Kulturwart beim
Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Köngen, hat er vierzig Jahre
lang dazu beigetragen, die ereignisreiche
Geschichte Köngens
und seiner Umgebung vor der Vergessenheit zu bewahren. Sein
besonderes Augenmerk gilt heute noch der
Geschichte der Römer
in unserem Gebiet. So nebenbei organisierte er
Reisen
im In- und Ausland, die für viele Teilnehmer unvergesslich
geblieben sind. Bei den Reisen nach Frankreich zeigte sich, dass
er ein hervorragender Kenner der dortigen romanischen Kirchen
ist. Robert Flaig hat auch
künstlerisches Talent: mit
Bleistift und Pinsel erstellt er beachtliche Bilder; die Kunst
der Kalligraphie beherrscht er in Vollendung.
Forscherdrang, der Wille zum Suchen und
Finden, die Ehrfurcht vor der Natur, das Herz für Geschichte,
das künstlerische Talent sowie das Engagement für die
Allgemeinheit sind Elemente der Persönlichkeit von Robert Flaig.
Er erinnert in vielem an das Multitalent
Daniel Pfisterer, Pfarrer in Köngen von 1699 - 1728. Ein
großes Lebenswerk steht vor uns und kann als Vorbild dienen.
Für den Geschichts- und Kulturverein Köngen ist es eine Ehre,
einen solchen Mann durch die Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises würdigen zu dürfen.
|
|
|
|
|
|
|
Stand:
10. Jan. 2010
Copyright ©2010 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
|
|
|